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Rudolf Ritter von Gutmann, Meine Jagdexpedition im Jahre 1909
Rudolf Ritter von Gutmann
Meine Jagdexpedition im Jahre 1909 >

Jagd allgemein / Hunting in General

Siehe  auch  unter  Sankt Hubertus + Wilderei

 

Der Thier=Garten als für „insonderheit rare fleckichte Hirsche oder Rehe“ und niederes Jagdbares mehr. (1729.) 30,1 x 22,5 cm. – Ridinger. – Thienemann 13. – Aus der unnumerierten 36blätt. Fürstenlust, seitens der Literatur als deren Blatt 1 geführt, und hier eines der 8 kleinen Formate. – Früher Abzug tief gestaffelten Hell-Dunkels auf ganzem Bogen (40,2 x 50,4 cm). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.459 / EUR  590. / export price EUR  561. (c. US$ 676.) + Versand

„ Er  leitet  und  wird  hinwiederum  geleitet “

Suchjäger. Ducitur ducit(ur)que vicissim. Suchjäger (Besuchsknecht) mit Leithund an langer Leine, aus dem Wald in freies Gelände tretend. Im zurückgesetzten Mittelgrund vor Baumkulisse ein verhoffender Kapitaler. Am Horizont hoher Kirchturm. (1740.) 15,3 x 23,3 cm (Blattgröße 45,5 x 31,5 cm). – Ridinger. – Thienemann 162. – Titelblatt der Abbildung der Jagtbaren Thiere mit den großen Spuren. – 1,5 x 0,2 cm kleiner Ausriß im 4,5 cm breiten linken Außenrand und schwache Randpatina, nur die rechte Unterecke vom Umblättern etwas stärker. – Das als Ganzes rahmungswürdige Blatt mit dem ausführlichen Titeltext in Rot + Schwarz ober- und unterhalb der instruktiven malerischen großen Vignette als dem klassischen Par force Jagd-Motiv. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.798 / EUR  290. / export price EUR  276. (c. US$ 332.) + Versand

Jagdfrühstück. Stärkung im Revier bei Pfeife + Wein, indes 1 Mümmelmann 3 Jagdgenossen bereits geschafft hat. 21,6 x 31,4 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.977 / EUR  189. (c. US$ 228.) + Versand

„ Rapport  des  Hundeführers
an  den  ‚Maître D’Équipage‘ “

Auszug auf die Jagd. Vorn auf dem Rendez-Vous-Platz reicher Trupp berittener Jäger nebst einer Jägerin sowie der Meute mit ihren Rüdemännern, nachfolgend der sechsspännigen Kutsche im Hintergrund. Vorn mittig aber zunächst „(d)er Hundeführer mit Hund am Koppel … dem auf einem Schimmel sitzenden Jagdherrn Meldung (machend) über  die  am  Morgen  festgestellten  Hirschfährten“ (Ulrich Pietsch). Rechts von diesem ein weiterer Piqueur. Radierung, teils mit kalter Nadel, von Johann Daniel Hertz I (1693 Augsburg 1754) für Jeremias Wolff dortselbst. (1723.) Bezeichnet (Torso): Joh. Elias Ridinger. Blattgröße 33 x 48,4 cm.

Thienemann + Schwarz (Bd. I, Tafel III als Erstzustand) 9. – Blatt 1 der

komplett  kaum  auffindbaren

drittfrühesten  Jagdfolge  des  Meisters .

Die Rapport-Scenerie benutzte um 1735 Johann George Heintze als Teil-Dekor für die rückwärtige Ansicht der von Johann Joachim Kaendler modellierten Meißner Deckelvase mit Frauenkopfhenkeln in Dresden (Inv.-Nr. P.E. 3508), wobei er den zweiten Piqueur nebst zwei Hunden links des Schimmels plazierte.

Silbergrauer  Druck

des  wahrscheinlich  1.  Zustands

wie bei Schwarz illustriert, doch hinsichtlich Beschnitts auf Bildeinfassung – nur oben mit fast durchgehend feinem Plattenrand – nur mit dem ausgesparten Signatur-Rest „Ioh. Elias Ridinger“ unmittelbar links unter dem Bild und somit auch ohne die ausschließlich im Erstzustand gegebene Dedikation für Lothar Franz von Schönborn (1655-1729), Kurfürst von Mainz und Fürstbischof von Bamberg, sowie die Virgil-Verse. Einzelne kleine Einrisse sowie eine dünne Oberecke säurefrei hinterlegt. – Wasserzeichen Große Lilie. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.233 / EUR  1980. / export price EUR  1881. (c. US$ 2265.) + Versand

Wie die Jagd angeblasen wird. „Wann die Herrschafft auf dem Jagdplatz angekommen versamlet sich die gantze Jägerey …“ Mit Netzen + Tüchern abgegrenzter Platz im Walde, darinnen im Vordergrund rechts die Jagdhütte. Vor dieser zahlreiche Treiber, Hunde und blasende Jäger, alle in Richtung des mit dem fürstlichen Wappen geschmückten Quertuches, das zu Beginn der Jagd fallengelassen wird. Außerhalb der Umzäunung weitere Jäger nebst Hundekoppeln, Kutschen, Reiter, Relaispferde. (1729.) 33,3 x 41,1 cm. – Ridinger. – Thienemann 25. – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust, seitens der Literatur als deren Blatt 13 geführt. – Zweiseits 1,7-3,4, unten + rechts 5-5,7 cm breitrandig. – Das festlich-malerisch schöne Blatt in wundervollem Abdruck nuancenreich herrlichen Hell-Dunkels wie in solcher Qualität von altersher selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.465 / EUR  1200. / export price EUR  1140. (c. US$ 1373.) + Versand

Ein unerhörtes Ereignis sondergleichen

Die monumentale Schabfolge Th. 1127-30

Vor 161 Jahren erst- + letztmals beschrieben

Jagdszenen. Jagd auf Reh, Sau, Bär und Wachtel. Folge von 4 Blatt. Schabkunstblätter von oder bei Johann Andreas Pfeffel I oder II (Bischoffingen/Altbreisach 1674 – Augsburg 1748 bzw. 1715 Augsburg 1768) nach Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Bezeichnet: Ioh(ann)(.) Elias(.) Ridinger pinx(it). / I. A. Pfeffel exc(ud[it])(.) Aug. Vind., ansonsten lat.-frz.-dt. Vierzeiler. 49,9-50,5 × 73,1-73,8 cm (19⅝-19⅞ × 28¾-29 in).

Thienemann 1127-30 („Gute Arbeit“, 1856). – Nicht bei Schwarz (Katalog einer Ridinger-Sammlung [Sammlung Ritter von Gutmann], 2 Bde., 1910; Bd. II mit den „Thienemann und Stillfried unbekannte(n) Kupferstichen und Schabkunstblätter[n]“) und Schwerdt (1928) und fehlend denn auch in für Ridinger so unverzichtbaren Sammlungs- und Verkaufskatalogen und den von fundierten Katalogen begleiteten Retrospektiv-Ausstellungen 1967-2003.

Es kan das schüchtern Reh dem Todte nicht entfliehen — Es wird dem wilden Schwein mit … Hunden voller Hitz und Feuer nachgetracht — Es wird der wilde Bär verfolget von den Hunden — Die Wachtel pfleget zwar die Einsamkeit zu lieben.

Ganz einheitlich gleichmäßig tief-samtene Qualitäten

wie rücksichtlich der empfindlichen Schabtechnik besonders hervorhebenswert und dem Sammler generell schon rein technisch vielfach so unerreichbar. Erlauben doch die geschabten Platten – so der Praktiker von Sandrart 1675 – nur etwa „50 oder 60 saubere Abdrucke … Hernach aber schleift (das Bild) sich bald ab, weil es nicht tief ins Kupfer gehet“. So konstatierte Thienemann denn auch bereits vor 160 Jahren generell:

„ Die Schwarzkunstblätter sind im Handel fast gar nicht mehr … zu bekommen …

(S)ämmtliche von und nach Joh. El. Ridinger gefertigte Schwarzkunstblätter (sind) so selten, dass sie fast nur in einigen öffentlichen, grossartigen Kupferstichcabineten zu finden sind “

(Seiten VIII + 270, Sperrung nicht im Original).

Mit umlaufend 7-20 mm breitem weißen Papierrand. In diesem verschiedene, meist professionell alt hinterlegte kleine Einrisse, von denen nur vereinzelte kaum bemerkbar noch ins Bild oder Textfeld reichen. Bildseits gleichfalls nicht wahrnehmbar eine vielleicht schon vom Druck herrührende gewisse rückseitige Knitterspurigkeit sowie ein größerer Wasserfleck im Randbereich des Rehblattes. Solchermaßen aber

von geradezu außerordentlich schöner Erhaltung

wie für diese Übergrößen ganz besonders erwähnenswert

bei überdies ganz einheitlich gleichmäßig samtener Druckqualität

wie nur wenigen Exemplaren der Schabkunst vorbehalten.

