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Das  AHA! – Erlebnis  des  Monats

jeden  Monat  neu  –  jeden  Monat  etwas  anderes

—  April  2000  —

 

OPER  +  THEATER

in  ihrer  Erlebnisfülle

im  18. , 19.  +  20.  Jahrhundert

„ So wie der Künstler, wo er rühren soll, nicht selber gerührt werden darf, so darf auch der Zuschauer, will er die theatralische Wirkung kosten, diese niemals als Wirklichkeit ansehen, soll nicht der künstlerische Genuss zur menschlichen Teilnahme herabsinken. Der Darsteller spiele – er erlebe nicht. Der Zuschauer bleibe ungläubig und dadurch ungehindert im geistigen Empfangen und Feinschmecken “

(Ferruccio Busoni im Zitat Wolfgang Sandner’s zu Kurt Weill, FAZ 4. 3. 2000)

 

Brecht – Sinn und Form. Beiträge zur Literatur. Hrsg. v. d. Dt. Akademie der Künste. Zweites Sonderheft Bertolt Brecht. Berlin (1957.) Gr.-8°. 628 SS. OHlwd.-Bd. m. Rückenschildchen.

Enthält  neben Walter Nubel’s unverändert maßgeblicher Brecht–Bibliographie (SS. 481-623) und Erstdrucken theaterbezogene Beiträge wie

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (Erstdruck) – An Helene Weigel zum 1. 5. 1950 – Bentley, Die Theaterkunst Brechts – Chiarini, Lessing und Brecht – Augsburger Theaterkritiken (Erstdruck) –  Ihering, Kritiken aus den 20er Jahren – Benjamin, Ein Familiendrama auf dem epischen Theater – Einige Irrtümer über die Spielweise des Berliner Ensembles – Rülicke, Leben des Galilei – Berlau, Poesie der Regie – Wirth, Über die stereometrische Struktur der Brechtschen Stücke – Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar (Erstdruck) – Stimmen der Deutschen Bühne zum Tode Brechts (Erstdruck) – Dreizehn Bühnentechniker erzählen.
Angebots-Nr. 11.495 / EUR  95. (c. US$ 153.) + Versand

 

Beethoven – (Seyfried, Ignaz Ritter von, Dirigent, Komponist und musikalischer Schriftsteller, 1776 Wien 1841.) Gefährte schon der frühen Jahre – „Biographische Notitzen (über Ludwig von Beethoven)“. Verkleinerte Wiedergabe + Transkription des 1831 entstandenen und der Musikologin B. von Seyfried vorgelegenen autographen Manuskriptes. Bonn, Niemeyer, 1990. 12 unnum. Bll. Mit 13 (12 ganzseit.) Abbildungen. OHeftung. mit wiederholter Porträt-Vignette auf Umschlag (dieser in Rot + Schwarz).

Erstmalige vollständige Veröffentlichung der Manuskriptfassung

als  der  abweichenden  Urschrift

dieser zweitfrühesten ausführlicheren Quelle der Beethoven-Biographie mit der im Druck (im Anhang zu L. v. B. Studien im Generalbasse, Wien 1832) fehlenden höchst importanten Passage bezüglich des generösen Geldgeschenkes der London Philharmonic Society, das B. auf seinem Sterbelager vor Dankbarkeit so unsagbar erschütterte. Wie auch mit Abweichung zum von B. selbst übernommenen Geburtstag eingangs und am hier mit „(Nun wird eingeschaltet der Vorbericht zum Miserere.)“, gefolgt von Nennung der Beilage I. als der Totenrede Grillparzer’s, abbrechenden Schluß. Im übrigen der authentische Bericht dessen, der von frühester Wiener Zeit an dabeigewesen ist. Bei den literaturberühmten Ringkämpfen mit Wölfl am Pianoforte im Hause Wetzlar,

beim  Fiasko  der  FIDELIO-Premiere

am 20. November 1805, deren Orchesterproben er geleitet hatte und dessen 3. Leonoren-Ouvertüre er im zweiten Anlauf am 28. (29.?) März + 10. April 1806 er dirigiert haben dürfte. Und zur Totenmesse schrieb er die Choralmusik.
Anforderungs-Nr. 13.097 / Schutzgebühr  EUR  15. (c. US$ 24.) + Versand

– – – – Vorgenanntes Manuskript selbst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 15.049  /  Preis auf Anfrage

 

Seyfried, Bettina von. Ignaz Ritter von Seyfried. Thematisch-Bibliographisches Verzeichnis. Aspekte der Biographie und des Werkes. 1990. Gr.-8°. 589, 3 SS. Mit Portrait + zahlr. Notenabb. OBrosch. – Typoskriptdruck der Dissertation von 1983. – Europäische Hochschulschriften XXXVI, 32.
Angebots-Nr. 14.484 / EUR  69. (c. US$ 111.) + Versand

 

l’Arronge – Leiermann und sein Kind, Der. Theodor l’Arronge als Frieder Kranich in Charlotte Birch-Pfeiffers’s Schauspiel am Stadttheater zu Cöln. Mit Tonplatte gedruckte, lasiert kolorierte Lithographie bei Louis Veit, Berlin. (1859-60.) Bezeichnet. 22,4 x 14,8 cm. – Blatt 48 der Lipperheide-Suite Ucd 19 auf leichtem Karton.
Angebots-Nr. 6.506 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

Charlotte Birch-Pfeiffer, Romeo + JuliaHermann Hendrichs als DemetriusTherese Döllinger

Birch-Pfeiffer – Romeo und Julia. Charlotte Bich-Pfeiffer als Amme der Julia in Shakespeares Trauerspiel am Kgl. Schauspielhaus, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 28.
Angebots-Nr. 6.500 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

 

Döllinger – Rast, Auf der hohen. Therese Döllinger als Bärbchen in Gustav Griepenkerls Schauspiel am Kgl. Schauspielhaus, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 46.
Angebots-Nr. 6.501 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

 

Hendrichs – Demetrius. Hermann Hendrichs als Demetrius in F. Gustav Kühnes Tragödie nach Schillers Entwurf am Kgl. Schauspielhaus, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 25.
Angebots-Nr. 6.499 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

Louis Julius als BlücherWilhelm Kaiser als Richelieu

Julius – König, Wie geht’s dem? Louis Julius als Blücher in Arthur Müller’s Schauspiel am Friedrich Wilhelmstädtischen Theater, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 36.
Angebots-Nr. 6.497 / EUR  59. (c. US$ 95.) + Versand

 

Kaiser – Mondecaus. Wilhelm Kaiser als Richelieu in A. E. Brachvogel’s Trauerspiel am Kgl. Schauspielhaus, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 45 der Folge.
Angebots-Nr. 6.494 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

 

Mittell – Küchenroman, Ein. Carl Mittell als Ferenz in W. Kläger’s Lebensbild am Wallner’s Theater, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 29.
Angebots-Nr. 6.496 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

Theodor Reusche in Einer von unsr'e LeutCarl Porth als Papst Gregor V.

Porth – Maria. Carl Porth als Papst Gregor V. in J. L. Klein’s Trauerspiel am Kgl. Schauspielhaus, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 34 der Folge.
Angebots-Nr. 6.498 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

 

Reusche – Leut’, Einer von uns’re. Theodor Reusche als Jsak Stern in O. F. Bergs Posse am Wallner’s Theater, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 32.
Angebots-Nr. 6.502 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

 

Wollrabe – Helmerding – Tänzer, Ein alter. Amalie Wollrabe und Carl Helmerding als Tanzpaar Ninette und Girard im 1. Akt von L. Günthers Posse am Wallner-Theater, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 47.
Angebots-Nr. 6.503 / EUR  60. (c. US$ 97.) + Versand

 

Folgt  als  Zwischenspiel  die  Bühnenwelt  des

WILLIAM  HOGARTH

1697  London  1764

(John) Rich’s Triumphant Entry. Des großen Mimen und seiner Truppe Umzug von Lincoln’s Inn Fields Theatre ins Covent Garden unter dem Banner „Rich for ever“, dem eine Uhrenbeischrift entgegenhält „Sic Transit Gloria Mundi“. Er selbst, im Fell des berühmten Hundes aus ‚Perseus und Andromeda‘, nebst Gattin im von Satyren gezogenen und von einem Harlekin gelenkten Wagen an der Spitze. Den Beschluß bildet der Requisitenkarren. Kupferstich. Bezeichnet: WHO’TH (?) SCULP. (im Bild unten links), Titel wie vor. 20,7 x 35,3 cm.

