Ruthart, Carl (Danzig 1630? – Aquila 1703). Ein Hirsch, welcher von zwei Leoparden angefallen wird. Dem Alttier setzt ein dritter nach. Radierung von Johann Heinrich Tischbein II (Haina 1742 – Kassel 1808). 19,2 x 23,9 cm.
Blatt 4 der 1827er Tischbein-Suite Nagler 44 – Lindner 11.2083.01; Schwerdt III, 173 – als einer Zusammenstellung durchweg alter/früherer Abdrucke, hier im gereinigten Exemplar der Sammlung des legendären Eisenbahnkönigs Dr. Strousberg, Berlin.

Spannungsgeladenes Blatt , spiegelbildlich gleichformatig zu Ruthart’s Radierung Hollstein 3. Über wechselseitige Einflüsse des namentlich an Fyt und Snyders anschließenden „flämisch geschulte(n) C. A. Ruthard“ (Gerson) siehe in neuerer Zeit Fred G. Meijer in OUD HOLLAND CIV, 331 ff. Nach hiesiger Ansicht neuerdings zu Unrecht zu Gunsten Ruthart’s zur Diskussion gestellt auch zwei der verbliebenen vier Petersburger Ridinger-Öle (The Hermitage Catalogue of Western European Painting Bd. XIV, Nrn. 286 + 287). – Dreiseits ganz und oben stellenweise auf Plattenkante geschnitten. Drei kleine dünne Randstellen von früherer Montage sowie stecknadelkopfkleines Löchlein.
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Siehe auch Johann Heinrich Tischbeins
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