Erregende große zeichnerische Bärenhatz
der Ridinger–Zeit
Oudry, Jean Baptiste (Paris 1686 – Beauvais 1755) – Umkreis – Bärenhatze. Bär in noch frischem Kampf mit fünf Hunden, deren ersten er erledigt und einen zweiten im Griff hat. Drei weitere hinzukommend. Feder- + Tuschpinselzeichnung in abgestuftem Schwarz, brauner Lavierung und etwas Weißhöhung. 347 x 557 mm.

Auf dünnem graublauen Bütten. – Alt auf Bütten montiert und rückseits von anderer Hand mit Jean Baptist Oudry bezeichnet. – Von den drei bereits das Montagepapier einbeziehenden Längsfalten nur die mittlere als Bugfalte schärfer. Bereibungen, einige kleine, per Rahmung und/oder Passepartout überdies abgedeckte kleine Papierausfälle im äußersten Rand der beiden Seiten und unten links.
Herausragende Arbeit
von großer Dichte
deren enorm gesteigerte Spannung durch Verzicht auf praktisch jegliche Staffage erzielt wird, wie schon in Beispielen der alten Niederländer begegnend und dem etwa Peter Boels Hauptblatt einer Schweinsjagd ihre mitreißende Dynamik verdankt. Kontrastierend hierzu der anstehendenfalls vom Zeichengrund mitgetragene weiche Duktus wie für Oudry vielfach so charakteristisch. Indes die gewundene Haltung des Bären ebenso spontan an Graphik und Öl Ridingers denken läßt, weniger indes die Gesichtssprache namentlich der Hunde. Gesamthaft ein Blatt, dessen noch ausstehende Identifizierung gut für eine Überraschung sein könnte.
Angebots-Nr. 13.021 / Preis auf Anfrage
“ That would be great! I will send out a check tomorrow for … Followed by a payment in July then one in August. Thank you for your flexability. Kindest Regards ”
(Mr. L. A. F., June 22, 2004)

