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„ Der Hunde pflege laß dir sehr empfohlen seyn … “„ Besonders trefflich sind die Blätter mit den Hunden … , welche ,gleichsam das Leben derselben beschreibend ,einen Schatz für den Waidmann bieten “(Nagler)Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Jagd oder Spuhr Hund. Un limier. Angekettet vor seiner Hütte liegend mit Blick zum Betrachter. Strauchwerk- + Staketenstaffage. Kolor. Radierung + Kupferstich. Bezeichnet: Ridinger, fec., dazu neben Obigem Canes Sagaces / Familia IV. Fünfzähige. 31,7 x 20,5 cm. Im
RIDINGER’SCHEN ORIGINAL-KOLORIT Thienemann + Schwarz 1057. – Aus dem 1768 postum abgeschlossenen , unnumerierten „Kolorierten Thier-Reichs“. – Breitrandig, mit Wz. C & I Honig. – Die um 1824 von Engelbrecht/Herzberg in Augsburg von verkürzten Platten bei Fortfall der Ridinger-Signatur, doch nunmehriger Numerierung veranstaltete Neuauflage zwar sowohl koloriert wie schwarz/weiß angekündigt, doch sind Thienemann wie auch bislang hier nur letztere Version bekannt geworden.
Die Vier Jahreszeiten der Hunde– – – Die vier Jahreszeiten der Hunde. Folge von 4 Blatt in Radierung mit Kupferstich. Vermutlich Anfang der 1740er. Bezeichnet: avec privil. de Sa Maj. Imp. / J. E. Ridinger inv. peint grave(è) et excud à(a) augs(Augs)., ansonsten mit Blattitel + Vierzeiler in dt.-frz. Paralleltext. 46,5-46,8 x 34,8 cm. Die bildreiche , herrliche Suite
Thienemann + Schwarz 105-108; Nagler 25; Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger-Appendix, vor 10, B; Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. u. M. E. Ridinger, 1900), 251 (Th. 106 in späterem Abdruck) + 252 (bis zur Darstellung beschnitten); Schwerdt III, 136; Blüchel, Die Jagd (1996) II, 78 f. (Abb. Th. 105 + 108). – Coppenrath (1889/90) besaß nur das Frühlingsblatt.
in sehr schönen , breitrandigen Abzügen auf Linienpapier mit Wz. Stilisierte arabische Vier nebst C + R am Senkrechtbalken (Bll. 2-4), wie hier bislang nicht dokumentiert und für etwas später angesehen, wohl Anfang 19. Jhdt. Weigel pauschaliert nur in „Alte Abdrücke auf Linienpapier“ + „Neue Abdrücke“, also Nicht-Bütten, und vermerkt schon zehn Jahre früher per Sammelnummer 16545 (Abt. XIX, 1847) gegebenenfalls „alte jetzt nur selten vorkommende Abdrücke“. Dreiseits 5-7 cm breitrandig, rechts 2,5-3,5 bzw., Thienemann 106, 1,5-3,5 cm. Im oberen Außenrand jeweils vier technische Löchlein. Ober- + rechte Seitenränder mit Spuren von Rotschnitt für das Herkommen aus altem Sammelband. – Vereinzelte schwache Randstockfleckchen, die Außenkanten meist mit Spuren früherer Rahmungsmontage, bildseits nur linksseits und an drei Unter- und einer Oberkante bemerkbar. Sämtlichs mit jeweils drei geglätteten, bildseits unsichtbaren Querfalten. Das Herbstblatt mit einer oben rechts unauffällig durchs Bild gehenden Diagonalfalte, das des Winters mit deren zweien im weißen Ober- bzw. Unterrand, davon letztere unscheinbar in den Untertext reichend. Kurz, von sehr schönem Gesamtzustand. Der Frühling. / Le Printems.
Über dem Hasen sitzend, hat er sich namentlich gegen zwei von vieren Respekt zu verschaffen. – Die für die Übertragung auf die Platte gegriffelte und rückseits gerötelte malerische Vorzeichnung im Gegensinn hier nachfolgend. – „Das Frühlingsblatt der Jahreszeitenfolge von Ridinger zeigt die Niedere Jagd auf Hasen“ (Blüchel). Der Sommer. / L’Ete. (darunter „No. VII.“, wie auch bei Schwarz)
Der Herbst. / L’Automne.
Der Winter. / L’Hiver.
Ridinger „rät im Winter zur Bärenjagd mit der Englischen Dogge, wie sie die Polen praktizieren“ (Blüchel). Und hiesigerseits denn die Empfehlung, sich diese schöne Trouvaille – 1991/92 lief letztmals ein Exemplar derselben hier durch – „nicht durch die Lappen gehen zu lassen“. Denn, nochmals Ridinger, „ Der Hunde pflege laß dir sehr empfohlen seyn … “ (so unter der Titelvignette der „von verschidenen Arthen der Hunden behaezte[n] Jagtbare[n] Thiere“, Th. 139-160, hier derzeit in getrüffeltem und auch sonst absolutem Ausnahme-Exemplar aufliegend; siehe unten).
– – – Der Frühling der Hunde . Lavierte Pinselzeichnung über Bleistift. Im Bild unten links mit zartem Bleistift bezeichnet: Joh Elias Ridinger inv. et del. 438-440 x 336 (Bildgröße 426-429 x 336) mm. Die für die Übertragung auf die Platte gegriffelte und rückseits gerötelte
malerische Vorzeichnung im Gegensinn zu Blatt 1 – Th. 105, abgebildet bei Blüchel, Die Jagd, II, S. 79 – der Folge auf festem, doch nicht schwerem, Bütten mit Wasserzeichen „IV“ als zeitbekannt und für Ridinger, beispielsweise, hier für seine 1723er Zeichnung „Alexander der Große 326 am Hyphasis“ ebenso belegt wie für zwei Blätter der wohl erst von den Söhnen als Zweitausgabe koloriert herausgegebenen Folge der Affen. Stecknadelkopfkleines Löchlein und sieben überwiegend rückseitige Randspuren von punktueller Montage auf einem erst jetzt entfernten Untersatzbogen (auf diesem von alter Hand in Kursive als Bezeichnung in der Mitte „Coursing“ und rechts „Ridinger“), sonst bestens. In der Mitte des schmalen weißen Unterfeldes der Zeichnung selbst in Bleistift eine „20.“ als anzunehmende Vorbesitzer-Inventar-Nummer und damit Herkunftsmerkmal einer umfassenderen Zeichnungs-Sammlung. Die auch formatmäßig herrliche Zeichnung zum Eingangsblatt dieser gesuchten bildreichen Suite. – Der Schwanz des Schirmers gegenüber dem Stich in leicht vereinfachter Endkrümmung, der linke Vorderlauf des Wasserhundes bleibt hier unsichtbar unter dem Leib. Zum Komplex der Hunde-Vier-Jahreszeiten war Thienemann (1856, Mappe 2, e, Seite 275) nur die gleichfalls getuschte Zeichnung des Sommer-Blattes (Th. 106) aus dem Weigel-Bestand bekannt geworden, die sich indes nicht mehr im Weigel’schen Nachlaß-Katalog von 1869 findet (siehe dort SS. 197 ff.). Dann fand sich, gleichfalls zum Sommerblatt, die ebenfalls großformatige und getuschte Skelett-Studie zu dessen Hirsch innerhalb der 1890 bei Wawra in Wien „aus dem Besitze eines bekannten Sammlers“ aufgelösten „Schönen Sammlung von Handzeichnungen und Kupferstichen Joh. El. Ridinger’s“ (Nr. 67). Und 1900 in Helbing’s großer Ridinger-Offerte (Arbeiten von J. E. and M. E. Ridinger, XXXIV, 1547) die „brillante Federzeichnung in Umriß“ gleichen Formates zum Herbstblatt. Hier bekannt schließlich noch die ebenso große des Winters. Und die bildlich ganz ausgeführte , letztgültige des Frühlings-Blattes ist nach langer Marktferne – nach hiesiger Kenntnis wurde sie letztmals im Frühjahr 1969 verhandelt – in bester Verfassung denn nunmehr hier präsent. Außerordentlich reizvoll schließlich die an dieser nachzuvollziehenden Arbeitsgänge des Meisters bei der Übertragung auf die Platte in Form schon besagter Rötelung und Griffelung, letztere bis hin zu Nebenpartien, wie nicht generell gehandhabt. Damit aber den so begehrten, ebenso berühmten wie kostbaren „Blick über die Schulter“ gewährend.
