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OPER + THEATERin ihrer Erlebnisfülleim 18. , 19. + 20. Jahrhundert
(Ferruccio Busoni im Zitat Wolfgang Sandner’s zu Kurt Weill, FAZ 4. 3. 2000)
Brecht – Sinn und Form. Beiträge zur Literatur. Hrsg. v. d. Dt. Akademie der Künste. Zweites Sonderheft Bertolt Brecht. Berlin (1957.) Gr.-8°. 628 SS. OHlwd.-Bd. m. Rückenschildchen. Enthält neben Walter Nubel’s unverändert maßgeblicher Brecht–Bibliographie (SS. 481-623) und Erstdrucken theaterbezogene Beiträge wie Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (Erstdruck) – An Helene Weigel zum 1. 5. 1950 – Bentley, Die Theaterkunst Brechts – Chiarini, Lessing und Brecht – Augsburger Theaterkritiken (Erstdruck) – Ihering, Kritiken aus den 20er Jahren – Benjamin, Ein Familiendrama auf dem epischen Theater – Einige Irrtümer über die Spielweise des Berliner Ensembles – Rülicke, Leben des Galilei – Berlau, Poesie der Regie – Wirth, Über die stereometrische Struktur der Brechtschen Stücke – Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar (Erstdruck) – Stimmen der Deutschen Bühne zum Tode Brechts (Erstdruck) – Dreizehn Bühnentechniker erzählen.
Beethoven – (Seyfried, Ignaz Ritter von, Dirigent, Komponist und musikalischer Schriftsteller, 1776 Wien 1841.) Gefährte schon der frühen Jahre – „Biographische Notitzen (über Ludwig von Beethoven)“. Verkleinerte Wiedergabe + Transkription des 1831 entstandenen und der Musikologin B. von Seyfried vorgelegenen autographen Manuskriptes. Bonn, Niemeyer, 1990. 12 unnum. Bll. Mit 13 (12 ganzseit.) Abbildungen. OHeftung. mit wiederholter Porträt-Vignette auf Umschlag (dieser in Rot + Schwarz). Erstmalige vollständige Veröffentlichung der Manuskriptfassung als der abweichenden Urschrift dieser zweitfrühesten ausführlicheren Quelle der Beethoven-Biographie mit der im Druck (im Anhang zu L. v. B. Studien im Generalbasse, Wien 1832) fehlenden höchst importanten Passage bezüglich des generösen Geldgeschenkes der London Philharmonic Society, das B. auf seinem Sterbelager vor Dankbarkeit so unsagbar erschütterte. Wie auch mit Abweichung zum von B. selbst übernommenen Geburtstag eingangs und am hier mit „(Nun wird eingeschaltet der Vorbericht zum Miserere.)“, gefolgt von Nennung der Beilage I. als der Totenrede Grillparzer’s, abbrechenden Schluß. Im übrigen der authentische Bericht dessen, der von frühester Wiener Zeit an dabeigewesen ist. Bei den literaturberühmten Ringkämpfen mit Wölfl am Pianoforte im Hause Wetzlar, beim Fiasko der FIDELIO-Premiere am 20. November 1805, deren Orchesterproben er geleitet hatte und dessen 3. Leonoren-Ouvertüre er im zweiten Anlauf am 28. (29.?) März + 10. April 1806 er dirigiert haben dürfte. Und zur Totenmesse schrieb er die Choralmusik. – – – – Vorgenanntes Manuskript selbst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Seyfried, Bettina von. Ignaz Ritter von Seyfried. Thematisch-Bibliographisches Verzeichnis. Aspekte der Biographie und des Werkes. 1990. Gr.-8°. 589, 3 SS. Mit Portrait + zahlr. Notenabb. OBrosch. – Typoskriptdruck der Dissertation von 1983. – Europäische Hochschulschriften XXXVI, 32.
l’Arronge – Leiermann und sein Kind, Der. Theodor l’Arronge als Frieder Kranich in Charlotte Birch-Pfeiffers’s Schauspiel am Stadttheater zu Cöln. Mit Tonplatte gedruckte, lasiert kolorierte Lithographie bei Louis Veit, Berlin. (1859-60.) Bezeichnet. 22,4 x 14,8 cm. – Blatt 48 der Lipperheide-Suite Ucd 19 auf leichtem Karton.
