English

Von  Pfändungen
+
juristischem  Procedere

 

Circulare der k.k. nieder-österreich. Landesregierung in Wien vom 2. 4. 1788 betreffend die Wertfortschreibung der Güter generell, doch namentlich auch in Hinsicht auf Gläubiger-Pfandrechte. O. O. + Dr. (1788). 33,9 x 21,3 cm. 2 SS. Mit gedr. Unterschrift des Landmarschalls + Reg.-Präsidenten Joh. Anton Graf von Pergen.

Rahmungsmöglicher  Einblattdruck. – Auf unbeschnittenem Bütten. – Ohne den 3teil. Formularteil. – Etwas zeitspurig.

Angebots-Nr. 10.761 / EUR  50. (c. US$ 60.) + Versand

Obrigkeitliche  Warnung

vor  dem  Advokaten  der  eigenen  Wahl

Verordnung der k.k. Inner-Österreich. Appellations-Gerichts in Klagenfurt vom 14. 12. 1797 betreffend die Bestimmung des Begriffs Untertan und dessen fiskalamtlicher Vertretung in Rechtsstreitigkeiten nach dem Unterthans-Patent von 1781. O. O. + Dr. (1797). 33,4 x 20,9 cm. 1 Seite. Mit der gedr. Unterschrift des Sekretärs Jakob Fidel Troiner.

Rahmungsschöner  Einblattdruck  auf unbeschnittenem Bütten. – Es sei zwar freigestellt, bei Streitigkeiten mit seiner Herrschaft sich „der Wohlthat der (unentgeltlichen) fiskalämtlichen Vertretung“ zu begeben, doch habe das Kreisamt den, „der einen fremden Sachwalter ausdrücklich verlanget,“ zu belehren und ausdrücklich vor Schaden zu warnen. Unter Hinweis auf die Verordnung der obersten Justizstelle vom 26. 9. d. Js. wird „sämtlichen Richtern erster Instanz, und den Advokaten … kund gemacht, daß sie bei Uibernahme, und Entscheidung der Streitsache eines Unterthans, dessen Eigenschaft in Bezug auf dessen Nexum subditellae genau untersuchen sollen“.

Angebots-Nr. 13.068 / EUR  115. (c. US$ 139.) + Versand

Der  Notariate  Brot

Erbschein für Louise Friederike Therese Schubert, geb. Häusser, Ehefrau des Briefträgers Johann Friedrich Carl Sch., Übertragung und Zusammenlegung des von dem Webermeister Johann Gottlieb Erdmann Häusser nachgelassenen Grundbesitzes zu Stadt- und Kirchremda (Sachsen-Weimar) betreffend. Ausgefertigt Blankenhain 17. Januar 1889. Handschrift auf Papier. Kl.-2°. 6 unnum. Bll. Mit Landesfarben-Kordelheftung und Amtsgerichts-Papier-Siegel.

Mit  briefträgerlicher  „ ehemännlicher  Genehmigung “ :

Erbschein für Louise Friederike Schubert, geb. Häusser

673.120,--  Mark  ( und das vor 128 Jahren ! )  für  die  Gattin

Mit  beigeheftetem  Katasterauszug  (Formulardruck) nebst Amtsstempel und dataillierter Eintragung des der Witwe Marie Katharine Friederike Häusser, geb. Morgenroth, und der obengenannten gemeinsamen Tochter nachgelassenen Grundbesitzes des am 24. September 1888 verstorbenen und Zeugnis des infolge Erbverzichts der Witwe zu Gunsten der Tochter gebotene Zusammenlegung der verschiedenen in Stadt- und Kirchremda gelegenen Grundstücke im Gesamtwert von 663.120 Mark. Daran anschließend die Festlegung der Steuer- und Rentenzahlungen sowie Vorlagebestätigungen bei der Stadtsteuereinnahme und der Pfarrei als Ab- und Zugangsbehörde. Rückseits weitere Bestätigungen. – Mit Urkunden-Wz. bzw. Blindprägung Großherzogthum Sachsen nebst Wappen. – Unwesentliche Mittelfalte.

Angebots-Nr. 10.412 / EUR  118. (c. US$ 143.) + Versand

Und  waltet  der  Notar  seines  Amtes …

Hogarth, William (1697 London 1764). Die Erbschaft. Der frischgebackene Erbe des reichen Geizhalses Rakewell bereitet seinen Eintritt in die Gesellschaft vor. Im Vordergrund läßt er sich neue Beinkleider anpassen, indes sich der breit hinter ihm sitzende,

William Hogarth, Erbschaft (Cook klein)

das  Nachlaßverzeichnis  zusammenstellende  Notar

vorab schon einmal mit dem Nötigsten versorgt, während Jung Rakewell Guineen feilhält für die, die sie nicht nehmen wollen, nämlich Sarah Young und ihre Mutter. Oben an der Decke bricht dem Tapezierer eine Leiste, worauf sich ein Goldregen bodenwärts ergießt. In der Kammer nebenan die etlichen Perücken des verblichenen

Sammlers  lukrativer  Wertpapiere  +  Hypotheken ,

die nun, gebündelt und lose herumliegend, ihrer Verwertung entgegensehen. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Pl. I. / Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Novr. 1st. 1806. Bildgröße 14,2 x 16,4 cm.

