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… up up and away …
Das Rentier ohne Rudolph …Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Rennthier erreichen ihre grösse und Stärcke im 5ten Iahr setzen meist nur ein junges. In Winterlandschaft bei Nordlicht ein starkes Tier in imperialer Stellung. Im Geschirr, doch losgerissen. Seitlich davon, viel kleiner, ein Schlittengespann. Radierung + Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: Cum Priv. Sac. Caes. Majest. / I. El. Ridinger inv. pinx. sculps. et excud. Aug. Vind. 34,8 x 42,8 cm.
Thienemann + Schwarz 230. – Blatt 35 der „Betrachtung der wilden Thiere“. – Titel in dt.-franz.-latein. Paralleltext. – Der 20zeil. Brockes-Vers in Deutsch. Herrlicher Abdruck dieses unübertroffen wundervollen Blattes. – Typographisches und großes figürliches (Kronen-Wappen mit Anhänger) Wasserzeichen. – Der breite weiße Rand einschließlich des äußeren Textrandes stellenweise ganz schwach stockfleckig. Linksseits je zwei Paralleldurchstiche von früherer loser Aneinanderheftung.
… hier gar ganz ohne GeschirrDas Rennthier. In freiem Lauf nach rechts vor karger Gletscher- und Berglandschaft. Mit grünlicher Tonplatte gedruckte Lithographie von Hermann Menzler im Druck v. A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez. v. J. E. Ridinger, lith. v. H. Menzler etc., ansonsten wie vor. 27,9 x 29,1 cm.
Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album I/3. – Vgl. vorstehendes Bl. 35 der Betrachtung der wilden Thiere, Thienemann 230, doch ohne die Brockes-Verse. – Aus dem als 1. Abteilung geführten „Darstellungen der bekanntesten Jagdthiere Mittel-Europas nebst Fährten oder Spuren“. – Die gesamte, nahezu literaturunbekannte, praktisch nur peu à peu complettierbare Suite 80 Blatt zuzüglich eines neuerdings aufgetauchten illustrierten Titels weit größeren Bildformates (47,5 x 36 cm) umfassend, wobei die Vorlagen teilweise auf ihren Kern komprimiert oder im Umfeld variiert wurden. So hier nur der kapitale Hirsch und ohne das Geschirr, aus dem er sich bei Ridinger losgerissen hat. Hier gleichfalls weggelassen das kleine Gespann im Hintergrund. Solchermaßen eine nicht zuletzt auch farblich reizvolle Sammlungsbereicherung ersten Ranges. – Und darüberhinaus:
(Thienemann). In der Bildwirkung der von Ridinger als Ganzes nicht mehr angewandten Aquatintamanier entsprechend. – Auf festem breitrandigen Papier von tadelloser Frische. Nur im weißen Unter- bzw. linken Seitenrand ganz schwacher Anflug vereinzelter Stockstippen.
Trägt seine Winterkönigin …Wintermärchen. Auf kapitalem Rentier durch den Winterwald reitende Königin. Pinselzeichnung mit Goldmontage. Ca. 1920. Bezeichnet wie vor. 135 x 197 mm (Darstellung 91 x 112 mm).
Zigarrenkisten-Illustrationsentwurf auf leichtem Karton. – Unten rechts hs. Reg.-Nr. … 3509a. – Rückseits Montagespuren.
… and here comes Rudolph !Atkinson, John Augustus (London 1775 – nach 1818/33 oder gar 1861). Laplanders Hunting. Aus zweispännigem flachen Rentierschlitten heraus mit bislang einem Hasen als Beute. Aquatinta von M. Dubourg (vor 1786 – nach 1838) im Ursprungskolorit. London, Edward Orme, 1813. Signiert, datiert, bezeichnet. 18,3 x 23,3 cm.
Thieme-Becker II, 212; Nagler I, 179 f. ( „vorzüglicher englischer Maler und Zeichner, der sich lange in Rußland aufhielt, und herrliche Bilder fertigte“ ). – Aus Foreign Field Sports, Schwerdt I (1928), 177 ff.: The coloured plates … are fine, both as regards draughtsmanship and colouring … (The book) is sure to increase in value … .
Bärenjagd in Lappland. Einer der beiden erlegten Bären wird gerade von einem der Jäger – dieser zusätzlich mit einem Fuchs auf dem Rücken – einem Rentier aufgeladen. Im Mittelgrund Rentierschlitten , dahinter weitere Jäger. Lasiert kolor. Holzstich. 1853. Datiert. 20 x 15,5 cm.
(Herr D. B., 9. Oktober 2006) |