„ Der Hunde pflege laß dir sehr empfohlen seyn … “
„ Besonders trefflich sind die Blätter mit den Hunden … , welche ,
gleichsam das Leben derselben beschreibend ,
einen Schatz für den Waidmann bieten “
(Nagler)
Langlumé (Lithograph, nachweisbar in Paris vor 1822 – 1824). Jagd- und Hühnerhund. Jeweils gestreckten Leibes/Laufes bei der Arbeit. 2 Blatt. Kolorierte Kreide-Lithographien. 21-23,5 x 26-28,5 cm. – Thieme-Becker XXII, 351.
SEHR REIZVOLLE PENDANTS

dieser frühen Lithographien.
Angebots-Nr. 14.529 / EUR 299. / export price EUR 284. (c. US$ 387.) + Versand
Die Vier Jahreszeiten der Hunde
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Frühling der Hunde . Lavierte Pinselzeichnung über Bleistift. Im Bild unten links mit zartem Bleistift bezeichnet: Joh Elias Ridinger inv. et del. 438-440 x 336 (Bildgröße 426-429 x 336) mm.
Die für die Übertragung auf die Platte gegriffelte und rückseits gerötelte

malerische Vorzeichnung
im Gegensinn zu Blatt 1 – Th. 105, abgebildet bei Blüchel, Die Jagd, II, S. 79 – der Folge auf festem, doch nicht schwerem, Bütten mit Wasserzeichen „IV“ als zeitbekannt und für Ridinger, beispielsweise, hier für seine 1723er Zeichnung „Alexander der Große 326 am Hyphasis“ ebenso belegt wie für zwei Blätter der wohl erst von den Söhnen als Zweitausgabe koloriert herausgegebenen Folge der Affen.
Stecknadelkopfkleines Löchlein und sieben überwiegend rückseitige Randspuren von punktueller Montage auf einem erst jetzt entfernten Untersatzbogen (auf diesem von alter Hand in Kursive als Bezeichnung in der Mitte „Coursing“ und rechts „Ridinger“), sonst bestens. In der Mitte des schmalen weißen Unterfeldes der Zeichnung selbst in Bleistift eine „20.“ als anzunehmende Vorbesitzer-Inventar-Nummer und damit Herkunftsmerkmal einer umfassenderen Zeichnungs-Sammlung.
Die auch formatmäßig herrliche Zeichnung
zum Eingangsblatt dieser gesuchten bildreichen Suite. – Der Schwanz des Schirmers gegenüber dem Stich in leicht vereinfachter Endkrümmung, der linke Vorderlauf des Wasserhundes bleibt hier unsichtbar unter dem Leib.
Zum Komplex der Hunde-Vier-Jahreszeiten war Thienemann (1856, Mappe 2, e, Seite 275) nur die gleichfalls getuschte Zeichnung des Sommer-Blattes (Th. 106) aus dem Weigel-Bestand bekannt geworden, die sich indes nicht mehr im Weigel’schen Nachlaß-Katalog von 1869 findet (siehe dort SS. 197 ff.). Dann fand sich, gleichfalls zum Sommerblatt, die ebenfalls großformatige und getuschte Skelett-Studie zu dessen Hirsch innerhalb der 1890 bei Wawra in Wien „aus dem Besitze eines bekannten Sammlers“ aufgelösten „Schönen Sammlung von Handzeichnungen und Kupferstichen Joh. El. Ridinger’s“ (Nr. 67). Und 1900 in Helbing’s großer Ridinger-Offerte (Arbeiten von J. E. and M. E. Ridinger, XXXIV, 1547) die „brillante Federzeichnung in Umriß“ gleichen Formates zum Herbstblatt. Hier bekannt schließlich noch die ebenso große des Winters. Und die
bildlich ganz ausgeführte , letztgültige des Frühlings-Blattes
ist nach langer Marktferne – nach hiesiger Kenntnis wurde sie letztmals im Frühjahr 1969 verhandelt – in bester Verfassung denn nunmehr hier präsent.
Außerordentlich reizvoll schließlich die an dieser nachzuvollziehenden Arbeitsgänge des Meisters bei der Übertragung auf die Platte in Form schon besagter Rötelung und Griffelung, letztere bis hin zu Nebenpartien, wie nicht generell gehandhabt. Damit aber den so begehrten, ebenso berühmten wie kostbaren „Blick über die Schulter“ gewährend.
Angebots-Nr. 28.878 / Preis auf Anfrage
Mitbegründer der Familien-Dynastie Karlsbader Glasschneider
Pfeiffer, Josef Anton (1807 Karlsbad ca. 1870). Jagdhündin mit sechs Welpen in strohausgelegtem Verschlag. Rechts hölzerner flacher Wassertrog.

Weißgehöhte Deckfarbenmalerei
mit partieller weißer Lasierung. Rückseits hs. in Tinte bezeichnet: J. Anton Pfeiffer / 1825. 40 x 55 cm.
Thieme-Becker XXVI, 527. – Jugendarbeit Josef Anton’s, der zusammen mit seinem älteren Bruder Anton Heinrich den Start der Familien-Dynastie Karlsbader Glasschneider repräsentiert. Siehe hierzu auch Pazaurek, Gläser der Empire- und Biedermeierzeit, Leipzig 1923. – Unten rechts von fremder Hand in Bleistift: Ant. Pfeiffer 1825. – Oben mit schmalem Papierrand, sonst bis an die, tlw. auch knapp innerhalb der Einfassungslinie geschnitten. Am rechten Rand an drei Stellen bis 5 mm ins Bild reichende Spuren rückseitiger früherer Montage.
Angebots-Nr. 15.677 / Preis auf Anfrage
Wintter, Joseph Georg (1751 München 1789). Drei Hunde, darunter Jagdhund + Bulldogge, vor Hundehütte, sich die Knochen streitig machend. Radierung. Bezeichnet: Jos Geo: Wintter inv fecc et excc . 10,9 x 17,5 cm.
Niemeyer 125, II. – Offenbar keiner der Folgen zuordbar, sofern nicht zu Niem. 3-14 gehörig. Die 137blätterige Komplettausgabe Weigel 21336 ( „Die meisten Blätter sehr selten“, 1857! ) hier anderwärts nicht nachweisbar. – Aus der frühestens 1821 erschienenen 44blätt. Augsburger Sammelausgabe Schwerdt III, 190, a („Rare“), deren herrliche Druckqualitäten die kleinen Auflagen verraten und Schwerdt irrtümlich vielfach auf Probedrucke vor der Schrift schließen ließ.
Seine „Radierungen sind trefflich und stehen in der Behandlung zwischen jenen von Hollar und Riedinger. Im Jahre 1784 wurde W. churf. Hof- und Jagdkupferstecher“ (Nagler, im 1863er Bd. III, Nr. 68, des Monogramm.-Lexikons seinerseits auf die Seltenheit dieser schönen Blätter hinweisend). – Auf schwerem Papier.
Angebots-Nr. 15.669 / EUR 268. / export price EUR 255. (c. US$ 347.) + Versand
– – – Der Löwe, die drei Hunde unterrichtend. Radierung. Bezeichnet: JG Wintter inv 1784 . 4,9 x 5,8 cm.
Niemeyer 9, II. – Aus Nagler 21. – Lt. Robels, Frans Snyders, 1989, S. 43, war der Löwe neben Affe, Lamm und Schwein eines der auf frühchristl. Quellen zurückgehenden vier Elemente. – Aus der frühestens 1821 erschienenen Sammelausgabe wie vor.
Angebots-Nr. 13.057 / EUR 99. (c. US$ 135.) + Versand
Der Vorstehhunde vier Verrichtungen
Überraschend unzulänglich vertreten in alten Beständen
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Vorstehende Hühnerhunde. Folge von 4 Blatt. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A. V., ansonsten wie unten. 28,2-28,9 x 25-25,8 cm.
Thienemann + Schwarz 101-104; Katalog Weigel XXVIII (1857), Ridinger 9 A („Alte Abdrücke auf Linienpapier.“); Nagler 23; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1790 („neuere Abdrücke“, 1885); Slg. Reich auf Biehla 17 (davon 2 als „neue Abdrücke“, 1894); Slg. Georg Hamminger 1540 (nur 3 Blatt, davon eins zudem nur mit Schriftrand); Helbing XXXIV (1900), 241; Schwerdt III (1928), 136. – Nicht in Slg. Coppenrath (1889/90).
Vorstehender Hund vor einem Hasen im Lager – Vorstehender Hund auf Fasanen – Großer vorstehender Hüner Hund auf Reb Hüner – Kleiner vorstehender Hüner Hund auf Wachtlen .
Die außerordentlich liebenswerte unnumerierte Suite


