English

Anheizer  wider  die  religiöse  Gleichgültigkeit

Voltaire’s  Flucht

aus  siedendem  Weihwasserkessel

Dupanloup – Le Petit, Alfred (Maler, Lithograph, Journalist und Chansonnier; Aumale 1841 – Levallois-Perret 1909). M. (Félix Antoine Philibert) Dupanloup. Beichtvater des Herzogs von Bordeaux, Lehrer der Prinzen von Orléans, dortselbst 1849 Bischof, vor allem streitbarer rechter Publizist, doch zugleich Gegner der päpstlichen Unfehlbarkeit, Mitglied der Nationalversammlung und der Académie française, deren Sitzungen er nach der Wahl Littrés 1871 ferngeblieben sei (Meyer, Littré: 1874 und Austritt D.s). Hier in Verbindung mit „Le Buis“, dem Buchsbaum, und befriedigt

die  Flucht  des  Teufels  „ Voltaire “  aus  dem  siedenden  Weihwasserkessel

über dem von ihm mit dem Blasebalg angefachten Feuer Mandement verfolgend. Kolor. Lithographie. Bezeichnet: Alfred Le Petit PARIS. 21 Février 1871, ansonsten wie vor bzw. unten. 25 x 13,5 cm.

Osterwalder, Dictionnaire des Illustrateurs, S. 622. – Blatt 20 von Le Petits Fleurs, Fruits & Légumes du Jour. – Mit der Adresse von L’Éclipse und der des Druckers Coulbœuf, beide Paris. – Mit Vierzeiler von H. Briollet:

Alfred Le Petit, M. Félix Antoine Philibert Dupanloup ("Le Buis")

« Le diable dit: sauvons nous vite! / Dieu! j’allais me mettre dedans! / Ceci n’est pas de l’eau bénite: / C’est du vinaigre d’Orléans. »

DUPANLOUP (Saint-Félix, Savoyen, 1802 – Schloß Lacombe, Isère, 1878), nach Ausbildung u. a. am Priesterseminar von St. Sulpice 1825 zum Priester geweiht, stritt in einem Umfeld der Gleichgültigkeit, wenn nicht Feindlichkeit gegenüber Glaube + Kirche zeitlebens für die Freiheit des Unterrichts, die Stärkung und Unabhängigkeit der Kirche und gegen die liberale, kirchenfeindliche Presse. In Anlehnung an den Katechismusunterricht von St. Sulpice auf ganzheitliche geistige und körperliche Bildung setzend, focht er nicht zuletzt auch für den Beibehalt der lateinischen Klassiker. Als Mitglied der Académie suchte er die Wahl von Freidenkern zu verhindern, was ihm im Falle Littrés zunächst (um 1863) auch gelang. Bereits Anfang der 40er waren seine Vorlesungen an der Sorbonne wegen der Erregung, die seine scharfe Kritik an Voltaire hervorrief, abgesetzt worden; Unterrichtsminister Abel-François Villemain war nicht gewillt, die Ordnung wiederherstellen zu lassen. Und noch 1878 verhinderte er offizielle Feiern zu Voltaires 100. Todestag.

“ Dupanloup  was  without  question

one  of  the  ablest  French  bishops  of  his  day

… In many things a conservative and even a legitimist, he was one of the first who thought of appealing, in behalf of the Catholic cause, to common law and public liberties before a generation no longer able or willing to recognize the Divine right of the Church … In his educational writings Dupanloup enunciates some of the most important principles which are now generally accepted. Among these are his conception of education as a process of developing mental activity instead of injecting knowledge into the mind, and his insistence on the duty of the teacher to respect the freedom of the pupils and to cultivate in them a spirit of honour. He advocates physical education by means of games, and warns against the danger of forcing precocious children.

Education , he  holds , is  intellectual , moral , religious , and  physical ;

but  it  is  essentially  one ,

and  to  neglect  any  of  its  purposes  would  be  fatal ”

(Joseph Sollier, The Catholic Encyclopedia, Bd. 5 [1909], S. 203).

Kurz, ein Mann , der auch unserer Zeit gut anstünde. Die Verwirklichung eines ihm nicht zuletzt als Bischof von Orléans am Herzen liegenden Anliegens zu erleben, blieb ihm indes verwehrt: Johanna von Orléans wurde erst 1909 selig-, 1920 dann heiliggesprochen.

Angebots-Nr. 15.653 / EUR  118. (c. US$ 136.) + Versand


„ herzlichen Dank für Ihre Expertise zu dem (Hogarth-)Kupferstich. Er ist wohlbehalten angekommen. Besten Dank für die schnelle Zusendung. Gruss aus … “

(Herr F. B., 1. März 2013)