Abdruck auf starkem Papier von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte. „Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“ (Kunstgalerie Esslingen 1970). – Oben im Plattenrand geschnitten.
Angebots-Nr. 7.884 / EUR  176. (c. US$ 284.) + Versand

– – – Dasselbe in Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Rich’s Triumphal Entry. / Hogarth pinx. / T. Cook sculp. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Nov. 1st. 1809.  Bildgröße 11,5 x 18,5 cm.

Cook’s kleinere Wiederholung. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, dessen Außenpartien zweiseits etwas braunfleckig sind.
Angebots-Nr. 8.915 / EUR  135. (c. US$ 218.) + Versand

 

Dreigroschenoper-Premiere  vor  280  Jahren

Beggars Opera. John Gay’s unsterblich gebliebene Bettler-Oper – Act III, Scene 11 – in John Rich’s Uraufführung von 1728 vor ausverkauftem Hause. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Design’d by W. Hogarth. / Engrav’d by T. Cook., Titel wie vor. 24,8 x 28 cm.

Mit Untertext :

„ Brittons attend – view this harmonious Stage / And listen to
those notes which charm the age / Thus shall your tastes in
Sounds & Sense be shown / And Beggars Op’ras ever be your own. “

„ In the former, all the characters are drawn with the heads of different animals: as Polly with a cat’s; Lucy with a sow’s; Macheath with that of an ass; Lockit and Mr. and Mrs. Peachum with those of an ox, a dog, and a owl. In the latter, several Noblemen appear conducting the chief Female Singer forward on the Stage … Harmony, flying in the air, turn her back on the English Playhouse, and hastens toward the Rival Theatre. Musicians stand in front of the former … “

(Nichols).

Im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in dessen Ursprungsformat. Cook „machte sich auch einen Namen als H.-Stecher“ (Thieme-Becker). – Unten innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten, im breiten oberen zwei schwache Wasserränder. – Siehe auch  „The Enraged Musician“. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 7.581 / EUR  240. (c. US$ 387.) + Versand

– – Dasselbe. Cook’s gemeinsam mit seinem Sohn gestochene kleinere Wiederholung. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, May 1st. 1808., Titel wie oben. Bildgröße 13,9 x 17,4 cm.

Spiegelbildlich gegenüber Cook’s großer Erstfassung, wie auch der Hogarth’s. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Dieser zweiseits in den Außenpartien etwas gebräunt.
Angebots-Nr. 8.916 / EUR  146. (c. US$ 236.) + Versand

– – Dasselbe in Hogarth’s Eigenstich. Bezeichnet: Design’d by W. Hogarth., Titel + Untertext wie oben. 25 x 28 cm.

Heath-Abdruck wie oben. – Als Halbformat unten innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten.
Angebots-Nr. 7.837 / EUR  176. (c. US$ 284.) + Versand

 

„Possibly  the  Most  Original  Actor

of  the  Eighteenth  Century“

Hogarth, William (1697 London 1764). Garrick in der Rolle Richard des Dritten. Hier „The tent scene, Act V, Scene 3, which was especially praised“ – der im Zelt aus seinem Traum hochschreckende König. Zur Linken das eigene Zeltlager und das Richmond’s, „so daß eine Schlacht unvermeidlich ist“. Stahlstich. Um 1840. Bezeichnet: Mr Garrick in the Character of Richard the Third. / Shakespear (sic!) Act 5, Scene 7 (sic!, recte 3), ansonsten wie vor. 14,3 x 16,9 cm.

Seitenrichtig zu Hogarth’s Öl von ca. 1745 (H. Cat. Tate Gallery 1971/72, 123 m. Abb.). – Unten unter Anschnitt der dritten Textzeile geschnitten.

„ Dieses Bild wurde durch das erste Auftreten des britischen Roscius in der Rolle Richard’s III. auf dem Theater von Goodman’sfield (Lincoln Inn Fields) im Jahre 1741 veranlaßt, wodurch sich jener berühmte Schauspieler in der Art Bahn gebrochen hat, daß er vom ersten Augenblicke an bei der Nation die vollkommenste Anerkennung fand … Garrick hat die englische Bühne umgestaltet, und übt auch noch jetzt durch die Tradition seine Wirksamkeit, da sein Verfahren, die Charaktere Shakespeare’s darzustellen, von Geschlecht zu Geschlecht den Schauspielern überliefert wurde … Der ganze Leib (hier), vom Scheitel bis zu den Fußzehen, ist durch die Schrecken der andern Welt krampfhaft bewegt … “

(Lichtenberg).

Und „The design follows Le Brun’s ‚Tent of Darius‘“, so Lawrence Gowing im Katalog der Tate Gallery. Aufmerksam machend auch, daß der für das Öl empfangene Gegenwert von 200 £ „paid by Mr Duncombe, who commissioned the picture, remained a matter of pride to the painter“. Stütze hierfür dürfte nicht zuletzt jener reizvolle Brief des Meisters vom 21. Oct. 1746 über die „Proportions of Garrick and Quin“ sein, in dem er diese hübsche Summe mit den Worten begründet

„ … sold … on account of its Likeness which was the reason it was call’d Mr Garrick … & not any body else “.

David Garrick’s (Heresford 1716 – bei London 1779) Beginning datiert aus eben jenem Jahre, zunächst in Ipswich, dann gleich siehe oben. 1746 ging er ans Covent Garden, 1747 kaufte er mit Lacy das Drury Lane, wo er sich bemühte, „namentlich den Geschmack an Shakespeares Dichtungen wieder zu erwecken“ (Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl.). 1776 zog er sich zurück. Beigesetzt wurde er in Westminster Abbey am Fuße des Denkmal Shakespeare’s. Er selbst schrieb 27 Lustspiele (siehe hierzu „The Farmer’s Return“). Und auch die Grabinschrift Hogarth’s. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 7.816 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

 

Garrick  ist  der  Größte

Fac Simile of the Proportions of Garrick and Quin. Die beiden, jeweils zweifach, skizziert an der Meßlatte, davon das jeweils außenstehende Doppel bezeichnet mit „a very short proportion“ (Quin) bzw. „a very tall proportion“. Innerhalb eines eigenh. Briefes vom 21. Oct. 1746. Kupferstich-Facsimile von Thomas Cook. Bezeichnet: From the Original in the Collection of J. P. Kemble Esqr. / T. Cook sc. / Published by Longmann, Hurst (ganz schwach), Rees, & Orme, Novr. 1st. 1808., Titel wie vor. 25 x 35 cm.

„ To G H (?) to be left at the Post office at Norwich / HO (?), Siegel / Sr / If the exact Figure of Mr Quin, were to be reduced to the size of the print of Mr Garrick it would seen to be the shortest man of the two, because Mr Garrick is of a taller proportion. / examples … / Let these figures be doubled down so as to be seen but one at once, than let it be ask’d which represents the tallest man. Yours W H. “

Und linksseits oberhalb der Adresse :

„ The Picture from whom the Print in question was taken, was Painted from Mr Garrick big as the life, & was sold for two hundred pounds on account of its Likeness which was the reason it was call’d Mr Garrick in the Character of Richard the 3d – & not any body else “

Letzter Absatz bezieht sich auf Hogarth’s besagtes Öl von ca. 1745, jetzt in der Walker Art Gallery, Liverpool (Hogarth-Katalog der Tate Gallery, 1971/72, 123 mit Abb.; „Portraiture and the theatre as a basis for history painting on the grand scale“). Nach diesem dann gedachter Stich, von Hogarth im Juli 1746 gemeinsam mit C. Grignon gefertigt (H.-Katalog Zürich, 1983, 73 m. Abb.; siehe die vorstehende Pos. 7.816).

Zu Hogarth’s im Brief zum Ausdruck kommender Stolz ob der guten Bezahlung des Öls heißt es im Tate Katalog :

„ The price of £ 200 paid by Mr Duncombe, who commissioned the picture, remained a matter of pride to the painter. “

Sehr selten. – Drei vertikale Falten innerhalb des Stiches, zudem rechts ab weißem Plattenrand mehrfach schwach faltig. Unter Glas nur noch bedingt freudemindernd. – Der weiße Oberrand schwach braunstreifig und gesamthaft nicht absolut frisch.
Angebots-Nr. 14.094 / EUR  118. (c. US$ 190.) + Versand

 

Ein  Bein  durchwandert  die  Kunsthistorie

von  Bruegel  via  Hogarth  zu  Goya

und  ist  hier  zugleich  ein  Beinchen

im  kleinen  Beginning

des  Haymarket  Theatre

Southwark Fair. Der Jahrmarkt zu London mit seinem volkreichen Treiben. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Designed by Wm. Hogarth / Engraved by T. Cook / Published April 1st. 1796, by G. G. & J. Robinson, Paternoster Row, London., Titel wie vor. 37,4 x 47,5 cm.