„ von Ridinger in seiner besten Zeit gearbeitet “
(Th.) in jeweils malerischer Landschaft, davon 1-3 in bzw. vor Getreideschlägen, Blatt vier indes vor prachtvoll arabeskenverziertem und mit Augsburgs Zirbelnuß – „der Pyr, Wahrzeichen einst der römischen Legionäre, als sie nordwärts drängten, aber auch antikes Fruchtbarkeitssymbol“ (FAZ 17. 1. 1985) – bekröntem steinernen Postament.
Altem adeligen Sammelband entstammende seitlich 3-4, oben + unten 8-10 cm breitrandige Abdrucke auf schwerem Bütten mit zumindest tlw. typograph. Wz., davon die ersten drei von alter Hand in Bister mit XXXXVI-XXXXVIII numeriert. – Blatt 1 teilweise + Bl. 4 (7 mm breiter leichter Braunstreifen an unterer Außenkante) ganz marginal unten eine Idee zu schwarz eingefärbt, ansonsten sehr, sehr schön.


Blätter 2 + 4 später mit Platten-Nr. 67 bzw. 86 (Schwarz 104a) oben rechts als Merkmal ihrer Verwendung innerhalb späterer Wundersamsten-Ausgaben und dort die ursprünglichen Hühner-Hunde Th. 308 bzw. 328 ersetzend.
Um jene und zwei weitere (Th. 274 + 278) aufgestockt, begegnet man der Folge auch als 6- bzw. 8blättrig. Entsprechend Th. 274: „Wird auch in der Sammlung: ‚Vorstehende Hunde‘ mit verkauft, wenn sechs Stück angegeben sind.“ Und hs. durchnumeriert 8blättrig fand sie sich hierselbst in einem früheren zeitgenössischen Sammelband. Th. 274 + 278 derzeit apart hier aufliegend.
Angebots-Nr. 15.693 / EUR 2300. / export price EUR 2185. (c. US$ 2976.) + Versand
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Par force Jäger mit der meute. Tiefdruck-Postkarte nach Thienemann 115 von O. Felsing, Hof-Kupferdruckerei, (Bln.-)Charlottenburg. Ebda., Nationaler Verlag Wilhelm Felsing, ca. 1900-1918. 13,8 x 9,2 cm.
Nicht gelaufene „KÜNSTLERKARTE“ nach dem von Martin Elias R. radierten Sujet der Falconiers-Suite. – „Er reitet einen Engländer und blaset das Jagdhorn. Die Meute begleitet ihn ernst und ruhig“.
Angebots-Nr. 28.455 / EUR 29. (c. US$ 39.) + Versand
Der Nymphenburger Hühnerhund
als
Dokument eines Augenblicks deutscher Geschichte
gelegentlich
der Rückkehr des Wittelsbacher Kurfürsten Karl Albert
als deutscher Kaiser Karl VII. nach München
wobei Ridinger sich ins Buch der Geschichte eintrug
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno 1734. Ist diser wohlgerichte Hüner Hund bey dem Keyserlichen Lustschlosse Nymphenburg (dieses oberhalb des Geschehens samt hoher Fontaine) in den Fasanen Garten in der Action wie er vorgestanden nach dem Leben gezeichnet worden. Radierung mit Kupferstich. Bezeichnet: J. E. Ridinger fec. et excud. 1744. , ansonsten wie vor. 36,8 x 28,1 cm.
Blatt 32 (Thienemann + Schwarz 274) der Folge der „Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“. – Oben + unten 7,7 bzw. 6,5, an den Seiten 3,3-3,5 cm breitrandig. – Kleiner Rostfleck im Untertext.
Die 1744er „kaiserliche“ Arbeit ,
mit der Ridinger den Wittelsbacher Kurfürsten Karl Albert
bei seiner Rückkehr 1744 nach München
als nunmehr Kaiser Karl VII. begrüßte .
Gewählt und
von seinem Bruder Clemens August , Kurfürst von Köln , gekrönt
war er als dritter und letzter seines Hauses zwar bereits 1742 in Frankfurt/M.,
wo Goethes Vater ihm seinen „Kaiserlichen Rath“ verdankte
und die Mutter von den melancholischen kaiserlichen Augen schwärmte ,
doch die damit verbundenen Querelen hielten ihn dortselbst gefangen. Bei endlichem Einzug in München, 1744, erwies ihm Ridinger mit anstehender Arbeit seine Reverenz
durch Betonung des Schlosses Nymphenburg

als nunmehr „ Keyserlichem “.
Schon ein Jahr später war der Glanz dieser für den Kaiser wie für Bayern und Deutschland schweren Jahre durch Tod wieder erloschen. Doch mit dem Kupfer von 1744
hatte Ridinger sich ins Buch der Geschichte eingetragen .
Angebots-Nr. 15.602 / EUR 980. / export price EUR 931. (c. US$ 1268.) + Versand
Augsburg’s Zirbelnuß – verewigt von Ridinger
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Kleiner vorstehender Hüner Hund auf Wachtlen (sic!). Vor einer aus Arabesken zusammengesetzten, mit der Augsburger Wappen-Zirbelnuß bekrönten Herme inmitten fülliger Landschaft. Vorn rechts Getreidefeld. Radierung und Kupferstich. Bezeichnet: J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A. V., ansonsten wie vor. 29,2 x 26,1 cm.
Thienemann + Schwarz 104. – Schlußblatt der unnumerierten 4blätt. Hühnerhund-Folge,

„von Ridinger in seiner besten Zeit gearbeitet“.
Die alte hs. Bister-Numerierung „26“ oben rechts hiesigen Erachtens nach nicht von Ridinger selbst. Schwarz 104a verzeichnet als Variante ein dortselbst mit „86“ drucknumeriertes Exemplar als Hinweis für dessen Verwendung als Blatt 86 der „Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“ anstelle des dort sonst stehenden „Wohl tressierter Hüener-Hund wie er Rebhüener vorstehet“ als 1766er Arbeit des Sohnes Martin Elias nach väterlicher Vorlage von 1757 als Variante des 3. Blattes der Hühnerhund-Suite („Großer vorstehender Hüner Hund auf Reb Hüner“, Th. 103). – Umrißmäßig erkennbares Wz.
Angebots-Nr. 13.190 / EUR 445. / export price EUR 423. (c. US$ 576.) + Versand
„ Als Kynologe war Beckmann
eine Autorität ersten Ranges “
Beckmann, Ludwig. Geschichte und Beschreibung der Rassen des Hundes. Unter Mitwirkung der namhaftesten Züchter und Preisrichter und in Uebereinstimmung mit den officiell anerkannten Rassezeichen der maßgebenden Vereine des In= und Auslandes, herausgegeben und illustrirt von …, Jagd= und Thiermaler in Düsseldorf. 2 Bde. Mit incl. zweier Frontispize
86 (83 aufmontierten) Tafeln in Holzstich



