„ (Für) die Trefflichkeit …
besonders der Jagdstücke ,
könnten … Mellin …
Wildungen und Hartig
angeführt werden … “
Tischbein II, Johann Heinrich (Haina 1742 – Kassel 1808). Sammlung von Einhundert und siebenzig Kupferstichen nach Zeichnungen von … sämmtlich in Kupfer radirt und geätzt. Zwickau, Literatur- und Kunst=Comptoir, zwischen 1808 + 1827. Gr.-2°. 2 unnum. Bll. Titel, Vorwort + Inhalt und neben einer zusätzlichen alten lavierten Pinselzeichnung in Grau + Braun von anderer Hand
170 (davon 1 ausgetauschte) Radierungen
(5,4-21,2 x 6,7-27,7 cm), davon 10 (teil)koloriert, in punktueller Ursprungsmontage auf 59 Blatt.
Rubinroter Maroquin-Band
mit 5 Zierbünden, grünem Rückenschild, Künstler-Namen auf Vorderdeckel + ridinger handlung niemeyer auf dessen Innenspiegel, Ridinger-Hirsch-Vignette sowie Filete auf beiden Deckeln, alles 23,5karätig goldgeprägt, in gleichartigem HMaroqu.-Schuber mit der Hirsch-Vignette a. beiden Decken.
Nagler (1848) 43, nicht ganz korrekt (so denn auch zuvor, S. 514, „ungefähr 184“) als
„ Gesamtausgabe seiner Werke “
und damit die Werkdokumentation schlechthin, weit mehr bietend als nur die
dominierenden Tier- und Jagdstücken
als Ergebnisse nicht zuletzt seiner persönlichen Jagdleidenschaft .
Blatt 65, Zwei sich streitende Reiter (Nagler 16), offensichtlich schon in alter Zeit entnommen, an dessen Stelle eine lavierte Pinselzeichnung in Grau + Braun zweier von einem Jungen beobachteter Ziegenböcke bei Mauerwerk (130 x 185 mm) auf altem Bütten aufmontiert ist, auf die wiederum später eine radierte „Ruhende Gruppe eines Ziegenbocks mit zwei Schafen“ nach Johann Heinrich Roos (12 x 17,7 cm; 10-13 mm breitrandig) aufgelegt ist, die zwecks Hochklappens an den beiden Unterecken nunmehr gelöst wurde.














Menschliche Köpfe (16) – Historische Figuren (19) – Landwirthschaftliche Thiere (27) – Pferde und Reuter (2 st. 3) – Hunde (15) – Jagd-Stücke (9) – Lebendiges Wild (14) – Todtes Wild (10) – Wildes Federvieh (9) – Wilde Thiere (20) – Landschaften (14) – Thierköpfe und Thierseltenheiten (14) .
Der ausgezeichneten Druckqualität der teils mit mehr oder weniger, aber auch ganz in Aquatinta, vereinzelt auch in vernis mou, gearbeiteten und tlw. in rötlich/bräunlich oder auf farbiges Pappier gedruckten Blätter entspricht der Erhaltenszustand. Zu nennen nur vereinzelte Stockfleckchen, lediglich Blatt 147 (Schloß Hardenberg) namentlich in der Himmelspartie störend stärker, und ein partiell auftretender schwacher Wasserrand in der rechten Unterecke des Montagepapiers. – Titel + Inhalt auf Bütten mit großem Lilien- bzw. Whatman-Wz.
Johann Heinrich jr. „malte Landschaft und Thiere und ließ sich nach längerem Aufenthalt in Holland in Kassel nieder“, wo er 1775 Inspektor der namentlich für ihre Niederländer berühmten dortigen Galerie wurde. Er
„ (Liebte er d)ie Jagd fast leidenschaftlich
und übte sie neben seiner Kunst zur Erholung und Zerstreuung …
Ueber die Trefflichkeit seiner Arbeiten , besonders der Jagdstücke
könnten die größten Lobsprüche berühmter Kenner als eines Grafen von Mellin (Verfassers der Wildbahnen) , von Wildungen und Hartig angeführt werden, welche
die glückliche Wirkung von dem seltenen Vereine
des geschickten Künstlers und Jägers in einer Person
an seinen Arbeiten anerkannten und rühmten “ (aus dem Vorwort).
Und hier adäquat präsentiert innerhalb der Roten Serie von lüder h. niemeyer als von höchster Güte.
Angebots-Nr. 14.929 / Preis auf Anfrage
zur ausführlichen Detail-Beschreibung

„ vielen Dank für Ihre Sendung (Würbs, Halle/Saale, von Presslers Garten aus gesehen). Damit war Weihnachten ein voller Erfolg … “
(Frau M. R., 25. Dezember 2011)