Und das alles bei wundervollem Hell-Dunkel. Und ins Auge stechenden Landschaften. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 16.186 / Preis auf Anfrage

Die von verschidenen Arthen der Hunden behæzte Jagtbare Thiere siehe Hunde

Le Départ pour la Chasse. Junger Jäger, verabschiedet von seiner Hausfrau, indes die Zofe Blickkontakt sowohl mit jenem als auch mit dem das Pferd haltenden Stallknecht pflegt. Ungeduldig die beiden Hunde. Aquatinta. Ca. 1850. Bezeichnet. 26,5 x 35,3 cm. – Zweispalt. Vierzeiler im Unterrand. – In malerischer Landschaftsstaffage einschließlich schöner Wolkenbehandlung. Prächtig das Hell-Dunkel. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.047 / EUR  199. (c. US$ 240.) + Versand

„ Frohem , freiem  Waidwerk  fuhren  wir  entgegen …

die  mächtigsten  Tiere  des  Polarlandes  zu  erbeuten “

Meine  Jagdexpedition  im  Jahre  1909

Seattle/Vancouver – Alaska – Tschuktschen Halbinsel – Kamtschatka

Rudolf Ritter von Gutmann. Meine Jagdexpedition im Jahre 1909. Wien, Selbstvlg.-Manuskriptdruck, 1912. 4° (32 x 25 x 4,5 cm). 2 unnum. Bll. Titel + Dedication, 30 SS. Mit

Routen-Karte  +  87  Photogravuren  auf  aufgewalztem  China

unterschiedlicher Formate als jeweils Eigentafel nach Vor-Ort-Aufnahmen des Verfassers. Schwerer jagdgrüner Orig.-Halb-Maroquin.-Bd. auf 5 Bünden mit besonders weit in die farbig marmorierten Deckel ausgreifendem Rückenleder + ebenso opulenten Lederecken sowie Rückensch., ornamentierter kompletter Rückenvergoldung + Deckel-Goldfileten, farbig marmor. Vorsatz, jagdgrünem seidenen Lesebändchen + Goldschnitt von „Ferdinand Bakala, Erzh. Kammerlieferant Wien, IV. Belvederegasse 21.“ mit dessen goldgepr. Wappen-Signatur im vorderen Innendeckel unten links.

Nr. 47/50 Exemplaren des „Meiner Mutter in Treue gewidmet(en)“ Expeditionsberichts eines der ersten Magnaten der k.k. Monarchie seiner Zeit, dessen beispiellos umfassendst angelegte Sammlung der Ridinger-Graphik dank des von Ignaz Schwarz verfaßten noblen 2bändigen Sammlungs-Katalogs – des Barons einst persönliches Exemplar Nr. I der nur zwei römisch numerierten von insgesamt überdies nur 202 hier aufliegend – seinen Ruf als Kunstsammler bleibend etablierte, obgleich nur einen Teil seiner universalen Kunstinteressen ausmachend.

Hiesiges drucknumeriertes Dokument seiner anderweitigen Jagdleidenschaft im Einband des Erzherzoglichen Kammerbuchbinders denn vorliegend als Widmungs-Exemplar mit eigenhändiger 7zeiliger Zueignung „Seinem lieben Gegenschwieger, Dr. Carl Freiherr von Ferstel … 1924“. – Die Expedition brachte folgendes Wild zur Strecke:

„ 6 Elchbullen , 17 Walrosse mit Stoßzähnen von bis zu 1,05 m , 3 Seelöwen , 1 Bären , 4 Caribous , 2 Alaska-Schafböcke , 1 Kamtschatka-Bergschaf , 2 amerikanische Seeadler , ferner vieles Sumpf- und Wassergeflügel , Waldhühner und Stachelschweine . “

Der mit altem Selbstverständnis reich gestaltete Einband-Rücken zu Hellbraun verblichen und an seinen Gelenken hier und da minimal(st) bestoßen. Ein minimaler Einstoß zudem in der oberen Goldfilete des Rückenschildchens. Etliche der Falze unauffällig oben und/oder unten meist nur wenig eingerissen und transparent wie säurefrei beigelegt. Ansonstens besitzschmeichelnd bestens. Und beglückend. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.305 / Preis auf Anfrage

Das bestetten des Edlen Hirsches mit dem Leithund. Während vorn drei Jäger noch die Fährte diskutieren und ihre beiden Hunde einweisen, läßt ein vierter bereits den seinen an langer Leine dem unweit im Holze stehenden Vielender folgen. Radierung mit Kupferstich. Ca. 1729. 30,5 x 23,4 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz 16. – Eines der acht kleinen Formate instruktiven Lehr-Folge der „Fürsten-Jagd-Lust“ als der frühesten von Ridinger nunmehr selbst in Kupfer übertragenen großen Jagdfolge des Œuvre.

Ref.-Nr. 14.994 / Lagerware – nicht katalogisiert / Beschreibung + Angebot anfordern

Thoman(n) von Hagelstein, Ernst Philipp (1657 Augsburg 1726). Lehrstücke des Jagens. Folge von 4 Blatt. Schabkunstblätter in Braundruck. Blatt 1 bezeichnet: E. P. Thoman. excudit. 35,2 x 49,7 cm bzw. (Bll. 1-3) Bildgröße 34,3-35 x 49-49,4 cm. – Schwerdt III, 171, a (Baillie-Grohmans Exemplar, jetzt British Museum; „A complete and interesting set“). – Zwecks Einpassung in einen Sammelband dreiseits auf Plattenkante (nur Blatt 4 mit feinem Rändchen) und unten unter Verlust der deutschen Vierzeiler + der Numerierung (Schwerdt: N.1–N.4) geschnitten, alt auf Bütten montiert und mit Bisterlinie eingefaßt. Im weißen Oberrand alte Inv.-Beschriftung (Nro 1, 7, 8, 6/Tom: X/Fol 88, 94, 95, 93), gleichfalls in Bister. – Geglättete Mittelfalte. – Wolfsjagd – Fuchsjagd – Hasenjagd – Dachs- + Igeljagd.

Bildlich  +  instruktiv  prächtige  Folge

von  complett  allergrößter  Seltenheit .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.996 / Preis auf Anfrage

Des  Jagens  schöner  Abschluß

Waidmannsheil. Junger Jäger mit seinen beiden Hunden, aufgestützt über zu Füßen eines aus einem Felsen wachsenden Baumes niedergelegten Sau + Hase. Skizzierter hügeliger Landschaftshintergrund mit weiterem Baum. Feder- + Pinselzeichnung von Georg Philipp Rugendas d. J. (1701 Augsburg 1774) in Braun-Schwarz bzw. Grau über gelegentlichem Bleistift, grau laviert. Bezeichnet mit der Feder unten links unterhalb der feinen Einfassung, beides in Bister: G. P. Rug. Junior. invenit A1736. 252 x 188 mm.

Auf festem Jean Villedary-Bütten („IV ILLEDARY“). – Die in allen Details typische Signatur möglicherweise etwas ausgeblaßt, rückseits unten die nicht ins Bild durchscheinende diagonal gesetzte S-Abfolge eines Kinderdruckkastens mit Anflug eines Versuchs zur Heilung, sonst tadellos frisch und an den Kanten auf Kulisse montiert.

Von  der  Weichheit  ihrer  Pinseltechnik

bestimmte motivschöne Arbeit, sensibel ausgeführt und duftig laviert, wie für die Besten seiner Zeichnungen stehend. – Motive mit dem Jäger und seinem Waidmannsheil sind generell selten. Hier denn als alleiniger Bildinhalt. Aus berühmtem Stalle. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.182 / Preis auf Anfrage

Jagdzeug  als  historischer  Superlativ

Wo  Christenvölker  vor  dem  Türken  zittern

mag  auch  das  Wild  ihn  schreckend  meiden

Jagdlappen Johann Reinhards (III) Fürst zu Hanau-Lichtenberg (Bischofsheim 1665 – Hanau 1736, Graf, seit 1696 Fürst von H.-L., verheiratet mit Dorothea Friderike von Brandenburg-Ansbach) mit dem furchteinflößenden Brustbild eines schwarzen Türkengesichts unter mächtigem rotbraunen Turban mit stilisierter doppelter Reiherfeder (Großwesir-Symbol) in Schwarz auf der einen und Wappenschild mit schwarzem Löwen unter 5zackiger Adelskrone und dem Monogramm JRCDHL (Johann Reinhard Comes/Comte de Hanau Lichtenberg) auf der anderen Seite. Hand-Zeugdruck in Rotbraun + Schwarz. Beidseits in Schwarz bzw. Rotbraun datiert mit 1700. 68 x 41 cm an offensichtlich originaler 99,5 cm langer dicker Kordel.

Zeithistorischer  Superlativ

Jagdlappen Johann Reinhards (III) Fürst von Hanau-Lichtenberg, VorderseiteJagdlappen Johann Reinhards (III) Fürst von Hanau-Lichtenberg, Rückseite

ersten  Ranges

unter noch brandfrischer Bezugnahme auf die Bedrohung des Abendlandes durch die Türken mittels erstem Ansturm von 1683 (7wöchige Belagerung Wiens als bleibendem Schockbeben) bis 1699, überliefert nicht zuletzt in mütterlichen Warnungen und eben auch

in  Jagdlappen

als  solchermaßen  psychologisch  importantem  Zeugnis

menschlichen  Denkens  im  Barock

fußend auf der simplen Übertragung eigener Ängste auf das Wild, was kulturhistorisch umso bemerkenswerter ist, als erst 1715 mit Malebranche jenes letzte cartesianische Relikt aus der Welt schied, das dem Tier nur ein „rein automatenhaftes Maschinendasein“ zuschrieb (Ernst von Aster). Hier denn also der tief nach Mitteleuropa hinein wirksame menschliche Türkenschreck als ebenso probat gesehene Wildscheuche des Jagdzeugs als

„ im engern Sinn die zur Herrichtung von eingestellten (umstellten) Jagen nötigen Tücher, Netze und Lappen. Man unterscheidet: 1) Blendzeuge, welche den Zweck haben, das Wild zurückzuscheuchen; dahin gehören … b) Tuchlappen, bestehend aus etwa ½ m im Quadrat großen Lappen von starker grauer Leinwand, welche in etwa 1 m Abstand an einer 150 Schritt langen, fingerstarken Leine oben festgenäht und auf denen

der  Namenszug  des  Jagdherrn ,

oft  auch  das  Jahr  der  Anfertigung

(wie beides denn hier) angebracht sind … Man richtet diese Lappen möglichst frei, damit sie schon von weitem vom Wild gewahrt werden, auf den Linien, über welche dasselbe nicht fortfliehen soll … Besonders bei windigem Wetter läßt sich das Wild durch die hin= und herwehenden Lappen scheuchen, wird dasselbe aber stark beunruhigt, so respektiert es diese nicht mehr … “

(Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., IX [1889], 127 f.).

