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lüder h. niemeyer

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Die  Führer  der  presbyterianischen  Schotten

Hogarth, William (1697 London 1764). The Committee. Die Convenanters, Führer der presbyterianischen Schotten, lehnen die ihnen aufzuoktroierende, von Laud (William L., Erzbischof von Canterbury, 1573-1645, große Verdienste um die Univ.-Bibliothek Oxford, enthauptet) als Vertreter königlichen Hochkirchentums verfaßte katholischnahe neue Liturgie ab und verfassen die Convenant als Auftakt der englischen Revolution und verhelfen damit der Herrschaft der Puritaner unter Cromwell zum Sieg. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). (1802.) Bezeichnet: Plate 9 / Designd by W. Hogarth / Engrav’d by T. Cook, ansonsten wie oben. 27,7 x 36,7 cm.

William Hogarth, Hudibras / The Committee (Cook)

HUDIBRAS IX. – 4 Sechszeiler-Untertext als gekürzter Auszug aus Butler’s Epos. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher (1795-1803), dessen vollständiges Werk er … nachgestochen hat“ (Thieme-Becker VII, 1912, S. 348/I) und dessen Ursprungsformat er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben – die den somit selteneren HUDIBRAS meist überdies nicht enthalten – beibehielt. Für einige von Hogarth nicht selbst veröffentlichte Blätter wurde Cook zu deren Erststecher, wie er denn auch den Beifall eines zeitgenössischen Kenners wie Maximilian Speck von Sternburgs fand.

Von schönem Hell-Dunkel, auf festem Papier. – Oben schwach wasserrandig bei minimaler Berührung auch der abschließenden Bildschraffur und auf Plattenkante geschnitten, doch der Plattenrand selbst breit, unten mit schmalem Rändchen.

HUDIBRAS

„ ist ein verpöbelter (englischer) Don Quijote , ein entgeisteter Rabelais “

(Laaths, Geschichte der Weltliteratur, 1953, S. 375), eine „satirische Geißel“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., 693/I) auf den politisch gerade abgehalfterten Puritanismus und das bekannteste Werk seines von Karl II. geschätzten Schöpfers,

SAMUEL  BUTLER

(Streensham, Worcestersh, 1612/13 – London 1680), als Ergebnis seiner Eindrücke in Diensten des Cromwell’schen Colonels Sir Samuel Luke, „bei welchem religiöse und poltische Sekten ihr Wesen trieben“ (Meyers). Unvollendet geblieben, erschienen die ersten beiden Teile des Epos 1663/64, ein dritter 1678, dann, vereint, langlebig durch die Jahrhunderte. In jeweils drei Gesängen

„ in holperigen, meist achtsilbigen Couplets (später als ‚hudibrastischer Vers‘ bekannt) die lose zusammenhängenden, grotesken Abenteuer zweier Puritaner, des Ritters Hudibras und seines Knappen Ralpho, beschreiben(d). Hogarth hat zu diesem Gedicht zwei verschiedene Folgen von Illustrationen gestochen: zwölf grosse, sorgfältiger ausgearbeitete Kupferstiche, die er selbständig, unabhängig von einem Verleger geschaffen und im Februar 1726 herausgegeben hat, und siebzehn kleinere, die mehr Holzschnittcharakter haben und vermutlich früher entstanden, aber erst im darauffolgenden April in einer Gedichtausgabe erschienen sind. Diese folgen dem Verlauf der Handlung, während die grossen Blätter nur die entscheidenden Szenen mit einem gekürzten Textauszug als Legende wiedergeben … Epos und Bilder sind eine antiheroische Satire auf Puritanertum und Sektenwesen “

(Margrit Bachofen-Moser in Hogarth-Katalog Zürich, 1983, SS. 25 ff. bei Abbildung der großen Serie in teils abweichender Abfolge).

Cook wiederholte die 12blätterige große Fassung zunächst formatgetreu, wie für das neunte Blatt denn auch hier vorliegend, Jahre später in einer volkstümlichen kleinen von nur ca. 14 x 17 cm Bildgröße.

Die Hudibras-Folge – urteilen Thieme-Becker – ist für Hogarth’s „Entwicklung von entscheidender Bedeutung.

Hier  liegt  der  Schlüssel  zum  Verständnis  des  Satirikers  H. “

(Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler, Bd. XVII, 1924, S. 300/II).

Und Austin Dobson in der Encyclopedia Britannica von 1911 :

„ Hogarth selbst schätzte diese Blätter hoch ein, und sie sind das Beste seiner Buch-Illustrationen. Aber er war viel zu individuell, um ein geduldiger Interpret von anderer Leute Gedanken zu sein, und seine Erfolge sind daher nicht in dieser Richtung zu suchen … (Und generell resümierend) Wenn wir ihn – wie er sich selbst zu sehen beliebte – eher als ‚Autor‘ denn als ‚Künstler‘ betrachten, ist sein Platz unter den großen Meistern der Literatur – bei den Thackerays und Fieldings, den  Cervantes  und Molières. “

Angebots-Nr. 7.597 / EUR  176. (c. US$ 284.) + Versand

 

– – – Dasselbe in Cook’s teils gemeinsam mit seinem Sohn gearbeiteter kleinerer Wiederholung, bei der der Untertext – bei hiesiger Ausnahme – durch den Serientitel ersetzt wurde. Bezeichnet: Pl. IX. / Hogarth pinxt. / THE COMITTEE. / T. Cook & Son cm. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Novr. 1st. 1808. Bildgröße 13,3 x 17,3 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten und dieser dreiseits vornehmlich in der Außenpartie leicht stockig bzw. gebräunt.
Angebots-Nr. 8.856 / EUR  60. (c. US$ 97.) + Versand

 

– – – Dasselbe in Hogarth’s Eigen-Radierung/Kupferstich von 1726 mit der Sayer-Adresse der 1768er Neuauflage als Drittzustand und hier im Abdruck von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte

William Hogarth, The Committee (Hudibras XI)

(„Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“). Bezeichnet: 9 (verlegerseits) / Wm. Hogarth Inven. et Sculp. / THE COMMITTEE / London Printed for Robt. Sayer, Map & Printseller, at No. 53 in Fleet Street., ansonsten mit Titel + 4 Sechszeiler-Untertext, schließend Caried on in the Next Print. 27,4 x 35,7 cm. – Abbildung des 2. Zustands Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 10 (sic, s. o.). – Im Wandbereich etwas, ansonsten im Türrahmen partiell schwächer im Druck.
Angebots-Nr. 7.870 / EUR  118. (c. US$ 190.) + Versand

 

Weitere Einzelsujets der Folge in verschiedenen Qualitäten verfügbar.

 


 

“  … that I have received the parcel in good order. Very well and professional packed indeed. The litho of Mourot is according to my expectations. The drawing is rare. Colouring most probably same time … ”

(Mr. P. v. d. W., June 26, 2003)