– – – Wasser Hunde, Pom(m)er und Budel Hunde. Barbets. Vierergruppe vor leichtem Gesträuch. Kolor. Radierung + Kupferstich. Bezeichnet: Ridinger, fec., dazu neben Obigem Canes Aquatici. / Familia IV. Fünfzähige. 31,6 x 20,3 cm. Im
RIDINGER’SCHEN ORIGINAL-KOLORIT Thienemann + Schwarz 1060. – Aus dem 1768 postum abgeschlossenen , unnumerierten „Kolorierten Thier-Reichs“ wie eingangs, doch mit großem Lilien-Wz. Thienemann: „… ein großer und ein kleiner Pudel (ohne Ähnlichkeit mit den heutigen, deren Ahnen eben Jagdgebrauchshunde vor allem zur Wasservogeljagd waren), ein eigentlicher Spitz und ein Otterhund.“
Langlumé (Lithograph, nachweisbar in Paris vor 1822 – 1824). Jagd- und Hühnerhund. Jeweils gestreckten Leibes/Laufes bei der Arbeit. 2 Blatt. Kolorierte Kreide-Lithographien. 21-23,5 x 26-28,5 cm. – Thieme-Becker XXII, 351. SEHR REIZVOLLE PENDANTS
dieser frühen Lithographien. Angebots-Nr. 14.529 / EUR 299. / Export price EUR 284. (c. US$ 449.) + Versand
Mitbegründer der Familien-Dynastie Karlsbader GlasschneiderPfeiffer, Josef Anton (1807 Karlsbad ca. 1870). Die Jagdhündin mit sechs Welpen in strohausgelegtem Verschlag. Rechts hölzerner flacher Wassertrog.
Weißgehöhte Deckfarbenmalerei mit partieller weißer Lasierung. Rückseits hs. in Tinte bezeichnet: J. Anton Pfeiffer / 1825. 40 x 55 cm. Thieme-Becker XXVI, 527. – Jugendarbeit Josef Anton’s, der zusammen mit seinem älteren Bruder Anton Heinrich den Start des Familien-Clans Karlsbader Glasschneider repräsentiert. Siehe hierzu auch Pazaurek, Gläser der Empire- und Biedermeierzeit, Lpz. 1923. – Unten rechts von fremder Hand in Bleistift: Ant. Pfeiffer 1825. – Oben mit schmalem Papierrand, sonst bis an die, tlw. auch knapp innerhalb der Einfassungslinie geschnitten. Am rechten Rand an drei Stellen bis 5 mm ins Bild reichende Spuren rückseitiger früherer Montage.
Wintter, Joseph Georg (1751 München 1789). Drei Hunde, darunter Jagdhund + Bulldogge, vor Hundehütte, sich die Knochen streitig machend. Radierung. Bezeichnet: Jos Geo: Wintter inv fecc et excc . 10,9 x 17,5 cm. Niemeyer 125, II. – Offenbar keiner der Folgen zuordbar, sofern nicht zu Niem. 3-14 gehörig. Die 137blätterige Komplettausgabe Weigel 21336 ( „Die meisten Blätter sehr selten“, 1857! ) hier anderwärts nicht nachweisbar. – Aus der frühestens 1821 erschienenen 44blätt. Augsburger Sammelausgabe Schwerdt III, 190, a („Rare“), deren herrliche Druckqualitäten die kleinen Auflagen verraten und Schwerdt irrtümlich vielfach auf Probedrucke vor der Schrift schließen ließ. Seine „Radierungen sind trefflich und stehen in der Behandlung zwischen jenen von Hollar und Riedinger. Im Jahre 1784 wurde W. churf. Hof- und Jagdkupferstecher“ (Nagler, im 1863er Bd. III, Nr. 68, des Monogramm.-Lexikons seinerseits auf die Seltenheit dieser schönen Blätter hinweisend). – Auf schwerem Papier.
– – – Der Löwe, die drei Hunde unterrichtend. Radierung. Bezeichnet: JG Wintter inv 1784 . 4,9 x 5,8 cm. Niemeyer 9, II. – Aus Nagler 21. – Lt. Robels, Frans Snyders, 1989, S. 43, war der Löwe neben Affe, Lamm und Schwein eines der auf frühchristl. Quellen zurückgehenden vier Elemente. – Aus der frühestens 1821 erschienenen Sammelausgabe wie vor.
Tischbein II, Johann Heinrich (Haina 1742 – Kassel 1808). Walkire, ein Jagdhund. Breitseits nach links stehend und ganz Aufmerksamkeit. Umriß-Radierung. 15,7 x 20 cm. Blatt 55 der 1827er Tischbein-Suite Nagler 44 – Lindner 11.2083.01; Schwerdt III, 173 – als einer punktweise aufmontierten Zusammenstellung durchweg alter/früherer Abdrucke. – Auf Bütten. – Innerhalb des weißen Plattenrandes geschnitten.
– – – Ein liegender Jagdhund. Umriß-Radierung. 10,9 x 17 cm. Blatt 56 vorgenannter Suite. – Innerhalb des Plattenrandes geschnitten. – Aus Slg. des legendären DR. STROUSBERG, Berlin.
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Par force Jäger mit der meute. Tiefdruck-Postkarte nach Thienemann 115 von O. Felsing, Hof-Kupferdruckerei, (Bln.-)Charlottenburg. Ebda., Nationaler Verlag Wilhelm Felsing, ca. 1900-1918. 13,8 x 9,2 cm. Nicht gelaufene „KÜNSTLERKARTE“ nach dem von Martin Elias R. radierten Sujet der Falconiers-Suite. – „Er reitet einen Engländer und blaset das Jagdhorn. Die Meute begleitet ihn ernst und ruhig“.
