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lüder h. niemeyer

- seit 1959 -

 

„ defending  his  right  to  his  way  of  life “

Snyders, Frans (1579 Antwerpen 1657). Die Schweinshatz. Gegen einen Baum gelehnt wehrt der Keiler die von allen Seiten nachsetzende Meute ab. Rechts im Hintergrund Jäger mit Hund, beide indes offensichtlich taub für das wütende Geschehen. Mit ockerfarbener Tonplatte gedruckte Lithographie von Johann Woelfle (Endersbach/Württemberg 1807 – Faurndau 1893) bei Piloty & Loehle in München. 1837-51. 26 x 33 cm.

Robels, Snyders, 224; Nagler XVI, Snyders, 540 ff. + XXII, Woelfle, 50 (die dortige Angabe „roy. fol.“ wohl auf das Papierformat der Piloty’schen Edition der „Vorzüglichsten Gemälde aus der königl. Gemäldegalerie zu München und Schleißheim“ bezogen). – Vgl. Nagler XI, Piloty, 312 ff. – Nicht bei Schwerdt. – Auf aufgewalztem China. – Namentlich im breiten weißen Oberrand sowie rechts unten in der Paspelierung ganz schwache Stockfleckchen, eine Papierläsur im weißen Unterrand säurefrei hinterlegt. Sonst von blütenreiner Frische.

Frans Snyders, Die Schweinshatz (München)

„ Snyders griff in Rubens Schule die Darstellung von Jagden mit glänzendstem Erfolge auf, und erscheint hierin selbst größer als Rubens … Keiner hat so wie er die Natur der wilden Thiere belauscht, und sie in der höchsten Aufregung des Kampfes darzustellen gewußt … im Kampfe um ihre Waldfreiheit mit Hunden und Jägern … steigern sich alle Eigenschaften und Leidenschaften der thierischen Natur … Sneyders ist der genialste Thiermaler, bei dem jede Linie, jeder Pinselzug den Meister verkündet … in öffentlichen Galerien vereinigte Bilder (gehören) zugleich zu den ausgezeichnetsten Arbeiten des Meisters “

(Nagler).

Diese Wertung bis heute gültig:

„ Die Jagdbilder (Wildschweine, Hirsche) und Tierkämpfe sind von überzeugender Lebendigkeit “  und  „ in der Tiermalerei des Barock steht er wohl an erster Stelle “

(Bernt, Die niederl. Maler bzw. Maler u. Zeichner d. 17. Jhdts.).

Erschienen innerhalb Piloty’s seit 1834, ab 1837 in Verbindung mit Loehle in Lieferungen herausgegebener Wiedergabe der Gemälde der Münchener Pinakothek. „Dieses Unternehmen erregte bald allgemeines Interesse, da die Theilnehmer … eine bis dahin unerreichte technische Vollkommenheit entwickelten“ und unter „welchen sich Woelfle’s Hauptblätter finden“:

„ Besonders schön sind die Abdrücke auf chinesisches Papier … Woelfle war schon zu Lebzeiten Piloty’s einer der ausgezeichnetsten Arbeiter, und noch gegenwärtig kommen ihm außer Hanfstängel wenige gleich “

(Nagler).

Anstehende Wiedergabe dem den 1620er Jahren zuzuordnenden Vorbild („Glück und Manneback schrieben das Gemälde, wohl mit Unrecht, Paul de Vos zu, der wohl mitgearbeitet haben könnte“, Robels; die Entwurfszeichnung, R. Z 35, heute im Getty Museum) in jeder Hinsicht entsprechend, wie schon Nagler insbesondere den späteren Lieferungen von Piloty’s Galeriewerk attestiert:

„ Endlich aber war man im Stande, getreue und vollendete Nachbildungen der Urbilder zu geben, in welchen alle Schwierigkeiten der Technik überwunden (waren), um desto vollkommener in den Geist und den Charakter des Originals eindringen zu können . “

Und solchermaßen ein

Glanz  +  Grandiosität  des  Münchener  Originals

widerspiegelndes  lithographisches  Meisterwerk .

Angebots-Nr. 28.067 / EUR  302. / export price EUR  287. (c. US$ 372.) + Versand

 


 

“ I hereby confirm safe receipt of the two dias you so kindly sent us … Thank you so much for your kind help and splendid service ”

(Mrs. M. K., September 16, 2003)

 

Die  Auslese  des  Tages