Die Grafschaft Hanau war seit dem 12. Jahrhundert im Besitz der Herren von Hanau, „die anfangs auf der jetzt nicht mehr vorhandenen Burg Wachen=Buchen, nachher in Hagnowe, der jetzigen Stadt H. residierten. Nach Graf Reinhards II., der 1429 vom Kaiser Siegmund zum Reichsgrafen ernannt wurde, Tod (1451) teilten seine Söhne Reinhard III. und Philipp I. 1480 die Grafschaft H., welche durch die Erwerbung der Herrschaften Münzenberg (1255) und Lichtenberg im Elsaß (1480) vergrößert war. So entstanden die Grafschaft H.=Münzenberg in der Wettterau und die Herrschaft H.=Lichtenberg. Letztere bestand aus der Herrschaft Lichtenberg … und aus einem Drittel der (alten) Grafschaft H(anau). (Meyers, ebda. VIII, 63). Auf familiären Bindungen ruhenden alten Erbverträgen folgend, ging H.-Mün(t)zenberg 1713 nach erbenlosem Ableben Philipp Reinhards an dessen Bruder Johann Reinhard von H.-Lichtenberg – beide waren 1696 gefürstet worden – über. Bei auch des letzteren Tod, 1736, fielen die Teile wieder auseinander.

Der Erhaltungszustand ist unter Würdigung

des  Nutzungszwecks  des  Stückes ,

sprich , seines  Wild-Pedigrees ,

unbeschadet etlicher dünner Stellen bei aber nur vereinzelten, kaum nennenswerten Löchlein und sich im Rahmen haltender Farbabreibungen überwiegend nur im Wappen-Löwen ein sehr guter und damit zugleich beispielhaft für ordnungsgemäße Verwahrung über die Zeitläufte im obigen Sinne. Die Kordelheftung hälftig erneuert.

Und weit über seinen Jagdkern hinaus ein

geradezu  brandaktuelles  Geschichts- + Kulturhistoricum  sui  generis

und damit optisch wie griffig warnend die geflügelte Botschaft vom Durch-die-Lappen-gehen-lassen dokumentierend. Und von ihrer Bemalung her sicherlich nicht zuletzt auch noch

Quellbezeichnung  auch  sonstiger  „Lappen“ .

Denn „(z)war ist Papier als Umlaufsmittel schon in alter Zeit in China und Karthago benutzt worden, doch erfolgte eine ausgedehntere Anwendung desselben erst mit dem 18. Jahrh.“ (Meyers, a. a. O., XII, 680). Also als hiesiger Lappen schon fest an der Leine hing. Und im Gegensatz zu so manchem jener jüngeren „Lappen“ der Zeitläufte seine Qualitäten seitdem nicht nur sichtbar bewahrte, sondern noch mehrte.

Angebots-Nr. 16.097 / EUR  1700. / export price EUR  1615. (c. US$ 1945.) + Versand

Auf der Alpenjagd. Die drei Jäger – einer mit Fernrohr – vor Hochgebirgskulisse eine Felsspalte überwindend. 17,3 x 23 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.196 / EUR  65. (c. US$ 78.) + Versand

Außerordentlich  seltenes
Hauptblatt  der  alten  Graphik

Die Allegorie der Jagd. Der Jäger Orion, Sohn des Poseidon, trägt die Waldgöttin Diana. Umgeben von edler Meute. Kupferstich von Giorgio Ghisi, gen. Mantuano (1520 Mantua 1582), nach Luca Penni, gen. Romanus (Florenz 1500/04 – Paris nach 21. 9. 1556 oder 12. 4. 1557). 1556. Signiert, datiert. 36,2 x 25,3 cm. – Abdruck des 2. Zustandes mit der Adresse Duchettis (1554-1585/86). – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.222 / Preis auf Anfrage

siehe auch
Diana — Beschützerin von Jäger + Wild

Venus und Adonis. Sie in göttlicher Nacktheit an einem Teich lagernd, Amor mit Pfeil in den Armen haltend, er, mit dem Bogen in der Hand und begleitet von zwei Jagdhunden, um das Gebüsch herumkommend. Stahlstich von William French (ca. 1815 – East Grinstead 1898) nach Annibale Carracci (Bologna ca. 1560 – Rom 1609). 3. V. d. 19. Jhdts. Signiert, bezeichnet. 14 x 15 cm.

Angebots-Nr. 14.267 / EUR  50. (c. US$ 60.) + Versand

Eine vierteilige Nahrungskette vom Hasen zum Jäger siehe Hasen

Erquickung während der Jagd – Ein klare Quell ist oft des Wanderers Erquikung, Die er zur Som(m)ers Zeit mit heißen Auge(n) sucht; Und so gibt er oft auch dem matten Jäger Stärkung, Der manchmal auf sein Glük u: hiziges Jagen flucht; Wenn er im Wald u: feld u: in den heiß’sten tagen Muß Hize, Staub u: Angst gedultig übertragen. / Vom Jagen ganz erhizt u: durch den lauf ermattet Erquikt sich Herr u: Hund in ausgestrekter Ruh; Damit ja beyde den(n) wen(n) sie recht ausgerastet Durch neue Kraft belebt sich rüsteten dazu, Nicht durchs Gefühl des Mitleids; durch Jagen u: durch Fangen Der armen Thiere Ruhm u: Ehre zu erlangen. 31,5 x 21 cm. – Ridinger. – Thienemann 360. – Blatt XVII der Besonderen Ereignisse und Vorfallenheiten bei der Jagd. – Zwei Scenerien untereinander. – Breitrandiger Abdruck mit der römischen Numerierung („Wenn sie fehlen, so deutet dies auf spätere Abdrücke“, Th.) aus dem Sammelband eines alten adeligen Bestandes. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.713 / EUR  730. / export price EUR  694. (c. US$ 836.) + Versand

„ (Für)  die  Trefflichkeit … besonders  der  Jagdstücke ,

könnten … Mellin … Wildungen  und  Hartig

angeführt  werden … “

Tischbein II, Johann Heinrich (Haina 1742 – Kassel 1808). Sammlung von Einhundert und siebenzig Kupferstichen nach Zeichnungen von … sämmtlich in Kupfer radirt und geätzt. Zwickau, Literatur- und Kunst=Comptoir, zwischen 1808 + 1827. Gr.-2°. 2 unnum. Bll. Titel, Vorwort + Inhalt und neben einer zusätzlichen alten lavierten Pinselzeichnung in Grau + Braun von anderer Hand

170  (davon 1 ausgetauschte)  Radierungen

(5,4-21,2 x 6,7-27,7 cm), davon 10 (teil)koloriert, in punktueller Ursprungsmontage auf 59 Blatt. Rubinroter Radja-Ziegenldr.-Bd. auf 5 Zierbünden mit grünem Rückenschild, Künstler-Namen auf Vorderdeckel + auf dessen Innenspiegel, Ridinger-Hirsch-Vignette sowie Filete auf beiden Deckeln, alles 23,5karätig goldgeprägt, in gleichartigem Hldr.-Schuber mit der Hirsch-Vignette a. beiden Decken.

Nagler 43, nicht ganz korrekt (so denn auch zuvor, S. 514, „ungefähr 184“) als

„ Gesamtausgabe  seiner  Werke “ .

Die teils mit mehr oder weniger, aber auch ganz in Aquatinta, vereinzelt auch in vernis mou, gearbeiteten und in ausgezeichneter Druckqualität vorliegenden Blätter teilweise auch in rötlichem/bräunlichem Druck oder auf farbigem Papier. Nach Art der alten Klebebände meist innerhalb des weißen Plattenrandes geschnitten. Nur vereinzelte Stockfleckchen, lediglich Bl. 147, Schloss Hardenberg bei Göttingen, namentlich in der Himmelspartie störend stärker. Partiell auftretender schwacher Wasserrand in der rechten Unterecke des Montagepapiers, das am Innengelenk oben + unten zudem minimal(st) knitterig ist. – Titel + Inhalt auf Bütten mit großem Lilien- bzw. Whatman-Wz.

Enthaltend Menschliche Köpfe (16) – Historische Figuren (19) – Landwirthschaftliche Thiere (27) – Pferde und Reuter (siehe auch zu III) (2 st. 3, darunter das berühmte Sujet „Falkner zu Pferde“) – Hunde (15) – Jagd-Stücke (9, darunter als großartigstes Blatt des Œuvre die  Sauhatz auf blauem Papier) – Lebendiges Wild (14) – Todtes Wild (10) – Wildes Federvieh (9) – Wilde Thiere (20) – Landschaften (14) – Thierköpfe und Thierseltenheiten (14).

Hier  denn  erstmals  vorliegend

als nahezu das complette Œuvre umspannende „Gesamtausgabe“ per Vitrinen-Exemplar innerhalb der Roten Reihe der ridinger handlung niemeyer. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.929 / Preis auf Anfrage

„ wegen  ihrer  besonders  mühsamen  Zurüstung
aber  sehr  kostbar …“

Die Wasser=Jagd. In einen Fluß getriebene Hirsche, erwartet von der Jagdgesellschaft in ihrem befestigten Jagdschiff. In zwei weiteren Kähnen Helfer mit Hakenstangen zum Herausholen der erlegten Kapitalen. Zu Lande vorn links Treibergruppe in gestenreicher Aktion, zurückgesetzt zur Rechten Reiter + zwei herrschaftliche Kutschen hinter 6spännigem Jagdwagen zum Abtransport des Wildes . (1729.) 34 x 42 cm. – Ridinger. – Thienemann 23. – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust, seitens der Literatur als deren Blatt 11 geführt. – Dreiseits 3,9-4,3, oben 2,5 cm breitrandig. – Kulturhistorisch höchst belangreich selbst für das an Jagd-Sujets so reiche 18. Jhdt. bis hin zur Skizzierung als gesellschaftliches Ereignis mittels Weinzapfung. Das ebenso instruktive wie malerische Blatt in wundervollem Abdruck tiefgestaffelten Hell-Dunkels wie in solcher Qualität von altersher selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.472 / EUR  1250. / export price EUR  1188. (c. US$ 1431.) + Versand

Wasserjagd. Im noch dunstigen Morgen im Schilf. Vorne Prahm, hinten Mühle. 14,5 x 21,5 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.207 / EUR  65. (c. US$ 78.) + Versand

Portrait Johann Elias Ridingers vor der Staffelei im Walde. Nicht gelaufene Tiefdruck-Postkarte nach Ridinger bei Felsing, Berlin. Ca. 1900-20. – erlebnis ridinger 86. – Nach Thienemann XIX, 1.

