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lüder h. niemeyer

- seit 1959 -

 

„ Die  Grötzinger  Malerkolonie  –

ein  badischess Worpswede “

Kampmann, Gustav (Boppard 1859 – Godesberg 1917). Greifenberg. Im Vordergrund Feldlandschaft mit Bäumen, leicht im Hintergrund die Ansicht des Dorfes. Weißgehöhte Kreidezeichnung auf Karton. 2. Mai (19)10. Hs. monogrammiert, datiert, bezeichnet. 296 x 398 mm.

Gustav Kampmann, Greifenberg

Thieme-Becker XIX, 510. – Schöne, durchgeführte Arbeit und auch vom Thema der Wertung Thieme-Beckers bezüglich der Gemälde entsprechend:

„ … durch ihre ruhig schlichte, dekorative Auffassung und eine eigenartige, schwermütige Grundstimmung, die nicht zuletzt durch den Verzicht auf figürliche Staffage erreicht wird. Der Blick für die Weite und Flächigkeit der Landschaft und eine ausgesprochene Vorliebe für die Darstellung von Nebel- oder Dämmerungsstimmungen und monderhellten Nächten macht die Meisterschaft Kampmanns in der Schilderung der süddeutschen Landschaft aus … “ .

Kampmann, Landschafter u. Lithograph, Meisterschüler von Schönleber, Mitarbeiter am PAN und wesentlicher Vertreter der Karlsruher Schule, der auch „mit seinen zum Teil meisterhaften Landschaftslithographien großen Anklang fand“. So beteiligte er sich u. a. mit – nach Bénézit – besonderem Erfolg an der Pariser Weltausstellung von 1900.

Siehe  im übrigen zur Karlsruher Ausstellung „Die Grötzinger Malerkolonie – ein badisches Worpswede“ die FAZ-Rezension vom 30. 12. 1975, in der es u. a. heißt:

„ Kampmann  ist  das  künstlerische  Ereignis  der  Austellung . “

Und abermals – als einziger der Schüler – in der 91er Schönleber-Ausstellung daselbst.
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(Mr. J. R. C., September 16, 2003)