Blatt 1 der The Rake’s Progress-Folge, vertont von Igor Strawinsky (1882-1971). – Cook’s kleinere Fassung ohne den durch den Serientitel ersetzten mehrstrophigen Untertext. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“ (Thieme-Becker). – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten, der dreiseits im Außenbereich etwas altersgebräunt ist, rechts zudem zwei kleine säurefrei hinterlegte Randeinrisse.

Angebots-Nr. 8.866 / EUR  95. (c. US$ 115.) + Versand

– – – Dasselbe in Kupferstich von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim 1779 – Wien 1843). (1818/23.) 21 x 27 cm. – Etwas blasser Druck.

Angebots-Nr. 7.641 / EUR  118. (c. US$ 143.) + Versand

– – – Dasselbe in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840, Univ.-Kupferstecher ebda.). Bezeichnet: 13. / W. Hogarth inv pinx. 1735. E. Riepenhausen d. sc. / Plate. 1. 20,5 x 27.2 cm. – Auf leicht getöntem minderen Papier. – Namentlich im weißen Unterrand schwache Altersflecken. – Riepenhausens Stiche nach Hogarth („sehr schätzbar“, Nagler) zählen zu seinem Hauptwerk und werden den Hogarth’schen Kupfern teilweise sogar vorgezogen.

Angebots-Nr. 7.901 / EUR  165. (c. US$ 199.) + Versand

– – – Dasselbe in Lithographie von O. C. Apelt (vor 1829 – nach 1840). (1833/36.) Bezeichnet: 67. / O. C. Apelt 1834 / Der Weg des Liederlichen. 22,8 x 22 cm. – Ausführlicher Untertext à la Lichtenberg.

Angebots-Nr. 11.836 / EUR  240. (c. US$ 290.) + Versand

Wider  die  Bier-Gelage

bei  der  Zwangsvollstreckung

Verordnung Carl’s I., Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (1713-1780) die Unsitte des Pfändungstrinkens auf Kosten der Gepfändeten untersagend. Erlassen Wolfenbüttel 31. October 1747. O. O. + Dr. (1747). 33,7 x 41 cm. 1 Seite. Mit großer Holzschnitt-Initiale. Mit der nebst dem L(oco) S(igilli)-Stempel gedruckten herzoglichen Unterschrift und der des A. A. von Cramm.

Thematisch  seltener , für  den  Maueranschlag  bestimmter

Verordnung, das Pfändungstrinken untersagend

RAHMUNGSSCHÖNER  EINBLATTDRUCK

von unbenutzter Frische bei nur ganz feinem Stockfleckenanflug im oben Feld. Dort in der Mitte auch zeitgenössische Reg.-Nr. in Bister. – Die große Initiale noch von der bis 1749 üblichen einfachen Verzierung. – Typograph. und großes figürl. Wasserzeichen. – Bis zu 5,5 cm unbeschnitten breitrandig.

Rügt die „bey vielen Gemeinden (eingerissene und geduldete) böse Gewohnheit … bey verrichteten Pfandungen so fort auf Kosten der Gepfändeten, eine Tonne oder halbes Faß Bier auch wohl ein mehreres (zu) vertrinken, und mit solcher Strafe Bauerköhren verlanget; und dann diese Gewohnheit so unbillig als den Gepfändeten schädlich ist … Befehlen demnach sämtlichen Unsern Ober= und Beamten auch Gerichts=Obrigkeiten … dergleichen … Mißbrauch nicht weiter zu gestatten“.

Zu Carl, Neffe Kaiser Karls VI., Schwager Friedrichs des Großen, Stifter des Collegium Carolinum, regierend seit 1735, siehe ADB XV, 266 ff.

Angebots-Nr. 13.075 / EUR  302. / export price EUR  287. (c. US$ 347.) + Versand

„ Ein  armer  Teufel , den  man  gesetzt  hat ,

weil  er  nicht  zahlen  kann ,

soll  dafür  bezahlen , daß  man  ihn  gesetzt  hat “

( Lichtenberg )

Hogarth, William (1697 London 1764). Im Schuldturm. Die nunmehr unvermeidlich gewordene neue Station im Leben Rakewell’s. Den schäumenden Krug Porter wird der Junge wieder mitnehmen müssen, weil ja nicht einmal dem gleichzeitig erschienenen Unterschließer das Einstandsgeld gezahlt werden kann. Im Hintergrund das funktionsfähige Labor eines Alchimisten, der unbeirrt dem Golde nachspürt. Links die treue Sarah Young nebst Töchterchen. Der in Ohnmacht gefallenen ersteren soll ein Riechflacon zu neuem Lebensmut verhelfen, dargeboten von einem hilfreichen Fallit, der auch anderwärts unter die Arme zu greifen bemüht ist, wie die ihm entfallene

Denkschrift  zur  nationalen  Geldbeschaffung

bezeugt. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Designed by Wm. Hogarth / Engraved by T. Cook / Published Aprl. 1st. 1797, by G. G. & J. Robinson, Pater-noster Row, London. / Pl. VII. 35,8 x 42 cm.