Der Nymphenburger HühnerhundalsDokument eines Augenblicks deutscher Geschichtegelegentlichder Rückkehr des Wittelsbacher Kurfürsten Karl Albertals deutscher Kaiser Karl VII. nach Münchenwobei Ridinger sich ins Buch der Geschichte eintrug .Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1734. Ist diser wohlgerichte Hüner Hund bey dem Keyserlichen Lustschlosse Nymphenburg (dieses oberhalb des Geschehens samt hoher Fontaine) in den Fasanen Garten in der Action wie er vorgestanden nach dem Leben gezeichnet worden. Kupfer-Druck-Platte im Gegensinn. Bezeichnet: J. E. Ridinger fec. et excud. 1744 , ansonsten wie vor. 37,3 x 28,7 cm. Die optisch hervorragend erhaltene originale Druck-Platte zu Blatt 32 (Radierung + Kupferstich, Thienemann + Schwarz 274) der Folge der „Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“ im rotgoldenen Glanze
ihres 264 Jahre alten Kupfers . Und kostbares, hier weit über Thieme-Becker (Bd. XXVIII, 1933, S. 308) hinaus nahtlos direkt bis in den Ridinger-Nachlaß selbst recherchiertes, von Thienemann im Rahmen der Kupferdruckplatten zu den Wundersamsten 1856 noch für verloren gehaltenes, und auch historisch einzigartiges, weltweit unikates Sammlungsstück von Graden dazu. Denn „ Erhaltene originale Druckplatten aus dem 18. Jahrhundert sind eine große Seltenheit “ (Stefan Morét im Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, S. 62 ff. Siehe auch die dortigen Kupferdruckplatten I.13, I.8 + I.11, Farbabbildung 6 + SW-Abb. SS. 63 f.). Und speziell zu denen Ridinger’s :
Im selben Sinne schon vorher Bernadette Schöller in „Der Kölner Graphikmarkt zur Zeit Wenzel Hollars“ innerhalb „Wenzel Hollar – Die Kölner Jahre“, hrsg. von Werner Schäfke, Köln 1992, S. 19: „ Die Kupferplatten , die aufgrund ihres Materialwertes wie auch der darin investierten Arbeitszeiten eine weit höhere Wertschätzung genossen als etwa eine allzu oft achtlos behandelte Vorzeichnung … “ Wie denn auch anderwärts: „Der Nürnberger Verleger Frauenholz war so angetan von diesem Blatt, daß er die Platte für eine beträchtliche Summe von Reinhart (1761-1847) erwarb“ (Teeuwisse III [2007], 29). Und ganz konkret Cornelis Koeman in Atlantes Neerlandici II (1969), SS. 138 + 345:
Wobei das mitgeteilte Procedere dieses Auftrags einmal mehr die ganze Werthaltigkeit von Kupfer-Druck-Platten dokumentiert: die Vergabe an zwei Stecher mittels notariellen Vertrags, der die Fertigstellung von nunmehr 36 Platten binnen 18 Monaten festschrieb, gearbeitet „(akkurat und fein, ja, feiner und besser und qualitativ nicht schlechter als die an die Stecher gegebenen Karten)“. Die Auftraggeber trugen die Kosten für das Kupfer und dessen Polieren und zahlten für das Stechen selbst 100 Gulden pro Platte bei Vorauszahlung von 500 Gulden hinsichtlich zu entlohnender Arbeiter. Betreffend offenbar praxisnaher Hinzuziehung selbständiger Aushilfsstecher wurde den Auftraggebern untersagt, mit solchen namentlich genannten – insgesamt sieben, von denen zwei gleichwohl ausgenommen wurden – und etwaigen sonstigen weiteren Beschäftigten während der Laufzeit selbständige Geschäfte zu tätigen. Im Falle vorzeitigen Todes des einen, offenbar auf das Schriftstechen spezialisierten, der beiden Auftragnehmer stand es dem anderen bei Fehlen eines guten Schriftstechers frei, den Vertrag zu beenden oder allein fortzusetzen. Im Falle vorzeitigen Todes des anderen war lediglich die Lieferfrist angemessen zu verlängern. Indem wir uns diese aufschlußreichen Details vergegenwärtigen, gewinnen die Platten zwangsläufig an zusätzlicher Intimität. Erzählend von Zwängen und Zeitnot, taten Mitspieler einen wirtschaftlich bedrohlich werden könnenden unerwarteten Schachzug, wobei Lieferfrist und ins Auge gefaßte Anzahl der Stecher schlagartig den Vorsprung der Konkurrenz illustrieren. Und eben den oben schon seitens Bernadette Schöller’s mitangesprochenen reinen Arbeitswert einer solchen Platte, hier potenziert um den Genauigkeitsgrad einer Kartenübertragung mit ihren, nicht zuletzt und speziell, siehe oben, unendlich vielen Lokalbezeichnungen! Wie gesagt, fürwahr dramatisch. Dabei anstehendenfalls, wohlgemerkt, gleichwohl doch immer nur Reproduktions-Platten betreffend. Welch künstlerischer und damit zeitloser Faktor denn erst dort wertbestimmend, wo das Genie des Künstlers selbst die Linien zieht, die Nadel führt, die Intensität des Ätzens dort verstärkt und hier zurücknimmt und dem Kupfer die eigene Vision aufzwingt! Hier + heute denn solchermaßen Ridinger-Platten! Und so hieß es hierselbst denn auch gelegentlich des Wiederauftauchens von Teilen des sogenannten Thieme-Becker-Blocks Ridinger’scher Druckplatten „Einer der sensationellsten Funde der Kunstgeschichte … Ridinger’s originale Druck- (sic!!!) Platten“. Daß anstehende vom Meister eigenhändig allein gearbeitet ist sei eigens erwähnt. So, wie denn auch entsprechend obiger Signatur dokumentiert. Die ursprüngliche Numerierung „32“ indes nach einer Umnumerierung für eine um 1824/25 anders zusammengestellte Neuausgabe erst gelegentlich einer späteren neuen Gesamtausgabe wiederhergestellt. Die 1744er „kaiserliche“ Platte , mit der Ridinger den Wittelsbacher Kurfürsten Karl Albert bei seiner Rückkehr 1744 nach München als nunmehr Kaiser Karl VII. begrüßte . Gewählt und von seinem Bruder Clemens August , Kurfürst von Köln , gekrönt war er als dritter und letzter seines Hauses zwar bereits 1742 in Frankfurt/M., wo Goethes Vater ihm seinen „Kaiserlichen Rath“ verdankte und die Mutter von den melancholischen kaiserlichen Augen schwärmte , doch die damit verbundenen Querelen hielten ihn dortselbst gefangen. Bei endlichem Einzug in München, 1744, erwies ihm Ridinger mit anstehender Arbeit seine Reverenz durch Betonung des Schlosses Nymphenburg als nunmehr „ Keyserlichem “. Schon ein Jahr später war der Glanz dieser für den Kaiser wie für Bayern und Deutschland schweren Jahre durch Tod wieder erloschen. Doch unverändert strahlend über die Jahrhunderte hinweg der rotgoldene Glanz dieser optisch wundervollen originalen Kupfer-Druck-Platte von 1744 , mit der sich Ridinger ins Buch der Geschichte eintrug . Mittels feinen Lackauftrags vor Umwelteinflüssen geschützt, ist die Kupferdruckplatte im Rahmen ihres altersmäßigen Gebrauchs generell noch druckfähig. Angeboten und verkauft wird sie indes als Kunstwerk und Sammlungsstück im Sinne des ermäßigten MwSt.