Hogarth-Katalog Tate Gallery, 1971/72, 74 (das 1733er Öl) nebst Abb.; H.-Katalog Zürich, 1983, 20 (H’s spiegelbildlicher 1734er Stich) nebst Abb. – Als Subskriptionsbeleg diente beziehungsreich „The Laughing Audience“ (siehe unten).

Die  zweitälteste  Darstellung

der Ausstellung „Hereinspaziert, hereinspaziert – Jahrmarkts-Graphik aus drei Jahrhunderten“ der Puppentheater-Sammlung München von 1975/76. Siehe Nr. 2 des Ausstellungskataloges nebst doppelblattgroßer Abbildung Seiten 52/53.

„ Dieses erste Blatt Hogarths von größerer Bedeutung, dem er auch selbst noch später Werth beilegte, gibt die Darstellung einer jener Jahrmärkte, welche im Beginne der neueren Zeit in England für den Handel noch von Wichtigkeit waren, allein schon in der letzten Hälfte des 17. Jhdts. nur noch als Veranlassung zu Belustigungen der unteren Volksclassen dienten, welcher bei solchen Gelegenheiten gewöhnlich zu sein pflegt.

„ Aber es fehlt auch nicht an der Tragödie … besonders im Vordergrunde bei ‚Bayazet’s  Fall‘ (siehe unten), einem damals auf den Nationaltheatern berühmten Helden … übrigens von Cibber und Bullock dargestellt …, von einer Gesellschaft, deren Verhältniß ein oben hängendes (köstlichst illustriertes) Schild mit der Überschrift:

The  Stage  Mutiny

(die  Schauspieler-Empörung  von  Drury  Lane

mit  Theophilus  Cibber  an  der  Spitze ,

woraus  sich  das  Haymarket  Theatre  bildete

noch näher erläutert …

„ An einer großen Bude … werden dramatische Darstellungen durch Comödienzettel versprochen und auch ausgeführt … Ein heroisches Stück ist ebenfalls in der Vorstellung begriffen, die Belagerung von Troja …

„ Die Hauptsache auf dem Blatte bildet natürlich der Volkshaufe. Auch hier ist eine Schauspielertruppe bemerkbar, die ihre Leistungen zuvor unter Trommelschlag und Trompetenschall bekannt macht. Die Trommel wird von einer Schönen gerührt … (Diese) soll das Portrait einer Künstlerin aus einer ähnlichen Schauspielergesellschaft sein. Wie erzählt wird, hatte sich Hogarth einst auf einem Jahrmarkt von Southwark unter die Menge gemischt, und sah, wie eine hübsche Straßencomödiantin von ihrem Director mißhandelt wurde. Der Anblick war ihm so fatal, daß er dem Director sogleich eine Lection der Galanterie mit der Reitgerte gab. Das Mädchen aber gefiel ihm so sehr, daß er sie abzeichnete und später auf diesem Bilde anbrachte “

(Lichtenberg).

Kunsthistorischer  Nabel

indessen ist der eigene Sturz des „The Fall of Bajazet“ ungewollt life darbietenden zukünftigen Haymarket-Ensembles von seiner erhaben oberhalb der Menge etablierten Bretterbühne, die sich nun ins Angebot eines Porzellanladens mischt. Und dabei symbolträchtig Bein zeigt. In diesem Falle das einer Schönen. Ein Bein mit Vergangenheit und Zukunft. Denn

„ The actress’s flailing legs among the timbers of the stage … recall Bruegel’s ‚(Sturz des Ikarus)‘ (rather than the work by Coypel which is sometimes  suggested.)

This  passage  in  the  ‚Southwark  Fair‘

… may have suggested the similar detail in Plate 30 of Goya’s ‚Disaster of War‘ “

(Lawrence Gowing im Katalog der Tate Gallery).

Herrlicher  Abdruck  von  schönstem  Hell-Dunkel

dieses unwiederholbaren Blattes, seitengleich zum H.-Stich. auf festem Papier. – Im breiten weißen Rand rechts oben ganz schwacher Wasserstreifen.
Angebots-Nr. 7.555 / EUR  614. / Export price EUR  583. (c. US$ 941.) + Versand

– – – Dasselbe in Cook’s kleinerer Wiederholung, seitengleich zum Öl. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, July 1st. 1807., Titel wie oben. Bildgröße 14 x 17 cm.

Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, der zwei-, bedingt dreiseits in seinen Außenpartien schwach braunfleckig ist.
Angebots-Nr. 8.925 / EUR  151. (c. US$ 244.) + Versand

 

The Laughing Audience. Das lachende Parterre während einer komischen Oper, „vielleicht Gay’s berühmte(r) oder berüchtigte(r) Beggar’s opera“, siehe oben. Im Vordergrund drei Orchester-Mitglieder. Kupferstich. (1733.) 19 x 17,2 cm.

„ Eine  meisterhafte  Wiedergabe  aller  Abstufungen  des  Lachens “

(Thieme-Becker). – Diente ursprünglich als Subskriptionsbeleg für „Southwark Fair“ + „A Rake’s Progress“, deren Quittungstexte per 1737er 4. Zustand entfernt und die Platte entsprechend verkürzt wurde. – Heath-Abdruck wie oben.

„ Der Beschauer kann in den dargestellten Gesichtern die vollkommenste Stufenfolge der Lustigkeit vorfinden … und außerdem auch den Ausdruck bemerken, welcher durch die Verschiedenheit des Alters bei der heitersten Stimmung bewirkt wird. Nur  ein  Gesicht bewahrt einen unerschütterlichen Ernst … vielleicht eine(s) Recensenten … “

(Lichtenberg).

Angebots-Nr. 7.736 / EUR  71. (c. US$ 115.) + Versand

– – Dasselbe in Kupferstich von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim 1779 – Wien 1843). (1818/23.) 21 x 17,6.
Angebots-Nr. 5.945 / EUR  71. (c. US$ 115.) + Versand

– – in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840, dortiger Univ.-Kupferstecher). 22 x 20 cm. – Abdruck um 1850 auf schönem festen Papier. – Riepenhausen’s Stiche nach Hogarth („sehr schätzbar“, Nagler) zählen zu seinem Hauptwerk.
Angebots-Nr. 5.946 / EUR  86. (c. US$ 139.) + Versand

– – in Lithographie um 1830. 23,7 x 15,5 cm. – Ausführlicher Untertext à la Lichtenberg in Deutsch.
Angebots-Nr. 5.947 / EUR  71. (c. US$ 115.) + Versand

– – in Stahlstich um 1840. 18,5 x 15,4 cm. – Die beiden Seitenränder auf Bildkante geschnitten.
Angebots-Nr. 7.737 / EUR  40. (c. US$ 65.) + Versand

 

The Enraged Musician. Der ob der Vielzahl der vor seinem Fenster agierenden Straßenhändler erzürnte italienische Geiger von Beggar’s Opera. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Designed by Wm. Hogarth / Engraved by T. Cook / Published August 1st. 1797 by G. G. & J. Robinson Paternoster Row, London., sonst wie vor. 35,9 x 41,3 cm.

