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AusLouis François Cassas’(Azay-le Ferron, Indre, 1756 – Versailles 1827)bis 1799 erschienener, jedoch unvollendet gebliebener Suite – Radierungen + Kupferstiche verschiedener Künstler nach Cassas, erstere teilweise mit abschließender Grabstichelarbeit Dritter – „Voyage pittoresque de la Syrie, da la Phoenicie, et de la Palestine, et de la basse Aegypte“. Vorliegend in feinen Qualitäten in unbeschnittenen breitrandigen Bogen. Teilweise mit schwachem Wasserstreifen im weißen Rand. In diesem auch gelegentliche Fleckchen und hinterlegte kleine Einrisse. Im übrigen aber von herrlich warmtonigem Hell-Dunkel.
Mausolée d’Jamblichus. Innenansicht. 45,4 x 39,3 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Village du Bailan, Situé sur la route d’Alexandrette à Antioche. Der bevorzugte Wohnort am Golf von Alexandrette, dem von Alexander dem Großen zum Andenken an seinen Sieg von Issos gegründeten Alexandria ad Issum, dem heutigen Iskenderun. Berühmt vor allem durch die Pylae Syriae, der von Alexander wie den Kreuzrittern benutzten, über den Amanus führenden einzigen Verbindung zwischen Syrien und Kleinasien. Karawanen- und Marinestaffage. 27,1 x 42 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Vue Générale de la Ville Antioche. Ansicht Antiochias, unter den Seleukiden Hauptstadt Syriens, „wo die erste größere Christengemeinde außerhalb Palästinas sich bildete, wo der Name Christen zuerst genannt wurde … und wo … Paulus die Weihe erhielt“. Vorne der Orontes. 29,6 x 46,2.
Antioche, Vue de la Porte dite de Médine (Bab el-Medynah), prise en dehors, sur le chemin de Halep. Reiches Getriebe vor dem Tor. 29,4 x 46,4 cm – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
– Dasselbe prise en dedans de la ville. Reiche Figurinen auf der Innenseite des Tores, u. a. vorne an dem Bassin. 30,4 x 46,6 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
– Positionen 12.531 + 12.532 als sich gegenseitig ergänzende Ansichten des Medinischen Tores.
Antioche, Grandes Tours, appelées … les Restes du Palais de Seleucus. Links die sich auf dem Berggrat entwickelnde Festungsmauer. 31,7 x 48,9 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Antioche, Vue de la Porte dite de Fer. Die Schlucht überbrückend und beidseits fortgesetzt durch die sich windende Mauer. 30,2 x 42,3 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Vue de la Partie la plus élévée des Murs de la Ville Antioche. Weiter Blick über die Täler zu fernen Gebirgszügen. 29,3 x 46,3 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Chateau et Portion de la Ville de Hemss (Jadis Emèse). Vorne aufgeregtes Treiben um den in schwarz-weiß gestreiftem Umhang skizzierenden Künstler sowie eine Schriftrolle. 29,4 x 44,3 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Cäsarea / Straton’s Turm – Vue de Coenotaphe de Caius Caesar. Im Vordergrund die aufgeschlagenen Zelte einer Karawane. 27,2 x 39,8 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Aspect d’une Partie du Village de Cana en Galilée. Am Brunnen des Vordergrunds Reisende und Wäscherinnen. 26,9 x 37,9 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Nablus (Sichem) – Vue Générale de Néapolis. Gesamtansicht des römischen Neapolis, des alten Sichems in Samaria, der Begräbnisstätte Josephs, in dessen Nähe der Jacobsbrunnen liegt. 29,6 x 46,2 cm. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung. – – – – –Lebadang (Vietnam 1922 – Paris). Barques en Orient. Farb-Lithographie. (1960.) Hs. signiert. 59,5 x 43 cm. – Nr. 77/100 Abzügen auf Papier Rives. – Reizvolle Farb-Komposition auf dominierendem Blau. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Bethlehem, Griechische Frau aus. Mutter, ihr Kind auf dem Arm tragend. Kolor. Trachten-Holzschnitt von R. Henkel. (1881.) Signiert, bezeichnet. 18 x 11 cm. – Aus Lipperheide Ad 46. – Bll. für Kostümkunde NF 211.
Jerusalem, Griechische Frau aus. Junge Frau in malerischer Tracht. Wie vor, Blatt 194 der Folge.