und Lithographie (3, davon 2 farbig)
sowie zahllosen Text-Holzstichen .
Braunschweig, Vieweg und Sohn, 1894/95. 4°. XV, 386 SS., 1 Bl. Errata; XIII, 351 SS. Braune OHfrz.-Bde. mit breiten Ldr.-Ecken, strukturierten Deckel-Bezügen und blindgemustertem weißen Seiden-Vorsatz. Marmor. Farbschnitt. – Nissen 278.
DAS AUFWENDIG GESTALTETE MONUMENTALE STANDARDWERK
in ausgesprochen schönem Exemplar bei lediglich leichter Aufhellung des dekorativen goldgepr. Rückens mit seinen jeweils zwei Titelschildern. – Mit gestochenem „Er“ bzw. „Sie“-Exlibris derselben Sammlung.
Die Holzstiche – die auf dünnem Papier gedruckten Tafeln auf leichten Karton mit typograph. Aufdruck montiert – aus den xylograph. Ateliers von Brend’amour, D’dorf, + Vieweg selbst, das Papier von Gebr. Vieweg, Wendhausen. Die drei lith. Tafeln vom Berliner Hoflithographen W. Greve.
Zeigen die Text-Holzstiche neben anatomischen Darstellungen bereits eine Fülle von Hunden, so die Tafeln
84 Rassehunde apart oder als Paar bzw. Gruppe
sowie je ein Skelett + Entwicklung des Gebisses. Die Tafel-Holzstiche durchweg, die des Textes vielfach mit Beckmann’s Signatur oder Monogramm im Stock, vereinzelt auch der des Stechers, namentlich die Tafeln tlw. zudem mit der Brend’amour-Adresse.
Ludwig Beckmann (Hannover 1822 – Düsseldorf 1902) war von Haus aus Wagenbauer „und als solcher auch literarisch (‚Über die Bedeutung des Wagens in der Kulturgeschichte‘) in seinem Fach tätig.
Seine Jägerpassion führte ihn zum Studium des Tierlebens ,
zur Tiermalerei und wieder auf dem Wege über die Literatur zur Tierillustration,
in der er Hervorragendes leistete
… Am bekanntesten wurde er aber durch seine Zeichnungen für den Holzschnitt … zu denen er zum Teil den Text selbst verfaßte …
Als Kynologe war Beckmann
eine Autorität ersten Ranges “
(Thieme-Becker III, 156).
Angebots-Nr. 15.144 / EUR 1470. / export price EUR 1397. (c. US$ 1903.) + Versand


Folgen Johann Elias Ridingers Radierungen der Hunde von 1738 aus der ebenso reichen wie schönen Suite „Entwurf(f) einiger Thiere, Wie solche nach ihren unterschiedenen Arten, Actionen und Leidenschaften, nach dem Leben gezeichnet“. Variirende Bezeichnung (J. E. R. fec. / J. E. Ridinger inv. (del.) fec. et exc. A(ug). V(ind).), Titel wie unten genannt. Ca. 18-20 x 14,5-15,5 cm. – Instruktive Blätter („sehr gesucht“, Thienemann bereits 1856) in schönen Abdrucken der ersten Ausgabe auf festem, oben + unten ca. 4-9 cm, seitlich 1,52,5 cm breitrandigem Papier. – Vereinzelt linksseits 1 cm schmaler Falzstreifen von früherer Heftung. – An der Oberkante noch die beiden originären feinen Durchstiche.
Grössere arth der Bæhrenbeisser. Kraftvoll nach rechts auf einem Felsvorsprung stehend. – Thienemann 392.
Angebots-Nr. 15.635 / EUR 210. (c. US$ 286.) + Versand
Kleinere arth von Bæhrenbeisser. In felsigem Ambiente kraftvoll nach rechts. – Thienemann 393.
Angebots-Nr. 15.628 / EUR 186. (c. US$ 253.) + Versand
Leit=Hund. In dichtem Wald an angespannter, um einen Ast geschlungener Leine. – Thienemann 394. – Abbildung
Angebots-Nr. 15.636 / EUR 220. (c. US$ 300.) + Versand
Englische par force und Teutsche Jagt=Hunde. Erstere zusammengekoppelt ruhend nach rechts, letztere Gefleckten nach links. – Thienemann 395.
Angebots-Nr. 15.629 / EUR 220. (c. US$ 300.) + Versand
Francoesische par Force Hunde. Deren vier vor steinernem Brunnen eines Parks. – Thienemann 396.
Angebots-Nr. 15.633 / EUR 220. (c. US$ 300.) + Versand
Glatt und zottichte gemeine Wind=Hunde. Deren zwei, gekoppelt, ruhend bzw. sitzend nach rechts. – Thienemann 397. – Abbildung
Angebots-Nr. 15.631 / EUR 210. (c. US$ 286.) + Versand
Gross Irlændisch Windspiel. Vermutlich der Irische Wolfshund, aufmerksam windend groß in Seelandschaft. – Thienemann 398. – Abbildung
Angebots-Nr. 15.637 / EUR 168. (c. US$ 229.) + Versand
Türkischer Wind oder par force Hund. Stehend nach links vor bergiger Kulisse. – Thienemann 399.
Angebots-Nr. 15.638 / EUR 220. (c. US$ 300.) + Versand
Schweis=Hund. In full action in dichtem Ridinger-Wald. – Thienemann 400. – Abbildung
Angebots-Nr. 15.642 / EUR 235. (c. US$ 320.) + Versand
Sau=Finder. „Ein kleiner, rauhhariger, böser Hund, bellend“ (Thienemann) in dichtem Walde. – Thienemann 401.
Angebots-Nr. 15.627 / EUR 235. (c. US$ 320.) + Versand
Sau=Rüden. Erwartungsvoll-ungeduldig stehend bzw. kraftvoll-aufmerksam liegend. – Thienemann 402.
Angebots-Nr. 15.634 / EUR 248. (c. US$ 338.) + Versand


Leuchte Cours Hunde. Nur einer, groß in hügeliger Landschaft. – Thienemann 403.
Angebots-Nr. 15.632 / EUR 186. (c. US$ 253.) + Versand
Wachtel= und Kleine Hüner=Hunde. Vor bewachsenem Staketen-Zaun deren fünf. – Thienemann 404.
Angebots-Nr. 15.639 / EUR 135. (c. US$ 184.) + Versand
Kleine Wind= Englische Hasen= und Stoeber=Hunde. An bergigem Waldrand deren sechs, „zwei Paar gekoppelt, der Stöberhund rauhhaarig“. – Thienemann 405.
Angebots-Nr. 15.640 / EUR 185. (c. US$ 252.) + Versand
Tachs=Schlieffer, Tachs=Würger. Deren drei auf einem Hügel. – Thienemann 406.
Angebots-Nr. 15.641 / EUR 168. (c. US$ 229.) + Versand
Otter=Hunde, und Wasser=Hund. Deren vier vor bergigem Wasserfall. – Thienemann 407.
Angebots-Nr. 15.630 / EUR 160. (c. US$ 218.) + Versand
Dænischer, und zerschidene Budel=Hunde. „Der Däne liegt, drei Pudel in verschiedenen Stellungen.“ – Thienemann 408.
Angebots-Nr. 15.643 / EUR 185. (c. US$ 252.) + Versand
Scheute Ridinger die Auseinandersetzung
mit dem eigenen Werk ?
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die durch erdichteten Vorwand unterdrükte Unschuld. Der sich vor drei Hunden auf einen Fels gerettete Hase wird das Opfer eines herabstoßenden, in seinem Gefieder herrlich gezeichneten Falken. Radierung + Kupferstich von Martin Elias Ridinger (1731 Augsburg 1780). Nach 1767. Bezeichnet: J. El. Ridinger. inv: et del. / M. El. Ridinger. sc. et exc: A.V., ansonsten wie vor in Dt.-Lat.-Frz. 33,5 x 24,9 cm.
Thienemann + Schwarz 784; Metzner-Raabe, Illustr. Fabelbuch, 1998, Bd. II (Bodemann), 123.I. – Blatt 20 der Fabeln. – Ganz herrlicher Abdruck mit wohl WANGEN-Wz. nebst figürl. Anhänger und 5-27 mm breitem Rand rundum. – Der wiederholte „.“ nach Ridinger nicht von Schwarz wiedergegeben, anstelle des hiesigen „:“ nach „inv“ dort nur ein „.“ und anstelle des dortigerseits analog zu Thienemann und entgegen hier auch für die Bll. X ff. vermerkten „:“ nach „FABUL“ nur ein Punkt.