EINES  DER  SCHÖNSTEN  HOGARTH-SUJETS

mit  dem  Geiger  im  Fenster  und  der  Mischpoke  davor,  doch  im übrigen

„ den Stilstreit zwischen Händel und der Bettler-Oper (herabschraubend, denn:) der ‚ernste Musiker‘, von Marktschreiern gestört, gehört hier zum Ensemble der Beggar’s Opera “ (siehe oben)

(FAZ 26. 9. 1978 nebst Abbildung; siehe auch die des Hogarth-Katalogs Zürich, 1983, Nr. 41). So kündigt das Plakat am Fenster denn auch die 62. Aufführung an und nennt die Besetzung für Macheath, Polly und Peachum. Und passend darunter singt eine das Baby wiegende Dame The Ladies Fall. Ansonsten vereint „die lieblichsten der sogenannten London cries … “ (Lichtenberg). – Herrlicher  Abdruck  von  schönstem  Hell–Dunkel. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 14.707 / EUR  760. / Export price EUR  722. (c. US$ 1165.) + Versand

– – Dasselbe in Hogarth’s Eigenstich im Heath-Abdruck wie oben. Bezeichnet: Design’d, Engrav’d & Publish’d by Wm. Hogarth Novbr. the 30th. 1741. According to Act of Parliament, Titel wie oben. 36,4 x 40,8 cm.
Angebots-Nr. 14.708 / EUR  380. / Export price EUR  361. (c. US$ 583.) + Versand

– – in Kupferstich von Carl Heinrich Rahl. (1818/23.) 19,8 x 22,8 cm.
Angebots-Nr. 14.710 / EUR  189. (c. US$ 305.) + Versand

– – in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen. 19,4 x 26,5 cm. – Abdruck um 1820 auf leicht getöntem minderen Papier.
Angebots-Nr. 14.711 / EUR  189. (c. US$ 305.) + Versand

– – von Riepenhausen wie vor, doch um 1850 auf gutem festen Papier.
Angebots-Nr. 14.712 / EUR  240. (c. US$ 387.) + Versand

 

„ Evidently  suggested

by  Colley  Cibber’s  production  of  Henry VIII

at  Drury  Lane  on  26 October 1727. “

King Henry the Eigth & Anna Bullen (Boleyn). Henry bekennt der Hofdame seiner Gemahlin (1.) Katharina, diese zurückgesetzt auf dem Thorn), seine Gefühle. Zur Rechten der allmächtige Kardinal + Erzbischof Thomas Wolsey. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Design’d by Wm. Hogarth. / Engrav’d by T. Cook. / London Published by G & J Robinson Paternoster Row October 1 1801., Titel wie vor. 48 x 37,9 cm.

Die Arbeit verdankt ihre Entstehung Cibber’s 1727er Shakespeare-Aufführung im Drury Lane „although the print does not show any scene in the play“ (Cat. Tate Gallery). Thieme-Becker’s Annahme, der Stich gebe das verlorene Öl eines Dritten wieder, gilt als überholt, als jenes Bild umgekehrt als eine Hogarth bekannte Kopie des Stiches angesehen wird. Es hing bis in jene 40er Jahre in Vauxhall Gardens und wurde, was Horace Walpole verneinte, als eine Darstellung des Prince of Wales mit Harriet Vane gesehen. Eine Satire auf deren 1736er Eheschließung hatte auf Hogarth’s Komposition zurückgegriffen.

Herrlich kontrastreicher Druck des auch optisch wirkungsvollen großen Blattes. Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“ (Thieme-Becker). Und bewahrte als einziger unter den späteren Hogarth-Ausgaben dessen Ursprungsformat. – Zwei schwache Braunstreifen im breiten weißen Oberrand. Die rückseitige schwache Stockigkeit nicht ins Bild durchschlagend. Nur die Außenkanten zweier, bedingt dreier, Seiten leicht gebräunt. Stecknadelkopfdünne Stelle unsichtbar innerhalb der oberen Wandornamentik.
Angebots-Nr. 7.586 / EUR  271. / Export price EUR  257. (c. US$ 415.) + Versand

– – Dasselbe in Cook’s gemeinsam mit seinem Sohn gestochener kleinerer Wiederholung. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, May 1st. 1806., Titel wie oben. 18,7 x 15,3 cm.

Spiegelbildlich gegenüber Cook’s obiger Erstfassung, die mit H’s Stich übereinstimmt. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Dieser dreiseits schwach braunfleckig.
Angebots-Nr. 8.918 / EUR  95. (c. US$ 153.) + Versand

– – Dasselbe in Hogarth’s Eigenstich von ca. 1728/29 im Heath-Abdruck wie oben, hier zusätzlich „Republished March 18th. 1828, by R. & E. Williamson, Engravers, & Printers, 14. Moore Place, New Bethlem, Lambeth, London“. Bezeichnet: Design’d & Engrav’d by Wm. Hogarth. / London, Printed for Robert Wilkinson, Cornhil, Carington Bowles in St. Pauls Church Yard & R. Sayer, in Fleet Street., ansonsten wie vor und Titel oben. 48,5 x 38,5 cm. – Abbildung des Erstzustands (mit Untertext) siehe Cat. Tate Gallery, 21.
Angebots-Nr. 7.860 / EUR  215. (c. US$ 347.) + Versand

 

A Just View of the British Stage, or three heads are better than one, Scene Newgate …. Requisitenreiches Szenarium mit den drei Akteuren im Mittelgrund auf der Bühne. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Design’d by W. Hogarth / Engrav’d by T. Cook. / London Published by G. & J. Robinson Paternoster Row October 1st. 1802., Titel wie vor. 22,6 x 27,6 cm.

William Hogarth, Just View of the British Stage

Mit 4zeil. Untertext: „This Print Represents the Rehearsing a new Farce that will include (i. a. ?) two famous Entertainments Dr. Faustus & Harlequin Sheperd, to which will be added … Ben Johnsons Ghost …“ – Oben innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten.
Angebots-Nr. 7.609 / EUR  197. (c. US$ 318.) + Versand

– – Dasselbe im Eigenstich (? Signatur gelöscht) Hogarth’s. Bezeichnet: Design’d by W. Hogarth / …, Titel + Untertext wie oben. – Schöner Abdruck der Heath-Ausgabe. – Oben innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten.
Angebots-Nr. 7.839 / EUR  176. (c. US$ 284.) + Versand

– – – in Cook’s gemeinsam mit seinem Sohn gestochener kleiner Wiederholung unter Verzicht auf den Untertext. Bezeichnet: A Just View of the British Stage. / Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, July 1st. 1808.  Bildgröße 14,7 x 16,9 cm.

Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, der 3seits im Außenbereich etwas braunfleckig ist.
Angebots-Nr. 8.908 / EUR  107. (c. US$ 173.) + Versand

 

The Farmer’s Return. Der sich von seiner Familie verwöhnen lassende Farmer bei qualmender Pfeife am Kamin, indes die Hausfrau das Bier auf die Erde statt in den hingehaltenen Krug schüttet. Kupferstich von James I Basire (1730 London 1802). Bezeichnet: Wm. Hogarth delin. / James Basire. Sculp., Titel wie vor. 25,5 x 21,8 cm.

„ Von den drei Kupferstechern dieses Namens ist der älteste … der hervorragendste … Richtige Zeichnung und treue Grabstichelführung werden ihm nachgerühmt “

(Thieme-Becker). – Geschaffen als Frontispiz für ein eigenes kleines Bühnenstück des legendären Shakespeare-Mimen  Garrick . – Heath-Abdruck.
Angebots-Nr. 7.853 / EUR  118. (c. US$ 190.) + Versand

– – Dasselbe in Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, March 1st. 1807., Titel wie oben. Bildgröße 17,2 x 14,1 cm.

Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, der zweieinhalbseits in seiner Außenpartie schwach braunfleckig ist.
Angebots-Nr. 8.997 / EUR  81. (c. US$ 131.) + Versand

 

(Hymen and Cupid.) Eintrittskarte für das Maskenspiel „Alfred the Great“ 1748 in Cliveden House – dieses im Hintergrund – vor Prinz und Prinzessin of Wales gelegentlich des Geburtstages der letzteren. Kupferstich in Oval. 18,7 x 21,2 cm. – Heath-Abdruck.
Angebots-Nr. 7.874 / EUR  25. (c. US$ 40.) + Versand

– – Dasselbe in Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Hymen & Cupid. / Hogarth pinxt. / T. Cook sculp. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Aug. 1st. 1809. Bildgröße 14,1 x 16,8 cm.

Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, dessen Außenkanten zweiseits schwach braunfleckig sind.
Angebots-Nr. 9.025 / EUR  33. (c. US$ 53.) + Versand

 

Masquerades and Operas. Burlington-gate. Die verschiedenen der Academy of Arts vorgelagerten Etablissements. Zur Linken die eine Szene darstellende Reklamefahne einer Oper. Aus benachbartem Fenster bemüht sich ein Anpreiser, die zur Maskerade in den Nebeneingang drängenden Narren ins eigene Haus zu locken. Größter Andrang indes auf der gegenüberliegenden Seite, wo, gleich vorn rechts im Bild,

„Dr.  FAUSTUS  as  Hero“

zu erleben von Anreißer in Harlekin-Habit verheißen wird. Dazwischen ein Bücherkarren mit geläutertem Händler, der weiß, was er verkauft: Waste paper. Kupferstich. (1724.) Bezeichnet wie vor. 14,5 x 19 cm.

