Krüger, Eugen (Altona 1832 – Düsternbrook/Kiel 1876). Anfahren auf Edelwild. Vorne am Rande der Waldwiese zwei Zehnender mit drei Tieren. Weiter hinten in der Wiese der vom Rudel aufmerksam beäugte Jagdwagen. Mit beigefarbener Tonplatte gedruckte Kreide-Lithographie bei Boyes & Geisler in Hamburg. (1861-62.) Bezeichnet: Gez. u. lith. v. E. Krüger, Titel wie vor. 24,9 x 31,1 cm.
Aus der Ersten Ausgabe der incl. Titel 22blätterigen Folge „Die Jagd gezeichnet und lithographiert“ (Souhart 275; Rump 40). – Mit der Druckeradresse „Druck d. lith. Inst. v. Chs. Fuchs, Hambg.“.

Nicht bei Schwerdt! – Thieme-Becker XXI, 593 + Boetticher I/2, 808 f. jeweils nur mit der 1867 als „Wild und Wald“ bei O. Meissner in Hbg. erschienenen Zweitauflage. – Auf leichtem Karton. – Rückseits etwas stockfleckig, doch bildseits fast nur im weißen Rand wahrnehmbar.
Gelegentlich der 1867er Neuauflage
mit der preußischen Medaille für Kunst
ausgezeichnet, ist die malerische Suite als Ganzes, und schon gar in ihrer weitgehend unbekannten, über 7 Lieferungen verteilten Originalausgabe
von größter Seltenheit.
Krüger, „Landschafts- und Tiermaler, auch Lithograph … lernte die Lithographie in Altona u. in Wien, bevor er sich der Landschaftsmalerei zuwandte … ließ sich (nach Reisen und Studien in Düsseldorf) in Hamburg nieder, wo er sein Jagd-Album ‚Wild u. Wald‘ begann, das, 1867 vollendet (Neuauflage! siehe oben), durch die preuß. Medaille für Kunst ausgezeichnet wurde“. Seine Reisen führten ihn quer durch Europa, sein früher Tod ließ sein Werk schmal und entsprechend begehrt bleiben. „Eine ‚Eugen-Krüger-(Gedächtnis-)Ausstellung‘ von meist in Privatbesitz befindlichen Arbeiten … fand Anfang 1877 in Hamburg statt“ (Boetticher).
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(Mr. P. C., July 22, 2002)