Rake’s Progress VII. – Mit Untertext. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“ (Thieme-Becker), dessen ursprüngliches Folio-Format er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben beibehielt. Erwähnenswert schön das Hell-Dunkel seines anstehenden Blattes.

Hogarth’s  großartige  Darstellung

William Hogarth, Schuldturm (Cook)

des  Strafvollzuges  an  Insolventen

voll reizvoller Details. Es ist eine  bierlose , eine  schreckliche  Zeit. Und vom Meister mittel- oder unmittelbar selbst durchlebt. Denn nach Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII, 624, brachte ihn seine Wirtin unbeglichener Schulden halber ins berüchtigte Fleet-Gefängnis – und erhielt dafür zu gegebener Zeit ihr entsprechendes Denkmal. Der Katalog Zürich von 1983 erwähnt indes nur das Einsitzen des Vaters.

Angebots-Nr. 7.518 / EUR  496. / export price EUR  471. (c. US$ 569.) + Versand

– – – Dasselbe in Cook’s kleinerer, gemeinsam mit seinem Sohn gearbeiteter Fassung mit dem durch den Serientitel ersetzten Untertext. Bezeichnet: Pl. VIII. / Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Septr. 1st. 1808. Bildgröße 14,5 x 17,2 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten.

Angebots-Nr. 8.729 / EUR  84. (c. US$ 102.) + Versand

– – – Dasselbe in Stahlstich um 1840. 12,8 x 15,1 cm. – Mit dem Titel in Deutsch.

Angebots-Nr. 5.804 / EUR  43. (c. US$ 52.) + Versand

Kurrende (10,978) des k.k. Grätzer Kreisamtes vom 30. 9. 1797, die Orts-Gerichte in Erbschaftssache zur Nachforschung des Glasermeistersohnes Johann Georg Pitlinger aus Schemnitz anhaltend. O. O. + Dr. (1797). 33,2 x 20,4 cm. 1 Seite. Mit den gedruckten Unterschriften der Joseph Edler v. Marquet + Franz Xav. Deiller.

Rahmungsschöner Einblattdruck auf unbeschnitten breitrandigem Bütten mit großem Wz.-Torso. – Bezieht sich auf die Erinnerung der k.k. Ungarischen Statthalterei vom 26. 8. + das Gubernial-Dekret vom 20. 9. d. Js.

Angebots-Nr. 10.782 / EUR  60. (c. US$ 73.) + Versand

Verordnung des k.k. Inner-Österreich. Appellations-Gerichts in Klagenfurt vom 5. 12. 1797 betreffend die Möglichkeit des Einschreitens der untergeordneten Gerichtsbehörden bei Pfändungen in Ungarn. O. O. + Dr. (1797). 33,3 x 22 cm. 1 Seite. Mit der gedruckten Unterschrift des Sekretärs Jakob Fidel Troiner.

Rahmungsschöner  Einblattdruck  von auch reizvoller Typographie auf unbeschnittenem Bütten. – Bezieht sich auf den „gestrigen Empfang“ des Dekrets der k.k. böhmisch- und österreich Hofkanzlei vom 24. 11. d. Js. „daß, wenn wegen Fürnehmung einer Exekuzion … der Behörde Einschreitung sich erbetten wird … der Exekuzionswerber angewiesen werden solle, dem hungarischen Gerichtsstande, welcher die Exekuzion fürzunehmen hat, einen rechtskündigen Bestellten namhaft zu machen, der in des Exekuzionswerbers Namen dabei einschreite“.

Angebots-Nr. 13.069 / EUR  86. (c. US$ 104.) + Versand

Interessantes  Strafvollzugs-Sujet  I

Hogarth, William (1697 London 1764). Hudibras, in Tribulation. Ritter + Ralpho, englischer Don Quichote mit Sancho, im Stock, verhöhnt von Jung + Alt, ersterer Schuhwerks und Huts beraubt, letzterer ergeben das Anpinkeln seines Schuhs hinnehmend, wozu der Büttel breit lacht. Rechts reich mit Wein behangenes Gemäuer. Radierung + Kupferstich. (1726.) Bezeichnet: 6 (verlegerseits) / Wm. Hogarth Inven. et Sculp., ansonsten wie vor + 4 Sechszeiler-Untertext. 27 x 35,5 cm.