Angebots-Nr. 28.454 / EUR  29. (c. US$ 35.) + Versand

Betrachtung der wilden Thiere mit beygefügter vortrefflichen Poesie des hoch=berühmten Herrn, Barthold Heinrich Brockes. Titelblatt mit imperialer Felstafel-Beschriftung nebst Waldkautz + Eichhörnchen linksseits, 6 diagonal auffliegenden Enten zur Rechten und unten rechts „der Vordertheil eines Bibers, der seine Nager zeigt“. 34,7 x 43 cm. – Ridinger. – Thienemann 195. – Titelkupfer der Betrachtung der wilden Thiere mit den Brockes-Versen. – Die gänzlich geglättete Bugfalte rückseits verstärkt. Säurefrei hinterlegter kleiner Randeinriß. – Von leuchtend-herrlicher Qualität und damit Seltenheit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.395 / EUR  470. / export price EUR  447. (c. US$ 538.) + Versand

Die Landschaft mit dem Jäger und den zwei Hunden. Auf bilddominantem baumbestandenen Felsplateau, von dem der Blick weit ins Land führt. Radierung von Johann Christian Reinhart (Hof 1761 – Rom 1847). 20,3 x 27,1 cm. – Andresen-Feuchtmayer 128, II (von III); Feuchtmayer Abb. 431; Nagler 50. – Schlußblatt der 6blätt. Folge von Landschaften, „deren eine die Legende vom hl. Hubertus enthält“. – Sehr schöner Druck mit dreiseits 3-7 mm Rand – unten linksseits nur knapp unter Plattenkante – auf tonigem Velin. – Rückseitige schwache Braunstellen bildseits nicht durchschlagend, ein rechtsrandiger schwacher Wasserstreifen hier nur ganz minimal bemerkbar. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.177 / EUR  430. / export price EUR  409. (c. US$ 493.) + Versand

Das umstellte Jagen. „Es ist dieses vorneml. in Teutschland sehr gebräuchlich u. geschiehet auf folgende Weise …“ Die ganze Vielfalt von Auffahrt, Schießhütte, action und Reserven. Im Mittelgrund bricht ein kapitaler Spiegelhirsch zusammen. (1729.) 33.4 x 41,5 cm. – Ridinger. – Thienemann 22. – Aus der unnumerierten frühen 36blätt. Fürstenlust, seitens der Literatur als deren Blatt 10 geführt. – Figuriert auch unter den 118 Kupfern in Mellin’s 1779er Versuch einer Anweisung zur Anlegung, Verbesserung und Nutzung der Wildbahnen so wohl im Freyen als in Thiergärten (Seite 268). – Dreiseits 4-4,5, oben 2,5-3,2 cm breitrandig. – Das ebenso instruktive wie malerische Blatt in herrlichem Abdruck nuancenreichen Hell-Dunkels wie in solcher Qualität von altersher selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.471 / EUR  1250. / export price EUR  1188. (c. US$ 1431.) + Versand

Satyrn und Nymphen. Die von der Jagd heimkehrenden, von Hunden begleiteten und allerlei Vögel und größeres Wildpret mit sich führenden Nymphen werden von Satyrn empfangen, die ihnen Weintrauben darbieten und auch mit sonstigen Früchten reich beladen sind. Stahlstich von Albert Henry Payne (London 1812 – Leipzig 1902) nach Peter Paul Rubens (Siegen 1577 – Antwerpen 1640). 3. V. d. 19. Jhdts. Signiert, bezeichnet. 15,5 x 16,6 cm.

Angebots-Nr. 5.070 / EUR  43. (c. US$ 52.) + Versand

Jagdgesellschaft. Fünf pelzbekleidete Jäger in dichtem Wald am Feuer, das Mahl bereitend. Aufgehängt daneben ein Stück Rotwild mit rundem Gabelgeweih. 21,9 x 31,9 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.004 / EUR  138. (c. US$ 166.) + Versand

König Modus + Königin Ratio

660  Jahre  altes  Lehrbuch
des  jagdlichen  gewußt  wie

(Ferrières, Henri de.) Le Livre du Roy Modus / Das Jagdbuch des König Modus. Bll. 1-105 des Ms. 10218-19 der Bibliothèque Royale Albert Ier, Brüssel. Handschrift in Rot + Schwarz auf Pergament. Brügge 1. Hälfte bis Mitte des 15. Jhdts. 299 x 205 mm. 2, 105 Bll. Mit

56 Miniaturen

(meist 8,5 x 13,5 cm) des Meisters des Girart de Roussillon und durchgehend verzierten Initialen, alles reichst in Gold und vielen Farben. Faksimile-Ausgabe im Originalformat und den -farben. Faksimile- + Kommentarband (von Dagmar Thoss nebst deutscher Übersetzung nach der 1379er ältesten Bilderhandschrift Fr. 12399 der Biblioth. Nat., Paris, von Max Haehn, 119 SS., 5 Abb.). 1989. Goldgepr. lichtbrauner OLdr.-Bd. mit 6 Zierbünden, Filete und Akanthuswellenranke a. beiden Deckeln u. reicher Rückengestaltung mit von Akanthusblättern u. stilisierter Tulpe eingefaßten Granatäpfeln nebst Titelprägung auf rotem Grund u. farb. marmor. Vorsatz nebst Bibliothekszeichen der Bibliothèque Royale, mit Ausnahme der Ldr.-Marmorierung u. des Goldschnitts alles entsprechend dem Orig.-Einband d. 18. Jhdts., hier indes originalgerecht nur ms.-typisch unbeschnitten, + OLwd. in OLwd.-Schuber mit Rückenschild.

CODICES SELECTI XCI. – Nr. 236/975 numerierten deutschsprachigen Sets neben 1650 für den französ. u. 375 für den spanischen Markt sowie jeweils 40 unnum. Beleg-Explren. als limitierter Weltauflage. – Neuwertiges Exemplar.

Für Philipp den Guten, Herzog v. Burgund (1396-1467), als jüngste von gesamthaft neun gefertigte Bilderhandschrift des

ältesten  französischen  Jagdbuches .

Angebots-Nr. 15.855 / EUR  980. / export price EUR  931. (c. US$ 1121.) + Versand

– – Dasselbe. – Nr. 386/975 Explren. wie oben. – Namentlich Vorderdeckel + Rücken des Schubers schmuddelfleckig, sonst nahezu neuwertig.

Angebots-Nr. 15.861 / EUR  790. / export price EUR  751. (c. US$ 904.) + Versand

Abbildung der Jagtbaren Thiere mit derselben angefügten Fährten und Spuhren, Wandel, Gänge, Absprünge, Wendungen, Widergängen, Flucht, und anderer Zeichen mehr … nach der Natur gezeichnet, samt Einer Erklärung darüber siehe Löwenexemplar + Otterexemplar

Fallen- und Kistenherstellung. Werkstattansicht und Detaildarstellungen. 2 Blatt Kupferstiche. (1784.) 24,2-24,3 x 18,5-19 cm. – Aus der Quartausgabe der Diderot-Enzyklopädie. – Links auf Plattenkante geschnitten. – INSTRUKTIVE  SUITE . – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 8.204 / EUR  60. (c. US$ 72.) + Versand

» Wie  alles  Hoch  u:  Niedere  Wild ,
samt  dem  Feder  Wildpræth  auf  verschidene  weise …
lebendig  oder  tod  gefange(n)  wird ! «

Nach der Natur entworffene Vorstellungen Wie alles Hoch u: Niedere Wild, samt dem Feder Wildpræth auf verschidene weise mit Vernunfft List u: Gewalt lebendig oder tod gefange(n) wird! Mittig dominant thronend förmlich über einer schildartigen Arabeske der behaubte Edelfalke. Zu seinen Fängen ein sein Gelege gegen einen schon im Fangeisen sitzenden Kuder verteidigender größerer Vogel. Rechts, seinerseits dominant aufgeblockt, ein Uhu. Linksaußen Lappenreihe und die hier verschiedenfältig bestückte bekannte Stange mit blökendem Schaf auf seinem Wagenrad obendrauf. Ansonsten Fallen, Netze, Schußwaffe als Verderbenbringer mehr bis hin zum Schießpferd auf eingefriedeter Gehöftweide rechtsaußen. 24,9 x 36,3 cm. – Ridinger. – Thienemann + Schwarz (Bd. I, Tafel V + Abb. S. 69) 69.

Das  nur  selten  einzufangende  konstruktive  Titelblatt

zur Fangarten-Suite mit 8zeil. Erläuterung. – Mit wohl WANGEN-Wz. als einem der von Ridinger bevorzugten Papiere. – Der breite weiße Rand partiell minimal stockstippig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.848 / EUR  630. / export price EUR  599. (c. US$ 721.) + Versand

Dokumentarischer  Querschnitt

durchs  Ridinger-Œuvre

in  dabei  optisch  ganz  eigen-schönem  Gewand

Ridinger – Rohlfs – Menzler, Hermann. Johann Elias Ridinger’s Jagd-Album. Nach den Originalen des Joh. Elias Ridinger … (sowie des Adolf Rohlfs, Hof-Jagdmaler des Prinzen Friedrich Karl von Preußen) gezeichnet. 3 Tle. + 1 Suppl. in 1 Bd. Bln., Ludwig Julius Heymann, Tauben=Straße 25, (1863-1865). Fol. Folge von

77  (von 80)  getönten  Lithographien

in Hoch- (56) + Querformaten von ca. 32,6-36 x 23 bzw. 25-27 x 29-29,5 cm, in Druck von A. Renaud, vereinzelt auch A. Hölzer. Dunkelgrüner breiter HSchafs.-Ldr.-Bd. m. Ldrecken., Goldfileten, goldgepr. weinroten TSchild. a. Rücken und, intarsiert, VDeckel., grünem Roma-Fabriano-Bütten als Deckelbezug + Vorsatz, goldgepr. verkleinerten Ridinger-Hirsch aus dem Abendblatt der Vier Tageszeiten der Hirsche (Th. 240) auf Rückdeckel, auf dessen unterer Innenkante zudem „ridinger handlung niemeyer“ in gleichfalls 23,5karät. Goldprägung, sowie eingebundenen grünen 2 Bll. Titel (mit fürstl. Sammlungs-Stempel) + Ankündigung zur 1. Lfg., hier gegeneinanderkaschiert, in gleichartigem Hldr.-Schuber m. d. Hirsch a. beiden Decken.