Das außerordentlich seltene Schlussblatt
der geistig wie optisch überaus reizvollen „Lehrreiche(n) Fabeln aus dem Reiche der Thiere zur Verbesserung der Sitten und zumal zum Unterrichte der Jugend“, mit denen
„ Ridinger ein typisches Ziel seiner Epoche (verfolgte). Eine ‚Verbesserung der Sitten‘ durch die moralische Wirksamkeit der Kunst hatte – freilich auf ganz andere Weise – der mit Ridinger fast gleichalte William Hogarth in seinen Gemälden und graphischen Blättern versucht … Doch während Hogarth und Chodowiecki durch satirische Bildfolgen, wie ‚Das Leben eines Lüstlings‘, 1735, … ihren (gleichen) Vorstellungen Geltung zu verschaffen suchte, knüpfte Ridinger an die – ihm besonders gemäße (nämlich, so er selbst, ‚von den eisgrauen Zeiten des Alterthums an‘) – Tradition der Tierfabel an “
(Stefan Morét, Ridinger-Katalog Darmstadt, 1999, Seite 96).
Wobei Ridinger anstehenden Falles noch ein ganz anderes, nämlich gesellschaftspolitisches, Ziel ins Visier nimmt. Gibt der Titel schon mit
„ Die durch erdichteten Vorwand unterdrückte Unschuld “
den Tenor vor, so heißt es in Brockes’ (1680 Hamburg 1747) separat gedrucktem Text
„ Genug man schreibt dem Armen an , / Was er sein Tage nicht getan . /
Der mächt’gen Vögel freches Rasen /
Trifft noch gar oft den schwachen Hasen ! “
Und interpretierend Thienemann : „Spricht der Falke zum Hasen und erwidert dieser:
‚ Warte, ich will Dich lehren, die Hunde zu meinem Neste zu führen, damit sie mir die Jungen rauben!‘ / ‚Wie möchten wir ohne Flügel uns Deinem Horste nahen können?‘ / ‚Ja, ja; Du denkst stets auf mein Verderben, hast Du mich nicht vor zwei Jahren dem Jäger verrathen wollen und meinen Jungen arg geflucht?‘ / ‚Da war ich ja noch nicht geboren.‘ / ‚So war es Deine Mutter. O dies böse Geschlecht kann ich nicht länger dulden.‘
Hierauf ergriff (der Falke) und zerriss das Häschen, welches sterbend noch schrie: ‘Ach, wie leicht gelingt es der Bosheit, die Unschuld zu unterdrücken!’ … ‘Genug man schreibt dem Armen an …’ “.
Diese Sentenz steht in engstem Zusammenhang mit Brockes’/Ridinger’s mittels der Blätter Th. 716-719 der Folge der „Kämpfe reißender Thiere“ vorgetragenen Anprangerung des absolutistischen Systems ihrer und aller Zeit(en). Siehe hierzu die hiesige 1998er „Dresdner Rede – Der verharmloste Ridinger“.
Künstlerisch über all das hinaus zugleich aber auch, einen neuen Bildtypus kreierend, einmal mehr Tradition und Feld hinter sich lassend. Denn, so Ulrike Bodemann in Metzner-Raabe,
„ Keine Ähnlichkeiten mit bisher bekannten Fabelillustrationen .
Riesige Bildformate werden fast völlig von der Darstellung eines zentralen Moments der Fabelerzählung gefüllt. Umgebung meist dichter, urwüchsiger Wald .“
Und Regine Timm, ebda., Bd. I, Seite 171 :
„ Ridinger hat in seinen großen Tafeln … zwar pflanzliches Wachstum oder auch Felsbrocken manchmal bildbestimmend in seine Illustrationen einbezogen, aber ohne dekorative Absicht. Die Pflanzen und Felsen bedeuten das Dickicht, die menschenferne Waldeinsamkeit, in der sich die seltsamen Geschichten unter den Tieren zutragen. “
Die Folge besteht aus zwanzig Blatt, von denen Johann Elias gleichwohl nur die ersten sechzehn veröffentlichte. Vermutlich aus stilistischen Skrupeln. Denn mit den erst vom Ältesten, Martin Elias, auf Kupfer übertragenen und postum herausgegebenen vier letzten gibt er die Überfülle der vorangegangenen, seiner überdies erst neugeschaffenen Fabel-Konzeption, weitergehend zu Gunsten einer nun auch für ihn völlig neuen, souverän konzipierten großflächigen Klarheit (beispielhaft hierfür neben hiesiger namentlich die 17.) auf, womit auseinanderzusetzen er sich schlußendlich aber offenbar scheute. Und wohin ihm noch hundert Jahre später auch Thienemann nicht folgen mochte („haben weniger Kunstwerth, sind aber dennoch schätzbar und ihre Seltenheit zu bedauern“). Was hiesigerseits hingegen als ein bemerkenswert weiterentwickeltes künstlerisches Ausdrucksvermögen gesehen wird. Gipfelnd eben in dem Fascinosum, nicht allein ein neues Fabelbild geschaffen, sondern dieses in sich noch einmal zu neuem Ufer fortentwickelt zu haben.
Vergleichbar als von Ridinger wiederholt zitiert sei in diesem Zusammenhang an Watteau und hier an dessen „Gesellschaft im Freien/Park“ in Berlin erinnert, zu dem Pierre Rosenberg anmerkt: „… ist das Berliner Gemälde
ein Beweis dafür , daß der Künstler sich erneuern wollte ,
indem er einen neuen Typus der Komposition schuf …“
(Ausstellungskatalog Watteau, Washington/Paris/Berlin 1984/85, S. 415).
Für Ridinger diesbezüglich ganz exemplarisch sein in Schabkunst gearbeitetes „Memento Mori“ Schwarz 1426, für das hier erstmals drei Zustände beschrieben werden konnten, die eine radikalisierte Vergeistigung der ursprünglich niederländisch verankerten bürgerlich-schönen Bildkomposition dokumentieren. In diesem Falle durchaus begünstigt von der Notwendigkeit von Überarbeitungen der sich technisch bedingt extrem schnell abnutzenden Schabplatte, die nach Urteil des Praktikers Sandrart (1675) nur 50-60 gute Abdrucke ermöglicht.
Ridinger’s generelles Fabelbild denn also ein höchst gewichtiger Meilenstein innerhalb des „rund 900 Ausgaben (ausmachenden) Grundcorpus illustrierter Fabelbücher“ bis hin zu Chagall’s 200 Jahre späterem Lafontaine-Folio mit seinen 100 Radierungen als geradezu einem Schlaglicht für die Unsterblichkeit der Fabel-Illustration.
Daß Ridinger seine Folge ursprünglich gleichfalls wesentlich umfangreicher konzipiert hatte, belegen seine hier durchgelaufene Vorzeichnung zur 20. Fabel, die er mit „Fab 31“ bezeichnet hatte, jene mit “Fabel 29.” bezeichnete zur 19. (Weigel, 1869, Nr. 384) und die Thienemann vorgelegene, mit „30“ genummerte, die gleich weiteren, unnumerierten, indes unverarbeitet blieb.
Die praktisch vorprogrammiert gewesene große Seltenheit der vier Supplementblätter seit Thienemann (1856, Seite 151) literaturbekannt: sie „machen sich sehr rar, finden sich schon in manchen älteren Ausgaben nicht, und sind in der neuesten ganz weggelassen, was jedoch zu bedauern ist“.
Entsprechend denn auch der 1889er Katalog der Slg. Coppenrath zu 20blätt. Exemplar: „Schöne Hauptfolge … Selten“. Und Helbing 1900 in seiner 1554blätt. Ridinger-Offerte (Katalog XXXIV): „Die letzten (4) Nummern sind höchst selten“. Und während er neben einem Komplett-Exemplar die ersten sechzehn bis auf 12 + 13 mehrfach apart besaß, so von den letzten vier nur 17 + 19 jeweils einmal zusätzlich. Am Markt denn auch bis heute meist nur die 16blätterige Grundfolge.
Die die Nachauflagen dokumentierenden verschiedenen Druckzustände des Titels im übrigen schönster Beweis für den Erfolg der Arbeit, die ihre namentliche Zielgruppe, die Jugend, offensichtlich erreicht hat.
Angebots-Nr. 12.514 / EUR 1007. / export price EUR 957. (c. US$ 1303.) + Versand
„ Der Hunde pflege laß dir sehr empfohlen seyn … “
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die von verschidenen Arthen der Hunden behæzte Jagtbare Thiere / Mit anmerckungen wie solche von denenselben gejagt, angefallen, gefangen, gehalten, nidergezogen, und theils gewürget werden … Vorgestellet und heraus gegeben von Johann Elias Ridinger Mahler und Kupferstecher auch der Augspurgischen Academie Directori Anno 1761. Folge der 22 Blatt.
Gestochener Titel mit großer Sauhatz-Vignette
+
21 Kupfertafeln
(28,4-28,8 x 24,8-25,3 cm) in der für Ridinger und seine Zeit typischen Mischtechnik von Radierung + Kupferstich.
Bordeauxroter Maroquin-Band
mit 4 Zierbünden, 2 dunkelgrünen goldgeprägten Rückenschildern, goldgepr. 2teil. Titel auf Vorder- und Ridinger-Hirsch-Vignette auf Rückdeckel, Goldfilete auf beiden sowie ridinger handlung niemeyer auf vorderem Innenspiegel unten, alles 23,5karätig,