Die  jugendfrisch-muntere  Arbeit

als ein schon ganzer Hogarth. Illustrierend „die sogen. ‚Liebhabereien der Stadt‘“ (Thieme-Becker) und zugleich eine „Satyre auf Lord Burlington, der den Schmierer Kent dem berühmten Thornhill (Hogarth’s Schwiegervater) vorzog“ (Nagler). – Schöner Heath-Abdruck.
Angebots-Nr. 7.880 / EUR  84. (c. US$ 136.) + Versand

William Hogarth, Masquerades and Operas

– – Dasselbe in Kupferstich von Thomas Cook. Zwischen 1795 + 1803. Bezeichnet wie oben. 14,6 x 19,8 cm. – Im originalen Hogarth-Format. – Zweitseits innerhalb des weißen Plattenrandes geschnitten. Im breiten rechten Außenrand schwacher Wasserstreifen. – Abbildung
Angebots-Nr. 7.603 / EUR  118. (c. US$ 190.) + Versand

 

Humours of Oxford, 1729. Der Universitäts-Vicekanzler samt Pedell überrascht zwei Studenten in einer Taverne, einen der beiden überdies berauscht. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Novr. 1st. 1807., Titel wie vor. 18,1 x 12,1 cm.

Frontispiz zu der im Drury Lane gespielten Komödie James Miller’s. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, dessen Außenkanten zweiseits schwach braunfleckig. Hinterlegter Kleineinriß im Unterrand.
Angebots-Nr. 8.919 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

 

„ …  aber  leider ! “

Rehearsal of the Oratorio of Judith. Kupferstich von Thomas Cook. Ca. 1800. Bezeichnet. 19,5 x 17,2 cm.

Diente als Subskriptionsschein für das unsterbliche Herren-Sujet „A Midnight Modern Conversation“. – Zweiseits innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten.

Hauptfigur  dieses  köstlichen  Blattes  ist der seinerzeitige Kapellmeister Wilhelm von Fesch, der hier mit dem Chor sein Oratorium Judith – mit dem Text von William Huggins, beide nicht erst heute längst vergessen – einübt.

„ Hogarth … hat allen Gesichtern … so viel sprechendes beigelegt, daß man nicht einen Augenblick bezweifeln kann, wie angelegen es sich alle sein lassen, die Zufriedenheit und den Applaus des Publikums zu erringen … aber leider! “

(Lichtenberg). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 7.549 / EUR  118. (c. US$ 190.) + Versand

– – Dasselbe in Cook’s gemeinsam mit seinem Sohn gestochener kleinerer Wiederholung von 1808. Bildgröße 17 x 14 cm. – Innerhalb des breiten weißen, ganz außen etwas gebräunten Plattenrandes geschnitten.
Angebots-Nr. 8.926 / EUR  61. (c. US$ 98.) + Versand

– – – in Hogarth’s Eigenstich von 1732. 17,6 x 16,4 cm.

Catalogue Tate Gallery 81 (Erstzustand mit dem Quittungstext) + Kat. Zürich, 21 (3. Zustand ohne den Text, von dem, wie auch hier noch schwach, in der Platte nur noch das „Rec(eive)d“ übrigblieb.
Angebots-Nr. 7.753 / EUR  71. (c. US$ 115.) + Versand

– – – in Kupferstich von C. H. Rahl. (1818/23.) 21,3 x 18,6 cm.
Angebots-Nr. 5.948 / EUR  71. (c. US$ 115.) + Versand

– – – in Kupferstich von E. L. Riepenhausen in schönem frühen Abdruck. 20,3 x 18,4 cm.
Angebots-Nr. 5.949 / EUR  95. (c. US$ 153.) + Versand

– – – von Riepenhausen wie vor um 1850 auf gutem festen Papier.
Angebots-Nr. 5.952 / EUR  86. (c. US$ 139.) + Versand

– – – in Lithographie um 1830. 22,5 x 15,1 cm. – Ausführlicher Untertext à la Lichtenberg in Deutsch.
Angebots-Nr. 5.950 / EUR  86. (c. US$ 139.) + Versand

 

(Ticket fürs) Theatre Royal / April a Comedy with the Mock Doctor for the Benefit of the Author of the Farce. Bühnenszene. Kupferstich. Bezeichnet: W. Hogarth ft, ansonsten wie vor. 14,7 x 14,2 cm. – Etwas bläßlicher Heath-Abdruck.
Angebots-Nr. 7.893 / EUR  28. (c. US$ 45.) + Versand

 

(Ticket fürs) Theatre Royal / Drury Lane / The Old Batchelor. For the Benefit of Joe Miller. Bühnenszene. Kupferstich. Bezeichnet: W. Hogarth ft, ansonsten wie vor. 13,2 x 17,7 cm. – Etwas bläßlicher Heath-Abdruck.
Angebots-Nr. 7.894 / EUR  28. (c. US$ 45.) + Versand

 

(Ticket fürs) Theatre Royal / Covent Garden. For the Benefit of Mr. Walker. Bühnenszene. Kupferstich von John Sympson (geb. ca. 1740). Bezeichnet: W. Hogarth int. / J. Sympson Junr. Sculp., ansonsten wie vor. 11 x 13,2 cm. – Etwas bläßlicher Heath-Abdruck.
Angebots-Nr. 7.895 / EUR  25. (c. US$ 40.) + Versand

 

Der Lockenraub. Vignette mit der Darstellung einer Szene aus Pope’s gleichnamiger Dichtung. Kupferstich von E. L. Riepenhausen. 8,5 x 12,8 cm.

Abdruck um etwa 1850 auf gutem festen Papier. – Breitrandig, die seitlichen Außenkanten leicht braunstreifig.
Angebots-Nr. 7.783 / EUR  15. (c. US$ 24.) + Versand

– – Dasselbe von Riepenhausen um 1820 auf leicht getöntem minderen Papier.
Angebots-Nr. 14.092 / EUR  12. (c. US$ 19.) + Versand

– – Dasselbe in Lithographie um 1830. Bezeichnet: Scene aus dem Lockenraub von Pope (4. Gesang) nebst 5zeil. Untertext. 9,5 x 12,5 cm.

„ Übrigens verfertigte Hogarth dieses Bild zu einer Dose, welche einem Herrn übergeben worden sein soll, welcher im Gedicht selbst eine Rolle spielte. “ – Etwas bläßlich.

Angebots-Nr. 12.147 / EUR  10. (c. US$ 16.) + Versand

 

Knisterndes  Sujet  von  derber  Munterkeit

Hudibras encounters the Skimmington (oder The Antichristian Opera). Der Ritter gerät unter fahrendes Volk,  das in großem Aufzug im Ort seinen Einzug hält. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Plate XII. / Design’d by W. Hogarth. / Engrav’d by T. Cook. / London Published by G. & J. Robinson Pater noster Row February 1st. 1802., Titel wie vor. 29 x 51,1 cm.

Katalog Zürich, 7 nebst Abb. (Hogarth’s Stich; „gerät in einen Narrenzug“). – HUDIBRAS XII (Kat. Zrch.: 7). – Reicher Untertext. – Nach der sogenannten großen Hudibras-Suite von 1726 im Gegensatz zu der „mehr Holzschnittcharakter haben(den)“ kleinen, wohl früheren, indes erst 1727 in einer Textausgabe des Butler’schen Epos erschienenen. Während letztere der Handlung folgen, geben „die großen Blätter nur die entscheidenden Szenen mit einem gekürzten Textauszug als Legende wieder“. „Hudibras“ ist für H.’s

„ Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Hier liegt der Schlüssel zum Verständnis des Satirikers H. “

(Thieme-Becker).