William Hogarth, Hudibras, in Tribulation

Hudibras VI. – Nagler 10-6; Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 6 (2. Zustand). – Abdruck von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte („Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“). – Unwesentlich schwächerer Druck auf starkem Papier.

HUDIBRAS

„ ist ein verpöbelter (englischer) Don Quijote , ein entgeisteter Rabelais “

(Laaths, Geschichte der Weltliteratur, 1953, S. 375), eine „satirische Geißel“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., III, 693/I) auf den politisch gerade abgehalfterten Puritanismus und das bekannteste Werk seines von Karl II. geschätzten Schöpfers,

SAMUEL  BUTLER

(Strensham, Worcestershire, 1612/13 – London 1680), als Ergebnis seiner Eindrücke in Diensten des Cromwell’schen Colonels Sir Samuel Luke, „bei welchem religiöse und politische Sekten ihr Wesen trieben“ (Meyers). Unvollendet geblieben, erschienen die ersten beiden Teile des Epos 1663/64, ein dritter 1678, dann, vereint, langlebig durch die Jahrhunderte. In jeweils drei Gesängen

„ in holperigen, meist achtsilbigen Couplets (später als ‚hudibrastischer Vers‘ bekannt) die lose zusammenhängenden, grotesken Abenteuer zweier Puritaner, des Ritters Hudibras und seines Knappen Ralpho, beschreiben(d). Hogarth hat zu diesem Gedicht zwei verschiedene Folgen von Illustrationen gestochen: zwölf grosse, sorgfältiger ausgearbeitete Kupferstiche, die er selbständig, unabhängig von einem Verleger geschaffen und im Februar 1726 herausgegeben hat, und siebzehn kleinere, die mehr Holzschnittcharakter haben und vermutlich früher entstanden, aber erst im darauffolgenden April in einer Gedichtausgabe erschienen sind. Diese folgen dem Verlauf der Handlung, während die grossen Blätter nur die entscheidenden Szenen mit einem gekürzten Textauszug als Legende wiedergeben … Epos und Bilder sind eine antiheroische Satire auf Puritanertum und Sektenwesen “

(Margrit Bachofen-Moser in Hogarth-Katalog Zürich, 1983, SS. 25 ff. bei Abbildung der großen Serie in teils abweichender Abfolge).

Die Hudibras-Folge – urteilen Thieme-Becker – ist für Hogarth’s „Entwicklung von entscheidender Bedeutung.

Hier  liegt  der  Schlüssel  zum  Verständnis  des  Satirikers  H. “

(Thieme-Becker XVII [1924], 300/II).

Und Austin Dobson in der Encyclopedia Britannica von 1911 :

„ Hogarth selbst schätzte diese Blätter hoch ein, und sie sind das Beste seiner Buch-Illustrationen. Aber er war viel zu individuell, um ein geduldiger Interpret von anderer Leute Gedanken zu sein, und seine Erfolge sind daher nicht in dieser Richtung zu suchen … (Und generell resümierend) Wenn wir ihn – wie er sich selbst zu sehen beliebte – eher als ‚Autor’ denn als ‚Künstler’ betrachten, ist sein Platz unter den großen Meistern der Literatur – bei den Thackerays und Fieldings, den  Cervantes und Molières. “

Angebots-Nr. 14.733 / EUR  198. (c. US$ 239.) + Versand

– – – Dasselbe. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Pl. VI. / Hogarth pinxt. / HUDIBRAS. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Jany. 1st. 1808. Bildgröße 13,8 x 17,2 cm.

Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher, dessen vollständiges Werk er … nachgestochen hat“ (Thieme-Becker VII, 1912, S. 348/I) und dessen Ursprungsformat er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben – die den somit selteneren HUDIBRAS meist überdies nicht enthalten – in seiner ersten, früheren Ausgabe beibehielt. Für einige von Hogarth nicht selbst veröffentlichte Blätter wurde Cook zu deren Erststecher, wie er denn auch den Beifall eines zeitgenössischen Kenners wie Maximilian Speck von Sternburg fand. – Hier indes vorliegend in Cooks volkstümlicher späterer, kleinerer Fassung, bei der der Untertext durch den Serientitel ersetzt wurde. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten und vorwiegend in dessen Außenbereich etwas stockig.

Angebots-Nr. 14.734 / EUR  86. (c. US$ 104.) + Versand

Interessantes  Strafvollzugs-Sujet  II

– – Hudibras, Triumphant. Der Ritter, englischer Don Quichote, führt den gefangenen einbeinigen Fiedler zum Stock. Radierung + Kupferstich. (1726.) Bezeichnet: 10 (verlegerseits) / Wm. Hogarth Inven. et Sculp., ansonsten wie vor + 4 Sechszeiler-Untertext. 26,7 x 34,9 cm.

William Hogarth, Hudibras, Triumphant

Hudibras X. – Nagler 10-10. – Abbildung des Erstzustands Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 4 (sic, s. u.). – Heath-Abdruck wie vor.