-Satzes, also unbeschadet ihrer schlußendlichen Druckqualität. Und was sagten private Ridinger-Platten-Erwerber generell ? „ … haben Sie mich überrascht “, so ein Vorsitzender Richter i. R. und zwei dieser Zimelien erstehend, „ Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, die Platten sind schöner , als ich erwartet hatte, ich übernehme beide , gar keine Frage “, so ein Unternehmer, der zwischenzeitlich drei weitere erwarb. „ … and I know the plate will only gain in value “, so ein amerikanischer Erwerber. Und die Kunstsammlungen Augsburg präsentierten 2001 den erworbenen 12er Satz zur Paradies-Folge All obigen Fakten schlußendlich einen an Hand der beigezogenen Blaeu’schen Karten-Platten möglichen Wertevergleich einst + jetzt zur Seite zu stellen, erweist sich als ebenso interessant wie aufschlußreich: 100 Gulden (in den nördl. Niederlanden kamen im 17./18. Jhdt. auf den Gulden 20 Stuiver, auf den Stuiver 16 Pfennige) zahlten Hondius-Janssonius besagtermaßen 1630 zusätzlich zu Materialwert + Aufbereitung für den Stich jeder einzelnen Karten-Platte. Demgegenüber betrug der Verlagspreis für Joan Blaeu’s rund 600 (sic!) Karten umfassenden 12- bzw. 11bändigen Atlas Maior aus den 1660ern – Le Grande Atlas als das herausragendste Atlas-Ereignis aller Zeiten, erschienen in einer Gesamtauflage von etwa knapp 1000 Exemplaren – 1670 für die grenzkolor. Standardausgabe in verziertem Pergament nur ganze 450 bzw. 430 Gulden! Gleichwohl zwangsläufig nur „für einen kleinen Käuferkreis bestimmt … (für das) Repräsentationsbedürfnis reicher Handelsherren und Reeder“. Denn ein normaler Tageslohn betrug in gedachter Zeitspanne auf dem platten Land im Westen rund 1 Gulden, im Süden + Osten nur zwischen ½ + 1 Gulden. Für Fachkräfte etwas mehr, für Knechte etwas weniger. Und in den Städten etwa das Doppelte. Für die frühen 1970er bezifferte Traudl Seifert, seinerzeitige Leiterin der Kartenabteilung der Münchner Staatsbibliothek, für den Atlas Maior der Standardausführung einen Antiquariatspreis von etwa 150 Tausend DM. Auf 1984er Auktion wurde für einen auf 250 Tausend geschätzten 11bändigen solchen bei 5 fehlenden Karten ein Endpreis von 347700 DM bezahlt. Eine Steigerung ab Erscheinen vor 300 Jahren auf 80760%. Die ihrerseits schon wieder zwei Jahrzehnte zurückliegen! Analog hierzu würden sich die 100 Gulden Stichkosten pro Platte von 1630 bei unverbindlich unterstellter und grobrechnender Gleichsetzung zur DM per 1984 um eben das 807fache auf 80760 DM oder 41292 EUR vervielfacht haben. Dabei, gewiß, aber nur, ausschließlich handwerkliches Können voraussetzend. (Basierend auf Koeman, wie oben; Traudl Seifert, Der Atlas major des Joan Blaeu, in Börsenblatt für den Dt. Buchhandel, Frankfurter Ausgabe, vom 25. 2. 1975; sowie statistischen Quellen.) Und so ist das Elitärste vielfach noch immer das Preiswerteste Angebots-Nr. 14.953 / Preis auf Anfrage – samt Vorrichtung für zeitlos-elegante rahmenlose Hängung –
Augsburg’s Zirbelnuß – verewigt von RidingerRidinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Kleiner vorstehender Hüner Hund auf Wachtlen (sic!). Vor einer aus Arabesken zusammengesetzten, mit der Augsburger Wappen-Zirbelnuß bekrönten Herme inmitten fülliger Landschaft. Vorn rechts Getreidefeld. Radierung und Kupferstich. Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A. V., ansonsten wie vor. 29,2 x 26,1 cm. Thienemann + Schwarz 104. – Schlußblatt der unnumerierten 4blätt. Hühnerhund-Folge,
„von Ridinger in seiner besten Zeit gearbeitet“. Die alte hs. Bister-Numerierung „26“ oben rechts hiesigen Erachtens nach nicht von Ridinger selbst. Schwarz 104a verzeichnet als Variante ein dortselbst mit „86“ drucknumeriertes Exemplar als Hinweis für dessen Verwendung als Blatt 86 der „Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“ anstelle des dort sonst stehenden „Wohl tressierter Hüener-Hund wie er Rebhüener vorstehet“ als 1766er Arbeit des Sohnes Martin Elias nach väterlicher Vorlage von 1757 als Variante des 3. Blattes der Hühnerhund-Suite („Großer vorstehender Hüner Hund auf Reb Hüner“, Th. 103). – Umrißmäßig erkennbares Wz.
Folgen Stahlstiche um 1835 mit vollem Plattenrand (nicht mitgemessen, soweit nicht anders erwähnt), wie für Stahlstiche eher seltener, und linksseitigem Heftrand. Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767) – Nach. Jagdhund. Bildfüllend stehend vor Landschaftsstaffage, eine vor ihm sitzende Bremse interessiert fixierend. Seitenrichtig nach Thienemann 734, zugehörig dem 1728er Neuen Thier Reis Büchl. Bild-/Plattengröße 18,2 x 23,2 cm.
Das sympathisch-reizvolle Motiv Angebots-Nr. 14.821 / EUR 84. (c. US$ 133.) + Versand
– – – – Zwei Jagdhunde. Vor einer Art Zelt mit landschaftlicher Staffage zur Linken. Der gesprenkelte vordere schlafend, wachsam hinter ihm aufgerichtet und knurrend der zweite. Seitenrichtig nach Thienemann 735, zugehörig wie vor, Bild-/Plattengröße wie vor. – Das eindrucksvolle Motiv. – Siehe die Abb. bei Schwarz I, S. 92.
Cooper, S. (der Tiermaler Thomas Sidney C. ?, Canterbury 1803 – Vernon Holme bei C. 1902) – Nach. Russischer Wolfsfænger. Vorn groß nach links vor einem Holzlager zur Rechten mit Arbeiter-Staffage am Ufer eines von Segelboot + Ruderbooten belebten breiten Flusses mit gegenüberliegender Stadtteil-Silhouette, dominiert von Kuppel-Kathedrale, nebst steinerner Brücke (Petersburg mit Peter-und Paul-Kathhedrale und Petersburger Brücke?). Im Stich von Siebert wie oben. Bezeichnet: XXV / S. Cooper pinx. / I. Siebert sc. Nbg., ansonsten wievor.. 16,9 x 20,3 cm.
Spanischer Hühnerhund. Fündig geworden, der Jäger erst noch näherkommend. 17,2 x 20,3 cm. – Die Schrift recht blaß, doch nicht das Bild selbst.
Der Wachtelhund / Schnepfen-Jagd. Mit dem Jäger im Anschlag, der Hund vorspringend. 17 x 20,2 cm.
Der Huehnerhund Birkhühner stehend. Mit jeweils berittenem Jäger + Jagdknecht sowie weiterem Hund. 17,6 x 20,2 cm.
Setter. Vorstehend, mit dem hinzukommenden Jäger. Im Stich von Christian Daumerlang in Nürnberg nach Fremdvorlage. 17,1 x 20 cm.
Englische Dachshunde (Therriers). Deren drei und ein sich zu verdrücken suchender Grimbart. Im Stich von F. Hirchenhein(m?). Bezeichnet: XXIII / Hirchenhein (anderwärts Hirchenheim) sc:, ansonsten wie vor. 17 x 20 cm.
Der Solofaenger. Porträthaft groß ganz vorn Jagdhund mit dem erbeuteten Hasen,
während seitlich links zurückgesetzt das Feld der Reiter die noch andauernde Hasenhatz begleitet. 17,4 x 20 cm.
Scheute Ridinger die Auseinandersetzungmit dem eigenen Werk ?Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die durch erdichteten Vorwand unterdrükte Unschuld. Der sich vor drei Hunden auf einen Fels gerettete Hase wird das Opfer eines herabstoßenden, in seinem Gefieder herrlich gezeichneten Falken. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1730 Augsburg 1780). Nach 1767. Bezeichnet: J. El. Ridinger. inv: et del. / M. El. Ridinger. sc. et exc: A.V., ansonsten wie vor in Dt.-Lat.-Frz. 33,5 x 24,9 cm. Thienemann + Schwarz 784; Metzner-Raabe, Illustr. Fabelbuch, 1998, Bd. II (Bodemann), 123.I. – Blatt 20 der Fabeln. – Ganz herrlicher Abdruck mit wohl WANGEN-Wz. nebst figürl. Anhänger und 5-27 mm breitem Rand rundum. – Der wiederholte „.“ nach Ridinger nicht von Schwarz wiedergegeben, anstelle des hiesigen „:“ nach „inv“ dort nur ein „.“ und anstelle des dortigerseits analog zu Thienemann und entgegen hier auch für die Bll. X ff. vermerkten „:“ nach „FABUL“ nur ein Punkt.
