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Krüger, Carl (Joh. Hch. Karl, Salzwedel 1812 – Arendsee 1880). Winterlandschaft. (Kopf-)Weidenbestand an kleinem Gewässer in weiter platter Landschaft. Linksseits einsame kleine Figurine, zur Rechten Bogenbrücke. In der Luft verschiedene klein gesehene Vogelschwärme. Feder- und Tuschpinselzeichnung in Grau unter wesentlichem Einbezug des Papiertons und Ausschraffierung der Freiflächen. Bezeichnet unten mittig mit dem Pinsel: C Krüger Fec. 239 x 402 mm.

Wohl Boetticher, Malerwerke des 19. Jhdts. (1891 ff.) I/2, 33; Nagler, Künstler-Lexicon, VII (1839), 185; Thieme-Becker XXI (1927), 389 f. – Auf leichtem Karton. – Verso von früherer Hand in Bleistift: Johann Heinrich Karl Krüger / geb. in Salzwedel / Blechenschüler.

Carl Krüger, Winterlandschaft

Provenienz

Wohl Otto Böhme (†1874), Dresden

Sammlung Strähnz, Leipzig

mit deren rückseitigem Stempel

Wohl die Winterlandschaft aus der auch von Thieme-Becker erwähnten 6blätt. Folge landschaftlicher Federzeichnungen Boetticher 33 bei seinerzeit Otto Böhme und dann mit dieser

ausgestellt  auf  der  Dresdner  Aquarellausstellung  1877 .

Krüger „War Schüler der Berliner Akademie unter K(arl) Blechen (Zeichnen und Landschaftsmalen) u. L. Buchhorn (Radieren). Vertrat 1838/40 den erkrankten Blechen im Lehramt an der Akademie. 1841/43 Studienreise nach Italien. 1850/72 in Dresden ansässig, später in Arendsee. Malte Wald- u. Dorflandschaften (meist mit Menschen- oder Tierstaffage), deren Motive er meist dem Harz oder der Mark entnahm. In älteren Berliner Samml. kamen häufig Gemälde von ihm vor … Hervorgehoben seien ferner … 6 Federzeichnungen mit Landschaftsmotiven befanden sich in der ehem. Slg. Otto Böhme (†1874). K. war 1828-48 auf den Berl. u. 1860-71 auf den Dresdner akadem. Kunstausst. vertreten … Radierungen nach Landschaften von Wahle, Schinkel, Loutherbourg u. Dujardin (Boett. auch Jacob van Ruisdael) …“ (Thieme-Becker).

Anmerkenswert das letztlich Fehlen gedachter Staffage auf hiesiger von Tuschlinie eingefaßter Arbeit, deren von großer, gleichwohl heiterer Stille bestimmter ganz eigener Charme an Blechen, aber auch C. D. Friedrich erinnert und Nagler’s Kennerschaft in den Zeugenstand ruft, der dem damals gerade 27jährigen – der schon von 16jährig an renommiert ausstellte, s. o. – attestierte,

„ ein  jetzt  lebender , junger  genialer  Künstler

(zu sein) … 1836 konnte man von diesem Künstler bereits die Hoffnung hegen, dass er zu grosser Vollendung gelangen werde. Schon damals bewegte er sich mit grosser Freiheit“.

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