Birch-Pfeiffer – Romeo und Julia. Charlotte Bich-Pfeiffer als Amme der Julia in Shakespeares Trauerspiel am Kgl. Schauspielhaus, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 28.
Döllinger – Rast, Auf der hohen. Therese Döllinger als Bärbchen in Gustav Griepenkerls Schauspiel am Kgl. Schauspielhaus, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 46.
Hendrichs – Demetrius. Hermann Hendrichs als Demetrius in F. Gustav Kühnes Tragödie nach Schillers Entwurf am Kgl. Schauspielhaus, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 25.
Julius – König, Wie geht’s dem? Louis Julius als Blücher in Arthur Müller’s Schauspiel am Friedrich Wilhelmstädtischen Theater, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 36.
Kaiser – Mondecaus. Wilhelm Kaiser als Richelieu in A. E. Brachvogel’s Trauerspiel am Kgl. Schauspielhaus, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 45 der Folge.
Mittell – Küchenroman, Ein. Carl Mittell als Ferenz in W. Kläger’s Lebensbild am Wallner’s Theater, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 29.
Porth – Maria. Carl Porth als Papst Gregor V. in J. L. Klein’s Trauerspiel am Kgl. Schauspielhaus, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 34 der Folge.
Reusche – Leut’, Einer von uns’re. Theodor Reusche als Jsak Stern in O. F. Bergs Posse am Wallner’s Theater, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 32.
Wollrabe – Helmerding – Tänzer, Ein alter. Amalie Wollrabe und Carl Helmerding als Tanzpaar Ninette und Girard im 1. Akt von L. Günthers Posse am Wallner-Theater, Berlin. Lasiert kolorierte Lithographie wie vor, Blatt 47.
Folgt als Zwischenspiel die Bühnenwelt desWILLIAM HOGARTH1697 London 1764 (John) Rich’s Triumphant Entry. Des großen Mimen und seiner Truppe Umzug von Lincoln’s Inn Fields Theatre ins Covent Garden unter dem Banner „Rich for ever“, dem eine Uhrenbeischrift entgegenhält „Sic Transit Gloria Mundi“. Er selbst, im Fell des berühmten Hundes aus ‚Perseus und Andromeda‘, nebst Gattin im von Satyren gezogenen und von einem Harlekin gelenkten Wagen an der Spitze. Den Beschluß bildet der Requisitenkarren. Kupferstich. Bezeichnet: WHO’TH (?) SCULP. (im Bild unten links), Titel wie vor. 20,7 x 35,3 cm. Abdruck auf starkem Papier von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte. „Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“ (Kunstgalerie Esslingen 1970). – Oben im Plattenrand geschnitten. – – – Dasselbe in Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Rich’s Triumphal Entry. / Hogarth pinx. / T. Cook sculp. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Nov. 1st. 1809. Bildgröße 11,5 x 18,5 cm. Cook’s kleinere Wiederholung. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, dessen Außenpartien zweiseits etwas braunfleckig sind.
Dreigroschenoper-Premiere vor 280 JahrenBeggars Opera. John Gay’s unsterblich gebliebene Bettler-Oper – Act III, Scene 11 – in John Rich’s Uraufführung von 1728 vor ausverkauftem Hause. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Design’d by W. Hogarth. / Engrav’d by T. Cook., Titel wie vor. 24,8 x 28 cm. Mit Untertext : „ Brittons attend – view this harmonious Stage / And listen to
(Nichols). Im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in dessen Ursprungsformat. Cook „machte sich auch einen Namen als H.-Stecher“ (Thieme-Becker). – Unten innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten, im breiten oberen zwei schwache Wasserränder. – Siehe auch „The Enraged Musician“. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. – – Dasselbe. Cook’s gemeinsam mit seinem Sohn gestochene kleinere Wiederholung. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, May 1st. 1808., Titel wie oben. Bildgröße 13,9 x 17,4 cm. Spiegelbildlich gegenüber Cook’s großer Erstfassung, wie auch der Hogarth’s. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Dieser zweiseits in den Außenpartien etwas gebräunt. – – Dasselbe in Hogarth’s Eigenstich. Bezeichnet: Design’d by W. Hogarth., Titel + Untertext wie oben. 25 x 28 cm. Heath-Abdruck wie oben. – Als Halbformat unten innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten. „Possibly the Most Original Actorof the Eighteenth Century“Hogarth, William (1697 London 1764). Garrick in der Rolle Richard des Dritten. Hier „The tent scene, Act V, Scene 3, which was especially praised“ – der im Zelt aus seinem Traum hochschreckende König. Zur Linken das eigene Zeltlager und das Richmond’s, „so daß eine Schlacht unvermeidlich ist“. Stahlstich. Um 1840. Bezeichnet: Mr Garrick in the Character of Richard the Third. / Shakespear (sic!) Act 5, Scene 7 (sic!, recte 3), ansonsten wie vor. 14,3 x 16,9 cm. Seitenrichtig zu Hogarth’s Öl von ca. 1745 (H. Cat. Tate Gallery 1971/72, 123 m. Abb.). – Unten unter Anschnitt der dritten Textzeile geschnitten.
