Im Privateinband Edward Jackson Barron’s
„ Citizen and Armovrer of London “
Bestseller eines ganzen Jahrhunderts
Somervile, William. The Chase; A Poem. Mit Vorworten Somerviles + Bulmers sowie Kritischem Essay (von Aikin). Mit

14 großen Jagdvignetten in Holzstich
der Brüder Thomas + John Bewick. London, W. Bulmer, Shakespeare Printing Office, 1802. Gr.-8°. XXIII, 105 SS., 1 Bl. Dunkelblauer HMaroquin.-Bd. m. breiten Ldr.-Ecken u. farb. marmor. Deckelbezügen u. Vorsatz sowie goldgepr. Rückentitel + Deckeln. (1872.) Zweiseits unbeschnitten. Kopfgoldschnitt.
Rümann, Das Illustr. Buch … 1790-1860, SS. 41-50 nebst 5 Abb.; Thieme-Becker III, 561 f.; Schwerdt II, 166 f. (diverse Ausgaben); Podeschi, Books on the Horse and Horsemanship (Mellon Coll.), 73 (Ausgabe 1796) mit 3 (1 blgr.) Abb. – Neuauflage der erstmals von Aikins Essay begleiteten Ausgabe von 1796 auf Whatman-Papier von 1801.
Hauptwerk Somerviles (1677 Ederston 1742), sich durch besondere Sachkenntnis auszeichnend (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., XV, 22), dessen Originalausgabe 1735 erschien.
„ ‚The Chace‘ was his best poem, and was highly approved of by the first literary characters of his day. It went through a large number of editions … “
(Schwerdt).
Hier vorliegend

mit den erstmals 1796 erschienenen Bewick-Illustrationen
und
im eigens gebundenen Exemplar Edward Jackson Barron’s
mit dessen vor- bzw. nachgebundenem unterschiedlichen Wappen-Exlibris
als


CITIZEN AND ARMOVRER OF LONDON
nebst Wahlspruch
VIGILANS
sowie hs. Bibliotheks-Nr. 624 + chiffriertem Erwerbs- und Bindekostenvermerk vom August 1872 auf Schlußvorsatz.

The Armourer’s (heute & Brasiers’) Company geht zurück auf 1322 und schützte seit 1346 die Londoner City. Noch heute residiert sie in Armourer’s Hall, jener „superb and unique location for any function, which is stunning blend of 16th and 17th Century armour“. Barron’s Bibliothek schmückte u. a. auch ein 20 Radierungen umfassendes eigenhändiges Dedications-Exemplar des großen George Cruikshank vom 14. Februar 1874.
Einband etwas bestoßen, Deckelbezüge leicht verblichen und rückseits ein wenig begriffen. Titel + Vorsätze leicht stockig, sonst nur ganz vereinzelte Stippen. Gesamthaft ein Exemplar zum Zugreifen.
THOMAS BEWICK (Cherryburn b. Ovingham/Northumberland 1753 – Gateshead/Tyne and Wear 1828),
„ berühmter englischer Holzschneider
… Erneuerer des künstlerischen Holzschnitts in England … und erhob den Holzschnitt nicht nur zu einem Gewerbe, sondern zu einer künstlerischen Macht. Er war einer der ersten, wenn nicht überhaupt der erste, der in das Hirnholz, nicht in die Längsfaser schnitt, also damit den ‚Holzstich‘ einführte “
(Thieme-Becker 1909), nämlich daß „man selbst im Holzschnitt alle Abstufungen der Tinten erreichen kann, indem man der Oberfläche der Holztafeln verschiedene Höhen gibt“ (Nagler 1835).
„ Eins der reizvollsten Bücher Bewicks ist William Somerviles ‘The Chase’ .
Die Illustrationen zeichnete bis auf eine John Bewick (Cherryburn 1760 – Dec. 1795) und gab damit die Hauptprobe seines Talentes; neun davon schnitt er selbst, die übrigen Thomas mit aller handwerklichen Zartheit. Das Figürliche ist in einen hübschen landschaftlichen Rahmen so fein eingefügt, daß Holzschnitte entstanden, die über das Vignettenhafte hinaus
zu selbständiger malerischer Bildwirkung emporwuchsen “
(Rühmann 1930). Und so vereinigt anstehendes Werk noch einmal, so Hope 181,
„ die besten Merkmale

von John Bewicks Fähigkeiten als Zeichner “
Somervile – Bewick – Barron :
in der Tat ein aus dem Alltag des Bücherkaufens herausgefallenes Exemplar .
Angebots-Nr. 10.961 / EUR 445. / export price EUR 423. (c. US$ 592.) + Versand
“ Thank you for your kind help with the Hogarth and for always pleasant correspondence ”
(Mrs. M. K., April 15, 2004)