Das außerordentlich seltene Schlussblatt der geistig wie optisch überaus reizvollen „Lehrreiche(n) Fabeln aus dem Reiche der Thiere zur Verbesserung der Sitten und zumal zum Unterrichte der Jugend“, mit denen
(Stefan Morét, Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, Seite 96). Wobei Ridinger anstehenden Falles noch ein ganz anderes, nämlich gesellschaftspolitisches, Ziel ins Visier nimmt. Gibt der Titel schon mit „ Die durch erdichteten Vorwand unterdrückte Unschuld “ den Tenor vor, so heißt es in Brockes’ (1680 Hamburg 1747) separat gedrucktem Text „ Genug man schreibt dem Armen an , / Was er sein Tage nicht getan . / Und interpretierend Thienemann : „Spricht der Falke zum Hasen und erwidert dieser:
Diese Sentenz steht in engstem Zusammenhang mit Brockes’/Ridinger’s mittels der Blätter Th. 716-719 der Folge der „Kämpfe reißender Thiere“ vorgetragenen Anprangerung des absolutistischen Systems ihrer und aller Zeit(en). Siehe hierzu die hiesige 1998er „Dresdner Rede – Der verharmloste Ridinger“. Künstlerisch über all das hinaus zugleich aber auch, einen neuen Bildtypus kreierend, einmal mehr Tradition und Feld hinter sich lassend. Denn, so Ulrike Bodemann in Metzner-Raabe,
Und Regine Timm, ebda., Bd. I, Seite 171 :
Die Folge besteht aus zwanzig Blatt, von denen Johann Elias gleichwohl nur die ersten sechzehn veröffentlichte. Vermutlich aus stilistischen Skrupeln. Denn mit den erst vom Ältesten, Martin Elias, auf Kupfer übertragenen und postum herausgegebenen vier letzten gibt er die Überfülle der vorangegangenen, seiner überdies erst neugeschaffenen Fabel-Konzeption, weitergehend zu Gunsten einer nun auch für ihn völlig neuen, souverän konzipierten großflächigen Klarheit (beispielhaft hierfür neben hiesiger namentlich die 17.) auf, womit auseinanderzusetzen er sich schlußendlich aber offenbar scheute. Und wohin ihm noch hundert Jahre später auch Thienemann nicht folgen mochte („haben weniger Kunstwerth, sind aber dennoch schätzbar und ihre Seltenheit zu bedauern“). Was hiesigerseits hingegen als ein bemerkenswert weiterentwickeltes künstlerisches Ausdrucksvermögen gesehen wird. Gipfelnd eben in dem Fascinosum, nicht allein ein neues Fabelbild geschaffen, sondern dieses in sich noch einmal zu neuem Ufer fortentwickelt zu haben. Vergleichbar als von Ridinger wiederholt zitiert sei in diesem Zusammenhang an Watteau und hier an dessen „Gesellschaft im Freien/Park“ in Berlin erinnert, zu dem Pierre Rosenberg anmerkt: „… ist das Berliner Gemälde ein Beweis dafür , daß der Künstler sich erneuern wollte , indem er einen neuen Typus der Komposition schuf …“ (Ausstellungskatalog Watteau, Washington/Paris/Berlin 1984/85, S. 415). Für Ridinger diesbezüglich ganz exemplarisch sein in Schabkunst gearbeitetes „Memento Mori“ Schwarz 1426, für das hier erstmals drei Zustände beschrieben werden konnten, die eine radikalisierte Vergeistigung der ursprünglich niederländisch verankerten bürgerlich-schönen Bildkomposition dokumentieren. In diesem Falle durchaus begünstigt von der Notwendigkeit von Überarbeitungen der sich technisch bedingt extrem schnell abnutzenden Schabplatte, die nach Urteil des Praktikers Sandrart (1675) nur 50-60 gute Abdrucke ermöglicht. Ridinger’s generelles Fabelbild denn also ein höchst gewichtiger Meilenstein innerhalb des „rund 900 Ausgaben (ausmachenden) Grundcorpus illustrierter Fabelbücher“ bis hin zu Chagall’s 200 Jahre späterem Lafontaine-Folio mit seinen 100 Radierungen als geradezu einem Schlaglicht für die Unsterblichkeit der Fabel-Illustration. Daß Ridinger seine Folge ursprünglich gleichfalls wesentlich umfangreicher konzipiert hatte, belegen seine hier durchgelaufene Vorzeichnung zur 20. Fabel, die er mit „Fab 31“ bezeichnet hatte, jene mit “Fabel 29.” bezeichnete zur 19. (Weigel, 1869, Nr. 384) und die Thienemann vorgelegene, mit „30“ genummerte, die gleich weiteren, unnumerierten, indes unverarbeitet blieb. Die praktisch vorprogrammiert gewesene große Seltenheit der vier Supplementblätter seit Thienemann (1856, Seite 151) literaturbekannt: sie „machen sich sehr rar, finden sich schon in manchen älteren Ausgaben nicht, und sind in der neuesten ganz weggelassen, was jedoch zu bedauern ist“. Entsprechend denn auch der 1889er Katalog der Slg. Coppenrath zu 20blätt. Exemplar: „Schöne Hauptfolge … Selten“. Und Helbing 1900 in seiner 1554blätt. Ridinger-Offerte (Katalog XXXIV): „Die letzten (4) Nummern sind höchst selten“. Und während er neben einem Komplett-Exemplar die ersten sechzehn bis auf 12 + 13 mehrfach apart besaß, so von den letzten vier nur 17 + 19 jeweils einmal zusätzlich. Am Markt denn auch bis heute meist nur die 16blätterige Grundfolge. Die die Nachauflagen dokumentierenden verschiedenen Druckzustände des Titels im übrigen schönster Beweis für den Erfolg der Arbeit, die ihre namentliche Zielgruppe, die Jugend, offensichtlich erreicht hat.