Nazareth, Frau aus. Junge Frau in Arbeitstracht vor dem Spültisch. Wie vor, Blatt 174 der Folge.
ORIENT’S FALKENLUSTBurgundische(r) Fürst + Fürstin, Anfang XV. Jhdts. Ganzporträts mit Hermelin nach links. Er mit Zepter, sie mit Falken. 2 Bll. Kolor. Holzschnitte von A. Kunz (?) nach August von Heyden (Breslau 1827 – Berlin 1897). (1877.) Signiert, bezeichnet. 20,5-21 x 12,8-13,2 cm. Lipperheide Ad 46. – Blätter für Kostümkunde NF 37-38. – Namentlich Bl. 2 etwas knitterig. Dieses auch mit Knickspur am Bildrand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Berühmtes , marktfernes ReiherschlagenBoel, Pieter (Antwerpen 1622 – Paris 1674). Die Falken. Ihrer zwei, den Reiher schlagend. Karge Schilf- und Landschaftskulisse, doch vorn rechts zwei die Jagd empört verfolgende Enten. Radierung. 16,8 x 24,6 cm. Bartsch + Wurzbach 2. – Blatt 2 der „Vollständig kaum je vorkommende(n 6blätt.) Folge“ (Katalog Davidson 677 das frühere Explr. Sträter als Ganzes) von Beute-Vögeln, „Diversi ucelli“, von der Nagler das Rigal’sche Exemplar aufführt. Schwerdt besaß nur das Titelblatt (III, 37) und auch hier fehlen selbst Einzelblätter in einer Vielzahl von Katalogen namhafter Altmeister-Sammlungen des 19./20. Jhdts. bis hin zum Weigel’schen Kunstlager-Katalog (Abt. I-XXVIII, 1838/57, mit weit über 20000 Positionen). In letzterem wohl die zweite Folge wilder Vögel W. 9-14. Späterer Abdruck ohne die Nummer von nicht mehr ganz jungfräulicher Platte auf dreiseits unbeschnittenem Bütten mit typograph. Wasserzeichen bei 1,7-4,3 cm breitem Rand. Angesichts des praktischen Nichtvorkommens gleichwohl eine nicht allein thematische Gelegenheit von Graden als der nahezu staffagelos arbeitende seltene Boel in seiner über 300jährigen Modernität ein künstlerisch-geistiges Erlebnis ist. – Boel’s Blätter „sind selten“ (Nagler 1835!). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Verschuring, Hendrik (Gorkum 1627 – bei Dordrecht 1690). Rastende Jäger, teils abgesessen, mit ihren Hunden vor der Schenke, vor der die Wirtsleute eine zweispännige Kutsche willkommen heißen. Einer der Jäger hat seinen Falken auf der Rechten und eilt zu Fuß links ab in die Landschaft, freudig erregt begleitet von seinem Hund. Aber auch der rückseits gezeigte Reiter vorn links könnte einen Falken auf der Linken halten. Die als Horizontbegrenzung skizzenhaft angedeutete Bergkette wohl die Campagna lokalisierend. Lavierte Pinselzeichnung in verschiedenen Grautönen und etwas Schwarz über Spuren von schwarzer Kreide. Unten links mit dem grauen Pinsel hs. signiert: H. verschuring. f.. 250 x 348 mm. Die mit dem Papierton korrespondierende meist nur feine Stockstippigkeit namentlich der Himmelspartie nur wenig störend. Im Passepartout-Unterrand die Künstlerbezeichnung in 23karätiger Goldprägung. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die durch erdichteten Vorwand unterdrükte Unschuld. Der sich vor drei Hunden auf einen Fels gerettete Hase wird das Opfer eines herabstoßenden, in seinem Gefieder herrlich gezeichneten Falken. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1730 Augsburg 1780). Nach 1767. Bezeichnet: J. El. Ridinger. inv: et del. / M. El. Ridinger. sc. et exc: A.V., ansonsten wie vor in Dt.-Lat.-Frz. 33,5 x 24,9 cm. Thienemann + Schwarz 784. – Blatt 20 der Fabeln. – Ganz herrlicher Abdruck mit wohl WANGEN-Wz. nebst figürl. Anhänger und 5-27 mm breitem Rand rundum. – Das außerordentlich seltene Schlußblatt der Folge. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
(Mr. J. R. C., September 16, 2003) |