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Aus  dem  Jahrhundert  vor  Ridinger

3 Stationen — 3 Bilder — 3 Echt-Weißgold-Rahmen

Das Treffen zur Jagd

Der Zug auf die Jagd

Das Erlebnis der Jagd

&

1 Freundschaftspreis

Frisch  wieder  hereingekommen  drei frühere Bekannte , die hier vor wenigen Jahren ein Schiffbauer mit weiter gestreuten Interessen in hochwertigen Echt-Weißgold-Rahmungen hiesiger Fertigung – schwarz verkleidet, museale Drahthängung, 50 x 67 cm Höhe vor Breite – für sein Zweitdomizil erwarb. Letzteres altersbedingt nunmehr aufgegeben, kamen sie nach hier zurück, wiederbegrüßt gleichwohl mit auch tränendem Auge, sind Rahmungen unter Glas dem Versandhändler doch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Doch der Wandauftritt des Ensembles — viel zu schön , um gestört zu werden !

So  denn  sein  Angebot , Glas hin , Glas her , als wie-rein-wieder-raus, auf hiesiges Risiko in berechtigt gutem Vertrauen auf niemeyer’s Versandqualitäten. Die ungespannt unter säurefreien Passepartouts aufliegenden Blätter selbst – 32-32,2 x 45,7-46 cm – auf bis zu 9 bzw. 9,5 cm breitrandigem, schwerem Bütten mit variierendem Wz. Großer bekrönter Doppeladler ähnlich Briquet 943 bzw. THD nebst Helm (?) über dem H (Départ-Blatt). Zustandsmäßig, konservatorisch gut gehangen, unverändert: gleichmäßig schwach gebräunt, partieller schwacher Wasserstreifen im breiten weißen Rand.

Rein-und-wieder-raus-Freundschafts-Preis des Dreier-Satzes (verkauft)

ADAM FRANS VAN DER MEULEN

Brüssel 1632 – Paris 1690

Seit 1664 Hofmaler Ludwigs XIV.

Départ  pour  la  Chasse

Adam Frans van der Meulen, Départ pour la Chasse

Treffen und Ausritt der großen Jagdgesellschaft

„ AF. (ligiert) Vandermeulen jn. et exc cum priuil. Regis /
I.V.HB. (ligiert) f. “ / gefolgt von alt hs. T.3 45.

–  Noch  mit  den  Schriftlinien  –

Préparatif de la Chasse

Adam Frans van der Meulen, Préparatif de la Chasse

Die im Revier angekommene Jagdgesellschaft

„ AF. (ligiert) V. Meulen jn. et ex cum priuil. Reg. /
AF. (ligiert) B. f. “ / gefolgt von alt hs. T.3.7

–  Mit  dem  originären  Bauduins-Monogramm  –

„ Die Bezeichnung ‚Baudouins‘ … kommt nur auf den späteren Abdrücken vor, auf welchen die Schrift zum größten Teil neu und verändert gestochen und zur Adresse die Jahreszahl 1685 hinzugefügt worden ist “ (Th.-B.).

La  Chasse

Adam Frans van der Meulen, La Chasse

Die Jagd auf Wolf und Hirsch

„ AF. (ligiert) V. Meulen, jn. et. exc. cum priuil. Reg. /
AF. (ligiert) B. f. “ / gefolgt von alt hs. T.3.6

–  Mit  dem  originären  Bauduins-Monogramm  wie  vor  –

 

3 Blatt Radierungen  von  anfangs  der  1670er

von Jan van Huchtenburgh

(Haarlem 1647 – Amsterdam 1733; Départ …)

&

Andries Frans Bauduin(s)

(eigentlich Adriaen Frans Boudewyns)

(1644 Brüssel 1711)

Nagler, Monogrammisten, I, 562 + III, 687 (Variante). – In den Platten signiert bzw. monogrammiert, siehe oben. – Mit königlichem Privileg.

Herrlich  komponierte , stimmungsreiche  Blätter

in ebenbürtiger Wiedergabe ihrer Vorlagen, deren intime Werkkentnnis beide Radierer ihrer unmittelbaren Zusammenarbeit mit van der Meulen verdanken.