(Lichtenberg). Und „The design follows Le Brun’s ‚Tent of Darius‘“, so Lawrence Gowing im Katalog der Tate Gallery. Aufmerksam machend auch, daß der für das Öl empfangene Gegenwert von 200 £ „paid by Mr Duncombe, who commissioned the picture, remained a matter of pride to the painter“. Stütze hierfür dürfte nicht zuletzt jener reizvolle Brief des Meisters vom 21. Oct. 1746 über die „Proportions of Garrick and Quin“ sein, in dem er diese hübsche Summe mit den Worten begründet
David Garrick’s (Heresford 1716 – bei London 1779) Beginning datiert aus eben jenem Jahre, zunächst in Ipswich, dann gleich siehe oben. 1746 ging er ans Covent Garden, 1747 kaufte er mit Lacy das Drury Lane, wo er sich bemühte, „namentlich den Geschmack an Shakespeares Dichtungen wieder zu erwecken“ (Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl.). 1776 zog er sich zurück. Beigesetzt wurde er in Westminster Abbey am Fuße des Denkmal Shakespeare’s. Er selbst schrieb 27 Lustspiele (siehe hierzu „The Farmer’s Return“). Und auch die Grabinschrift Hogarth’s. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. Garrick ist der GrößteFac Simile of the Proportions of Garrick and Quin. Die beiden, jeweils zweifach, skizziert an der Meßlatte, davon das jeweils außenstehende Doppel bezeichnet mit „a very short proportion“ (Quin) bzw. „a very tall proportion“. Innerhalb eines eigenh. Briefes vom 21. Oct. 1746. Kupferstich-Facsimile von Thomas Cook. Bezeichnet: From the Original in the Collection of J. P. Kemble Esqr. / T. Cook sc. / Published by Longmann, Hurst (ganz schwach), Rees, & Orme, Novr. 1st. 1808., Titel wie vor. 25 x 35 cm.
Und linksseits oberhalb der Adresse :
Letzter Absatz bezieht sich auf Hogarth’s besagtes Öl von ca. 1745, jetzt in der Walker Art Gallery, Liverpool (Hogarth-Katalog der Tate Gallery, 1971/72, 123 mit Abb.; „Portraiture and the theatre as a basis for history painting on the grand scale“). Nach diesem dann gedachter Stich, von Hogarth im Juli 1746 gemeinsam mit C. Grignon gefertigt (H.-Katalog Zürich, 1983, 73 m. Abb.; siehe die vorstehende Pos. 7.816). Zu Hogarth’s im Brief zum Ausdruck kommender Stolz ob der guten Bezahlung des Öls heißt es im Tate Katalog :
Sehr selten. – Drei vertikale Falten innerhalb des Stiches, zudem rechts ab weißem Plattenrand mehrfach schwach faltig. Unter Glas nur noch bedingt freudemindernd. – Der weiße Oberrand schwach braunstreifig und gesamthaft nicht absolut frisch. Ein Bein durchwandert die Kunsthistorievon Bruegel via Hogarth zu Goyaund ist hier zugleich ein Beinchenim kleinen Beginningdes Haymarket TheatreSouthwark Fair. Der Jahrmarkt zu London mit seinem volkreichen Treiben. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Designed by Wm. Hogarth / Engraved by T. Cook / Published April 1st. 1796, by G. G. & J. Robinson, Paternoster Row, London., Titel wie vor. 37,4 x 47,5 cm. Hogarth-Katalog Tate Gallery, 1971/72, 74 (das 1733er Öl) nebst Abb.; H.-Katalog Zürich, 1983, 20 (H’s spiegelbildlicher 1734er Stich) nebst Abb. – Als Subskriptionsbeleg diente beziehungsreich „The Laughing Audience“ (siehe unten). Die zweitälteste Darstellung der Ausstellung „Hereinspaziert, hereinspaziert – Jahrmarkts-Graphik aus drei Jahrhunderten“ der Puppentheater-Sammlung München von 1975/76. Siehe Nr. 2 des Ausstellungskataloges nebst doppelblattgroßer Abbildung Seiten 52/53.
