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Zollprocedere  für  den  Kurfürsten  in  Köln

und  Sechsergespann  Kutschen-Pferde

für  den  Kollegen  in  Trier

Fürstenberg, Franz Egon Graf von (Domherr zu Köln etc., Bischof von Straßburg, 1625-1682). Brief mit eigenh. Unterschrift an den Kurfürsten von Trier. Bonn 11. Juni 1673. Kl.-2° (32 x 20 cm). 1 Seite auf Doppelbogen.

„ Auch Hochwürdigster in Gott Fürst, Besonders lieber Herr, Freundt und Herr Bruder. Hab ich auß Ew. W(oh)l(geb.) Postscripto ersehen was Sie wegen deren zu Verzollung einiger zu behuef des HChurfürsten zu Cöllen iüngst herunder geführter weniger Fruchten undt Lunten (?) alda deponirter gelder erwohnen (?) wollen.

Franz Egon Graf von Fürstenberg, Letter

Nun hat es damit diese Beschaffenheit, daß der einigs, nur diese Sachen herunder zu bringen aufgegeben, sich mit dem Paß zwar angemeldet, zu Verhuetung mehrerer Kosten aber undt damit Er desto weniger bey denen Zöllen aufgehalten werden mögte, die Zollgebüren deponirt Gemaßen Ihm solches auch anbefohlen gewesen. Ich verhoffe daher Ew. Wl werde disen nach der restitution alsolcher gelder anbefehlen, und werde Ich dieselbe solcher zu verschulden mich befleißen.

Die Sechs Gutschen Pferde wurden schon überschickt sein, wan nicht eins darob etwas am fueß immittelst beschadigt wehre so yndoch sich ehest hoffentlich besseren wird … Franz Egon Epis. / (folgt unten links) Chur Trier. “

FÜRSTENBERG , dessen Vater Egon VII. 1631 das Restitutionsedikt in Franken und Württemberg vollzogen und unter Tilly bei Leipzig den rechten Flügel kommandiert hatte, war u. a. Weihbischof und Domdechant zu Köln und seit 1663 Bischof zu Straßburg. „Als Geschäftsträger des Kölner Kurfürsten Maximilian Heinrich diente er besonders im  Aachener  Frieden 1668 und im Krieg Ludwigs XIV. wider Holland seit 1672 dem französischen Interesse. Nachdem Köln 1674 zum Frieden mit Holland genötigt worden war, begab (er) sich nach Frankreich; 1675 in die Reichsacht erklärt, ward er erst 1681, nach der französischen Besitznahme Straßburgs … daselbst wieder Bischof“ (Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., VI, 794).

Mit Wasserzeichen Posthorn zwischen S + W sowie separatem Doppelturm, beide nicht bei Heawood. – Patinahaft nicht ungebührlich stockig, nur die weiße, letzte Seite zugleich schmutzfleckig. Zwei minimale Läsuren ohne Buchstabenverlust säurefrei geheilt.
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„ Ich bin sehr zufrieden mit dem Objekt, dem Versand und auch mit der sorgfältigen Verpackung. Danke! “

(Herr N. B., 3. Januar 2003)