in gleichartiger Kassette
mit der
hier nahtlos unter Berichtigung Thienemann’s, der die Platten dieser Folge 1856 noch für verloren hielt, bis weit über Thieme-Becker (Bd. XXVIII, 1933, S. 308) hinaus direkt bis in den Ridinger-Nachlaß selbst recherchierten
originalen Druck-Platte zum Titel
(28,6 x 25,5 cm) als unter Polykarbonatglas (alterungs- + UV-beständiger als Plexiglas, aber ebenso kratzempfindlich) auf den Vorderdeckel eingelegtem, herausnehmbarem Außen-Solitär, darüber der goldgepr. Künstler-Name, darunter

und auf dem Innenspiegel des Vorderdeckels ridinger handlung niemeyer wie vor.
Thienemann + Schwarz 139-160; Weigel, Kunstlager-Cat., XXVIII, 13 A (?, evt. Zwischenzustand, von A-C); Nagler 16; Coppenrath Abt. II, 1464; Schwerdt III (1928), 137 ( „An interesting series“ ). – Abbildungen: Schwarz I, Taf. VIII; Stubbe, Ridinger, 1966, Taf. 14-16; Ridinger-Katalog Kielce, 1997, 49-57 nebst Abb. SS. 38-41.
Altem umfangreichen Sammlungsbesitz entstammendes Exemplar
von ganz einheitlicher Druckqualität
bei mit 54,5-56 x 36,5-38 cm Blattgröße größter Breitrandigkeit ,
will heißen …
3seits unbeschnitten
mit den originalen Büttenrändern (sic!),
indes der vor Bindung linksseitige glatte Schnitt bei praktisch voller Wahrung der rechtsrandigen ca. 6 cm daran denken läßt, daß je zwei Blatt auf einen Bogen gedruckt worden sind, was dem Format der von einer Platte gedruckten Ridinger’schen Imperialen, Th. 67/68, entspräche. Mangels jeglicher Marmorierungs- und früherer Heftspuren ist die Folge zuvor offensichtlich nie gebunden gewesen. Nur der abweichend auf besonders schwerem Bütten abgezogene leicht randschmuddelige und rechtsseits etwas rissige Titel auch oben glattkantig und mit nur 53 cm eine Idee kürzer.
Zum Vergleich :
Schwerdt’s Exemplar erreichte bereits das Ende seiner Saufeder bei nur 44,5 x 29,8 cm Blattgröße !
Vereinzelt typograph. Wz. – Drei Blatt mit ursprünglichem Kleinausriß bzw. kleinem Doppelloch in äußerster Randecke. Leichte Quetschspur im weißen Außenrand von XI, die äußerste weiße Plattenecke tangierende geglättete diagonale Faltspur im linken Seiten-/Unterrand und auf den äußeren weißen Oberrand beschränkte zweite bei XII. Überwiegend auf die rechte Blatthälfte beschränkte und hier nur außerhalb des Bildes etwas störend bemerkbare generelle Papierquetschung bei VII.
Enthält :
Der Auer Ochse (recte der europ. Wisent/Büffel, Bison europaens Ow.) – Der Baehr („ … so gibt es einen guten Stich von einem mit Hunden kämpfenden Bären, Tafel 14“, Stubbe) – Der Elends Hirsch – Der Edle Hirsch – Die Wilde Sau oder Schwein – Der Wolff – Der Weisse Thann Hirsch (Damhirsch) – Der Wilde Schwan („wohl der seltnere Singschwan“) – Der Luchs – Das Rennthier – Das Rehe – Die Gemse – Der Fuchs – Der Biber – Der Fisch Otter – Die Wilde Katze – Der Hase – Der Dachs – Der Marder – Der Iltis, Eichhörnlein und Wiesel – Wilde Enten .
Thienemann :
„ Das wäre also ein Thema mit 21 Variationen … Welch‘ eine Abwechslung, welch‘ eine Wahrheit im Ausdruck der Leidenschaften! Ja er ist in Wahrheit ein Thierseelenmaler. Daher sprechen uns seine Werke so ungemein an, daher können wir uns nicht satt an ihnen sehen, daher bleibt er … immer neu , werthvoll und geachtet … (E)ine von den späteren Arbeiten Ridinger’s, die er aber ganz selbst gefertigt hat … “
Die Darstellungen oben gerundet. – Mit 9-13zeiligem Untertext zum Wilde selbst wie zu Auswahl + Einsatz der unterschiedlichen Rassen seiner Gegner. In dieser Instruktivität ganz im Sinne Stubbe’s, der gelegentlich der Par force Jagd-Folge als weiterem Spätwerk ausführt (Seite 30) :
„ … und ihre Unterschriften … bring(en) zudem die angenehme Befriedigung,
die gute, von Grund auf entwickelte Informationen zu bereiten vermögen.
Ein Leben voller Jagderfahrungen ,
ein mit denkbar wacher Aufmerksamkeit in vielen Jahren erworbenes Wissen von den Ursachen und Überlegungen, die zu den einzelnen Maßnahmen und Gebräuchen bei der Jagd führen, befähigten den Künstler, alle Arten der Jagd
nicht nur ihrem Vollzug nach ,
sondern vor allem aus ihren Gründen heraus
zu erklären. Das geschieht … in aller Kürze … der knappe Raum unter den Bildern genügt zu intensiven, dabei leicht verständlichen Erläuterungen in gestochener Schrift. “
Und so ist es hiesige ganz außerordentliche Genugtuung und Freude zugleich, nach den früher hier durchgelaufenen Exemplaren der Sammlung Dr. Luza, Amsterdam (1982) und innerhalb des zweiten der beiden Pompadour-Bände der Marjoribanks-Folios (1998) diese
textlich wie optisch so großartige Hommage auf unsere Hunde –
„ Der Hunde pflege laß dir sehr empfohlen seyn
aus finstrem Lager treibst du wohl ein wildes Schwein
durch diser Bellen auf ! “
( Untertext der Titelvignette ) –
nicht allein erneut vorlegen zu können, sondern in Gemeinschaft mit der originalen Titel-Platte – vom Meister eigenhändig gearbeitet und mittels Lackauftrages vor Umwelteinflüssen geschützt – und der von drei unbeschnittenen Seiten gekrönten Breitrandigkeit als ein wahrhaft
grand et unique exemplaire de luxe
für elitäre Plazierung. Als ein provozierend unnahbar souveräner Blickfang, beneidet widerspiegelnd die Noblesse des Hauses. Kurz , Sie werden dieses unvergleichliche „ – Le Grand Exemplaire – “
ob seiner Schönheit als Gesamtkunstwerk
immer wieder voll innerer Berührung betrachten.
Angebots-Nr. 28.822 / Preis auf Anfrage
Folgen Stahlstiche um 1835 mit vollem Plattenrand (nicht mitgemessen, soweit nicht anders erwähnt), wie für Stahlstiche eher seltener, und linksseitigem Heftrand.
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767) – Nach. Jagdhund. Bildfüllend stehend vor Landschaftsstaffage, eine vor ihm sitzende Bremse interessiert fixierend. Seitenrichtig nach Thienemann 734, zugehörig dem 1728er Neuen Thier Reis Büchl. Bild-/Plattengröße 18,2 x 23,2 cm.