Bauduin(s) wie er sich selbst schrieb, worauf die Personenaufspaltung in der älteren Literatur gründet, kam gegen Ende der 60er Jahre nach Paris, wo er 1670 in zweiter Ehe die Schwester van der Meulen’s heiratete, um nach deren Tod 1674 nach Brüssel zurückzukehren.

„ Viele der großen Tapetenbilder, welche van der Meulen zur Verherrlichung der Kriegstaten Ludwigs XIV. wie des damaligen Hoflebens hergestellt,

radierte  B.  in  einer  kräftigen , wirkungsvollen  Manier ,

dabei  mit  großer  Sorgfalt , namentlich  im  Baumschlag …

Alle diese umfangreichen Radierungen … erschienen in van der Meulens Verlag. Die Platten, nach des letzteren Tode samt seinem übrigen Fonds vom französischen Staate erworben, werden in der Chalkographie des Louvre aufbewahrt “ (Thieme-Becker IV [1910], 437 f.).

Huchtenburgh – hiesiges reiche Blatt der aufbrechenden Jagdgesellschaft – war von 1667-1670 in Paris tätig. Seine besondere Vertrautheit mit den Arbeiten van der Meulen’s basiert zum einen auf dessen zeitweiser Ausbildung bei diesem, entsprach vor allem aber auch seinem eigenen Stil „im Geschmacke der Schule Audran’s“. Und was Nagler für letzteren festhält – „malte gleichsam mit der Nadel und dem Grabstichel“ – macht denn auch den graphischen Reiz anstehenden Blattes aus, auf dessen vorzügliche Pferdezeichnung – besonders typisch auch für Huchtenburgh’s malerisches Œuvre – eigens aufmerksam gemacht sei:

„ Hohe  Fertigkeit  erreicht  H.  in  der  lebendigen  Darst.  bewegter  Pferde “

(U. Heise, AKL LXXV [2012], S. 303).

Und Watelet hebt Huchtenburgh’s für van der Meulen typische Landschaftsmanier hervor, die sich

„ durch  die  Leichtigkeit  des  Baumschlages ,

die  Frische  der  Landschaft ,

und  die  glückliche  Vertheilung  der  Massen “

auszeichneten.

Van der Meulen  selbst schließlich, auf Empfehlung des großen Le Brun von Chefminister Colbert 1664 nach Paris verpflichtet, gelangte 1673 ohne Aufnahmestück in die Pariser Malerakademie, in der er 1681 zu deren Rat und 1686 zum 1. Rat aufstieg.

„ Vor seiner Übersiedlung nach Paris ein Schlachtenmaler in der Art Snayers, wurde M. in den Diensten des französ. Königs ein Schilderer der Belagerungen u. Feldzüge, die er in dessen Gefolge mitmachte.

Ein  ebensoguter  Landschafter

wie  Pferde-  u.  Figurenmaler

hat M. auch Ansichten französ. Schlösser, Jagdbilder, Reisen, festliche Aufzüge u. ähnliches gemalt. Häufig erscheinen auf diesen kleinfigurigen Bildern die Gestalten Ludwigs XIV. u. der Königin; auch die anderen Figuren tragen z. T. Porträtzüge “ (Th.-B. XXIV [1930], 450 f.).

Zu van der Meulen im Dienste des Königs generell siehe J. Guiffrey, Van der Meulen, Mémoire des ses travaux pour le Roy depuis le 1er avril 1664: Inventaire de tableaux et dessins trouvés chez lui, aux Gobelins, le 6 mars 1691, in Nouvelles Archives de l’Art français, 2nd series, I (1879), 119-145.

Und als Mitarbeiter Le Brun’s G.Briere, Van der Meulen, collaborateur de Le Brun, in Bulletin de la Société d’Histoire de l’Art Français (1930), 150-155. Beide Quellen nach Michel Gareau, Charles Le Brun, First Painter to King Louis XIV, 1992, Lit.-Verz. SS. 227 f.

Hier  denn  drei  Beispiele  seines  malerischen  Schaffens

in adäquater Wiedergabe und Rahmung

als  Freundschaftsofferte  einer  rundum  noblen  Sache .

(verkauft)


“ Many years ago I bought from you the print/litho from Mourot ‘Sophia....’ We are still very happy with this acquisition. For my collection and family history/genealogy I am looking for some very special prints … ”

(Mijnheer P. van de W., May 19, 2012)

 

Die  Auslese  des  Tages