(Lichtenberg). Kunsthistorischer Nabel indessen ist der eigene Sturz des „The Fall of Bajazet“ ungewollt life darbietenden zukünftigen Haymarket-Ensembles von seiner erhaben oberhalb der Menge etablierten Bretterbühne, die sich nun ins Angebot eines Porzellanladens mischt. Und dabei symbolträchtig Bein zeigt. In diesem Falle das einer Schönen. Ein Bein mit Vergangenheit und Zukunft. Denn
(Lawrence Gowing im Katalog der Tate Gallery). Herrlicher Abdruck von schönstem Hell-Dunkel dieses unwiederholbaren Blattes, seitengleich zum H.-Stich. auf festem Papier. – Im breiten weißen Rand rechts oben ganz schwacher Wasserstreifen. – – – Dasselbe in Cook’s kleinerer Wiederholung, seitengleich zum Öl. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, July 1st. 1807., Titel wie oben. Bildgröße 14 x 17 cm. Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, der zwei-, bedingt dreiseits in seinen Außenpartien schwach braunfleckig ist.
The Laughing Audience. Das lachende Parterre während einer komischen Oper, „vielleicht Gay’s berühmte(r) oder berüchtigte(r) Beggar’s opera“, siehe oben. Im Vordergrund drei Orchester-Mitglieder. Kupferstich. (1733.) 19 x 17,2 cm. „ Eine meisterhafte Wiedergabe aller Abstufungen des Lachens “ (Thieme-Becker). – Diente ursprünglich als Subskriptionsbeleg für „Southwark Fair“ + „A Rake’s Progress“, deren Quittungstexte per 1737er 4. Zustand entfernt und die Platte entsprechend verkürzt wurde. – Heath-Abdruck wie oben.
(Lichtenberg). Angebots-Nr. 7.736 / EUR 71. (c. US$ 115.) + Versand – – Dasselbe in Kupferstich von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim 1779 – Wien 1843). (1818/23.) 21 x 17,6. – – in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840, dortiger Univ.-Kupferstecher). 22 x 20 cm. – Abdruck um 1850 auf schönem festen Papier. – Riepenhausen’s Stiche nach Hogarth („sehr schätzbar“, Nagler) zählen zu seinem Hauptwerk. – – in Lithographie um 1830. 23,7 x 15,5 cm. – Ausführlicher Untertext à la Lichtenberg in Deutsch. – – in Stahlstich um 1840. 18,5 x 15,4 cm. – Die beiden Seitenränder auf Bildkante geschnitten.
The Enraged Musician. Der ob der Vielzahl der vor seinem Fenster agierenden Straßenhändler erzürnte italienische Geiger von Beggar’s Opera. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Designed by Wm. Hogarth / Engraved by T. Cook / Published August 1st. 1797 by G. G. & J. Robinson Paternoster Row, London., sonst wie vor. 35,9 x 41,3 cm. EINES DER SCHÖNSTEN HOGARTH-SUJETS mit dem Geiger im Fenster und der Mischpoke davor, doch im übrigen
(FAZ 26. 9. 1978 nebst Abbildung; siehe auch die des Hogarth-Katalogs Zürich, 1983, Nr. 41). So kündigt das Plakat am Fenster denn auch die 62. Aufführung an und nennt die Besetzung für Macheath, Polly und Peachum. Und passend darunter singt eine das Baby wiegende Dame The Ladies Fall. Ansonsten vereint „die lieblichsten der sogenannten London cries … “ (Lichtenberg). – Herrlicher Abdruck von schönstem Hell–Dunkel. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. – – Dasselbe in Hogarth’s Eigenstich im Heath-Abdruck wie oben. Bezeichnet: Design’d, Engrav’d & Publish’d by Wm. Hogarth Novbr. the 30th. 1741. According to Act of Parliament, Titel wie oben. 36,4 x 40,8 cm. – – in Kupferstich von Carl Heinrich Rahl. (1818/23.) 19,8 x 22,8 cm. – – in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen. 19,4 x 26,5 cm. – Abdruck um 1820 auf leicht getöntem minderen Papier. – – von Riepenhausen wie vor, doch um 1850 auf gutem festen Papier.
