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Rogier van der Weyden, Heilige Mutter Gottes

Weyden, Rogier van der (de le Pasture, Tournai um 1398/1400 – Brüssel 1464). Die heilige Mutter Gottes. In schwerem Mantel mit der Krone der Himmelskönigin und dem trinkenden Kind auf dem Arm in einer Altarnische. In der Einfassung einerseits die sich von Satan als Schlange mit Frauenkopf verführen lassende Eva, andererseits die Vertreibung aus dem Paradies mit Adam und dem Erzengel. Oberhalb indes der Herr selbst nebst Heiligem Geist in der Gestalt der Taube. Stahlstich von William French (ca. 1815 – East Grinstead 1898). 3. V. d. 19. Jhdts. Bezeichnet: Belvedere. / Rogier van der Weyden pt. / W. French sc., ansonsten in dt.-engl. wie vor. 18,7 x 10,8 cm.

Nach der nur wenig größeren und nach Separierung mit der ursprünglich wohl rückseitigen Heiligen Katarina in einer Landschaft zu einem Diptychon verbundenen Tafel von um 1430-32 in der kgl. Galerie in Wien (de Vos 3).

„ In der hohlen Randleiste links und rechts sind steinerne Bildnisse angebracht. Es sind Adam und Eva, die evangelischen Vorboten Christi und Marias. Zum ersten Mal in der Malerei stehen sie jedoch in ihrer getrennten Position für eine jeweils unterschiedliche Episode des Sündenfalls … die getrennte Plazierung der beiden Figuren (mag) durch den Genter Altar beeinflußt sein. Auch der Thron mit seinen Säulen und Löwen steht für ein biblisches Motiv, nämlich den Thron Salomos (der Löwe auch für den ‚Löwen von Juda‘, wie Christus im Hohenlied und der Apokalypse genannt wird) … Meines Wissens ist es ein Unikum, daß Maria vor dem Thron steht und nicht darauf Platz genommen hat … Die Maria mit Kind ist typologisch deutlich mit der ebenfalls stehenden Maria, das Kind nährend des Meisters von Flémalle in Frankfurt verwandt … Dem geschmeidigen Faltenfluß der Stoffe fehlt die spätere klare Kontur. Dies deutet auf ein frühes Entstehungsdatum hin, was durch Übereinstimmung mit anderen frühen Werken bestätigt wird “

(Dirk De Vos, Rogier van der Weyden, 1999, SS. 179 ff.).

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„ Ganz herzlichen Dank für Ihre netten Wünsche und die sehr interessante Lektüre (Wild + Hund 23/2008), über die ich mich sehr gefreut habe. Mein Glückwunsch zu diesem schönen Artikel über Ihr Ridinger Wirken und die damit verbundene und verdiente Anerkennung. An meiner ‚Ridinger – Sammlung‘ erfreue ich mich stets aufs Neue. Schon deshalb war die Anschaffung des Pompadour Bandes (1998) ein guter Kauf … Mit besten Grüßen, Ihr … “

(Herr O. v. L., 5. Januar 2009)