Schwarz XIX-XXII (XXII wohl irrig „Nach einer Orig.-Zeichnung“ statt nach Thienemann 141). – Nicht bei Schwerdt, Souhart, Nissen + Rümann, wie praktisch generell literaturunbekannt. – Unterteilt in drei Abteilungen, von denen jeweils ein Blatt eine Lieferung bildeten, nämlich:

I.
Darstellungen der bekanntesten Jagdthiere Mittel-Europas
nebst Fährten oder Spuren,
darunter ein 8blätteriges Supplement nach Adolf Rohlfs
mit Hühnervögeln incl. Auerhahn, Wild-Enten + -Gänsen, Schnepfen + Trappen

II.
Sammlung seltener Hirsch-Geweih-Abnormitäten und Hirschbilder

III.
Album interessanter Hatzen- und Gruppen-Bilder

Widerspiegelnd wichtige Arbeiten so bedeutender Folgen wie der Abbildung der Jagtbaren Thiere (16) , der Wundersamsten Hirsche (26) , der von den Hunden behæzten Jagtbaren Thiere (10) , der Betrachtung der wilden Thiere , der Fürsten Jagd-Lust , der Fangarten-Suite sowie das Mitternachtsblatt aus den Tageszeiten der Hirsche mit nächtlich grün-blauer Tonplatte, letztere sonst überwiegend chamoisfarben, doch u. a. auch in Grün.

Complett  zu  den  größten  Seltenheiten  unter  den  Ridingeriana  zählend

– so hier nur ein vollständiges Exemplar für die Nachkriegsjahrzehnte nachweisbar, während es ein hier früher durchgelaufenes zeitgenössisch gebundenes Exemplar auf nur 75 Blatt brachte – , fehlen denn auch hier drei Blatt, nämlich II, 15 + 22 sowie III, 6 bzw. 42, 49 + 60, deren nachträgliche Einhängung ein jeweils mitgebundener Falz (der Optik halber vorerst als weißes ganzes Blatt) ermöglichen würde.

Geschaffen als hohen Ansprüchen genügende Alternative zu den

„ sehr  selten  gewordenen …

mit  den  höchsten  Preisen  bezahlt(en  Arbeiten  des  Meister’s) “

(vor also bereits 150 Jahren, wie hier schon so vielfältig auch an Hand anderer alter Quellen belegt) liegen thematischer wie sammlerischer Reiz von Menzlers Wiedergaben in ihrer häufigen Komprimierung auf das Wesentliche. Optisch aber erzielen die Blätter dank ihrer lithographischen Tondruck-Technik

eine  wundervolle  Wärme  und  ganz  eigene  malerische  Wirkung

wie im Kupferstich nur mittels der von Ridinger nicht mehr angewandten Aquatinta-Technik erzielbar. Auch unter diesem Aspekt denn eine Ridingeriana-Bereicherung von Graden. Hier + heute denn begleitet von – abgesehen von nahezu durchgängigem Eselsohr-Anflug oben rechts und beigelegter kleiner Läsur an der unteren weißen Blattkante sowie leichter Knickspur im weißen Rand unten rechts von Blatt 64, dem herrlichen Pappenheim-Hirsch Th. 301 – einer

Gesamtqualität  absoluter  Schönheit .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.993 / Preis auf Anfrage

Menschenjagd. Rekrutierung auf alte Art, hier wohl für den in den 1860er Jahren gegen London operierenden Bund der Fenians. Am rohen Tisch der Wirtsstube dichtgedrängt die politisierenden Gruppen, auch schon darunter liegend, weggetragen werdend oder auf eigenen Füßen in die Nacht hinausgehend. Kurz, die Stadien munterer Geselligkeit und ihre Folgen. 21,7 x 31,6 cm. – Hlzst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.010 / EUR  107. (c. US$ 129.) + Versand

IOH. ELIAS RIDINGER / Pictor et Scalptor (sic!) Augustanus / solertissimus Naturae Indag(ator) / ejusque in Animalium praeser(tim) / Delineatione Æmulator / felicissimus / natus Vlmae Suevorum / d. XVI. Febr. A.S. MDCXCVIII / Ars Artifici(s) Amic(us). Kniestück, sitzend, mit Pinseln + Palette als von der zur Rechten sitzenden Diana gehaltenes Medaillon in Staffelei-Spiegel, vor dem künstlerischen Auge einen kapitalen Hirsch schon auf der Leinwand sehend wie er als nebst Keiler von Diana erlegt unterhalb eines Postaments liegt. Auf letzterem sitzend und dem Meister vertraulich zugewandt ein behaubter Falke nebst seitlichem gebeizten Reiher sowie erlegter Wildgans. Und Mitte unten natürlich ein Ridinger-Hund. Das Ganze vor waldigem Hintergrund. Schabkunstblatt von Johann Jacob Haid (Kleineislingen 1704 – Augsburg 1767) nach Johann Georg Bergmüller (Türkheim, Schwaben, 1688 – Augsburg 1762). 39,7 x 26,7 cm. – Thienemann XX, 2. – Das reiche schöne Bildnis des früheren Schülers Haid in herrlichem Druck mit 2-2,5 cm breitem Rand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.185 / EUR  1200. / export price EUR  1140. (c. US$ 1373.) + Versand

– – – Dasselbe, druckmäßig eine Idee weniger schön und mit nur bis zu 4 mm feinem Rändchen rundum. Linksseits ein 1,5 cm ins Bild reichender professionell beigelegter Einriß. – La „belle Epreuve“ Gustav Ritter von Francks (Wien 1807 – London 1860) mit selten schöner Provenienz-Geschichte nahe dem unsterblichen Beethoven. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.221 / EUR  1800. / export price EUR  1710. (c. US$ 2059.) + Versand

Wilderer siehe Wilderei

Diana  –  Beschützerin  von  Jäger + Wild :

Zwei  unbeschriebene  Ridinger

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Junge Jägerinnen in der Gestalt Dianens. Zum einen bei einem Baum sitzend mit Mütze, in der Linken die Flinte haltend, dazwischen der Kopf des Hundes, dessen Leine die Rechte hält. Am Gürtel die Jagdtasche. Zum andern bei einem Baum stehend mit Haube, mit der Linken in die Landschaft weisend, indes die Rechte die Flinte hält und der zur Linken stehende Hund zu ihr aufblickt. 2 Blatt. Schabkunstblätter bei Gabriel Spitzel (auch Spizel, 1797 Augsburg 1760). Bezeichnet: Ioh. Elias Ridinger delin. / Gabriel Spizel excud. A.V. 49,6-49,8 x 36,3-36,5 cm.

Weder bei Thienemann (1856), Schwarz (1910) + Wend, Ergänzungen zu den Œuvreverzeichnissen der Druckgrafik, I, 1 (1975) noch in den großen Beständen von Weigel (1838/57), Coppenrath (1889/90), Helbing (1900) oder den reichen Sammlungen von Schwerdt (1928), Faber-Castell (1958) und hier gewärtigen derzeitigen weiteren Ridinger-Versammlungen von Rang. In diesem Rahmen hier somit nicht nachweisbar.

Provenienz:
Westfälische  Sammlung
ridinger  handlung  niemeyer
Fränkische  Sammlung

In Thema und Format Thienemann 1110 + (nur Schwarz) 1448 nebst deren Varianten 1113/14 nahestehende

Jägerinnen-Rarissima

aus der Hochzeit der für Sigrid Schwenk von etwa 1680 bis 1850 währenden Dianen-Verehrung. – Jeweils mit deutsch-lateinischem Vierzeiler.

Von ganz gleichmäßig schöner, braun-schwarz samtener Druckqualität voll feinen Hell-Dunkels, wird die bezaubernde Bildwirkung – in verträumter Sitzpose hier, in aktiver Stellung dort – von den den alten Schabblättern nun einmal durchweg eigenen Altersspuren letztlich nicht berührt. Auf Platten-, links Bildkante geschnitten, sind die Blätter an den vier Ecken sowie beidseits der durch leichte Quetschung etwas rissig-strapazierten Mittelfalte aufgelegt. Auch sonst hier und da leichte Altersspurigkeit und praktisch nur im weißen Textfeld bemerkbarer Anflug ganz schwacher Stockstippigkeit.

Angebots-Nr. 28.406 / Preis auf Anfrage

— siehe auch die ausführliche Beschreibung + wände der ridinger handlung 4

„ DOEBEL — der … PRAKTIKER “

der  Ridingerzeit

Döbel, Heinrich Wilhelm. Neueröffnete Jäger=Practica Oder der wohlgeübte und Erfahrne Jäger, Darinnen Eine vollständige Anweisung zur gantzen Hohen und Niedern Jagd=Wissenschaft in Vier Theilen … Alles aus vieljähriger eigenen Praxi gründlich und deutlich beschrieben … Nebst einer Vorrede des Herrn Cantzlers (Reichs)Freyherrns von Wolf. 3. verb. und sonderlich in Forstsachen sehr vermehrte Aufl. 4 Tle. in 1 Bd. Lpz., Joh. Sam. Heinsius, 1783. Kl.-2°. Mit mehreren auch figürl. Holzschn.-Vign- und -Illustrationen und

21  Faltkupfern

(20 ca. 35 x 40, eines 35 x 19 cm, alle komfortabel auf blattgroßes blaues Bütten gefalzt). 13 unnum. Bll. Titel, Vorworte + Inhalt, 148, 264, 192, 108 SS., 32 unnum. Bll. Reg. Späterer hellbrauner HSchws.-Ldr.-Bd. mit gepr. Rückentitel + -Fileten, Ldr.-Ecken m. Fileten, dunkelbraun-marmor. Deckelbezügen und blaugrauem Spiegel + Vorsatz.

