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„ … aber  die  hohe  Jagd  auf  den  Bär …

das  war  Manneswerk “

(Hermann Löns in Die Heidjäger)

Fyt, Jan (1611 Antwerpen 1661). Die Bärenhatz. Der Bär, obschon im Eingang einer Höhle von einer Vielzahl Hunde gestellt, noch längst nicht geschlagen und, sofern nicht noch Jäger auf den Plan treten, wohl mit allen Chancen, das Schlachtfeld siegreich verlassen zu können. Rechts Ausblick auf weites Flußtal. Mit beiger Tonplatte gedruckte Kreidelithographie von Johann Woelfle (Endersbach, Württemberg, 1807 – Faurndau/Göppingen 1893) bei Piloty & Loehle in München. 1837-51. Signiert, bezeichnet. 26 x 33,2 cm.

Jan Fyt, Bärenhatz

Nagler, Woelfle, 51 (die dortige Angabe „roy. fol.“ wohl auf das Papierformat der Piloty’schen Edition der „Vorzüglichsten Gemälde aus der königl. Gemäldegalerie zu München und Schleißheim“ bezogen). – Vgl. Nagler XI, 312 ff. (Piloty) + IV, 539 f. (Fyt). – Nicht bei Schwerdt. – Auf  aufgewalztem  China . – Rechts im Unterrand ganz schwache Stockfleckchen, ein Randeinriß säurefrei hinterlegt. Sonst von blütenreiner Frische.

Fyt, „bedeutender vlämischer Tier-Stillebenmaler (und) Schüler von F. Snyders, in dessen Art er … größere Jagdstücke malt“ (Bernt, Die niederländischen Maler d. 17. Jhdts.), war

„ einer der größten (Künstler) seiner Zeit, malte Thiere jeder Art mit Meisterhand. Er war ein fleißiger Beobachter der Natur, und diese stellte er in allen Theilen mit der größten Genauigkeit dar. Täuschend sind die Haare und Federn seiner todten Thiere; selbst in der heftigsten Bewegung wie dem Leben entnommen, und vollkommen richtig gezeichnet … und alles mit einer außerordentlichen Leichtigkeit und Kühnheit ausgeführt “

(Nagler).

Erschienen innerhalb Piloty’s seit 1834, ab 1837 in Verbindung mit Loehle herausgegebener Wiedergabe der Gemälde der Münchener Pinakothek. „Dieses Unternehmen erregte bald allgemeines Interesse, da die Theilnehmer … eine bis dahin unerreichte technische Vollkommenheit entwickelten“ und unter welchen sich Woelfle’s Hauptblätter finden:

„ Besonders  schön  sind  die  Abdrücke  auf  chinesisches  Papier  ( wie  denn  auch  hier ) … Woelfle war schon zu Lebzeiten Piloty’s einer der ausgezeichnetsten Arbeiter, und noch gegenwärtig kommen ihm außer Hanfstängel wenige gleich “

(Nagler 1852).

Anstehende Wiedergabe dem Vorbild in jeder Hinsicht entsprechend, wie schon Nagler insbesondere den späteren Lieferungen von Piloty’s Galeriewerk attestiert:

„ Endlich aber war man im Stande, getreue und vollendete Nachbildungen der Urbilder zu geben, in welchen alle Schwierigkeiten der Technik überwunden (waren), um desto vollkommener in den Geist und den Charakter des Originals eindringen zu können . “

Und solchermaßen

Ein  den  Glanz  des  Münchener  Originals  widerspiegelndes

lithographisches  Meisterwerk .

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Die  Auslese  des  Tages