„ Der Hunde pflege laß dir sehr empfohlen seyn … “Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die von verschidenen Arthen der Hunden behaezte Jagtbare Thiere / Mit anmerckungen wie solche von denenselben gejagt, angefallen, gefangen, gehalten, nidergezogen, und theils gewürget werden … Vorgestellet und heraus gegeben von Johann Elias Ridinger Mahler und Kupferstecher auch der Augspurgischen Academie Directori Anno 1761. Folge der 22 Blatt. Gestochener Titel mit großer Sauhatz-Vignette + 21 Kupfertafeln (28,4-28,8 x 24,8-25,3 cm) in der für Ridinger und seine Zeit typischen Mischtechnik von Radierung + Kupferstich. Bordeauxroter Maroquin-Band mit 4 imit. Bünden, 2 dunkelgrünen goldgeprägten Rückenschildern, goldgepr. 2teil. Titel auf Vorder- und Ridinger-Hirsch-Vignette auf Rückdeckel, Goldfilete auf beiden sowie ridinger handlung niemeyer auf vorderem Innenspiegel unten, alles 23,5karätig,
in gleichartiger Kassette mit der hier nahtlos unter Berichtigung Thienemann’s, der die Platten dieser Folge 1856 noch für verloren hielt, bis weit über Thieme-Becker (Bd. XXVIII, 1933, S. 308) hinaus direkt bis in den Ridinger-Nachlaß selbst recherchierten originalen Druck-Platte zum Titel im rotgoldenen Glanze ihres 247 Jahre alten Kupfers (28,6 x 25,5 cm) als unter Polykarbonatglas (alterungs- + UV-beständiger als Plexiglas, aber ebenso kratzempfindlich) auf den Vorderdeckel eingelegtem, herausnehmbarem Außen-Solitär, darüber der goldgepr. Künstler-Name, darunter
und auf dem Innenspiegel des Vorderdeckels ridinger handlung niemeyer wie vor. Thienemann + Schwarz 139-160; Weigel, Kunstlager-Cat., XXVIII, 13 A (?, evt. Zwischenzustand, von A-C); Nagler 16; Coppenrath Abt. II, 1464; Schwerdt III (1928), 137 ( „An interesting series“ ). – Abbildungen: Schwarz I, Taf. VIII; Stubbe, Ridinger, 1966, Taf. 14-16; Ridinger-Katalog Kielce, 1997, 49-57 nebst Abb. SS. 38-41. Altem umfangreichen Sammlungsbesitz entstammendes Exemplar von ganz einheitlicher Druckqualität bei mit 54,5-56 x 36,5-38 cm Blattgröße größter Breitrandigkeit , will heißen … 3seits unbeschnitten mit den originalen Büttenrändern (sic!), indes der vor Bindung linksseitige glatte Schnitt bei praktisch voller Wahrung der rechtsrandigen ca. 6 cm daran denken läßt, daß je zwei Blatt auf einen Bogen gedruckt worden sind, was dem Format der von einer Platte gedruckten Ridinger’schen Imperialen, Th. 67/68, entspräche. Mangels jeglicher Marmorierungs- und früherer Heftspuren ist die Folge zuvor offensichtlich nie gebunden gewesen. Nur der abweichend auf besonders schwerem Bütten abgezogene leicht randschmuddelige und rechtsseits etwas rissige Titel auch oben glattkantig und mit nur 53 cm eine Idee kürzer. Zum Vergleich : Schwerdt’s Exemplar erreichte bereits das Ende seiner Saufeder bei nur 44,5 x 29,8 cm Blattgröße ! Vereinzelt typograph. Wz. – Drei Blatt mit ursprünglichem Kleinausriß bzw. kleinem Doppelloch in äußerster Randecke. Leichte Quetschspur im weißen Außenrand von XI, die äußerste weiße Plattenecke tangierende geglättete diagonale Faltspur im linken Seiten-/Unterrand und auf den äußeren weißen Oberrand beschränkte zweite bei XII. Überwiegend auf die rechte Blatthälfte beschränkte und hier nur außerhalb des Bildes etwas störend bemerkbare generelle Papierquetschung bei VII. Enthält : Der Auer Ochse (recte der europ. Wisent/Büffel, Bison europaens Ow.) – Der Baehr („ … so gibt es einen guten Stich von einem mit Hunden kämpfenden Bären, Tafel 14“, Stubbe) – Der Elends Hirsch – Der Edle Hirsch – Die Wilde Sau oder Schwein – Der Wolff – Der Weisse Thann Hirsch (Damhirsch) – Der Wilde Schwan („wohl der seltnere Singschwan“) – Der Luchs – Das Rennthier – Das Rehe – Die Gemse – Der Fuchs – Der Biber – Der Fisch Otter – Die Wilde Katze – Der Hase – Der Dachs – Der Marder – Der Iltis, Eichhörnlein und Wiesel – Wilde Enten . Thienemann :
Die Darstellungen oben gerundet. – Mit 9-13zeiligem Untertext zum Wilde selbst wie zu Auswahl + Einsatz der unterschiedlichen Rassen seiner Gegner. In dieser Instruktivität ganz im Sinne Stubbe’s, der gelegentlich der Par force Jagd-Folge als weiterem Spätwerk ausführt (Seite 30) :
Und so ist es hiesige ganz außerordentliche Genugtuung und Freude zugleich, nach den früher hier durchgelaufenen Exemplaren der Sammlung Dr. Luza, Amsterdam (1982) und innerhalb des zweiten der beiden Pompadour-Bände der Marjoribank-Folios (1998) diese textlich wie optisch so großartige Hommage auf unsere Hunde – „ Der Hunde pflege laß dir sehr empfohlen seyn aus finstrem Lager treibst du wohl ein wildes Schwein durch diser Bellen auf ! “ ( Untertext der Titelvignette ) – nicht allein erneut vorlegen zu können, sondern in Gemeinschaft mit der originalen Titel-Platte und der von drei unbeschnittenen Seiten gekrönten Breitrandigkeit als ein wahrhaft grand et unique exemplaire du luxe für elitäre Plazierung. Als ein provozierend unnahbar souveräner Blickfang, beneidet widerspiegelnd die Noblesse des Hauses. Denn nicht zuletzt sind originale Kupfer-Druck-Platten … siehe oben , und auch anstehende ist vom Meister eigenhändig allein gearbeitet und ebenfalls mittels Lackauftrags vor Umwelteinflüssen geschützt. Kurz , Sie werden dieses unvergleichliche „ – Le Grand Exemplaire – “ ob seiner Schönheit als Gesamtkunstwerk immer wieder voll innerer Berührung betrachten. Angebots-Nr. 28.822 / Preis auf Anfrage
Die Plage für Fuchs, Hund + Mensch:4x Kampf der Tollwut – 4x HygienegeschichteMandat (Friedrich Augusts, Hzg. zu Sachsen), die wider das Herumlaufen und die Wuth der Hunde vorzukehrenden Anstalten betreffend. Nebst den Beilagen „Ursachen der Wuth der Hunde, und die Kennzeichen solcher Wuth“ sowie „Anweisung wie man sich bey dem Bisse toller Hunde zu verhalten habe und dessen traurigen Folgen vorbeugen könne“. Gegeben Dresden 7. Sept. 1782. 2° (34,8 x 21 cm). Mit Eingangs- + Schluß-Vignette in Holzschnitt. 12 Bll. Mit gedruckter hzgl. Unterschrift nebst L(oco) S(igilli)-Marke. Hs. Aktenvermerk „Nom: 13.“ von alter Hand auf Titel. – Namentlich der Hauptteil in schöner, großer Typographie. – Breitrandig. Außerordentlich inhaltsreiche Verordnung zu Bekämpfung + Heilung der Tollwut durch Tollwurmschneiden + 8seitige Anweisung zur Heilung Gebissener.
Mandat (Friedrich Augusts, Hzg. zu Sachsen), wegen Einschränkung des Hundehaltens, und der wider das freye Herumlaufen der Hunde, auch sonst zu Verhüthung der von wüthenden Hunden zu besorgenden Gefahr, zu treffenden Vorkehrungen. Nebst den Beilagen „Ursachen der Wuth der Hunde und die Kennzeichen solcher Wuth“ sowie „Anweisung, wie man sich bey dem Biße toller Hunde zu verhalten habe, und dessen traurigen Folgen vorbeugen könne“. Gegeben Dresden 2. April 1796. 2° (34,8 x 22 cm). Mit großer Anfangs-Vignette in Holzschnitt + Eingangs-Initiale. 16 Bll. Mit gedr. hzgl. Unterschrift nebst L(oco) S(igilli)-Marke. Geheftet. Unbeschnitten. Hs. Aktenvermerk „Nom. 23“ von alter Hand auf Titel. – Letzte vier Blatt mit kleiner Wurmspur im breiten weißen Oberrand, Schlußblatt unten im Rand mit zwei Braunflecken. – Namentlich der Hauptteil in schöner, großer Typographie. – Breitrandig. Außerordentlich inhaltsreiche Verordnung zu Bekämpfung + Heilung der Tollwut, mit direktem Bezug zu vorstehender Verordnung vom 7. September 1782, die Hygiene als Schutz vor Krankheit begreifend.