„ Evidently suggestedby Colley Cibber’s production of Henry VIIIat Drury Lane on 26 October 1727. “King Henry the Eigth & Anna Bullen (Boleyn). Henry bekennt der Hofdame seiner Gemahlin (1.) Katharina, diese zurückgesetzt auf dem Thorn), seine Gefühle. Zur Rechten der allmächtige Kardinal + Erzbischof Thomas Wolsey. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Design’d by Wm. Hogarth. / Engrav’d by T. Cook. / London Published by G & J Robinson Paternoster Row October 1 1801., Titel wie vor. 48 x 37,9 cm. Die Arbeit verdankt ihre Entstehung Cibber’s 1727er Shakespeare-Aufführung im Drury Lane „although the print does not show any scene in the play“ (Cat. Tate Gallery). Thieme-Becker’s Annahme, der Stich gebe das verlorene Öl eines Dritten wieder, gilt als überholt, als jenes Bild umgekehrt als eine Hogarth bekannte Kopie des Stiches angesehen wird. Es hing bis in jene 40er Jahre in Vauxhall Gardens und wurde, was Horace Walpole verneinte, als eine Darstellung des Prince of Wales mit Harriet Vane gesehen. Eine Satire auf deren 1736er Eheschließung hatte auf Hogarth’s Komposition zurückgegriffen. Herrlich kontrastreicher Druck des auch optisch wirkungsvollen großen Blattes. Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“ (Thieme-Becker). Und bewahrte als einziger unter den späteren Hogarth-Ausgaben dessen Ursprungsformat. – Zwei schwache Braunstreifen im breiten weißen Oberrand. Die rückseitige schwache Stockigkeit nicht ins Bild durchschlagend. Nur die Außenkanten zweier, bedingt dreier, Seiten leicht gebräunt. Stecknadelkopfdünne Stelle unsichtbar innerhalb der oberen Wandornamentik. – – Dasselbe in Cook’s gemeinsam mit seinem Sohn gestochener kleinerer Wiederholung. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, May 1st. 1806., Titel wie oben. 18,7 x 15,3 cm. Spiegelbildlich gegenüber Cook’s obiger Erstfassung, die mit H’s Stich übereinstimmt. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Dieser dreiseits schwach braunfleckig. – – Dasselbe in Hogarth’s Eigenstich von ca. 1728/29 im Heath-Abdruck wie oben, hier zusätzlich „Republished March 18th. 1828, by R. & E. Williamson, Engravers, & Printers, 14. Moore Place, New Bethlem, Lambeth, London“. Bezeichnet: Design’d & Engrav’d by Wm. Hogarth. / London, Printed for Robert Wilkinson, Cornhil, Carington Bowles in St. Pauls Church Yard & R. Sayer, in Fleet Street., ansonsten wie vor und Titel oben. 48,5 x 38,5 cm. – Abbildung des Erstzustands (mit Untertext) siehe Cat. Tate Gallery, 21.
A Just View of the British Stage, or three heads are better than one, Scene Newgate …. Requisitenreiches Szenarium mit den drei Akteuren im Mittelgrund auf der Bühne. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Design’d by W. Hogarth / Engrav’d by T. Cook. / London Published by G. & J. Robinson Paternoster Row October 1st. 1802., Titel wie vor. 22,6 x 27,6 cm.