Angebots-Nr. 14.731 / EUR  198. (c. US$ 239.) + Versand

– – – Dasselbe in Kupferstich von Cook in dessen kleinerer Version wie oben. Bezeichnet: Pl. X. / Hogarth pinxt. / HUDIBRAS. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, March 1st. 1809. Bildgröße 13,4 x 17,3 cm.

Angebots-Nr. 14.732 / EUR  79. (c. US$ 96.) + Versand

Die  Journaille  —

ein  (noch)  erbärmlicher  Stand  und  damit

machtlos  gegenüber  dem  Kerbholz  der  Milchfrau

Hogarth, William (1697 London 1764). Der Dichter in der Not in häuslicher Eintracht mit der die Garderobe flickenden Hausfrau im Mittelgrund, beide gestört, nicht überrascht, von der ein langes und gefülltes Kerbholz vorweisenden, Bezahlung heischenden Milchfrau. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). 1797. Bezeichnet: Designed by W. Hogarth / Engraved by T. Cook / Published Octr1st.1797 by G. G. & J. Robinson Paternoster Row London. 36,5 x 41,5 cm.

William Hogarth, Dichter in der Not (Cook)

„ … ein altes aber dennoch ewig neues Thema … auf dem Boden liegt ein Beweis vom Verdienste des Poeten im Grubstreet Journal. Er ist also ein Mitarbeiter an der damals sehr niedrig stehenden Tagespresse … “ ,

die sich keine 30 Jahre später schon souverän manifestieren sollte (siehe John Wilkes Esqr. + The Times). – Nach dem 1736er Originalzustand, kenntlich an dem Gemälde oberhalb des Journalisten, auf dem Alexander Pope seinen schärfsten und ausdauerndsten Gegner im Gefolge von The Dunciad, den Buchhändler, Verleger und Raubdrucker Edmund Curll, verprügelt. Vorbild für die Figur des Dichters denn wohl auch – so David Bindman, Hogarth and his Times, Nr. 21 – Pope’s König der Hohlköpfe, der Satiriker Lewis Theobald, der sich durch Kritik an Pope’s Shakespeare-Edition dessen Zorn zugezogen hatte, indes seine eigene wegweisende Shakespeare-Ausgabe die Grundlage für Edmund Malone’s bis heute gültige Standardedition bildet. Entsprechend mit Vierzeiler aus dem ersten Buch der Dunciad. – Im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in dessen ursprünglichem Folio-Format. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 15.761 / EUR  430. / export price EUR  409. (c. US$ 495.) + Versand

– – – Dasselbe in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840), hier nach dem 1740er Zustand, bei der das Gemälde statt der Prügelszene beziehungsreich „A View of the Gold Mines of Peru“ zeigt. Inscribed: W. Hogarth inv & pinx. 1740 / R. d & f. 21,5 x 26,2 cm. – Früher toniger Abdruck.

Angebots-Nr. 7.733 / EUR  125. (c. US$ 151.) + Versand

Beamten-Saläre  —  pfändungssicher !

Circulare der k.k. Landesregierung im Erzhzgth. Österreich u. d. Enns in Wien vom 21. 2. 1805, das Verbot gerichtlicher Beschlagnahme der Besoldung öffentlicher Beamter „künftig auch auf die Tobaksverleger, und rücksichtlich derselben Gefälls-Verschleiß-Provisionen“ ausdehnend. O. O. + Dr. (1805). 33,2 x 19,8 cm. 2 SS. Mit den nebst Kanzlei-Siegel gedruckten Unterschriften der J. C. Graf von Dietrichstein + Jos. Frhr. v. Mannagetta.

Rahmungsmöglicher  Einblattdruck, vorbereitet hierfür per doppelseitigem Passepartoutausschnitt. – Schließt an die Verordnung vom 25. 10. 1798 an und beruht hinsichtlich anstehender Ausdehnung auf dem Hofdecret vom 4. 2. 1805. – Mit Wasserzeichen. – Rückseits leicht stockig.

Angebots-Nr. 13.070 / EUR  92. (c. US$ 111.) + Versand

Kurrende (14522) des k.k. Kreisamtes Graz Wegen Berichtigung des Schulden- und Pensionswesen in den Chur- und Oberrheinischen Reichskreisen. Gegeben Graz 19. August 1818. O. O. + Dr., (1818.) Kl.-2. 2 SS. Mit gedr. Unterschrift des Franz Edler von Werner und einer weiteren.