Vorschriften, für die Bewohner der Städte und des Landes, aus dem unterm 2. April, wegen Einschränkung des Hundehaltens und der von wüthenden Hunden zu besorgenden Gefahr, publicirten Mandate, nebst den darzugehörigen Beilagen „Ursachen der Wuth der Hunde und die Kennzeichen solcher Wuth“ sowie „Anweisung, wie man sich bey dem Biße toller Hunde zu verhalten habe, und dessen traurigen Folgen vorbeugen könne“. Kl.-4° (20,5 x 17 cm). 24 SS. Geheftet und mit Garnschlaufe oben links. Hs. Aktenvermerk „Nom: 24“ von alter Hand auf Titel. Dieser gebräunt und etwas schmutzstippig sowie mit kleiner unauffälliger, das zweite Blatt noch ganz minimal berührender Wurmspur. Die zum Aushang verwandte Version der außerordentlich inhaltsreichen Verordnung zu Bekämpfung + Heilung der Tollwut, die Bestimmungen des im Vorjahr als Neufassung der Verordnung vom 7. Sept. 1782 erlassenen Mandates in teils abgeänderter Reihenfolge in ebenso knappen wie einprägsamen Sätzen zusammenfassend. Angebots-Nr. 13.083 / EUR 345. / Export price EUR 328. (c. US$ 519.) + Versand
Edict (Friedrich Wilhelms, König v. Preussen, Markgraf zu Brandenburg) Wegen des Tollwerdens der Hunde und darin das sog. Tollwurmschneiden aufhebend, da „der Erfolg der gehoften Wirkung nicht entsprochen“. Gegeben Berlin 20. Feb. 1797. 2°. Titel, 3 unnum. Bll. auf 2 Doppelblättern. Mit Titel- und großer, reich gestalteter Anfangsvignette. Mit gedruckter kgl. Unterschrift nebst L(oco) S(igilli)-Marke.
„ Von den Hundenund deren Abrichtung , Pflege und Cur … “„ Wie die Parforce=Jagd=Hunde … “Döbel, Heinrich Wilhelm. Neueröffnete Jäger=Practica Oder der wohlgeübte und Erfahrne Jäger, Darinnen Eine vollständige Anweisung zur gantzen Hohen und Niedern Jagd=Wissenschaft in Vier Theilen … Alles aus vieljähriger eigenen Praxi gründlich und deutlich beschrieben … Nebst einer Vorrede des Herrn Cantzlers (Reichs)Freyherrns von Wolf. 3. verb. und sonderlich in Forstsachen sehr vermehrte Aufl. 4 Tle. in 1 Bd. Lpz., Joh. Sam. Heinsius, 1783. Kl.-2°. Mit mehreren auch figürl. Holzschn.-Vign- und -Illustrationen und 21 Faltkupfern (20 ca. 35 x 40, eines 35 x 19 cm, alle komfortabel auf blattgroßes blaues Bütten gefalzt). 13 unnum. Bll. Titel, Vorworte + Inhalt, 148, 264, 192, 108 SS., 32 unnum. Bll. Reg. Späterer hellbrauner HSchws.-Ldr.-Bd. mit gepr. Rückentitel + -Fileten, Ldr.-Ecken m. Fileten, dunkelbraun-marmor. Deckelbezügen und blaugrauem Spiegel + Vorsatz. Schwerdt I, 146 c; Jeanson 1709 + Kat. 1987, 183 sowie Souhart 143 für jeweils andere Ausgaben. – Der erstmals 1746 dreiteilig und mit nur 20 Kupfern gleichfalls bei Heinsius erschienene Klassiker, dem 1754 die auf vier Teile vermehrte Zweitauflage und hier denn anstehende nochmals erweiterte dritte, wiederum in Folio, mit nunmehr 21 Kupfern folgte. Kleinformatiger (8° bzw. gr.-8°) denn eine Wiener Ausgabe von 1785/86 und als 4. Auflage die von C. Frdr. L. Döbel + Frdr. Wilh. Benicken „völlig und wenig wertvoll“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., Bd. V [1889], S. 16) umgearbeitete und lediglich von 9 darstellenden Tafeln begleitete Leipziger von 1828. I Von den Eigenschaften des eigentlichen und des Feder=Wildes , den Hunden und deren Abrichtung , Pflege und Cur , wie auch von Anlegung einiger Wild=Bahnen und Gehäge. II Von den mancherley Arten der Jagden, den zu einer jeden gehörigen Geräthe und dessen rechten Gebrauche. Hierin unter vielem einschlägig Anderem Von der Parforce=Jagd / Was zu Einrichtung einer völligen Jagd=Equipage oder Parforce=Jagd gehöre / Von Erziehung der jungen Hunde / Von der Fütterung der jungen Hunde / Von den Parforce=Pferden / Die Vorsuch zur Parforce=Jagd / Von Einjagung der jungen Hunde / Wie die Parforce=Jagd=Hunde , ehe sie zum völligen Jagen gebraucht werden können, in Arbeit und Athem gesetzt werden / Die Anjagd, den Hirsch par Force zu fangen / Wie es bey der völligen Jagd ferner gehet / Wie die Hunde zu pflegen , und bey Gesundheit zu erhalten / Recepte vor allerhand Kranckheiten der Hunde / Von Haltung des Hubertus=Festes / Vom Pürschen oder Schiessen / Wie ein Hirsch=Ruff gemacht und gebraucht wird / Von der wilden Sau=Pürsche / Vom Reh=Blatten / Von der grossen Brach=Vogel=Pfeiffe / Von dem Schnepflein=Grießhuhn= und Sandläuffer=Pfeifflein / Von der Kuckucks=Pfeiffe / Von der Feder Wildpret=Jagd (Kap. 136-217, SS. 171-264). III Von der Beschaffenheit der Holtzungen und andern zum edlen Weidewerck gehörigen Wissenschafften. IV Von allerhand nöthigen Jagungs=Sachen, und Beschaffenheit der Höltzer. – Hierin unter anderem Einige Anmerckungen von des edlen Hirsches Eigenschaften, so im ersten Theile übergangen worden / Vom unrechten Geniessen des Leit=Hundes / Von den bekanntesten Namen der Parforce=Hunde / Von der Fischerey (SS. 64-108). Die sorgfältig gearbeiteten Kupfer , deren eines die Signatur von Joh. Gottfried Krügner d. J. (1714 Leipzig 1782) aufweist, illustrieren die technischen Details des Ganzen, wie denn u. a. Wie die Instrumente zum Abstecken der Alleen, Stell=Flügel und Jagens=Läuffte zu verfertigen seyn / Vorstellung von Verfertigung der Alleen, besonders zu einer achteckigen Stern=Allee (dito zu sechseckiger) Tücher, Netze, Lappen / Von einem Zeug-Wagen / Prospect Eines eingerichteten Haupt Jagens nebst dem Laufft (Löchlein im Fuß eines Beteiligten unten rechts) / Laufft zum Hirsch=Jagen / Jagt Schirm / Laufft zum bestætigten Hirsch(und Sau-)jagen / Ein Contra Jagen / Ein gantz runder Laufft / Grundriß zu einem Laufft / Ein Jagen mit einem gebrochenen Lauffte / Ein Laufft mit geraden Flügeln und einer Rundung + Noch eine Vorstellung von einem Lauffte zum Sau=Jagen / Fangeisen / Schlagbäume / Höhenmessung der Bäume / Holtz=Ausmessung / Schnell-Fallen für verschiedene Raubtiere + Spiegel zum Lerchen=Fang .
(Meyers Konvers.-Lex., s. o.). SEHR SCHÖNES EXEMPLAR , nahezu absolut fleckenlos, nur zwei säurefrei hinterlegte winzige Randeinrißchen und besagtes obiges Tafellöchlein. Zu den Hölzern verschiedentliche saubere Randnennungen der lateinischen Namen in Bleistift. – Spiegel + Vorsatz (letzterer 3blättrig unter Verwendung je eines alten Papiers) erneuert, Stehkanten der Deckelbezüge bestoßen.