Auf festem Papier. – Von schönstem Hell-Dunkel. – Kleiner Ausriß im breiten weißen Oberrand, im rechten zwei schwache Wasserränder.
Angebots-Nr. 7.600 / EUR  322. / Export price EUR  306. (c. US$ 494.) + Versand

– – Dasselbe in Cook’s gemeinsam mit seinem Sohn gestochener kleiner Wiederholung. Bezeichnet: Pl. XII / Hudibras. / Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, May 1st. 1808. Bildgröße 11 x 19,4 cm. – Dreiseits innerhalb des breiten weißen, partiell etwas altersfleckigen Plattenrandes geschnitten.
Angebots-Nr. 8.859 / EUR  84. (c. US$ 136.) + Versand

– – Dasselbe in Hogarth’s Eigenstich. Bezeichnet: 12. (verlegerseits) / W Hogarth Inv et Sculp (im Bild unten links), Titel wie oben + Untertext. 27,4 x 51,7 cm. – Heath-Abdruck.
Angebots-Nr. 7.873 / EUR  248. (c. US$ 400.) + Versand

 

The Indian Emperor. Or the Conquest of Mexico (John Dryden’s, 1637-1700); Akt 4, Scene 4. As performed in the year 1731 at Mr. Conduit’s, Master of the Mint, before the Duke of Cumberland etc. Kupferstich von Robert Dodd (1748-1818). Bezeichnet: Printed by Wm. Hogarth. / Engrav’d by Robt. Dodd. / From the original-Picture, in the Collection of Lord Holland. / Janu. 1. 1792, by J. & J. Boydell Cheapside, & at the Shakespeare Gallery Pall Mall., ansonsten wie vor. 46,7 x 58,9 cm.

Catalogue Tate Gallery, 41 (das Öl von 1731/32) nebst Abb. – Das gewöhnlich im Hause des Regie führenden John Conduitt aufgeführte Stück hier als Kindertheater in St. Jame’s Palace – siehe dessen Ansicht unter- vor den Kleinen der kgl. Familie und deren Begleitung, darunter der Herzog von Cumberland. – Etwas bläßlicher Heath-Abdruck.
Angebots-Nr. 7.875 / EUR  146. (c. US$ 236.) + Versand

 

Hogarth, William. (Country Dance.) Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818) gemeinsam mit seinem Sohn. Bezeichnet: Pl. II. / Analysis of Beauti. / Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, July 1st. 1808. Bildgröße 14,4 x 17,8 cm.

Kataloge Tate Gallery 192 + Zürich 97, jeweils die H.-Fassung m. Abbildung.

Das Schlußblatt von Hogarth’s künstlerischem Credo mit seiner schönen ballmäßigen Darstellung des Englischen Tanzes (7,7-9,2 x 13,6 cm), an Hand dessen das Ideal von Schönheit + Anmut verdeutlicht wird. Und hier besonders dominant durch das vorn links ein wenig isoliert tanzende Paar, dessen Eleganz sich von dem eher bäuerischen Auftritt der übrigen Gesellschaft abhebt. Den Herrn übrigens verwandelte H. im 3. Zustand, nicht ohne Erwartung, in ein Portrait des zukünftigen George III. Auf dem Tanzboden, von den abgelegten Hüten der Herren tlw. verdeckt, auch das seidene Kissen als notwendigem Zubehör eines jeden Balles wegen des sogenannten Kissentanzes (cushion dance), einer Art von Cotillon. Als Vorbild dieser reichen Szenerie diente das Öl „The Dance“ von ca. 1745 als Bild VI von „The Happy Marriage“. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 8.986 / EUR  84. (c. US$ 136.) + Versand

 

Hogarth, William (1697 London 1764). Musick (sic!) Introduc’d to Apollo by Minerva.

(Frontispiece  to  some  book  of  music,

William Hogarth, Musick Introduc'd to Apollo by Minerva

or  ticket  for  a  Concert.)

Apollo mit Lyra, nach der zu ihm aufblickenden Minerva greifend. Diese mit Notenheft. Zwischen ihnen Mars, Minervas Linke haltend. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet und mit Hogarth’s Datum 1727. Ca. 1805. Bildgröße 19,2 x 13,3 cm. – Innerhalb des dreiseits leicht randstockigen breiten weißen Plattenrandes geschnitten.
Angebots-Nr. 15.227 / EUR  68. (c. US$ 110.) + Versand

 

Dansant, Femme de Qualité. Tanzende Dame in großer Garderobe und hoher Haube in reizvoller Pose. Kupferstich von Jean-Batptiste Bonnart (? geb. 1654) bei Henri Bonnart (1642-1718) in Paris. Bezeichnet. 27,9 x 18,8 cm. – AKL XII, 572 (J.-B. Bonnart). – Prachtvoller  Abdruck .
Angebots-Nr. 6.714 / EUR  240. (c. US$ 387.) + Versand

 

Autographe  Dokumente  Oscar  Linke’s

Stückeschreiber + Schriftsteller ,
Redakteur + Theaterrezensent ,

überwiegend Berlin, zuletzt Weimar , 1854-1928

an Franz Hermann Meißner,

Direktor des Sedan-Panoramas, Berlin

Brief vom 7. 12. 1913 mit Briefkopf Dr. Oskar Linke Wörthstr. 47 / Weimar. 1 Seite.

„ Lieber Franz Hermann! Also heute Montag (8. 12.) bist auch Du in den Reigen der 50jährigen eingetreten: meinen herzlichsten Glückwunsch! … Dein alter treuer Oscar / der soeben, am Sonntag!, eine 6 Spalten lange Theaterkritik hat … müssen. “ – Auf leichtem Karton. – Säurefrei hinterlegter Kleineinriß im weißen Rand der Mittelfalte.

Angebots-Nr. 13.321 / EUR  76. (c. US$ 123.) + Versand

– vom 13. 11. 1914 mit Briefkopf Redaktion der Weimarischen Landeszeitung Deutschland. 1 Seite.

„ Deinen schönen Aufsatz, den ich persönlich mit höchstem Genuß wie Kaviar und Burgunder genossen habe, kann ich leider für unsere Zeitung nicht verwenden. Du kennst den ‘Jeist’ Weimar nicht .. … Ich persönlich habe jetzt (?) schweren Dienst: ½6 aufstehen, 1½ Stunden Pause, dann bis 7 Uhr abends, oft hinterher noch Theater mit folgender … Aber was tut man nicht pro patria! / Alle meine fünf Neffen sind im Feld … “

Angebots-Nr. 13.322 / EUR  65. (c. US$ 105.) + Versand

Aufliegend  des  weiteren  der  vorangegangene  Berliner  Block  aus  1891/99
(derzeit noch restliche 15 Stück + 1 Gedicht-Manuskript).

–  siehe  dessen  Auflistung  –

 


 

Vom  Meister  verworfen  –

zum  300.  nunmehr  aufgelegt

als , so eine Museumsstimme ,

„ eine  schöne  Bereicherung  des  Œuvre  Ridingers … “

HIER , u. a. ,

THALIA  mit  der  KOMISCHEN  MASKE

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). (Die Musen bei der Hippokrene am Helikon.) Domartig aufschießende Fontaine. Davor bewachsener Grottenbogen, dominiert vom Quell- und Musenroß Pegasos und bevölkert von den neun Musen. Radierung. 34,9 x 28,7 cm.

schriften der ridinger handlung niemeyer 20, 1998, Nr. 45 nebst Abb. – Einer der sechs römisch von I/VI numerierten Vorzugs-Abdrucke in Rot-Schwarz auf bedeckt-weißem Hahnemühle-Kupferdruck-Papier. Daneben existieren zehn arabisch von 1/10 numerierte Ordinär-Abzüge in warmem Schwarz auf ebensolchem bzw. getöntem Hahnemühle sowie einige Épreuves d’Éditeur in auch zusätzlichen Farben und auf weiteren Papieren, sämtlichs mit der Signatur des ridinger händlers lüder h. niemeyer nebst dem Datum des 16. 2. 1998 als dem 300. Geburtstag des Meister’s, sowie zwei dem Drucker verbliebene ohne diese Unterschriften. Mit Ausnahme der letzteren beiden alle zudem rückseits mit ausführlichem Editions-Stempel.

Unbeschriebene, vom Meister offensichtlich verworfene Komposition, die bei Reinigungsarbeiten auf der Rückseite der originalen Druck-Platte zum „Abend der Hirsche“, Th. 240, aus der Folge ihrer „Vier Tageszeiten“ freigelegt wurde und thematisch der von Thienemann (878-881) „mythologische Pyramiden“ genannten Gruppe der „Fontainen“ als autonom lediglich nahesteht.

Mythologischer Hintergrund der hier interessierenden Zeit ist jener, als Pegasos „den beim Gesang der Musen vor Entzücken himmelwärts strebenden Helikon durch einen Hufschlag zur Ruhe brachte und zugleich damit die begeisternde Musenquelle Hippokrene hervorschlug“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl.).

