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The  Stag  at  Bay

Das  berühmte  ,  das  geradezu  legendäre  Sujet

Landseer R.A., Sir Edwin (1802 London 1873). The Stag at Bay. Imperialer Vierzehnender mit herrlicher Mähne im flachen Uferwasser. Einer der Hunde abgewehrt auf dem Rücken liegend, der andere aus sicherem Abstand verbellend. Rechts felsiges baumbestandenes Ufer, links und im Hintergrund unter düsterer Bewölkung der bis zum Horizont reichende ruhige See im schottischen Hochland. Kreidelithographie nach Sir Edwin im Gegensinn bei S. Lipschitz, Hamburg + London. Ca. 1865. Bezeichnet: Verlag von S. Lipschitz. Ellernthorsbrücke 11. Hamburg / London, published by S. Lipschitz. 84. Brushfield St. Bishopsgate, ansonsten wie oben. 45 x 55,8 cm.

Der  Souverän

Edwin Landseer, Stag at Bay

Oder  vom  Umgang  mit  Angreifern

als

einem  der  gesuchtesten  Highland  Landseers

auf leichtem unbeschnittenen Karton von schöner Breitrandigkeit (52,9 x 68 cm Blattformat). – Ein Kleindurchriß im rechten Papierrand säurefrei hinterlegt, desgleichen kleiner Einriß im weißen Unterrand. Rückseits Spuren früherer Rahmung.

Sir Edwin’s, Sohn des Kupferstechers John Landseer, Karriere begann als 13jähriger, als ihm die Royal Academy, deren Präsidentschaft er später ausschlug, die erste Ausstellung ausrichtete. Vom 16jährigen erwarb Sir George Beaumont, führender Kenner der Zeit, die Fighting Dogs getting wind. Und schon den 24jährigen erkor die Royal Academy zu ihrem Mitglied.

„ (H)enceforth  found  abundant  patrons

for  his  portraits  of  dogs , deer , wild  animals … .“

1826 erste Reise nach Schottland, wo er den auch von Goethe hochgeschätzten Sir Walter Scott mit seinen Hunden portraitierte, der weitere folgten, namentlich auch zur Pirsch auf den Hirsch,

„ but  was  regarded  with  amazement  by  the  Highland  ghillies

when  he  threw  down  his  gun  and  started  drawing  an  approaching  stag “.

Sein Erfolg, bekrönt von der Bewunderung seitens der großen Victoria, fand ihren äußeren Ausdruck in der von ihm angenommenen Nobilitierung 1850. Er beruhte auf

„ anatomical  observation , combined  with  the  skilful  rendering  of  hair  and  fur ,

saves  his  animal  paintings  from  mere  sentimentality “.

Entsprechend notierte Sir Walter Scott in sein Tagebuch „Landseer’s dogs were the most magnificent things I ever saw – leaping , bounding and grinning on the canvas“.

All dies spiegelt anstehende Lithographie in ihrem feinsten Hell-Dunkel wider. Das Gegenstück, sein Chieftain in Danger, in den frühen 90ern hier durchgelaufen.

Sein Austritt aus dieser Welt vollzog sich per Staatsbegräbnis in St. Paul’s Cathedral, die von ihm geschaffenen Löwen-Skulpturen auf Trafalgar Square wurden schwarz verhangen.

Zitate nach Judy Egerton, British Sporting and Animal Paintings / The Paul Mellon Collection, 1978, S. 324, bezgl. Scott’s Zitat unter Rückgriff auf Judy Hague, Landseer and his World, dem Ausstellungskatalog der Mappin Art Gallery, Sheffield, 1972, S. 5).
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(Mrs. B. P., March 24, 2003)

 

Die  Auslese  des  Tages