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Großformatige  Zeichnung  des  Italienisanten  Hendrik  Verschuring

In  seinen  Pferden  von  Wouwerman  beeinflußt

Rastende  Falkoniere  in  der  Campagna

Verschuring, Hendrik (Gorkum 1627 – bei Dordrecht 1690). Rastende Jäger, teils abgesessen, mit ihren Hunden vor der Schenke, vor der die Wirtsleute eine zweispännige Kutsche willkommen heißen. Einer der Jäger hat seinen Falken auf der Rechten und eilt zu Fuß links ab in die Landschaft, freudig erregt begleitet von seinem Hund. Aber auch der rückseits gezeigte Reiter vorn links dürfte einen Falken auf der Linken halten. Die als Horizontbegrenzung skizzenhaft angedeutete Bergkette wohl die römische Campagna lokalisierend. Lavierte Pinselzeichnung in verschiedenen Grautönen und etwas Schwarz über Spuren von schwarzer Kreide. Unten links mit dem grauen Pinsel bezeichnet: H. verschuring. f.. 250 x 348 mm.

Provenienz

Friedrich Quiring , Eberswalde

mit  dessen beiden Stempeln

Hendrik Verschuring, Rastende Jäger + Falkoniere: Sammlungsstempel Friedrich Quiring Lugt 1041bHendrik Verschuring, Rastende Jäger + Falkoniere: Sammlungsstempel Friedrich Quiring Lugt 1041c

rechts unten bzw. auf beigefügter früherer Montage (Lugt 1041 b + c:
Des deux marques ci-contre la première servit jusqu’en 1920, la seconde à partir de 1921.

„ Sie  figurieren  nur  auf  den  besseren  Blättern “.

Auch in der Technik typische, bildmäßig durchgeführte Arbeit des in seinen Pferden von Ph. Wouwerman beeinflußten Meisters, dessen eigene Pferdezeichnung wiederum namentlich in Norddeutschland seine Nachfolger hatte (Gerson, Ausbreitung und Nachwirkung der holländ. Malerei des 17. Jhdts., 2. Aufl., Seite 220). Unverwechselbar aber auch in seinen Hunden und in der Leichtigkeit der Komposition.

Nach Houbraken schon als 8jähriger Schüler des nicht näher bekannten Dirk (?) Govaertsz in Gorkum, vielleicht auch Utrecht, dann dortselbst bei dem für seine italienischen Landschaften gerühmten Jan Both und von 1646-1654 selbst Italienisant:

„ Von den vielen Künstlern, auf die die Sonne Italiens geschienen hat, können hier nur die bekannteren genannt werden. In den vierziger Jahren begegnen wir in Rom … H. Verschuring …

„ Hendrik Verschuring blieb ungefähr zehn Jahre (1647/57) in Rom, und als er dann über Paris heimkehren wollte, traf er dort den Sohn des Bürgermeisters ‚Maarzeveen‘, der ihn zu einer zweiten Italienreise verleitete. So kamen noch drei Jahre hinzu “

(Gerson, a. a. O., Seite 165 f.).

Anschließend wieder in Gorkum, fand er in einem Seesturm bei Dordrecht sein Ende.

„ … fertigte eine Menge von Zeichnungen … nach der Mehrzahl ausgetuscht … Diese Blätter sind sehr geistreich behandelt, und dienten dem Künstler als Studien für seine Gemälde “

(Nagler), in denen er in den Kleinformaten

„ mit  Darstellungen  von  Pferden  und  Hunden

Hendrik Verschuring, Rastende Jäger

am  meisten  Erfolg  (hatte) “

(L. J. Bol, Holländische Maler des 17. Jhdts. nahe den großen Meistern, 1969, Seite 266). Die hiesige Signatur wie als typisch von Wurzbach II, 781 wiedergegeben.

Die mit dem Papierton korrespondierende meist nur feine Stockstippigkeit namentlich der Himmelspartie nur wenig störend. Im Passepartout-Unterrand die Künstlerbezeichnung in 23karätiger Goldprägung. – Ohne Glas + Rahmen

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