Das sympathisch-reizvolle Motiv
Angebots-Nr. 14.821 / EUR 84. (c. US$ 114.) + Versand
– – – – Zwei Jagdhunde. Vor einer Art Zelt mit landschaftlicher Staffage zur Linken. Der gesprenkelte vordere schlafend, wachsam hinter ihm aufgerichtet und knurrend der zweite. Seitenrichtig nach Thienemann 735, zugehörig wie vor, Bild-/Plattengröße wie vor. – Das eindrucksvolle Motiv. – Siehe die Abb. bei Schwarz I, S. 92.
Angebots-Nr. 14.820 / EUR 89. (c. US$ 121.) + Versand
Cooper, S. (der Tiermaler Thomas Sidney C. ?, Canterbury 1803 – Vernon Holme bei C. 1902) – Nach. Russischer Wolfsfænger. Vorn groß nach links vor einem Holzlager zur Rechten mit Arbeiter-Staffage am Ufer eines von Segelboot + Ruderbooten belebten breiten Flusses mit gegenüberliegender Stadtteil-Silhouette, dominiert von Kuppel-Kathedrale, nebst steinerner Brücke (Petersburg mit Peter-und Paul-Kathedrale und Petersburger Brücke?). Im Stich von Siebert wie oben. Bezeichnet: XXV / S. Cooper pinx. / I. Siebert sc. Nbg., ansonsten wievor.. 16,9 x 20,3 cm.
Angebots-Nr. 14.823 / EUR 79. (c. US$ 108.) + Versand
Spanischer Hühnerhund. Fündig geworden, der Jäger erst noch näherkommend. 17,2 x 20,3 cm. – Die Schrift recht blaß, doch nicht das Bild selbst.
Angebots-Nr. 14.811 / EUR 69. (c. US$ 94.) + Versand
Der Wachtelhund / Schnepfen-Jagd. Mit dem Jäger im Anschlag, der Hund vorspringend. 17 x 20,2 cm.
Angebots-Nr. 14.812 / EUR 74. (c. US$ 101.) + Versand
Der Huehnerhund Birkhühner stehend. Mit jeweils berittenem Jäger + Jagdknecht sowie weiterem Hund. 17,6 x 20,2 cm.
Angebots-Nr. 14.813 / EUR 72. (c. US$ 98.) + Versand
Setter. Vorstehend, mit dem hinzukommenden Jäger. Im Stich von Christian Daumerlang in Nürnberg nach Fremdvorlage. 17,1 x 20 cm.
Angebots-Nr. 14.814 / EUR 72. (c. US$ 98.) + Versand
Englische Dachshunde (Therriers). Deren drei und ein sich zu verdrücken suchender Grimbart. Im Stich von F. Hirchenhein(m?). Bezeichnet: XXIII / Hirchenhein (anderwärts Hirchenheim) sc:, ansonsten wie vor. 17 x 20 cm.
Angebots-Nr. 14.822 / EUR 72. (c. US$ 98.) + Versand
Der Solofaenger. Porträthaft groß ganz vorn Jagdhund mit dem erbeuteten Hasen,