173 Seiten + 12 Kupfertafeln sind den Hunden gewidmetDaniel, W(illia)m B(arker). Rural Sports. 2 Bde. Mit gestochenen und (1) illust. Titeln von Peter William Tomkins (ca. 1763 – ca. 1836) und 63 (1 dblgr.) Kupferstichtafeln von John Scott (London um 1778 – nach 1821) nach Stephan Elmer (Farnham, Sussex, – 1795, 10), Sawrey Gilpin (Carlisle 1733 – London 1807, 10) u. a. (London,) Bunny & Gold, (1801-)02. Gr.-4°. 4 unnum. Bll., 383 SS.2 unnum. Bll.; 2 unnum. Bll., 520 SS., 2 unnum. Bll. Braune HLdr.-Bde. m. goldgepr. Rückenschild, Streicheisen- + ornamentaler Blindprägung, breiten Ldr.-Ecken und farb. marmor. Deckelbezügen. Kopfbraun- und verblaßter Punktierschnitt. BMC IIL, 328; Souhart 132; Schwerdt I, 133 f. + Podeschi 83 + 100 (beide die nun 3bändige 2. Ausgabe von 1805 zuzgl. des Suppl.-Bdes. von 1813). – Erste Ausgabe. – Auf breitrandigem Whatman-Papier von 1794 + 1801. – Mit (Buchbinder-?, Vorbesitzer-?) Monogramm-Stempel H. B. in Oval, ein unidentifiziertes Figurenstück umgebend, unten links im Innern der Rückdeckel. – Einige wenige Tafeln innerhalb des weißen Plattenrandes geschnitten, nur ein Titel unter Anschnitt der Verlegeradresse. Ganz vereinzelte Randeinrisse hinterlegt. Abgesehen von den stärker befallenen Titeln sowie einzelnen Tafeln diese sonst nur wenig und dann meist nur in den weißen Rändern etwas stockstippig, wenige vereinzelte Lagen gleichmäßig schwach gebräunt, ansonsten von gesamthaft großer Frische. Die einzelnen Kapitel Hunden ( 173 SS. + 12 Kupfertafeln , darunter 50 Seiten Hundemedizin ) , verschiedenen Jagdtieren wie Fuchs, Hirsch, Hase, Otter, den Schwimm-, Scharr- + Stelzvögeln (Fasan, Ente, Gans, Rebhuhn, Schnepfe etc., 110 SS. mit 19 Tafeln) u. a. m. gewidmet. Darüberhinaus Geschichte, Grundsätze und Entwicklung der Jagdgesetze im allgemeinen sowie speziell Fische, Vögel und Hunde betreffend darstellend sowie abschließend Hinweise zu Waffen und Munition. Separate Band-Indices. Mit 373 Seiten und 18 Tafeln thematischer Schwerpunkt Fischen + Angeln , neben zahlreichen Artbeschreibungen mit Hinweisen zu Fang + benötigten Fliegen allein 22 Seiten zur Herstellung verschiedenster Kunstfliegen sowie 98 Seiten nach Grafschaften geordneter Gewässerbeschreibungen für England, Schottland und Irland enthaltend. Illustriert und gestochen das Ganze von Besten der Zeit. Schönes Exemplar dieses ebenso reizvoll illustrierten wie textlich fundierten Kompendiums . Angebots-Nr. 13.130 / EUR 956. / Export price EUR 908. (c. US$ 1437.) + Versand
Folgen Holzstiche des 19. Jahrhunderts als einer namentlich in der 2. Hälfte des Jahrhunderts gern geübten Technik, die um etwa 1800 aufkam und – entgegen dem mit dem Messer längs zur Faser als Linienschnitt gearbeiteten Holzschnitt – mit dem Grabstichel quer zur Faser und mit hartem Hirnholz als Stock auszuüben war, um jene malerische Tonigkeit zu erzielen, die den Charme auch anstehender Blätter von ca. 1870-1880 ausmacht. Überwiegend mit Künstler-/Stecher-Signaturen/Monogrammen in den Stöcken, sind diese Arbeiten teilweise, wie dann erwähnt, mit Tonplatte gedruckte Tafel-Holzstiche. – Siehe auch Hanebutt-Benz, Studien zum dt. Holzstich im 19. Jhdt., Ffm. 1984. Jagdhunde, Spielende. Holzstich wie vor.
Pyrenäen, Hunde aus den. 2teilig: Oben Hündin mit 5 Welpen und dem im Hintergrund angebundenen Rüden im Stall, unten 3 Kopfportraits. Holzstich. Ca. 1870. 27,5 x 18,4 cm.
Specht, Friedrich (Lauffen a. N. 1839 – Stuttgart 1909) Bernhardiner Hunde. Zwei Hunde im verschneiten Gebirge, einer in eine Spalte witternd. Im Hintergrund wohl das Hospiz des Großen St. Bernhard. Getönter Holzstich von Richard Henkel bei A. Cloß, Stgt. (1875/77.) Bezeichnet: FSpecht / A Closs X I / R Henkel sc., ansonsten wie vor. 27,5 x 20,4 cm.
Specht, August (Lauffen a. N. 1849 – Stuttgart 1923), nach. Sennenhunde im Kampf mit einem Wolf. Der Wolf ist schon an der Kehle gepackt, vom Haus kommt der Senn mit Gewehr hinzu. Getönter Holzstich bei Cloß wie vor, doch ohne Stecher-Bezeichnung.
Gélibert, Gaston (Médouy/Hautes-Pyrénées 1850 – Châtillon-sous-Bagneux/Hauts-de-Seine 1931). Bracke. Kopfportrait mit Halsband nach links. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Paris nach 1885). Ca. 1870. Bezeichnet: Gaston Gélibert, ansonsten wie vor. 18,4 x 14,5 cm. Schüler seines Vaters, des Tiermalers Paul G., dessen Fach er gleich seinem Bruder Jules unter Einschluß der Jagd fortsetzend favorisierte. Stellte seit 1870 im Pariser Salon aus. – Einige schwache Stockflecken im breiten weißen Rand unten.
– – Kleine Bracke. Kopfportrait nach links. Holzstich wie vor.
– – Deckel (sic!). Zwei pausierende Teckel auf einer Lichtung. Holzstich wie vor, doch 15,5 x 16,8 cm.
– – Hund aus der Bretagne. Kopfportrait nach vorne rechts. Holzstich wie vor. Bezeichnet: Huyot. / Gaston (sic!), ansonsten wie vor. 15,3 x 14 cm.
Gélibert, Jules (Bagnères-de-Bigorre/Hautes-Pyrénées 1834 – Capbreton/Landes 1916). „Bull terrier“. In der Manche durch Kreuzung erzielt, sehr kleine und kräftige Race für Höhlenjagd. Ihrer zwei vor Stroh und großem Trog. Holzstich von Huyot wie vor. Bezeichnet: Huyot. / Jules Gélibert, ansonsten wie vor. 14,5 x 21,4 cm. Thieme-Becker XIII, 365: (Gélibert) malt fast ausschließlich Tier- und Jagdbilder. – Schüler seines Vaters wie vor. Stellte seit 1859 im Pariser Salon aus, dann auch in Brüssel + Berlin.
– – Hubertushund (Chien de Saint Hubert). Kopfportrait. Getönter Holzstich von Huyot wie vor. 17 x 15.
Gut erzogen. Hase apportierender Hund vor dem zwischenzeitlich unter einer Eiche eingeschlafenen Jäger. Holzstich von Huyot wie vor nach T. E. Lory. Bezeichnet: T E Lory / Huyot, ansonsten wie vor. 14,2 x 21,2.
Der Jäger und der Hunde LustJohann Elias RidingerUlm 1698 – Augsburg 1767Die Lust des Jagens . Planung , Aufbruch ,Erquickung und Ruhe der Jäger + Meute(n) |