Schwerdt I, 146 c; Jeanson 1709 + Kat. 1987, 183 sowie Souhart 143 für jeweils andere Ausgaben. – Der erstmals 1746 dreiteilig und mit nur 20 Kupfern gleichfalls bei Heinsius erschienene Klassiker, dem 1754 die auf vier Teile vermehrte Zweitauflage und hier denn anstehende nochmals erweiterte dritte, wiederum in Folio, mit nunmehr 21 Kupfern folgte. Kleinformatiger (8° bzw. gr.-8°) denn eine Wiener Ausgabe von 1785/86 und als 4. Auflage die von C. Frdr. L. Döbel + Frdr. Wilh. Benicken „völlig und wenig wertvoll“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., Bd. V [1889], S. 16) umgearbeitete und lediglich von 9 darstellenden Tafeln begleitete Leipziger von 1828.

SEHR  SCHÖNES  EXEMPLAR , nahezu absolut fleckenlos, nur zwei säurefrei hinterlegte winzige Randeinrißchen und besagtes obiges Tafellöchlein. Zu den Hölzern verschiedentliche saubere Randnennungen der lateinischen Namen in Bleistift. – Spiegel + Vorsatz (letzterer 3blättrig unter Verwendung je eines alten Papiers) erneuert, Stehkanten der Deckelbezüge bestoßen. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.803 / EUR  1485. / export price EUR  1411. (c. US$ 1699.) + Versand

Mit  Wildungens  22seitigem

„ DER  BAIERISCHE  HIESEL “

L. C. E. H. F. Wildungen. Weidmanns Feierabende, ein neues Handbuch für Jäger und Jagdfreunde. Zweytes Bändchen. Marburg 1816. Frontispiz + gest. Titel, 198 SS., 2 Bll. OKart. m. jagdallegorischen Deckel- + Rückenkupfern. – Titel gebräunt, Text tlw. u. meist nur leicht stockfleckig. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.246 / EUR  251. / export price EUR  238. (c. US$ 287.) + Versand

(Auguste J. Fr.) Comte de Chabot. La Chasse à Travers les Âges. Histoire anecdotique de la Chasse chez les Peuples anciens et en France depuis la conquête des Gaules jusqu’à nos jours. Paris 1898. 4°. 4 Bll., 407 SS., Impr. Mit Farbinitialen, 226 Abbildungen und  29  (4 farbigen) Tafeln. Lwd.-Bd. d. Zt. m. goldgepr. Rückentitel + Eigner-Monogramm G.G. auf dem Vorderdeckel. – Titel in Rot + Schwarz. – Mit 8seitigem Register. –  Unverzichtbares,  seltenes  Standardwerk. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.644 / EUR  496. / export price EUR  471. (c. US$ 567.) + Versand

Dixon, William Scarth. Hunting in the Olden Days. London, Constable, 1912. Gr.-8. XIII, 386 SS. Mit Heliogravuren-Frontispiz + 89 Abbildungen (gezählt als 84) nach meist Stichen + Gemälden, doch auch Photographien, auf 66 besonders dicken Kunstdruck-Tafeln. OHldr.-Bd. mit Rücken- + Deckelvergoldung. Kopfgoldschnitt. Zweiseits unbeschnitten.

Nicht bei Schwerdt, dort nur zwei andere Titel. – Titel in Rot + Schwarz. – Auf Antique de Luxe-Bütten. – Mit Bibliographie (3 SS.) + Index (12 SS.). – Rücken zu Mittelbraun verblaßt, die grünen Leinenbezüge etwas fleckig.

Angebots-Nr. 14.356 / EUR  199. (c. US$ 240.) + Versand

Das  Volksregime  im  Jagdrecht

Rondonneau, L(ouis). (Hrsg.). Code de la Chasse et de la Pêche, Contenant les Lois, les Arrêtés, les Décrets, les Avis du Conseil d’Etat et les Réglemens rendus sur la Chasse, la Pêche, la Louveteries et le port d’armes: Depuis 1789 jusqu’à ce jour; Recueillis, mis en ordre, et conférés entre eux … Terminé par la Texte de l’Ordonnance (de Louis XIV, Roi de France …) des Eaux et Forêts (du Royaume. Donnée … au mois d’Août 1669). Paris, Garnery, Libraire, + Rondonneau et Decle, Libraires, au Dépôt des Lois, place du Palais de Justice, Juli 1810. IV, 171 SS. Marmor. Hldr.-Bd. m. Ldrecken., goldgepr. Rückentitel u. farbig marmor. Deckelbezügen. 2seits unbeschnitten.

Thiébaud 789; Schwerdt II, 138. – Nicht auf den Versteigerungen Jeanson (!, 1987) + Lindner (2003). – Die mit dem 4. August 1789, also  nur  20  Tage  nach  dem  Sturm  auf  die  Bastille , und gehetzt von weiteren Initiativen der Nationalversammlung vom 6., 7., 8. + 11. August einsetzenden Änderungen des französ. Jagd- + Fischereirechts, teils im Wortlaut, teils als Extract, souverän gefolgt vom alten Bourbonen-Recht aus den Tagen des Sonnenkönigs in der Fassung vom August 1669 (SS. 45-171).

Vom Standard des Ancien Régime denn auch noch der Druck selbst, sprich, auf Bütten, als in anderen Landen schon längst Maschinenpapier für egalité sorgte. – SS. 121/124 mit Eckausriß oben rechts bzw. links, 121/2 zudem mit sich anschließender säurefreier kleiner Knickhinterlegung. SS. 163/166 mit hinterlegten Papierausbrüchen am Innenrand bei vereinzeltem Buchstabenanschnitt. Sonst nur vereinzelte Fleckchen, nur Titel + Inhaltsblatt eine Kleinigkeit mehr, ersterer oben u. rechts generell minimal altersspurig, und gesamthaft sehr schönes Exemplar dieser seltenen Publikation in adäquatem Einband im Stil der Zeit. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.807 / EUR  310. / export price EUR  295. (c. US$ 355.) + Versand

Annalen der Forst- und Jagd-Wissenschaft. Hrsg. v. Chr. W. J. Gatterer und C. P. Laurop. Bd. I in 4 Tlen. Darmstadt 1811. 171, 3 SS., 1 Bl.; 184 SS., 4 Bll.; 188 SS., 2 Bll.; Gestochener Titel z. 1. Bd., 186 SS., 4 Bll. Einzel- + Gesamtinhaltsverz. sowie Band-Errata. Mit

3  (1 kolor.  Bocks-)  Faltkupfern .

Grüne Ppbde. m. aufmont. OVorder.-Umschlägen

Lindner 11.1261.01. – Titel und zwei Folgeblätter des 3. und 1 Blatt des 4. Heftes mit teils alt hinterlegter Fehlstelle im weißen Rand, Titel des 2. Heftes mit zwei alten Tintenskizzen. H. 2 in der 2. Hälfte schwach wasserrandig, sonst praktisch fleckenfreies, uniform gebundenes schönes Exemplar, dessen brauner Büttenvorsatz im 4. Heft durch ein lindgrünes Papier mit Wz. ersetzt ist.

Der  komplette  erste  Jahrgang  dieser  seltenen  frühen  Zeitschrift. – Hefte 2-4 u. a. mit der Fortsetzung „Forstverfassung der deutschen und anderer Staaten“. Erwähnenswert auch die „Recensionen neu erschienener Forst- und Jagdschriften“ oder Erlebnisberichte wie Fürst Karls zu Leiningens „Merkwürdige Beispiele von der Bosheit der Hirsche in der Brunft“ oder dessen „Höchst seltener Zug thierischer Dankbarkeit“. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.042 / EUR  649. / export price EUR  617. (c. US$ 743.) + Versand

Die  Plage  für  Fuchs , Hund  +  Mensch :

4x  Kampf  der  Tollwut  —

4x  Hygienegeschichte

Mandat (Friedrich Augusts, Hzg. zu Sachsen), die wider das Herumlaufen und die Wuth der Hunde vorzukehrenden Anstalten betreffend. Nebst den Beilagen „Ursachen der Wuth der Hunde, und die Kennzeichen solcher Wuth“ sowie „Anweisung wie man sich bey dem Bisse toller Hunde zu verhalten habe und dessen traurigen Folgen vorbeugen könne“. Gegeben Dresden 7. Sept. 1782. 2° (34,8 x 21 cm). Mit Eingangs- + Schluß-Vignette in Holzschnitt. 12 Bll. Mit gedruckter hzgl. Unterschrift nebst L(oco) S(igilli)-Marke.

Hs. Aktenvermerk „Nom: 13.“ von alter Hand auf Titel. – Namentlich der Hauptteil in schöner, großer Typographie. – Breitrandig.

Außerordentlich  inhaltsreiche  Verordnung

zu Bekämpfung + Heilung der Tollwut durch Tollwurmschneiden + 8seitige Anweisung zur Heilung Gebissener. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.081 / EUR  496. / export price EUR  471. (c. US$ 567.) + Versand

Mandat (Friedrich Augusts, Hzg. zu Sachsen), wegen Einschränkung des Hundehaltens, und der wider das freye Herumlaufen der Hunde, auch sonst zu Verhüthung der von wüthenden Hunden zu besorgenden Gefahr, zu treffenden Vorkehrungen. Nebst den Beilagen „Ursachen der Wuth der Hunde und die Kennzeichen solcher Wuth“ sowie „Anweisung, wie man sich bey dem Biße toller Hunde zu verhalten habe, und dessen traurigen Folgen vorbeugen könne“. Gegeben Dresden 2. April 1796. 2° (34,8 x 22 cm). Mit großer Anfangs-Vignette in Holzschnitt + Eingangs-Initiale. 16 Bll. Mit gedr. hzgl. Unterschrift nebst L(oco) S(igilli)-Marke. Geheftet. Unbeschnitten.