Unmittelbar beidseits des Rosses die als eigene gar nicht vorgesehene Muse der Malerei mit Malerstock und Palette nebst Pinseln in der Linken und mit der Rechten eine bodenhohe Tafel an sich drückend sowie

Thalia  als  später  generelle  Beschützerin  des  Theaters ,

hier  mit  der  komischen  Maske ,

doch in der erhobenen Rechten. Auf gleicher Ebene außen die das Horoskop stellende Aphrodite und Clio als Verkünderin der Historie. Nach zwei von Putten gehaltenen Vögeln als Wasserspeier – zwei reptilienartige dann ganz unten – folgen die fünf weiteren, teilweise die Füße badend. Bei den beiden vorn rechts mag es sich um die namentlich der erotischen Poesie verbundene Erato, hier ohne Attribute nur stehend und aufgestützt, und

die  für  Tanzkunst + Chorgesang  zuständige  Terpsichore

handeln, dann aber nur mit dem Plektron. Von den beiden links angesiedelten die eine mit Meßstab. Dazwischen auf dem Wasser Flußgötter-Gruppe.

Die Selbstidentifikation in der Muse der Malerei ist unübersehbar und führt direkt zum Eigen-Exlibris, Schwarz 1569 nebst Abbildung. – Der Grund für die zu unterstellende Nichtverwendung der „Hippokrene“ ist nicht ersichtlich. Ob der Wasserfall, oben  hinter  der Grotte niedergehend, unten aber  vor  den eher  vor  derselben plazierten Flußgöttern ankommend und diese dadurch, im Grunde ganz sinnvoll, leicht verschleiert erscheinen lassend, als ggf. mißglückt angesehen wurde, muß dahingestellt bleiben. Die Plattenarbeit selbst könnte infolge Formatangleichs an die übrigen drei Platten in ihrer Komposition marginal etwas verkürzt sein.

Die Drucklegung erfolgte gelegentlich des 300. Geburtstages des Meister’s. Und zwar unter aller gebotenen Rücksichtnahme auf die umseitige Hirsch-Szenerie. Eine Handhabung, die umgekehrten Falles zwangsläufig für entbehrlich gehalten worden sein dürfte, sodaß die Hippokrene-Seite nicht mehr als absolut jungfräulich anzusprechen war.
Angebots-Nr. 13.279 / EUR  1022. / Export price EUR  971. (c. US$ 1567.) + Versand

– – – – Dasselbe in einem der zehn arabisch numerierten Exemplare in Schwarz.
Angebots-Nr. 13.280 / EUR  868. / Export price EUR  825. (c. US$ 1332.) + Versand

 


 

Schiller, (Friedrich von.) Sämtliche Werke. (Neubearb. Ausgabe.) 7 Bde. Leipzig, Insel, (1924.) Flex. dunkelbraune OLwd.-Bde. mit Rückentitel und dem Inselschiff-Signet auf Vorderdeckel, beide goldgeprägt, sowie Schutzumschlag und gelbes Leseband. Kopfgelbschnitt.

(Grossherzog–Wilhelm–Ernst–Ausgabe Deutscher Klassiker.) – Erschienen ursprünglich 6bändig, 1905-06. Gegenüber dieser ist die hiesige 7bändige selten. – Dünndruckausgabe in schönem handlichen Format. – Hinterlegter Einriß in Blatt 475/76 des ersten Bandes, sonst bestens.
Angebots-Nr. 11.091 / EUR  220. (c. US$ 355.) + Versand

 

Rugendas, Johann Mor(i)z (Südamerika-Reisender, Maler, Zeichner, Stecher + Lithograph, Augsburg 1802 – Weilheim/Teck 1858). Eigenh. Brief m. Unterschrift an den Ulmer Musikdirektor Wilhelm Speidel. Ohne Ort 5ter April 1854. 8°. 1 Seite zuzgl. Anschrift auf Doppelbogen.

Provenienz: Adalbert Frhr. von Lanna (1839-1909), Prag

und  nach  90  Jahren  ganz  jungfräulich  auf  dem  Markt .

Mit blindgepr. Kronen-Stempel. – Mehrfach gefaltet, drei säurefrei hinterlegte Kleineinrisse. – „Seiner Wohlgeboren H. Herrn Speidel. Musikdirektor. / Mein lieber Herr Speidel. Selbst-Gefühl muß man nicht weit (?) haben oder es sehr ruhend (?) haben wenn man solche Croquis als eine Album Zeichnung hergiebt. Aber ich bin dieser Tage so in Anspruch genommen gewesen daß dies schon alles ist was ich Ihnen anbieten kann. Denken Sie es kann einmal ein besser Blatt folgen und denken Sie meiner freundlich Ihr ergebener M. Rugendas“.

Speidel (Ulm 1826 – Stuttgart 1899), „Musiklehrer und Componist … Sohn des dortigen Musiklehrers und Sängers Konrad S. … Seit 1843 setzte er seine musikalischen Studien in München fort, wo ihn Ignaz Lachner in der Compositionslehre unterrichtete … (zeichnete sich) namentlich durch seine geistvolle Auffassung  Beethoven’scher Sonaten … (Unterrichtete) 1846/7 zu Thann im Elsaß (als) Hauslehrer bei der Familie Kestner … die Urenkelinnen von  Goethe’s  Lotte  in der Musik … trat in den meisten größeren deutschen Städten als Claviervirtuose auf. 1855 (lt. hiesiger Adressierung zumindest schon 1854) wurde S. als Musikdirector an die Spitze der Ulmer Liedertafel berufen, siedelte jedoch schon 1857 nach Stuttgart über, wo er … die Stuttgarter Musikschule (mitbegründete), die sich später in das kgl. Conservatorium umwandelte … Von 1857 bis 1885 dirigirte er den dortigen Liederkranz und brachte dem Chor seine … viel bewunderte Ausdrucksfähigkeit und Freiheit im Vortrag bei … “ (ADB LIV, 409). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 28.292 / EUR  197. (c. US$ 318.) + Versand

Aufliegend von Rugendas und seinem Vater mit gleicher Provenienz
zugleich ein Brief-Konvolut im Zusammenhang mit
Johann  Moritz’  1.  Brasilien-Reise  aus  1821 ff.,
erstmals und brandfrisch (in portug. Übersetzung) veröffentlicht in
Diener-de Fátima Costa, A América de Rugendas, Obras e Documentos, Sao Paulo 1999

–  siehe die ausführliche Beschreibung  –

 

Brandenburg, Hans. Der moderne Tanz. (2., verm. Aufl.) Mit 107 Tafeln. München, Georg Müller, ca. 1920. 4°. 202 SS., 3 Bll. Marmor. OPpbd.

Vgl. Derra de Moroda 457: The most important book on the Modern German Dance. – Ohne die Tafeln 17-20, 34 + 36, an deren Stelle infolge Verheftung 5 andere doppelt eingebunden worden sind. 1 zusätzliche Tafel lose inliegend. – Rücken erneuert. – Standardwerk.
Angebots-Nr. 14.096 / EUR  50. (c. US$ 81.) + Versand

 


 

Arnold  Schönberg

periodisch

Arnold Schönberg. Mit Beiträgen von Alban Berg, Paris von Gütersloh, K. Horwitz, Heinrich Jalowetz, W. Kandinsky, Paul Königer, Karl Linke, Robert Neumann, Erwin Stein, Ant. v. Webern, Egon Wellesz. München, Piper, 1912. Gr.-8°. 90 SS., 1 Bl. Vlgsanz., u. a. für die Erstausgabe „Der Blaue Reiter“ gleichen Jahres. Mit Portr.-Frontisp. + 5 Abbildungen auf 4 Tafeln (Öle, davon 2 Selbstportraits), sämtlichs auf schwarz-blauen Karton montiert, sowie zahlr. Notenabb. OPp.-Bd. m. farb. Vorsatz.

Hirsch 3rd series, pt. 291 B, 416. – Titel in Rot + Schwarz. – „Arnold Schönberg in höchster Verehrung. – Die Hälfte des Reinertrags dieses Buches wird der Gustav Mahler-Stiftung überwiesen.“ – Besitzvermerk von 1916 auf Titel. – Ganz vereinzelte Stockstippen. – Schönes Exemplar. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 13.255 / EUR  222. (c. US$ 358.) + Versand

 

Arnold Schönberg zum fünfzigsten Geburtstage 13. September 1924. Wien, (Universal-Edition, 1924). Gr.-8°. Titel, SS. 269-342 (cpl.), 3 Bll. Schönberg-Verlagsanzeigen. Mit Porträt-Frontispiz, 2 Falttafeln + mehreren Notenabb. OKart.