Mit 4zeil. Untertext: „This Print Represents the Rehearsing a new Farce that will include (i. a. ?) two famous Entertainments Dr. Faustus & Harlequin Sheperd, to which will be added … Ben Johnsons Ghost …“ – Oben innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten. – – Dasselbe im Eigenstich (? Signatur gelöscht) Hogarth’s. Bezeichnet: Design’d by W. Hogarth / …, Titel + Untertext wie oben. – Schöner Abdruck der Heath-Ausgabe. – Oben innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. – – – in Cook’s gemeinsam mit seinem Sohn gestochener kleiner Wiederholung unter Verzicht auf den Untertext. Bezeichnet: A Just View of the British Stage. / Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, July 1st. 1808. Bildgröße 14,7 x 16,9 cm. Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, der 3seits im Außenbereich etwas braunfleckig ist.
The Farmer’s Return. Der sich von seiner Familie verwöhnen lassende Farmer bei qualmender Pfeife am Kamin, indes die Hausfrau das Bier auf die Erde statt in den hingehaltenen Krug schüttet. Kupferstich von James I Basire (1730 London 1802). Bezeichnet: Wm. Hogarth delin. / James Basire. Sculp., Titel wie vor. 25,5 x 21,8 cm.
(Thieme-Becker). – Geschaffen als Frontispiz für ein eigenes kleines Bühnenstück des legendären Shakespeare-Mimen Garrick . – Heath-Abdruck. – – Dasselbe in Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, March 1st. 1807., Titel wie oben. Bildgröße 17,2 x 14,1 cm. Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, der zweieinhalbseits in seiner Außenpartie schwach braunfleckig ist.
(Hymen and Cupid.) Eintrittskarte für das Maskenspiel „Alfred the Great“ 1748 in Cliveden House – dieses im Hintergrund – vor Prinz und Prinzessin of Wales gelegentlich des Geburtstages der letzteren. Kupferstich in Oval. 18,7 x 21,2 cm. – Heath-Abdruck. – – Dasselbe in Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Hymen & Cupid. / Hogarth pinxt. / T. Cook sculp. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Aug. 1st. 1809. Bildgröße 14,1 x 16,8 cm. Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, dessen Außenkanten zweiseits schwach braunfleckig sind.
Masquerades and Operas. Burlington-gate. Die verschiedenen der Academy of Arts vorgelagerten Etablissements. Zur Linken die eine Szene darstellende Reklamefahne einer Oper. Aus benachbartem Fenster bemüht sich ein Anpreiser, die zur Maskerade in den Nebeneingang drängenden Narren ins eigene Haus zu locken. Größter Andrang indes auf der gegenüberliegenden Seite, wo, gleich vorn rechts im Bild, „Dr. FAUSTUS as Hero“ zu erleben von Anreißer in Harlekin-Habit verheißen wird. Dazwischen ein Bücherkarren mit geläutertem Händler, der weiß, was er verkauft: Waste paper. Kupferstich. (1724.) Bezeichnet wie vor. 14,5 x 19 cm. Die jugendfrisch-muntere Arbeit als ein schon ganzer Hogarth. Illustrierend „die sogen. ‚Liebhabereien der Stadt‘“ (Thieme-Becker) und zugleich eine „Satyre auf Lord Burlington, der den Schmierer Kent dem berühmten Thornhill (Hogarth’s Schwiegervater) vorzog“ (Nagler). – Schöner Heath-Abdruck.
– – Dasselbe in Kupferstich von Thomas Cook. Zwischen 1795 + 1803. Bezeichnet wie oben. 14,6 x 19,8 cm. – Im originalen Hogarth-Format. – Zweitseits innerhalb des weißen Plattenrandes geschnitten. Im breiten rechten Außenrand schwacher Wasserstreifen. – Abbildung
Humours of Oxford, 1729. Der Universitäts-Vicekanzler samt Pedell überrascht zwei Studenten in einer Taverne, einen der beiden überdies berauscht. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Novr. 1st. 1807., Titel wie vor. 18,1 x 12,1 cm. Frontispiz zu der im Drury Lane gespielten Komödie James Miller’s. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, dessen Außenkanten zweiseits schwach braunfleckig. Hinterlegter Kleineinriß im Unterrand.
