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Zeitgenössisch  +  benachbart  erschienene  Lokalkarte

als  in  Utrecht  das  Licht  Caravaggio’s  aufging

Utrecht – Vltraiectinvs, Episcop(atvs). Mit Titelkartusche, 2 Schiffen und figürlich gestaltetem Meilenzeiger. Von dem Feldmesser Balthasar Florisz. van Berckenrode (Delft 1591 – Den Haag 1644) verfaßte

Utrechter  Bistumskarte 1 : 150.000

Berckenrode/Hondius, Utrecht

in  gleichfalls  zeitgenöss.  kolor.  Kupferstich

von Evert Simonsz. van Hamersveldt (1591 – 1653). Bezeichnet: Auct. Balthazaro Florentio a Berkenrode. Amstelodami, apud Henricum Hondium, Sub insigno Atlantis. Ao. 1628., ansonsten wie vor, und als für das Selbstverständnis des Stechers sprechend in separater kleiner Eigenkartusche am Unterrand: Evert Sijmonszoon Hamersveldt sculpsit. 38 x 49,3 cm.

Keuning 185; Koeman 165. – Aus dem Mercator-Atlas in der Hondius-Ausgabe von 1630 (Koeman Me 29A), für die diese Karte seitens van Berckenrode’s als „einem der in graphischer Hinsicht und geometrischer Zuverlässigkeit

größten  niederländischen  Kartographen  des  17.  Jahrhunderts“

(Koeman) während dessen Amsterdamer Zeit (1619/34) neu geschaffen wurde. Ersetzend Mercator’s noch in der 1628er Ausgabe präsente Utrecht-Karte und somit hier

im  frühesten  Abdruck

vorliegend, tragend des Henricus Adresse Sub insigno Atlantis auf dem Dam, wo auch Bruder Jodocus II seinen Kartenhandel betrieb. Der hist.-geograph. Rückseitentext in Latein. – De Leck (Neder Rijn) ab unterhalb Rhenen’s, also nicht mehr mit Emmerich als lt. Verbeek, Die Niederrheinansichten Jan de Beyers, 1957, S. 41) einst zum Bistum gehörig. Im Norden angrenzend an Haerlemmer Meer + Zuyder Zee. – Namentlich im breiten weißen Rand stockig, sonst schönes Exemplar

dieser  von  ganzer  landmesserischer  Wissensfülle  ( Deich-Netz ! )

sehr  wirkungsvoll  geprägten  zeitgenössischen  Karte  Utrechts

wo während des Goldenen Jahrhunderts die aus Italien zurückgekehrten Caravaggisten mit Honthorst und Ter-Brugghen an der Spitze Caravaggio’s Licht-Revolution entzündeten, aber auch dessen Naturalismus verbreiteten und solchermaßen der von Abraham Bloemaert begründeten seinerzeitigen Utrechter Schule („Als Rubens [1627] nach Utrecht kam, versäumte er nicht, B. zu besuchen, und auch Elisabeth, die Königin von Böhmen, beehrte ihn mit ihrem Besuche“, Thieme-Becker) eine potenzierte Dimension verschafften, beeinflussend den Nicht-Italienisanten Bloemaert selbst wie einen Vermeer van Delft ebenso wie das Genrebild Frans Hals’ und den Deutschen Joachim von Sandrart, indes „Der Einfluß … auf den jungen Rembrandt … sicher der wichtigste Abschnitt innerhalb der Rezeption der caravaggesken Kunst durch die Holländer (ist)“ (Arthur von Schneider, Caravaggio und die Niederländer, 1933, mit nicht aktualisierter 1967er Zweitauflage, letztere hier S. 67). In dieses Umfeld denn hineingeschaffen

anstehende  Berckenrode-Hondius’sche  Utrecht-Karte

als  ein  Sammlungsstück  von  Rang

zur  für  die  holländische  Malerei  des  17. Jahrhunderts

so  bedeutsamen  Utrechter Schule .

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