Betrifft die „Auseinandersetzung des Schulden- und Pensionswesens der ehemaligen beyden Reichskreise Chur- und Oberrhein unter den betheiligten Regierungen, (wozu) die hohe deutsche Bundesversammlung in ihrer 43 Sitzung des vorigen Jahres sich veranlaßt gesehen, die Krone Bayern und Churhessen zu ersuchen, die Einleitung zu diesem Geschäft zu übernehmen“ und hierfür Kommissionäre in Frankfurt zu ernennen, denen gegenüber etwaige Forderungen „mit Angabe der von den Kapitalien rückständigen Zinsen“ unter Vorlage der Obligationen oder sonstigen Urkunden binnen 3 Monaten anzumelden sind. Diese Frankfurter Bekanntmachung vom 16. Juni 1818 der der Unterrichtung etwaiger in den k.k. Staaten ansässigen Gläubiger dienenden Kurrende angefügt, wobei letztere selbst sich auf die Hofkanzlei-Verordnung 11679 vom 13. 7. ds. Js. bezieht. – Hs. Aktenvermerk. –  Rahmensmöglicher  Einblattdruck.

Angebots-Nr. 8.632 / EUR  81. (c. US$ 98.) + Versand

Advokaten  +  Bierschröter

Hogarth, William (1697 London 1764). Ein Londoner Morgen. Alltägliche Turbulenz vor Thavie’s Inn Coffee House, heute und hier im Vordergrund zum einen Tom Nero’s ( sic!! ) umgeworfene Kutsche mit den zu den Gerichtssitzungen nach Westminster fahren wollenden vier Advokaten, deren jeder einzelne schon im Stande wäre, „den Lohnkutscher vor den Friedensrichter zu bringen, um die Buße für den erlittenen Schrecken einzutreiben“. Zum anderen jedoch der auf seinem voll beladenen Karren eingeschlafene Bierschröter, einen Jungen überfahrend, indes auch noch der Spund eines Fasses losgegangen ist und den begehrten Durstlöscher auf die Straße fließen läßt. „Der Bierschröter wird sich wahrscheinlich über den unglücklichen Knaben zu trösten wissen, jedoch hinsichtlich des erlittenen Schadens ganz andere Gefühle hegen.“ Kupferstich. Bezeichnet: Designed by W. Hogarth. / Published according to Act of Parliament Feb. 1. 1751. 39,1 x 32,3 cm.

William Hogarth, Cruelty II

The Four Stages of Cruelty II. – Drei Vierzeiler am Unterrand. – Harmonischer Abdruck um 1800 auf festem Papier, vermutlich aus der von Boydell von 1790-1809 herausgegebenen Gesamtausgabe. – Einige hinterlegte Kleineinrisse im breiten weißen Rand, dessen linke Oberecke wasserstreifig ist.

Daß  sich  die  Anwälte  indes  ausgerechnet  von  Tom  Nero  chauffieren  lassen ,

ist  der  Gag  schlechthin :

Denn er ist der Erzbösewicht dieser Suite. Den schlußendlich eine handelnde irdische Gerechtigkeit zunächst an den Galgen und sodann in die Anatomie bringen wird.

Angebots-Nr. 6.516 / EUR  445. / export price EUR  423. (c. US$ 511.) + Versand

– – Dasselbe. 38,7 x 32,3 cm. – Kräftiger Abdruck von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte („Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“, geschätzt auch schon von zeitgenössischen Sammlern vom Range etwa eines A. T. Stewart [Catalog of the Stewart Collection, New York 1887, 1221, „fine plates“]).

Angebots-Nr. 6.515 / EUR  445. / export price EUR  423. (c. US$ 511.) + Versand

Der  Ankläger  aber

mit dem „Gesicht eines Sachwalters ,

der einen Proceß verloren hat

… zerreißt  im  Ärger  seine  Klagschrift “

( Lichtenberg )

Hogarth, William (1697 London 1764). Paul before Felix. Die Gerichtsverhandlung gegen den Apostel Paulus vor Felix, dem römischen Prokurator Judäas. Ankläger ist der Advokat Tertullus. 2 Blatt. Kupferstiche von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). 1799 bzw. 1803. Bezeichnet: Painted by Wm. Hogarth bzw. Design’d and scratch’d in the true Dutch taste by W. Hogarth. / Engrave(’)d by T. Cook, ansonsten wie vorgenannt. 27,7-41,7 x 36,7-53,3 cm.

„ Die großen religiösen Bilder H.s sind nicht nur beachtenswerte Leistungen auf einem der ganzen Richtung seiner Begabung fernliegenden Gebiet, sondern auch Zeugnisse der Vielseitigkeit und Beweglichkeit seines Geistes.

Am  meisten  Interesse  beansprucht  darunter  wohl  das  Gemälde

William Hogarth, Paulus vor Felix (Cook)

‘Paulus  vor  Felix’

… nicht nur wegen seiner dramatischen Komposition, sondern auch wegen der meisterhaften physiognomischen Charakterschilderung … “ (Thieme-Becker).