„ … aber leider ! “Rehearsal of the Oratorio of Judith. Kupferstich von Thomas Cook. Ca. 1800. Bezeichnet. 19,5 x 17,2 cm. Diente als Subskriptionsschein für das unsterbliche Herren-Sujet „A Midnight Modern Conversation“. – Zweiseits innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten. Hauptfigur dieses köstlichen Blattes ist der seinerzeitige Kapellmeister Wilhelm von Fesch, der hier mit dem Chor sein Oratorium Judith – mit dem Text von William Huggins, beide nicht erst heute längst vergessen – einübt.
(Lichtenberg). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. – – Dasselbe in Cook’s gemeinsam mit seinem Sohn gestochener kleinerer Wiederholung von 1808. Bildgröße 17 x 14 cm. – Innerhalb des breiten weißen, ganz außen etwas gebräunten Plattenrandes geschnitten. – – – in Hogarth’s Eigenstich von 1732. 17,6 x 16,4 cm. Catalogue Tate Gallery 81 (Erstzustand mit dem Quittungstext) + Kat. Zürich, 21 (3. Zustand ohne den Text, von dem, wie auch hier noch schwach, in der Platte nur noch das „Rec(eive)d“ übrigblieb. – – – in Kupferstich von C. H. Rahl. (1818/23.) 21,3 x 18,6 cm. – – – in Kupferstich von E. L. Riepenhausen in schönem frühen Abdruck. 20,3 x 18,4 cm. – – – von Riepenhausen wie vor um 1850 auf gutem festen Papier. – – – in Lithographie um 1830. 22,5 x 15,1 cm. – Ausführlicher Untertext à la Lichtenberg in Deutsch.
(Ticket fürs) Theatre Royal / April a Comedy with the Mock Doctor for the Benefit of the Author of the Farce. Bühnenszene. Kupferstich. Bezeichnet: W. Hogarth ft, ansonsten wie vor. 14,7 x 14,2 cm. – Etwas bläßlicher Heath-Abdruck.
(Ticket fürs) Theatre Royal / Drury Lane / The Old Batchelor. For the Benefit of Joe Miller. Bühnenszene. Kupferstich. Bezeichnet: W. Hogarth ft, ansonsten wie vor. 13,2 x 17,7 cm. – Etwas bläßlicher Heath-Abdruck.
(Ticket fürs) Theatre Royal / Covent Garden. For the Benefit of Mr. Walker. Bühnenszene. Kupferstich von John Sympson (geb. ca. 1740). Bezeichnet: W. Hogarth int. / J. Sympson Junr. Sculp., ansonsten wie vor. 11 x 13,2 cm. – Etwas bläßlicher Heath-Abdruck.
Der Lockenraub. Vignette mit der Darstellung einer Szene aus Pope’s gleichnamiger Dichtung. Kupferstich von E. L. Riepenhausen. 8,5 x 12,8 cm. Abdruck um etwa 1850 auf gutem festen Papier. – Breitrandig, die seitlichen Außenkanten leicht braunstreifig. – – Dasselbe von Riepenhausen um 1820 auf leicht getöntem minderen Papier. – – Dasselbe in Lithographie um 1830. Bezeichnet: Scene aus dem Lockenraub von Pope (4. Gesang) nebst 5zeil. Untertext. 9,5 x 12,5 cm.
Angebots-Nr. 12.147 / EUR 10. (c. US$ 16.) + Versand
Knisterndes Sujet von derber MunterkeitHudibras encounters the Skimmington (oder The Antichristian Opera). Der Ritter gerät unter fahrendes Volk, das in großem Aufzug im Ort seinen Einzug hält. Kupferstich von Thomas Cook. Bezeichnet: Plate XII. / Design’d by W. Hogarth. / Engrav’d by T. Cook. / London Published by G. & J. Robinson Pater noster Row February 1st. 1802., Titel wie vor. 29 x 51,1 cm. Katalog Zürich, 7 nebst Abb. (Hogarth’s Stich; „gerät in einen Narrenzug“). – HUDIBRAS XII (Kat. Zrch.: 7). – Reicher Untertext. – Nach der sogenannten großen Hudibras-Suite von 1726 im Gegensatz zu der „mehr Holzschnittcharakter haben(den)“ kleinen, wohl früheren, indes erst 1727 in einer Textausgabe des Butler’schen Epos erschienenen. Während letztere der Handlung folgen, geben „die großen Blätter nur die entscheidenden Szenen mit einem gekürzten Textauszug als Legende wieder“. „Hudibras“ ist für H.’s
(Thieme-Becker). Auf festem Papier. – Von schönstem Hell-Dunkel. – Kleiner Ausriß im breiten weißen Oberrand, im rechten zwei schwache Wasserränder. – – Dasselbe in Cook’s gemeinsam mit seinem Sohn gestochener kleiner Wiederholung. Bezeichnet: Pl. XII / Hudibras. / Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, May 1st. 1808. Bildgröße 11 x 19,4 cm. – Dreiseits innerhalb des breiten weißen, partiell etwas altersfleckigen Plattenrandes geschnitten. – – Dasselbe in Hogarth’s Eigenstich. Bezeichnet: 12. (verlegerseits) / W Hogarth Inv et Sculp (im Bild unten links), Titel wie oben + Untertext. 27,4 x 51,7 cm. – Heath-Abdruck.