Sonderheft der Musikblätter des Anbruchs (Jg. VI, Aug.-Sept.-Heft 1924). – Titel + Schlußseite mit Stempel der Oesterr. Theosoph. Gesellschaft „Adyar“, deren Bibl.-Tasche im Innern des Vorderumschlags und auf diesem selbst die zweimal. Bibl.-Nr. 1781. – Umschlag nicht ganz frisch, Text mit schwächer werdendem Eselsohr im weißen Oberrand. Vereinzelte Bleistiftanmerkungen.

Beiträge u. a. von Erwin Stein (Neue Formprinzipien, 18 SS.), Hans Eisler (A. S., der musikalische Reaktionär), Hermann Scherchen, Artur Schnabel, Alban Berg, Verzeichnis der erschienenen Werke. Einleitend der Meister selbst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 13.254 / EUR  86. (c. US$ 139.) + Versand

 

Gurrelieder. Führer (Kleine Ausgabe). Hrsg. von Alban Berg. (Wien,) Universal-Edition, vor 1933. 45, 3 (Arnold Schönbergs Werke in der Universal-Edition) SS. Mit Portrait-Frontispiz + zahlreichen Noten (SS. 19-45). OHeftung.

Universal-Edition 5275. – Dt. Übersetzung von Rob. F. Arnold. – Kleineinrisse am Rücken und im Oberrand des Rückumschlages säurefrei beigelegt, sonst schönes Exemplar. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 13.253 / EUR  25. (c. US$ 40.) + Versand

 

Briefe (von 1910-1951). Ausgewählt u. hrsg. v. Erwin Stein. Mainz, Schott, (1958). Gr.-8°. 309 SS., Impr., 1 Bl. Vlgsanz. zu Schoenberg. Mit aufmont. Porträt von Man Ray, Autograph- und vereinzelten Notenabbildungen. Blauer OLwd.-Bd. mit gebrauchsspurigem OSchutz.-Umschlag.

„Das Erscheinen dieser Briefsammlung ist … ein Ereignis. Schoenberg bezeichnet seine Briefe selbst als ein Stück von sich, und hier werden  erstmals  … die entscheidenden … veröffentlicht … Es sollte die letzte Arbeit (Erwin Stein’s, des Schülers und Freundes) sein, die er für den Meister und die Musikwelt geleistet hat …“ (Klappentext). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 13.342 / EUR  76. (c. US$ 123.) + Versand

 


 

Engelbrecht, Martin (1684 Augsburg 1756). Chinesische Dänzerin oder Comediantin – Chinesische Reverenz. Dominierend im Mittelfeld die zur Musik des im Oberrand thronenden Chinesen auf einer Bühne elegant sich bewegende Tänzerin mit dem Fächer in der Rechten. Hinter ihr das Spiel einer ganzen Truppe. Das von ihr ausgefüllte Portal ruht auf dem Kopf eines Äffchens und dem Rücken zweier sich verbeugender Chinesen. Im übrigen mit ornamentaler Vogel- + Pflanzeneinfassung. Von letzteren u. a. die Teepflanze hervorgehoben. Kupferstich. 30 x 18,8 cm. – Schott 1728. – Neue chinesische Figuren sammt … Ornamenten IV.
Angebots-Nr. 14.649 / EUR  148. (c. US$ 239.) + Versand

 

Syracus, Ruinen des antiken Theaters von. Am Brunnen Wäscherinnen, im Mittelgrund Anwesen, dominierend vorgelagert das Rund der Arena. Holzstich nach Alfred Metzener (Niendorf 1833 – Zweisimmen, Bern, 1905) bei Adolf Cloß, Stgt. (1876.) Bezeichnet: innerhalb des Bildes AM., ansonsten typograph. wie vor. 12,4 x 18,8 cm. – Beidseits fortlaufender Lokaltext. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 10.375 / EUR  49. (c. US$ 79.) + Versand

 

Händel – Rolland, Romain. Händel. A. d. Französ. v. L. Langnese-Hug. Nachwort v. Johanna Rudolph. Bln., Rütten & Leoning, (1954). 292 SS. OHlwd.

Erstausgabe innerhalb dieser Gesammelte(n) Werke in Einzelbänden. – Mit Schutzumschlag und Bauchbinde (mit Rißstelle): Zum zehnten Todestag Romain Rollands 30. Dezember 1954. – Drei-Wort-Widmung aus 1954 auf Vorsatz.
Angebots-Nr. 13.037 / EUR  12. (c. US$ 19.) + Versand

 

Beethoven – Rolland, Romain. Beethoven the Creator. The great creative Epochs. I: From the Eroica to the Appassionata. Aus dem Französischen v. Ernest Newman. London, Victor Gollancz, 1929. 2 Bde. Gr.-8°. Mit Holzstich-Illustrationen und 30 Tafeln. 432 SS. OLwd.-Bde. (Rücken stockfleckig) in zeitspur. Schuber.

Erste englische Ausgabe, ein Jahr nach der französischen. – Eins von 55 Exemplaren der Luxusausgabe auf handgeschöpftem schweren, herrlich frischem Van Gelder-Bütten,  signiert  vom  Autor . – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 13.055 / EUR  649. / Export price EUR  617. (c. US$ 996.) + Versand

 

FOLGEN  Stahlstiche verschiedener Stecher aus 1828/31 nach Thomas H. Shepherd (1. H. d. 19. Jhdts.) in Querformaten von ca. 10 x 15 cm, plattensigniert, tlw. mit Datum. Und durchweg reizvoll staffiert.

Liverpool – Royal Amphitheatre. – Abweichend nach Harwood. – Drei Stockflecken im weißen Oberrand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 7.033 / EUR  33. (c. US$ 53.) + Versand

 

London – Burlington Arcade, Piccadilly. Mit Türwächter. Unter den Ankündigungen „The Fall of Niniveh by Mr. Martin“.
Angebots-Nr. 9.171 / EUR  27. (c. US$ 44.) + Versand

 

– Harmonic Institution, Regent Street. – Schwacher Braunfleck in der Himmelspartie oben rechts.
Angebots-Nr. 9.124 / EUR  25. (c. US$ 40.) + Versand

 

– Haymarket Theatre & Part of the Opera Colonade … from Regent Street.
Angebots-Nr. 9.128 / EUR  28. (c. US$ 45.) + Versand

 

– Italian Opera House, Haymarket, from Pall Mall East.
Angebots-Nr. 8.654 / EUR  33. (c. US$ 53.) + Versand

 

– Royal Olympic Theatre, Wach St. Mit den Eingängen Gallery + Pit, Einlaß zunächst an ersterem. – Drei bildseits kaum wahrnehmbare Stockflecken.
Angebots-Nr. 8.655 / EUR  30. (c. US$ 48.) + Versand

 

– Russell Square, and Statue of the Duke of Bedford. Vorn reiches Puppenbühnen-Szenarium. – Schwacher Braunstreifen an der rechten Bildeinfassung.
Angebots-Nr. 9.264 / EUR  33. (c. US$ 53.) + Versand

 

– St. James’s Palace, Pall Mall , als Ort des Kinder-Theaters „The Indian Emperor or the Conquest of Mexico“ der Pos. 7.875. – Je ein Stockfleckchen in Himmel + weißem Rand.
Angebots-Nr. 6.993 / EUR  29. (c. US$ 47.) + Versand

 

– Surry Theatre, Blackfriars Road. In Sonnenlicht erstrahlend neben „Surry Theatre“ selbst die Eingänge Gallery – Boxes – Pit. – Drei Stockfleckchen im weißen Oberrand.
Angebots-Nr. 8.656 / EUR  33. (c. US$ 53.) + Versand

 

– Theatre Royal, Covent Garden. – Drei schwache Stockfleckchen in unterem Bildrand (2) u. weißem Rand + Minifleckchen im Himmel.
Angebots-Nr. 8.657 / EUR  35. (c. US$ 56.) + Versand

 

– – Drury lane. Mit Besucher-Staffage. – Schwach stockig.
Angebots-Nr. 8.658 / EUR  33. (c. US$ 53.) + Versand

 


 

„ ich danke für die unbeschreiblich gut verpackte Sendung, die mich heute wohlbehalten erreichte, Sollten Sie mal wieder etwas von … haben, wäre ich für eine Benachrichtigung dankbar. Ebenso interessieren mich die Maler … Herzliche Grüße aus Hamburg “

(Herr A. W., 24. Oktober 2007)