Format und Bildwirkung entsprechend den Originalen – zum einen Öl, zum andern Zeichnung – hier bei Cook differierend, wie in späteren Hogarth-Ausgaben nicht mehr gegeben. Das Eingangsblatt nach dem Gemälde – And as he reasoned of righteousness, temperance, and Judgment to come, Felix trembled – in malerisch-kräftiger Strichführung, die Fortsetzung – mit Tertullus als Ankläger und einem Paulus, der seinerseits nicht so fest steht, wie es scheint, ist doch sein Schutzengel entschlummert, sodaß ein Teufelchen ein Schemelbein durchsägen kann und wird – von der Zartheit einer Zeichnung. Beiden Blättern gemeinsam aber die herrliche Druckqualität, ihr prächtiges Hell-Dunkel.

Hinsichtlich der Kleidung ist das Costüm der Juden, so Lichtenberg, getreulich bewahrt, Tertullus hingegen im englischen Dress des modernen Advokaten, in Perücke und Gown. Das Publikum wiederum niederländisch. „Und an der Thüre steht die Gerechtigkeit mit der Waage (zwar) als fette und wohlgenährte Dame mit einem wohlgefüllten Geldsack an der Seite(, doch per Krummdolch personifizierter Scharfrichter). Die Binde, welche ihr sonst die Augen bedeckt, hat sich verschoben.“ Gestochen aber nach dem 1. Zustand, also noch ohne Felix’ Frau. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

Angebots-Nr. 7.564 / EUR  910. / export price EUR  865. (c. US$ 1046.) + Versand

– – – Dasselbe als Arbeit des Göttinger Universitäts-Kupferstechers und Freundes G. A. Bürger’s, Ernst Ludwig Riepenhausen (1765-1840). Bezeichnet: Paul before Felix. / Designed in the rediculous manner of Rembrandt by W. Hogarth. / R. Sc. bzw. W. Hogarth pinx. / Riepenhausen del. sc. 18,2-19,2 x 23,1-24,3 cm.

Riepenhausen’s Arbeiten nach Hogarth ( „ sehr schätzbar “ ) zählen zu seinem Hauptwerk und werden tlw. sogar Hogarth’s eigenen Stichen vorgezogen. Hier auf besonders festem Papier, dessen breite weiße Ränder etwas altersfleckig sind.

Angebots-Nr. 7.791 / EUR  302. / export price EUR  287. (c. US$ 347.) + Versand

Strafvollzug  III

… zeigt  ein  Schuldgefangener , wie  er  gequält  wurde …

Hogarth, William (1697 London 1764). Bambridge on Trial for Murder by a Committee of the House of Commons. Der Gefangenenwärter Bambridge vom Schuldgefängnis in der Fleet im

Ortstermin  vor  dem  Ausschuß  des  Unterhauses .

Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Engraved by T. Cook from an Original Painting by Wm. Hogarth in the Possession of Mr. Ray. / Published June 1st. 1803, by G. & J. Robinson, Paternoster Row, London., ansonsten wie vor. 44,2 x 55,5 cm.

Für  den  Strafvollzug  der  Zeit

William Hogarth, Bambridge on Trial for Murder

höchst  instruktives  Blatt ,

von Hogarth 1729 brandfrisch komponiert, indes nicht als Stich veröffentlicht, da er als Anfänger keinen Verleger fand.

Hiesige  in  die  Hogarth-Gesamtausgabe  übernommene  Cook-Fassung

somit  wohl  die  früheste  graphische  Wiedergabe .

Hier im Abdruck von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte („Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“, geschätzt auch schon von zeitgenössischen Sammlern vom Range etwa eines A. T. Stewart [Catalog of the Stewart Collection, New York 1887, 1221, „fine plates“]) auf starkem Papier. – Minimale Stockflecken in drei Rändern.

„ Der Ausschuß in einem Zimmer des Gefängnisses, welches offenbar zur Mißhandlung der Verhafteten gedient hat. Es hängt dort ein eiserner Haken, woran die Gefangenen schwebend angebunden wurden, ferner eine Kette, um sie an die Wand zu schließen. Der Präsident zeigt ein Marterwerkzeug, welches ihn überführt … seitwärts kniet vor dem Sekretär … ein Schuldgefangener und zeigt demselben die Art, wie er gequält wurde … “

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– – – Dasselbe in Stahlstich. Ca. 1850. Bezeichnet: Der Gefangenenwärter Bambridge im Verhör vor dem Ausschuß des Unterhauses. 13,5 x 16,8 cm.

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„ Das  Zimmer  eines  Friedensrichters … aus  alter  Zeit “

Hogarth, William (1697 London 1764). (A Woman Swearing her Child to a Grave Citizen.) Die gerichtliche Vaterschaftsbestimmung. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: W. Hogarth pinxt. / T. Cook sculp. 31 x 36,2 cm. – Mit 12zeil. Untertext: „ Here Justice triumphs in his Elbow Chair … “.