The Indian Emperor. Or the Conquest of Mexico (John Dryden’s, 1637-1700); Akt 4, Scene 4. As performed in the year 1731 at Mr. Conduit’s, Master of the Mint, before the Duke of Cumberland etc. Kupferstich von Robert Dodd (1748-1818). Bezeichnet: Printed by Wm. Hogarth. / Engrav’d by Robt. Dodd. / From the original-Picture, in the Collection of Lord Holland. / Janu. 1. 1792, by J. & J. Boydell Cheapside, & at the Shakespeare Gallery Pall Mall., ansonsten wie vor. 46,7 x 58,9 cm. Catalogue Tate Gallery, 41 (das Öl von 1731/32) nebst Abb. – Das gewöhnlich im Hause des Regie führenden John Conduitt aufgeführte Stück hier als Kindertheater in St. Jame’s Palace – siehe dessen Ansicht unter- vor den Kleinen der kgl. Familie und deren Begleitung, darunter der Herzog von Cumberland. – Etwas bläßlicher Heath-Abdruck.
Hogarth, William. (Country Dance.) Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818) gemeinsam mit seinem Sohn. Bezeichnet: Pl. II. / Analysis of Beauti. / Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, July 1st. 1808. Bildgröße 14,4 x 17,8 cm. Kataloge Tate Gallery 192 + Zürich 97, jeweils die H.-Fassung m. Abbildung. Das Schlußblatt von Hogarth’s künstlerischem Credo mit seiner schönen ballmäßigen Darstellung des Englischen Tanzes (7,7-9,2 x 13,6 cm), an Hand dessen das Ideal von Schönheit + Anmut verdeutlicht wird. Und hier besonders dominant durch das vorn links ein wenig isoliert tanzende Paar, dessen Eleganz sich von dem eher bäuerischen Auftritt der übrigen Gesellschaft abhebt. Den Herrn übrigens verwandelte H. im 3. Zustand, nicht ohne Erwartung, in ein Portrait des zukünftigen George III. Auf dem Tanzboden, von den abgelegten Hüten der Herren tlw. verdeckt, auch das seidene Kissen als notwendigem Zubehör eines jeden Balles wegen des sogenannten Kissentanzes (cushion dance), einer Art von Cotillon. Als Vorbild dieser reichen Szenerie diente das Öl „The Dance“ von ca. 1745 als Bild VI von „The Happy Marriage“. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Hogarth, William (1697 London 1764). Musick (sic!) Introduc’d to Apollo by Minerva. (Frontispiece to some book of music,
or ticket for a Concert.) Apollo mit Lyra, nach der zu ihm aufblickenden Minerva greifend. Diese mit Notenheft. Zwischen ihnen Mars, Minervas Linke haltend. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet und mit Hogarth’s Datum 1727. Ca. 1805. Bildgröße 19,2 x 13,3 cm. – Innerhalb des dreiseits leicht randstockigen breiten weißen Plattenrandes geschnitten.
Dansant, Femme de Qualité. Tanzende Dame in großer Garderobe und hoher Haube in reizvoller Pose. Kupferstich von Jean-Batptiste Bonnart (? geb. 1654) bei Henri Bonnart (1642-1718) in Paris. Bezeichnet. 27,9 x 18,8 cm. – AKL XII, 572 (J.-B. Bonnart). – Prachtvoller Abdruck .
Autographe Dokumente Oscar Linke’sStückeschreiber + Schriftsteller ,
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