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Interessantes Sujet des StrafvollzugsHogarth, William (1697 London 1764). Hudibras, Triumphant. Der Ritter, englischer Don Quichote, führt den gefangenen einbeinigen Fiedler zum Stock. Radierung + Kupferstich. (1726.) Bezeichnet: 10 (verlegerseits) / Wm. Hogarth Inven. et Sculp., ansonsten wie vor + 4 Sechszeiler-Untertext. 26,7 x 34,9 cm.
HUDIBRAS X. – Nagler 10-10. – Abbildung des Erstzustands Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 4 (sic, s. u.). – Abdruck auf starkem Papier von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte („Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“). – INTERESSANTES STRAFVOLLZUGS-SUJET . HUDIBRAS „ ist ein verpöbelter (englischer) Don Quijote , ein entgeisteter Rabelais “ (Laaths, Geschichte der Weltliteratur, 1953, S. 375), eine „satirische Geißel“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., III, 693/I) auf den politisch gerade abgehalfterten Puritanismus und das bekannteste Werk seines von Karl II. geschätzten Schöpfers, SAMUEL BUTLER (Streensham, Worcestersh, 1612/13 – London 1680), als Ergebnis seiner Eindrücke in Diensten des Cromwell’schen Colonels Sir Samuel Luke, „bei welchem religiöse und politische Sekten ihr Wesen trieben“ (Meyers). Unvollendet geblieben, erschienen die ersten beiden Teile des Epos 1663/64, ein dritter 1678, dann, vereint, langlebig durch die Jahrhunderte. In jeweils drei Gesängen
(Margrit Bachofen-Moser in Hogarth-Katalog Zürich, 1983, SS. 25 ff. bei Abbildung der großen Serie in teils abweichender Abfolge). Die Hudibras-Folge – urteilen Thieme-Becker – ist für Hogarth’s „Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Hier liegt der Schlüssel zum Verständnis des Satirikers H. “ (Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler, Bd. XVII, 1924, S. 300/II). Und Austin Dobson in der Encyclopedia Britannica von 1911 :
Angebots-Nr. 14.731 / EUR 198. (c. US$ 320.) + Versand
– – – Dasselbe. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Pl. X. / Hogarth pinxt. / HUDIBRAS. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, March 1st. 1809. Bildgröße 13,4 x 17,3 cm. Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher, dessen vollständiges Werk er … nachgestochen hat“ (Thieme-Becker) und dessen Ursprungsformat er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben - die den somit selteneren HUDIBRAS meist überdies nicht enthalten - in seiner ersten, früheren Ausgabe beibehielt. Für einige von Hogarth nicht selbst veröffentlichte Blätter wurde Cook zu deren Erststecher, wie er denn auch den Beifall eines zeitgenössischen Kenners wie Maximilian Speck von Sternburgs fand. – Hier indes vorliegend in Cooks volkstümlicher späterer, kleinerer Fassung, bei der der Untertext durch den Serientitel ersetzt wurde. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten und vorwiegend in dessen Außenbereich etwas stockig.
Weitere Einzelsujets der Folge in verschiedenen Qualitäten verfügbar.
(Mr. L. A. F., July 1, 2004) |