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„ Vollständig  kaum  je  vorkommend “

Boel, Pieter (Antwerpen 1622 – Paris 1674). Wilde Enten und Rohrdommeln an einem Teiche. Nahe einem von Laubwerk halbverdecktem Rundturm und spärlicher Hügelkulisse vis-à-vis. Radierung. Bezeichnet: P. B. F., hier indes als B. P F zu lesen. 16 x 23,2 cm.

Pieter Boel, Wilde Enten und Rohrdommeln an einem Teiche

Bartsch + Wurzbach 5; Nagler, Monogramm., IV, 2831 („Bartsch bemerkte die Buchstaben nicht“). – Blatt 5 der „Vollständig kaum je vorkommende(n 6blätt.) Folge“ (Katalog Davidsohn 677 das frühere Explr. Sträter als Ganzes) von Beute-Vögeln, „Diversi ucelli“, von der Nagler das Rigal’sche Exemplar aufführt. Schwerdt besaß nur das Titelblatt (III, 37) und auch hier fehlen selbst Einzelblätter in einer Vielzahl von Katalogen namhafter Altmeister-Sammlungen des 19./20. Jhdts. bis hin zum Weigel’schen Kunstlager-Katalog (Abt. I-XXVIII, 1838/57, mit weit über 20000 Positionen). In letzterem wohl die zweite Folge wilder Vögel W. 9-14.

Späterer Abdruck ohne die Nummer auf 2,7-5,5 cm breitrandigem Bütten mit typograph. Wasserzeichen. Angesichts des praktischen Nichtvorkommens gleichwohl nicht nur thematisch, vielmehr auch künstlerisch-geistig reizvoll in seiner boelspezifischen über 300jährigen Modernität.

Der seltene Boel ist „einer der geschicktesten Thiermaler … Man hält ihn mit einigem Grunde für einen Schüler (Frans Snyders) … Er hat auch in Kupfer geätzt und in seinen Blättern Meisterstücke geliefert, welche die Bewunderung der Künstler und Kenner verdienen. Sie sind selten …“ (Nagler, 1835!).

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„ vielen Dank für die schnelle Zusendung des Buches ‚Der Ahorn‘. Ich freue mich insbesondere, weil dieses Buch mein Opa geschrieben hat und es somit für mich eine große Bedeutung hat. Viele Grüße aus Berlin “

(Frau U. C., 7. Juni 2004)

 

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