während seitlich links zurückgesetzt das Feld der Reiter die noch andauernde Hasenhatz begleitet. 17,4 x 20 cm.
Angebots-Nr. 14.819 / EUR 74. (c. US$ 101.) + Versand
Die Plage für Fuchs, Hund + Mensch:
4x Kampf der Tollwut – 4x Hygienegeschichte
Mandat (Friedrich Augusts, Hzg. zu Sachsen), die wider das Herumlaufen und die Wuth der Hunde vorzukehrenden Anstalten betreffend. Nebst den Beilagen „Ursachen der Wuth der Hunde, und die Kennzeichen solcher Wuth“ sowie „Anweisung wie man sich bey dem Bisse toller Hunde zu verhalten habe und dessen traurigen Folgen vorbeugen könne“. Gegeben Dresden 7. Sept. 1782. 2° (34,8 x 21 cm). Mit Eingangs- + Schluß-Vignette in Holzschnitt. 12 Bll. Mit gedruckter hzgl. Unterschrift nebst L(oco) S(igilli)-Marke.
Hs. Aktenvermerk „Nom: 13.“ von alter Hand auf Titel. – Namentlich der Hauptteil in schöner, großer Typographie. – Breitrandig.
Außerordentlich inhaltsreiche Verordnung
zu Bekämpfung + Heilung der Tollwut durch Tollwurmschneiden + 8seitige Anweisung zur Heilung Gebissener.
Angebots-Nr. 13.081 / EUR 496. / export price EUR 471. (c. US$ 642.) + Versand
Mandat (Friedrich Augusts, Hzg. zu Sachsen), wegen Einschränkung des Hundehaltens, und der wider das freye Herumlaufen der Hunde, auch sonst zu Verhüthung der von wüthenden Hunden zu besorgenden Gefahr, zu treffenden Vorkehrungen. Nebst den Beilagen „Ursachen der Wuth der Hunde und die Kennzeichen solcher Wuth“ sowie „Anweisung, wie man sich bey dem Biße toller Hunde zu verhalten habe, und dessen traurigen Folgen vorbeugen könne“. Gegeben Dresden 2. April 1796. 2° (34,8 x 22 cm). Mit großer Anfangs-Vignette in Holzschnitt + Eingangs-Initiale. 16 Bll. Mit gedr. hzgl. Unterschrift nebst L(oco) S(igilli)-Marke. Geheftet. Unbeschnitten.
Hs. Aktenvermerk „Nom. 23“ von alter Hand auf Titel. – Letzte vier Blatt mit kleiner Wurmspur im breiten weißen Oberrand, Schlußblatt unten im Rand mit zwei Braunflecken. – Namentlich der Hauptteil in schöner, großer Typographie. – Breitrandig.
Außerordentlich inhaltsreiche Verordnung
zu Bekämpfung + Heilung der Tollwut,
mit direktem Bezug zu vorstehender Verordnung vom 7. September 1782,
die Hygiene als Schutz vor Krankheit
begreifend.
Angebots-Nr. 13.082 / EUR 496. / export price EUR 471. (c. US$ 642.) + Versand
Vorschriften, für die Bewohner der Städte und des Landes, aus dem unterm 2. April, wegen Einschränkung des Hundehaltens und der von wüthenden Hunden zu besorgenden Gefahr, publicirten Mandate, nebst den darzugehörigen Beilagen „Ursachen der Wuth der Hunde und die Kennzeichen solcher Wuth“ sowie „Anweisung, wie man sich bey dem Biße toller Hunde zu verhalten habe, und dessen traurigen Folgen vorbeugen könne“. Kl.-4° (20,5 x 17 cm). 24 SS. Geheftet und mit Garnschlaufe oben links.
Hs. Aktenvermerk „Nom: 24“ von alter Hand auf Titel. Dieser gebräunt und etwas schmutzstippig sowie mit kleiner unauffälliger, das zweite Blatt noch ganz minimal berührender Wurmspur.
Die zum Aushang verwandte Version
der außerordentlich inhaltsreichen Verordnung
zu Bekämpfung + Heilung der Tollwut,
die Bestimmungen des im Vorjahr als Neufassung der Verordnung vom 7. Sept. 1782 erlassenen Mandates in teils abgeänderter Reihenfolge in
ebenso knappen wie einprägsamen Sätzen zusammenfassend.
Angebots-Nr. 13.083 / EUR 345. / export price EUR 328. (c. US$ 447.) + Versand
Edict (Friedrich Wilhelms, König v. Preussen, Markgraf zu Brandenburg) Wegen des Tollwerdens der Hunde und darin das sog. Tollwurmschneiden aufhebend, da „der Erfolg der gehoften Wirkung nicht entsprochen“. Gegeben Berlin 20. Feb. 1797. 2°. Titel, 3 unnum. Bll. auf 2 Doppelblättern. Mit Titel- und großer, reich gestalteter Anfangsvignette. Mit gedruckter kgl. Unterschrift nebst L(oco) S(igilli)-Marke.
Angebots-Nr. 12.238 / EUR 322. / export price EUR 306. (c. US$ 417.) + Versand
„ Von den Hunden
und deren Abrichtung , Pflege und Cur … “
„ Wie die Parforce=Jagd=Hunde … “
Döbel, Heinrich Wilhelm. Neueröffnete Jäger=Practica Oder der wohlgeübte und Erfahrne Jäger, Darinnen Eine vollständige Anweisung zur gantzen Hohen und Niedern Jagd=Wissenschaft in Vier Theilen … Alles aus vieljähriger eigenen Praxi gründlich und deutlich beschrieben … Nebst einer Vorrede des Herrn Cantzlers (Reichs)Freyherrns von Wolf. 3. verb. und sonderlich in Forstsachen sehr vermehrte Aufl. 4 Tle. in 1 Bd. Lpz., Joh. Sam. Heinsius, 1783. Kl.-2°. Mit mehreren auch figürl. Holzschn.-Vign- und -Illustrationen und
21 Faltkupfern
(20 ca. 35 x 40, eines 35 x 19 cm, alle komfortabel auf blattgroßes blaues Bütten gefalzt). 13 unnum. Bll. Titel, Vorworte + Inhalt, 148, 264, 192, 108 SS., 32 unnum. Bll. Reg. Späterer hellbrauner HSchws.-Ldr.-Bd. mit gepr. Rückentitel + -Fileten, Ldr.-Ecken m. Fileten, dunkelbraun-marmor. Deckelbezügen und blaugrauem Spiegel + Vorsatz.
Schwerdt I, 146 c; Jeanson 1709 + Kat. 1987, 183 sowie Souhart 143 für jeweils andere Ausgaben. – Der erstmals 1746 dreiteilig und mit nur 20 Kupfern gleichfalls bei Heinsius erschienene Klassiker, dem 1754 die auf vier Teile vermehrte Zweitauflage und hier denn anstehende nochmals erweiterte dritte, wiederum in Folio, mit nunmehr 21 Kupfern folgte. Kleinformatiger (8° bzw. gr.-8°) denn eine Wiener Ausgabe von 1785/86 und als 4. Auflage die von C. Frdr. L. Döbel + Frdr. Wilh. Benicken „völlig und wenig wertvoll“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., Bd. V [1889], S. 16) umgearbeitete und lediglich von 9 darstellenden Tafeln begleitete Leipziger von 1828.
I
Von den Eigenschaften des eigentlichen und des Feder=Wildes , den Hunden und deren Abrichtung , Pflege und Cur , wie auch von Anlegung einiger Wild=Bahnen und Gehäge.
II
Von den mancherley Arten der Jagden, den zu einer jeden gehörigen Geräthe und dessen rechten Gebrauche.
Hierin unter vielem einschlägig Anderem
Von der Parforce=Jagd / Was zu Einrichtung einer völligen Jagd=Equipage oder Parforce=Jagd gehöre / Von Erziehung der jungen Hunde / Von der Fütterung der jungen Hunde / Von den Parforce=Pferden / Die Vorsuch zur Parforce=Jagd / Von Einjagung der jungen Hunde / Wie die Parforce=Jagd=Hunde , ehe sie zum völligen Jagen gebraucht werden können, in Arbeit und Athem gesetzt werden / Die Anjagd, den Hirsch par Force zu fangen / Wie es bey der völligen Jagd ferner gehet / Wie die Hunde zu pflegen , und bey Gesundheit zu erhalten / Recepte vor allerhand Kranckheiten der Hunde / Von Haltung des Hubertus=Festes / Vom Pürschen oder Schiessen / Wie ein Hirsch=Ruff gemacht und gebraucht wird / Von der wilden Sau=Pürsche / Vom Reh=Blatten / Von der grossen Brach=Vogel=Pfeiffe / Von dem Schnepflein=Grießhuhn= und Sandläuffer=Pfeifflein / Von der Kuckucks=Pfeiffe / Von der Feder Wildpret=Jagd (Kap. 136-217, SS. 171-264).
III
Von der Beschaffenheit der Holtzungen und andern zum edlen Weidewerck gehörigen Wissenschafften.
IV
Von allerhand nöthigen Jagungs=Sachen, und Beschaffenheit der Höltzer. – Hierin unter anderem
Einige Anmerckungen von des edlen Hirsches Eigenschaften, so im ersten Theile übergangen worden / Vom unrechten Geniessen des Leit=Hundes / Von den bekanntesten Namen der Parforce=Hunde / Von der Fischerey (SS. 64-108).
Die sorgfältig gearbeiteten Kupfer ,
deren eines die Signatur von Joh. Gottfried Krügner d. J. (1714 Leipzig 1782) aufweist, illustrieren die technischen Details des Ganzen, wie denn u. a.