William Hogarth, Woman swearing her Child

„ Ein bekanntes englisches Rechtsverfahren bei gerichtlicher Bestimmung der Vaterschaft von unehelichen Geburten bietet den Stoff zu diesem Blatte. “

Von Hogarth selbst nicht veröffentlicht, wurde Cook’s für seinen eigenen Hogarth-Zyklus zwischen 1795 und 1803 geschaffene Arbeit zur originären Stichfassung („machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“, Thieme-Becker, wobei er als einziger auch das ursprüngliche Folio-Format beibehielt). Hier vorliegend im Abdruck von der von James Heath um 1822 überarbeiteten Platte auf festem, bis zu 13,5 cm breitrandigem Papier. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

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– – – Dasselbe in Cook’s kleinerer Fassung. 1809. Inscribed: Woman Swearing a Child to a Grave Citizen. / Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. Bildgröße 14 x 17,5 cm. – Innerhalb des etwas zeitfleckigen breiten weißen Plattenrandes geschnitten.

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– – – Dasselbe in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840). Bezeichnet: Woman Swearing a Child / W. Hogarth pt. / Riepenhausen fec. 18,8 x 22,8 cm. – Auf leicht getöntem minderen Papier.

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– – – Dasselbe in Stahlstich um 1850. Bezeichnet: Der Eid und das Kind in spe / Woman swearing a Child. 13 x 15,7 cm.

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Dabei  wäre  doch  alles  so  einfach …

Das  Spucken  der  Geldmaschine

Hogarth, William (1697 London 1764). Some of the Principal Inhabitants of the Moon, as they Were Perfectly Discovered by a Telescope brought to the Greatest Perfection since the last Eclipse; Exactly Engraved from the Objects, whereby the Curious my Guess at their Religion Manners. (König, Papst und Gesetz.) Kupferstich. Bezeichnet wie vor. 27,1 x 30,4 cm (Bildgröße 24,5 x 18,6 cm).

Auf einer Plattform oberhalb der Wolken als erhöhte Mittelfigur der mittels Gebetbuch eine Geldmaschine zum Spucken bringende Papst – und damit demonstrierend, wie auch aus Worten Reichtümer entstehen. Zu dessen Rechten der von diesem die Mondkugel als Lehen erhaltende König – sein Kopf eine Krone oder Guinee, jedenfalls eine Münze – , zugleich mit musischen Symbolen versehen. Zur Linken als Dritter im Bunde

das  Gesetz  als  das  personifizierte  Schwert

thronend, nicht zuletzt ein Beschützer des zu seinen Füßen figurierenden Wohlstandes. Ferner je zwei Krieger und Diener Gottes. Alle im übrigen gesichtslos. – Abdruck auf starkem Papier von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 – London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte. „Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“ (Kunstgalerie Esslingen 1970). – Unten im extrem breiten Plattenrand geschnitten. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

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– – – Dasselbe. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). (1806-09.) Bezeichnet mit obigem Text. Blattgr. 27,3 x 21 cm. – Innerhalb des etwas stock- oder altersfleckigen breiten weißen Plattenrandes geschnitten.

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House of Correction, Coldbath Fields (London)

London – House of Correction, Coldbath Fields. Davor Wagen-, Pferde- + Passantenstaffage. Über dem Eingang „The House of Correction for the County of Middlesex 1796“. Stahlstich von W. Watkins (tätig London 1823-31) nach Thomas Hosmer Shepherd (Landschafter, Architekturzeichner, Aquarellist, 1793-1864). (1831.) Signiert, bezeichnet. 10,9 x 14,9 cm.

Die rückseitigen Stockflecken bildseits nur vereinzelt im weißen Oberrand und mit einem Stippen in der Himmelspartie wahrnehmbar.

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Pu-Quà. Ein bettelnder Krüppel. Er sitzt auf der Erde und hält nach Wohltätern Ausschau. Kolor. Punktierstich von J. Dadley. Bezeichnet: Pu-Quà, Cantòn Delin. / Dadley. London. Sculpt. 30,7 x 25,2 cm.

Pu-Qua, Bettelnder Krüppel

Lt. Lipperheide Le 21 Nachstich um 1810 nach Dadley’s Kupfer von 1799 (Lipperheide Le 17). – Mit minimal stockfleck. Erläuterungsblatt in deutsch-franz. Paralleltext. – Drei Seiten auf Plattenkante geschnitten, doch unwesentlich, da viel weißer Plattenrand.

Angebots-Nr. 14.620 / EUR  50. (c. US$ 60.) + Versand

In großer Auswahl verfügbar :
Arbeiten an Chinas Aufstieg
Pu-Quà’s kolorierte chinesische Berufe


„ Sie haben wieder einmal in unverkennbarer Weise Ihr Unternehmen und Ihre Philosophie dargeboten. Ich wünsche Ihnen – beiden – auch in diesem Jahr viel Erfolg und Gefolgschaft von Ihren alten und hoffentlich auch neuen Kunden und natürlich auch persönliches Wohlergehen … “

(Herr D. L., 4. Januar 2010)