|
Widerrufsrecht Impressum niemeyer’s AHA!-Erlebnisse 45 Jahre Kunsthandlung + Seltenheitsantiquariat Kataloge
Autographen
KartographieBibliophilie Alte Meister Zeichnungen Grafik XX. Jahrhundert Recht Orts- + Landeskunde Miscellania: Bücher + Grafik William Hogarth Joseph Georg Wintter Die Familie Rugendas Tiere, Jagen, Umwelt Fischen + Angeln Pferde + Reiten Künstlerindex Homepage e-mail
Datenschutz Geschäftsbedingungen |
„ … Welch’ eine Abwechslung ,welch’ eine Wahrheit im Ausdruck der Leidenschaften !Dahersprechen uns seine Werke so ungemein an ,daherkönnen wir uns nicht satt an ihnen sehen ,daherbleibt er … immer neu , werthvoll und geachtet .Ja er ist in Wahrheit ein Thierseelenmaler “( Thienemann als résumée zum Folgenden )
Ihnen angetragen zugroßem preislichen August 2002 Halali !Waidmannsheil daher , bevor … … … !!Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die von verschidenen Arthen der Hunden behaezte Jagtbare Thiere / Mit anmerckungen wie solche von denenselben gejagt, angefallen, gefangen, gehalten, nidergezogen, und theils gewürget werden … Vorgestellet und heraus gegeben von Johann Elias Ridinger Mahler und Kupferstecher auch der Augspurgischen Academie Directori Anno 1761. Folge der 22 Blatt. Gestochener Titel mit großer Sauhatz-Vignette + 21 Radierungen mit Kupferstich (28,4-28,8 x 24,8-25,3 cm). Bezeichnet: römische Numerierung und (II-XXII) J. El. Ridinger inv. del. sc. et exc. A.V. (abweichend: V= Joh. … Aug. Vind., VIII + XXII = … Aug. Vind., Titel = „N.o“ I), ansonsten wie unten. Thienemann + Schwarz 139-160; Weigel, Kunstlager-Cat., XXVIII, 13 A (?, evt. Zwischenzustand, von A-C); Nagler 16; Coppenrath Abt. II, 1464; Schwerdt III (1928), 137 ( „An interesting series“ ). – Abbildungen: Schwarz I, Taf. VIII; Stubbe, Ridinger, 1966, Taf. 14-16; Ridinger-Kat. Kielce, 1997, SS. 38-41. Altem umfangreichen Sammlungsbesitz entstammendes Exemplar von ganz einheitlicher Druckqualität bei 54,5-56 x 36,5-38 cm größter Breitrandigkeit , will heißen, 3seits unbeschnitten mit den originalen Büttenrändern, indes der linksseitige glatte Schnitt bei praktisch voller Wahrung der rechtsrandigen ca. 6 cm daran denken läßt, daß je zwei Blatt auf einen Bogen gedruckt worden sind, was dem Format der von einer Platte gedruckten Ridinger’schen Imperialen, Thienemann 67/68, entspräche. Mangels jeglicher Heft- und Marmorierungsspuren ist die Folge offensichtlich nie gebunden gewesen. Nur der abweichend auf besonders schwerem Bütten abgezogene leicht randschmuddelige und rechtsseits etwas rissige Titel auch oben glattkantig und mit nur 53 cm eine Idee kürzer. Zum Vergleich: Schwerdt’s Exemplar erreichte mit nur 44,5 x 29,8 cm das Ende seiner Saufeder! Vereinzelt typograph. Wz. – Titel leicht randschmuddelig und rechtsseits etwas rissig. Drei Blatt mit ursprünglichem Kleinausriß bzw. kleinem Doppelloch in äußerster Randecke. Leichte Quetschspur im weißen Außenrand von XI, die äußerste weiße Plattenecke tangierende geglättete diagonale Faltspur im linken Seiten-/Unterrand und auf den äußeren weißen Oberrand beschränkte zweite bei XII. Überwiegend auf die rechte Blatthälfte beschränkte und hier nur außerhalb des Bildes etwas störend bemerkbare generelle Papierquetschung bei VII. Der Auer Ochse (recte der europ. Wisent/Büffel, Bison europaens Ow.) – Der Baehr („ … so gibt es einen guten Stich von einem mit Hunden kämpfenden Bären, Tafel 14“, Stubbe) – Der Elends Hirsch – Der Edle Hirsch – Die Wilde Sau oder Schwein – Der Wolff – Der Weisse Thann Hirsch (Damhirsch) – Der Wilde Schwan („wohl der seltnere Singschwan“) – Der Luchs – Das Rennthier – Das Rehe – Die Gemse – Der Fuchs – Der Biber – Der Fisch Otter – Die Wilde Katze – Der Hase – Der Dachs – Der Marder – Der Iltis, Eichhörnlein und Wiesel – Wilde Enten . – Thienemann :
Die Darstellungen oben gerundet. – Mit 9-13zeiligem Untertext zum Wilde selbst wie zu Auswahl + Einsatz der unterschiedlichen Rassen seiner Gegner. In dieser Instruktivität ganz im Sinne Stubbe’s, der gelegentlich der Par force Jagd-Folge als weiterem Spätwerk ausführt (Seite 30) :
Und so ist es hiesige Genugtuung und Freude zugleich, nach den früher hier durchgelaufenen Exemplaren der Sammlung Dr. Luza, Amsterdam (1982) und innerhalb des zweiten der beiden Pompadour-Bände der Marjoribank-Folios (1998) diese textlich wie optisch so großartige Homage auf unsere Hunde – „ Der Hunde pflege laß dir sehr empfohlen seyn aus finstrem Lager treibst du wohl ein wildes Schwein durch diser Bellen auf ! “ ( Untertext der Titelvignette ) – erneut vorlegen zu können. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
(Mr. D. K., June 3, 2006) |