Wie die Instrumente zum Abstecken der Alleen, Stell=Flügel und Jagens=Läuffte zu verfertigen seyn / Vorstellung von Verfertigung der Alleen, besonders zu einer achteckigen Stern=Allee (dito zu sechseckiger) Tücher, Netze, Lappen / Von einem Zeug-Wagen / Prospect Eines eingerichteten Haupt Jagens nebst dem Laufft (Löchlein im Fuß eines Beteiligten unten rechts) / Laufft zum Hirsch=Jagen / Jagt Schirm / Laufft zum bestætigten Hirsch(und Sau-)jagen / Ein Contra Jagen / Ein gantz runder Laufft / Grundriß zu einem Laufft / Ein Jagen mit einem gebrochenen Lauffte / Ein Laufft mit geraden Flügeln und einer Rundung + Noch eine Vorstellung von einem Lauffte zum Sau=Jagen / Fangeisen / Schlagbäume / Höhenmessung der Bäume / Holtz=Ausmessung / Schnell-Fallen für verschiedene Raubtiere + Spiegel zum Lerchen=Fang .
„ (Döbels) ‚Eröffnete Jägerpraktika‘ … behandeln manche Gegenstände der Jagdkunde so vortrefflich, daß sie noch jetzt Beachtung verdienen.
Die Arbeit des Leit- und Schweißhundes ,
die Einrichtung der eingestellten Jagen etc.
sind musterhaft dargestellt “
(Meyers Konvers.-Lex., s. o.).
SEHR SCHÖNES EXEMPLAR , nahezu absolut fleckenlos, nur zwei säurefrei hinterlegte winzige Randeinrißchen und besagtes obiges Tafellöchlein. Zu den Hölzern verschiedentliche saubere Randnennungen der lateinischen Namen in Bleistift. – Spiegel + Vorsatz (letzterer 3blättrig unter Verwendung je eines alten Papiers) erneuert, Stehkanten der Deckelbezüge bestoßen.
Angebots-Nr. 14.803 / EUR 1485. / export price EUR 1411. (c. US$ 1922.) + Versand
173 Seiten + 12 Kupfertafeln sind den Hunden gewidmet
Daniel, W(illia)m B(arker). Rural Sports. 2 Bde. Mit gestochenen und (1) illust. Titeln von Peter William Tomkins (ca. 1763 – ca. 1836) und
63 (1 dblgr.) Kupferstichtafeln
von John Scott (London um 1778 – nach 1821) nach Stephan Elmer (Farnham, Sussex, – 1795, 10), Sawrey Gilpin (Carlisle 1733 – London 1807, 10) u. a. (London,) Bunny & Gold, (1801-)02. Gr.-4°. 4 unnum. Bll., 383 SS.2 unnum. Bll.; 2 unnum. Bll., 520 SS., 2 unnum. Bll. Braune HLdr.-Bde. m. goldgepr. Rückenschild, Streicheisen- + ornamentaler Blindprägung, breiten Ldr.-Ecken und farb. marmor. Deckelbezügen. Kopfbraun- und verblaßter Punktierschnitt.
BMC IIL, 328; Souhart 132; Schwerdt I, 133 f. + Podeschi 83 + 100 (beide die nun 3bändige 2. Ausgabe von 1805 zuzgl. des Suppl.-Bdes. von 1813). – Erste Ausgabe. – Auf breitrandigem Whatman-Papier von 1794 + 1801. – Mit (Buchbinder-?, Vorbesitzer-?) Monogramm-Stempel H. B. in Oval, ein unidentifiziertes Figurenstück umgebend, unten links im Innern der Rückdeckel. – Einige wenige Tafeln innerhalb des weißen Plattenrandes geschnitten, nur ein Titel unter Anschnitt der Verlegeradresse. Ganz vereinzelte Randeinrisse hinterlegt. Abgesehen von den stärker befallenen Titeln sowie einzelnen Tafeln diese sonst nur wenig und dann meist nur in den weißen Rändern etwas stockstippig, wenige vereinzelte Lagen gleichmäßig schwach gebräunt, ansonsten von gesamthaft großer Frische.
Die einzelnen Kapitel
Hunden ( 173 SS. + 12 Kupfertafeln ,
darunter 50 Seiten Hundemedizin ) ,
verschiedenen Jagdtieren wie Fuchs, Hirsch, Hase, Otter, den Schwimm-, Scharr- + Stelzvögeln (Fasan, Ente, Gans, Rebhuhn, Schnepfe etc., 110 SS. mit 19 Tafeln) u. a. m. gewidmet. Darüberhinaus Geschichte, Grundsätze und Entwicklung der Jagdgesetze im allgemeinen sowie speziell Fische, Vögel und Hunde betreffend darstellend sowie abschließend Hinweise zu Waffen und Munition. Separate Band-Indices.
Mit 373 Seiten und 18 Tafeln thematischer Schwerpunkt Fischen + Angeln , neben zahlreichen Artbeschreibungen mit Hinweisen zu Fang + benötigten Fliegen allein 22 Seiten zur Herstellung verschiedenster Kunstfliegen sowie 98 Seiten nach Grafschaften geordneter Gewässerbeschreibungen für England, Schottland und Irland enthaltend. Illustriert und gestochen das Ganze von Besten der Zeit.
Schönes Exemplar dieses ebenso reizvoll illustrierten
wie textlich fundierten Kompendiums .
Angebots-Nr. 13.130 / EUR 956. / export price EUR 908. (c. US$ 1237.) + Versand
Folgen Holzstiche des 19. Jahrhunderts als einer namentlich in der 2. Hälfte des Jahrhunderts gern geübten Technik, die um etwa 1800 aufkam und – entgegen dem mit dem Messer längs zur Faser als Linienschnitt gearbeiteten Holzschnitt – mit dem Grabstichel quer zur Faser und mit hartem Hirnholz als Stock auszuüben war, um jene malerische Tonigkeit zu erzielen, die
den Charme auch anstehender Blätter
von ca. 1870-1880 ausmacht. Überwiegend mit Künstler-/Stecher-Signaturen/Monogrammen in den Stöcken, sind diese Arbeiten teilweise, wie dann erwähnt, mit Tonplatte gedruckte Tafel-Holzstiche. – Siehe auch Hanebutt-Benz, Studien zum dt. Holzstich im 19. Jhdt., Ffm. 1984.
Jagdhunde, Spielende. Holzstich wie vor.
Angebots-Nr. 12.381 / EUR 76. (c. US$ 104.) + Versand
Pyrenäen, Hunde aus den. 2teilig: Oben Hündin mit 5 Welpen und dem im Hintergrund angebundenen Rüden im Stall, unten 3 Kopfportraits. Holzstich. Ca. 1870. 27,5 x 18,4 cm.
Angebots-Nr. 11.215 / EUR 76. (c. US$ 104.) + Versand
Specht, Friedrich (Lauffen a. N. 1839 – Stuttgart 1909) Bernhardiner Hunde. Zwei Hunde im verschneiten Gebirge, einer in eine Spalte witternd. Im Hintergrund wohl das Hospiz des Großen St. Bernhard. Getönter Holzstich von Richard Henkel bei A. Cloß, Stgt. (1875/77.) Bezeichnet: FSpecht / A Closs X I / R Henkel sc., ansonsten wie vor. 27,5 x 20,4 cm.
Angebots-Nr. 9.766 / EUR 82. (c. US$ 112.) + Versand
– – Sennenhunde im Kampf mit einem Wolf. Der Wolf ist schon an der Kehle gepackt, vom Haus kommt der Senn mit Gewehr hinzu. Getönter Holzstich bei Cloß wie vor, doch ohne Stecher-Bezeichnung. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.
Angebots-Nr. 9.549 / EUR 84. (c. US$ 114.) + Versand
Gélibert, Gaston (Médouy/Hautes-Pyrénées 1850 – Châtillon-sous-Bagneux/Hauts-de-Seine 1931). Bracke. Kopfportrait mit Halsband nach links. Holzstich von Jules Huyot (Toulouse 1841 – Paris nach 1885). Ca. 1870. Bezeichnet: Gaston Gélibert, ansonsten wie vor. 18,4 x 14,5 cm.
Schüler seines Vaters, des Tiermalers Paul G., dessen Fach er gleich seinem Bruder Jules unter Einschluß der Jagd fortsetzend favorisierte. Stellte seit 1870 im Pariser Salon aus. – Einige schwache Stockflecken im breiten weißen Rand unten.
Angebots-Nr. 11.178 / EUR 46. (c. US$ 63.) + Versand
– – Kleine Bracke. Kopfportrait nach links. Holzstich wie vor.
Angebots-Nr. 11.179 / EUR 43. (c. US$ 59.) + Versand
– – Deckel (sic!). Zwei pausierende Teckel auf einer Lichtung. Holzstich wie vor, doch 15,5 x 16,8 cm.
Angebots-Nr. 11.192 / EUR 60. (c. US$ 82.) + Versand
– – Hund aus der Bretagne. Kopfportrait nach vorne rechts. Holzstich wie vor. Bezeichnet: Huyot. / Gaston (sic!), ansonsten wie vor. 15,3 x 14 cm.
Angebots-Nr. 11.227 / EUR 50. (c. US$ 68.) + Versand
Gélibert, Jules (Bagnères-de-Bigorre/Hautes-Pyrénées 1834 – Capbreton/Landes 1916). „Bull terrier“. In der Manche durch Kreuzung erzielt, sehr kleine und kräftige Race für Höhlenjagd. Ihrer zwei vor Stroh und großem Trog. Holzstich von Huyot wie vor. Bezeichnet: Huyot. / Jules Gélibert, ansonsten wie vor. 14,5 x 21,4 cm.
Thieme-Becker XIII, 365: (Gélibert) malt fast ausschließlich Tier- und Jagdbilder. – Schüler seines Vaters wie vor. Stellte seit 1859 im Pariser Salon aus, dann auch in Brüssel + Berlin.
Angebots-Nr. 11.213 / EUR 65. (c. US$ 89.) + Versand
– – Hubertushund (Chien de Saint Hubert). Kopfportrait. Getönter Holzstich von Huyot wie vor. 17 x 15.
Angebots-Nr.14.463 / EUR 66. (c. US$ 90.) + Versand
Gut erzogen. Hase apportierender Hund vor dem zwischenzeitlich unter einer Eiche eingeschlafenen Jäger. Holzstich von Huyot wie vor nach T. E. Lory. Bezeichnet: T E Lory / Huyot, ansonsten wie vor. 14,2 x 21,2.
Angebots-Nr. 11.180 / EUR 69. (c. US$ 94.) + Versand
“ I receives them today in very good condition, thank you and dont forget to tell me about … items, best regards ”
(Sign. L. B., April 5, 2002)