Hs. Aktenvermerk „Nom. 23“ von alter Hand auf Titel. – Letzte vier Blatt mit kleiner Wurmspur im breiten weißen Oberrand, Schlußblatt unten im Rand mit zwei Braunflecken. – Namentlich der Hauptteil in schöner, großer Typographie. – Breitrandig.

Außerordentlich  inhaltsreiche  Verordnung
zu  Bekämpfung  +  Heilung  der  Tollwut ,

mit direktem Bezug zu vorstehender Verordnung vom 7. September 1782, die  Hygiene  als  Schutz  vor  Krankheit  begreifend. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.082 / EUR  496. / export price EUR  471. (c. US$ 567.) + Versand

Vorschriften, für die Bewohner der Städte und des Landes, aus dem unterm 2. April, wegen Einschränkung des Hundehaltens und der von wüthenden Hunden zu besorgenden Gefahr, publicirten Mandate, nebst den darzugehörigen Beilagen „Ursachen der Wuth der Hunde und die Kennzeichen solcher Wuth“ sowie „Anweisung, wie man sich bey dem Biße toller Hunde zu verhalten habe, und dessen traurigen Folgen vorbeugen könne“. Kl.-4° (20,5 x 17 cm). 24 SS. Geheftet und mit Garnschlaufe oben links.

Hs. Aktenvermerk „Nom: 24“ von alter Hand auf Titel. Dieser gebräunt und etwas schmutzstippig sowie mit kleiner unauffälliger, das zweite Blatt noch ganz minimal berührender Wurmspur.

Die  zum  Aushang  verwandte  Version

der  außerordentlich  inhaltsreichen  Verordnung

zu  Bekämpfung  +  Heilung  der  Tollwut ,

die Bestimmungen des im Vorjahr als Neufassung der Verordnung vom 7. Sept. 1782 erlassenen Mandates in teils abgeänderter Reihenfolge in

ebenso  knappen  wie  einprägsamen  Sätzen  zusammenfassend .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.083 / EUR  345. / export price EUR  328. (c. US$ 395.) + Versand

Edict (Friedrich Wilhelms, König v. Preussen, Markgraf zu Brandenburg) Wegen des Tollwerdens der Hunde und darin das sog. Tollwurmschneiden aufhebend, da „der Erfolg der gehoften Wirkung nicht entsprochen“. Gegeben Berlin 20. Feb. 1797. 2°. Titel, 3 unnum. Bll. auf 2 Doppelblättern. Mit Titel- und großer, reich gestalteter Anfangsvignette. Mit gedruckter kgl. Unterschrift nebst L(oco) S(igilli)-Marke. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.238 / EUR  322. / export price EUR  306. (c. US$ 369.) + Versand

Diana. Blätter für Jagd- und Hundefreunde siehe Hunde

W. Ross King. The Sportsman and Naturalist in Canada, or Notes on the natural History of the Game, Game Birds, and Fish of that Country. Mit  6  Chromolithographien  sowie 13 Holzstich-Illustrationen. London, Hurst & Blackett, 1866. Gr.-8°. XVI SS., Errataslip, 1 Bl. Ills.-Verz., 334 SS. Grüner OLwd.-Bd. m. goldgepr. Rücken u. VDeckel., dieser m. großer goldgepr.  Elchvignette. Unbeschnitten. –  Erste  Ausgabe. – Zwei Jagd-Exlibri. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.777 / EUR  404. / export price EUR  384. (c. US$ 462.) + Versand

Jacques Arago. Souveniers d’un aveugle. Voyage autour du Monde. Chasses. – Drames. Mit  15  lithographierten  Tafeln  nach Vorlagen des Autors. Paris, Delloye, 1840. Gr.-8°. 2 Bll., Titel, VII, 410 SS., Inhalt. Hldr.-Bd. auf 4 Bünden m. farb. marmor. Vorsätzen u. goldgepr. Rücken. – Akzeptables Gebrauchs-, sprich Leseexemplar. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.646 / EUR  152. (c. US$ 183.) + Versand

Jagen + Fischen in England in 2 Bänden + 63 Kupfertafeln, mit u. a. Kapiteln zu Hunden (173 SS. + 12 Kupfertafeln, darunter 50 Seiten Hundemedizin) , verschiedenen Jagdtieren wie Fuchs, Hirsch, Hase, Otter, den Schwimm-, Scharr- + Stelzvögeln (Fasan, Ente, Gans, Rebhuhn, Schnepfe etc., 110 SS. mit 19 Tafeln). Darüberhinaus Geschichte, Grundsätze und Entwicklung der Jagdgesetze im allgemeinen sowie speziell Fische, Vögel und Hunde betreffend darstellend sowie abschließend Hinweise zu Waffen und Munition. Siehe Fische

Friedrich von Dincklage (d. i. Hans Nagel v. Brawe). Waidmannsbrauch und Jägerart. Skizzen und Scenen. Mit zahlreichen Illustrationen. 2., völlig umgearbeitete Auflage. Berlin (1897). VIII, 260 SS. incl. 12 SS. Jagdinsertionen. Genarbter OPappbd. m. goldgepr. Titel u.  Schnepfenstrich  a. d. Vorderdeckel. – Rücken + VDeckel. verblichen. –  Das  Kompendium. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.911 / EUR  176. (c. US$ 212.) + Versand

Lindner – Et Multum et Multa. Beiträge zur Literatur, Geschichte und Kultur der Jagd. Festgabe für Kurt Lindner zum 27. November 1971. Hrsg. v. Sigrid Schwenk, Gunnar Tilander u. Carl Arnold Willemsen. 1971. 4°. XVI, 435 SS. Mit zahlr. Text- + 57 Tafelabb., davon 1 Falttafel, aufmont. Portrait-Frontispiz + 2 Tafeln. Grüne OLwd.

Mit Beiträgen zur Jagdliteratur, u. a. arabisches Falknerei-Traktat, die Kerdeston-Library of Hunting and Hawking Literature, älteste russische und polnische Jagdbücher, Braunschweigische Verordnungen, Geschichte, darunter die Jagd mit Vogelhunden, Jägersprache, ferner Biologie, Tierheilkunde, Sagen, Forstwesen und Kunst. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 14.522 / EUR  235. (c. US$ 283.) + Versand

(Fr. Lacomb.) Encyclopédie méthodique. Dictionnaire (A-Z) de toutes les espèces de chasses. Text- + Tafelband. Paris (1794-95). bzw., Tafelteil, 1811. 4°. VIII. 456 SS., 1 Bl. Titel. Mit  33  (15 doppelblattgroßen)  Kupfern. Zeitspurige 19. Jhdt. Lwd.-Bd. (Text) bzw. Hldr.-Bd. a. 5 Bünden, jeweils mit Rückentitel + -vergoldung.

Textband unbeschnitten, doch aufgeschnitten. – Von schöner Frische. – Sonderdruck aus Diderot-d’Alembert  mit  dem sonst immer fehlenden Textteil. –  Das  unentbehrliche  Kompendium,  um  10  Tafeln  reicher  als  die  Folioausgabe. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.208 / EUR  966. / export price EUR  918. (c. US$ 1106.) + Versand

Der  Hirschgarten  zu  Nymphenburg ?

Patent Maximilian II. Emanuel, Kurfürst v. Bayern, zur umfassenden Verbesserung der Wildbestände und des Jagdwesens in Bayern. Gegeben München 28. 5. 1717. 1 Seite. 61 x 42 cm.

Haben um die Jagden im Lande zu schonen, „nächst München einen Parque errichten lassen“. – Seltener und auch recht früher Einblattdruck. – Siehe die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 28.131 / EUR  910. / export price EUR  865. (c. US$ 1042.) + Versand

Ernstotto Graf zu Solms-Laubach. Die schönsten Jagdbilder aus europäischen Sammlungen. 1976. 4°. 196 SS., davon 13 SS. histor. Einleitung + Fachausdrücke. Mit zahlreichen großen Bild-Vignetten in Rotbraun + 85 (41 farbigen, davon 2 dblgr., + 5 dblgr. in s/w) meist ganzseit. Tafelabbildungen. Jagdgrüner OPpbd. m. farb. OSchutzumschlag.

Lizenzausgabe der 1961er Originalausgabe in gleich großzügiger Gestaltung, lediglich ohne die dortige verschiedentliche Tafelmontage und nur leinenimitiertem Deckelbezug (etwas fleckig). – 1978er Waidmanns-Widmung.

Angebots-Nr. 13.374 / EUR  50. (c. US$ 60.) + Versand

William Somervile. The Chase; A Poem. Mit Vorworten Somerviles + Bulmers sowie Kritischem Essay (von Aikin). Mit  14  großen  Jagdvignetten  in  Holzschnitt  von Thomas nach John Bewick. London 1802. Gr.-8°. XXIII, 105 SS., 1 Bl. HMaroquin.-Bd. von 1872. Zweiseits unbeschnitten. Kopfgoldschnitt. –  Hauptwerk  Somerviles  in  bibliophiler  Gestaltung  und  Edition. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 10.961 / EUR  445. / export price EUR  423. (c. US$ 509.) + Versand

The Sportsman’s Dictionary; containing Instructions for various methods to be observed in riding,  hunting,  fowling, setting, fishing, racing, farriery, hawking, breeding and feeding horses for the road and turf; the management of dogs, game and dunghill-cocks … and the manner of curing their various diseases and accidents. Improved and enlarged by Henry James Pye. 5. Aufl. Mit  17  Kupfertafeln. London 1807. 4°. VII, 547 SS. Dklbrauner. HLdr.-Bd. –  Die  Fülle  des  Wissens  in  gediegenem  Bibliotheks-Exemplar. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.139 / EUR  765. / export price EUR  727. (c. US$ 876.) + Versand

Schwerdt, C. F. G. R. Hunting, Hawking, Shooting illustrated in a catalogue of books, manuscripts, prints and drawings. 4 Bde. London 1928-37. Neudruck. Mit Einleitung von Kurt Lindner in dt.-engl. Paralleltext. 1985. 4°. Mit  382  teilweise  gefalteten  (2 dblgr.)  Tafeln. OKunstldr.-Bde.

