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Tee , wo  immer , wann  immer , aber  gekonnt !

Desrais, Claude-Louis (1746 Paris 1816). Le Thé à l’Anglaise. 9köpfige Gesellschaft beim Tee an ovalem Tisch mit der Teemaschine in der Mitte. Daneben die Kännchen für Milch + Zitrone, Kandis- + Gebäckschale. Getrunken wird aus hohen Tassen, doch finden sich neben diesen auch zwei Sektgläser. Kolor. Kupferstich von Florion. Letztes Viertel d. 18. Jhdts. Bezeichnet: Desrais del / Florion sculp / A Paris chez Basset M(archan)d d’Estampes et Fabricant de Papiers peints Rue St. Jacques No 670, ansonsten wie vor. Blattgröße 24,4 x 36,3 cm.

Schöne  Schilderung

Claude-Louis Desrais, Thé à l'Anglaise

des  Teegenusses

und  wie  solche  generell  selten

von auch kulturgeschichtlicher Aussage. Desrais – „einer der bekanntesten Modezeichner der Zeit“ (Fürstenberg, 1929). Und „einer der meistbeschäftigten Illustratoren des letzten Drittels des 18. Jahrh. (dazu), ist D. hauptsächlich bekannt geworden durch seine kleinformatigen Modeblätter u. galanten Darstellungen, die meist als Almanachillustrationen verwendet (und von Dritten) … gestochen worden sind“ (Thieme-Becker IX [1913], 149 f.). Hier denn aber

eines  seiner  erst  den  ganzen  Reiz  greifbar  machenden

großformatigen  Blätter  adäquaten  Kolorits

im Stich des nicht näher nachweisbaren Florion, der möglicherweise mit dem gleichfalls nur mit dem Nachnamen bekannten Bildhauer gleichen Namens identisch ist, der von 1789-1793 für Paris gesichert ist.

Weiterführend zu Thieme-Becker sieht das AKL (XXVI [2000], 429) in Desrais im übrigen den mutmaßlichen

„ Initiator der stilist(ischen) Erneuerung, mit der die Ill(ustration) des Rokoko zu Ende geht (und der) … damit den Weg für andere Künstler (ebnet) “.

Auf hell blaugrauem Papier. – Innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten bei seitlich immer noch 3,2-3,9 und oben 1,9-2,2 cm weißem Rand sowie unten noch einigen Millimetern unterhalb der Drucke-raddresse. – Rückseits kleiner Zoll- und figürl. Sammlungsstempel (nicht bei Lugt). – Zwei kleine Eckhinterlegungen. Jeweils zu den Außenpartien namentlich der rechte weiße Rand etwas knitterspurig und der linke weiße Rand mit einem Anflug von Bräunung. Unbeschadet dieses leichten Patinaüberzuges von gesamthaft guter Erhaltung.

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„ Ich darf mich noch einmal herzlichst für Ihre Hilfe bedanken!! Ich habe alle e-mails/Bilder erhalten. Es ist wirklich keine Selbstverständlichkeit so eine Unterstützung zu bekommen und ich weiß das sehr zu schätzen! “

(Frau A. G., 10. September 2014)