Der ebenso reich wie großartig illustrierte, seinerzeit in nur 300 Exemplaren erschienene, verschwenderisch gestaltete Privatdruck, dessen Druckplatten anschließend vernichtet wurden und der seit langem eine ebenso gesuchte wie hochbezahlte Trouvaille ist, dessen Glanz der Neudruck nicht vortäuschen kann und soll. Dennoch ist er angesichts des vollständigen Tafelteils mehr als nur das eine böse Lücke schließende unverzichtbare bibliographische Hilfsmittel und Arbeitsexemplar.

Angebots-Nr. 28.308 / EUR  498. / export price EUR  473. (c. US$ 570.) + Versand

O(skar). von Riesenthal. Jagd-Lexikon. Handbuch für Jäger u. Jagdfreunde mit besonderer Berücksichtigung der Naturgeschichte u. Hege des Wildes. Mit 123 (?) Holzstich-Illustrationen. Leipzig 1882. SS. III-VI, 512 SS. Marmor. HLdr.-Bd. d. Zt. (berieben + bestoßen). – Erste Ausgabe. – Ohne Vortitel + SS. 513-20 (Treib- u. Parforcejagd-Signale). Hinsichtlich des Hege- und naturwissenschaftlichen Aspektes bis heute besonders aktuell. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 11.140 / EUR  253. / export price EUR  240. (c. US$ 289.) + Versand

Das  Recht  des  jagdlichen  Alltags

im  Jahrhundert  Ridingers

Jagd-Edicte der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg 1705-1805. Eine Sammlung von 13 einseits bedruckten und damit auch sehr rahmungsreizvollen Verordnungen aus vier Generationen in Folge als für die Plakatierung „in denen Dörffern und sonsten an gewöhnlichen Orten und Enden“ bestimmten  Einblattdrucken mit jeweils mit L(oco) S(igilli)-Marken gedruckten Unterschriften der regierenden Herzöge und, meist, ihrer Ersten Minister sowie dekorativer großer Holzschnitt-Initiale „V“ in so ansprechenden Querformaten von 31,5-35 x 35,2-42,5 cm. Unter rahmungsgerechten säurefreien Schrägschnitt-Zier-Passepartouts mit goldgeprägtem Datum in rubinroter Radja-Ziegenleder-Kassette auf Zierbünden mit zwei grünen Rückenschildchen, Titel auf Vorderdeckel, Hirschvignette auf Rücken- und Filete auf beiden Deckeln, alles in Goldprägung, sowie rubinroten Elefantenhaut-Innenspiegeln mit goldgeprägter Potentaten-Abfolge eingangs.

Kontinuierlich  dargestelltes  jagdrechtliches  Wollen

eines  ganzen  Jahrhunderts

Dies alles adäquat widergespiegelt von einem Äußeren,

dessen  nobles  Gewand  gebotenermaßen  fürstlichen  Ansprüchen  genügt .

Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.567 / Preis auf Anfrage

„ … eine  gar  artige  Jagd  machen “

Die  Lappen  von  1717  –  Die  Lappen-Platte  von  1729

Unerhört  einzigartig

der  Gleichklang  von  Zeit  +  Sujet

Jagdlappen Georg Wilhelms Markgraf zu Brandenburg (1678-1726) mit gekröntem Adler-Wappen zwischen dem Monogramm GWMZB und der Jahreszahl 1717 auf der einen und

von  Meutehund  gestelltem  aufgerichteten  12-Ender

auf der anderen Seite.  Vierer-Satz  an  offensichtlich  originalem  Seil  von 403 cm Länge + 2 x 20 cm Einhängumschlag. Hand-Zeugdruck in Rotbraun + Schwarz auf sackleinenfarbenem (3) bzw. grauem Grund. 62-63 x 35-40 cm.

Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Das mit Flammen=Schnüren umstellte Jagen. Vorn Federschnur, zurückgesetzt darüber

die  Lappenreihe

unter der der erste Hirsch schon verhaucht, indes ein Kapitaler noch im Begriff ist, über diese hinwegzusetzen, aber seinerseits im Feuer des Schützen vorn rechts bleiben wird. Im Waldesinnern wählt ein weiterer Edler seinen Weg lieber ins Abseits. Druck-Platte im Gegensinn. (1729.) Bezeichnet: Ioh. El. Ridinger inv. pinx. sculps. et exc. A. V. / avec privil. de sa Majeste Imp. 30,5 x 23,4 cm.

In  außen  wie  innen  uniformer

gemeinsamer  bordeauxroter  Maroquin-Kassette

(75,5 x 48 x 8,2 cm) mit 4 Zierbünden, 2 dunkelgrünen goldgeprägten Rückenschildern, goldgepr. 2teil. Titel nebst Jahreszahl sowie Goldfilete auf dem Vorderdeckel sowie ridinger handlung niemeyer auf unterer Innenkante des Rückdeckels, alles 23,5karätig, mit den unter Polykarbonatglas (alterungs- + UV-beständiger als Plexiglas, aber ebenso kratzempfindlich) eingelassenen Solitären.

Linksseits  die  optisch hervorragend erhaltene

originale  Druck-Platte

zu einem der acht kleinen Formate (Thienemann + Schwarz 17; Stubbe, 1966, Taf. 4) der in Radierung mit Kupferstich gearbeiteten instruktiven Lehr-Folge der 1729er „Fürsten-Jagd-Lust“ als der frühesten von Ridinger nunmehr selbst in Kupfer übertragenen großen Jagdfolge des Œuvre.

Rechtsseits  denn  als  Dokumente  der  Praxis  selbst  die Lappen eben jenes vis-à-vis gekupferten jagdlichen Alltags. Und beider Fertigung

in  zeitlichem  Abstand  von  gerademal  12  Jahren !

Und thematisch maßgeschneidert dazu!  Und  vier  am  Stück  obendrein  !  Generell üblicher sorglicher Verwahrung des Jagdzeugs entspricht denn auch hiesiger Vierer-Satz unter Würdigung seines Nutzungszwecks, sprich, seines Wild-Pedigrees. Zwangsläufig verblichen und mit Farbabreibungen, gewiß, doch nicht stockig, ist der Gesamtzustand gut. – Kurz ,

das  Lappen – Exemplar  in  seiner  Grandeur

elitärer  geht’s  nicht

Und  zumindest  in  Verbindung  mit  Ridinger

weltweit  einzig  am  Markt

Siehe in der Roten Reihe das Lappen-Exemplar.

Verordnung, Erneuerte, August Wilhelms (1719) durch Carl I., Hzge. zu Brschwg-Lüneburg, das verbotene Wildprett=Schiessen in der Setz=Zeit betreffend. Gegeben seinerzeit Wolfenbüttel 2. Aug. 1719, nunmehr Brschwg. 29. Juni 1778. 34,5 x 42,2 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit den nebst L(oco) S(igilli)-Marken gedruckten hzgl. Unterschriften. – Von neuem Vor- und Nachspann begleitetes, und damit allein formal schon seltenes, vor allem aber wegen seiner indirekten Aussage hinsichtlich der Auffassung über das zwischen dem 24. August, ja sogar dem 14. August, und dem 4. September angesiedelte Datum von Bartholomæi als dem traditionellen Tag des Jagdaufgangs. –  Für  den  Maueranschlag  bestimmter  rahmungsreizvoller  Einblattdruck. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.555 / EUR  391. / export price EUR  371. (c. US$ 447.) + Versand

Verordnung Carl Wilhelm Ferdinands, Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg (1735-1806), den Aufgang der Jagd wegen der spätern Reife der Feldfrüchte auf den 12. September hinausschiebend. Gegeben Brschwg. 23. Aug. 1799. 35,3 x 42,5 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst L(oco) S(iglli)-Marke gedruckten hzgl. Unterschrift. – Bugfalte oben + unten hinterlegt. –  Rahmungsgroßartiger  Einblattdruck. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.005 / EUR  166. (c. US$ 200.) + Versand

Verordnung Carl Wilhelm Ferdinands, Hzg. zu Brschwg.-Lüneburg (1735-1806), den diesjährigen Jagdaufgang wegen verspäteter Ernte auf den 26. September verschiebend. Gegeben Brschwg. 30. Juli 1805. 35 x 42 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst L(oco) S(igilli)-Marke gedruckten hzgl. Unterschrift. – Von großem inhaltlichen Belegwert auch die Rückkehr zum alten Kalender und damit dem 4. September als Tag des Jagdaufganges (siehe vorstehende erneuerte Verordnung von 1719/1778). –  Für  den  Maueranschlag  bestimmter  rahmungsreizvoller  Einblattdruck. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.558 / EUR  289. / export price EUR  275. (c. US$ 331.) + Versand

Verordnung Carls I., Hzg. zu Brschwg.-Lüneburg (1713-1780),  Luderstätten  und  Schießhütten  betreffend. Gegeben Brschwg. 5. Nov. 1767. 34,3 x 42 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst L(oco) S(iglli)-Marke gedruckten hzgl. Unterschrift. – Gleichmäßig leicht getönt. –  Thematisch  selten  +  rahmungsreizvoll. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 13.024 / EUR  343. / export price EUR  326. (c. US$ 393.) + Versand

Charles Aubry. Chasses Anciennes d’après les Manuscrit des XIV & XVe Siècles. Folge von  12  Lithographien  (35-41,5 x 27-29 cm). Paris 1837. Gr.-2°. Lose in zeitspurigem illustrierten OBütten.-Umschlag. –  Sehr  selten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 12.101 / EUR  620. / export price EUR  589. (c. US$ 709.) + Versand


“ I receives them today in very good condition, thank you and dont forget to tell me about … items, best regards ”

(Sign. L. B., April 5, 2002)

 

Die  Auslese  des  Tages