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Klauber Catholici, Thesenblatt zu 1. Kor. I, 9

Klauber Catholici (Augsburger Verlag 1737/38 – ca. 1840). Thesenblatt zu 1. Kor. I, Vers 9. Der gekreuzigte Christus, in den unteren Zweidritteln umgeben von den heiligen Männern + Frauen mit ihren Symbolen, darüber die Hl. Dreifaltigkeit nebst himmlischer Heerschar. Linksseits dominiert das Symbol der Jesuiten, hier das Herz sowohl brennend als auch mit der Dornenkrone, darüber I(esus) H(ominum) S(alvator). Kupferstich. Ca. 1740. Bezeichnet: C.P.S.C.M. (Privileg) / (Göz et) Klauber Cath. Sc. et exc. A.V. / Fidelis Deus per quem vocati estis i Societatem Filii ejus Iesu Christi Domini nostri. 1. Cor. 1, V. 9. 40 x 27,4 cm.

Von seiner Anlage her nicht den verschiedenen großen Verlagsfolgen zuordbares Blatt noch aus der Ägide der Gebrüder Joseph Sebastian + Johann Baptist Klauber (1700/10 bzw. 1712 Augsburg 1768 bzw. 1787) und deren bereits 1742 ausgeschiedenem Gründungspartner Gottfried Bernhard Goetz (Göz; Welehrad/Mähren 1708 – Augsburg 1774), dessen gelöschter Name in der Signatur indes noch andeutungsweise kenntlich ist, in einem Druck um etwa 1800 mit Wz. Ravensburg. – Die Signatur Klauber Catholici bezieht sich auf die ziemlich singuläre Stellung der beiden Klaubers und ihrer Nachfolger als bewußt kathol. Unternehmen gegenüber den mehrheitlich evangel. Augsburger Stecher-Verlegern. – Verblaßter Rückseitenstempel.

Goetz lernte nach Besuch einer Jesuitenschule zunächst bei dem Freskomaler Franz Gregor Ignaz Eckstein in Brünn, um dann als Schüler Johann Georg Bergmüllers nach Augsburg zu wechseln. Zu den bedeutendsten Malern Augsburgs um die Mitte des Jahrhunderts zählend, „bekunden (die erhaltenen Arbeiten in zahlreichen Kirchen und Klöstern Süddeutschlands) den Einfluß Pozzos, dessen ‚Ideen er in deutsche Rokokoformen übersetzt‘“ (K. Feuchtmayr, Adolf Feulner zitierend, in Th.-B. XIV [1921], SS. 319 ff.). Seine Freskomalereien in der Augsburger Jesuitenkirche wie auch an weiteren Häusern der Stadt sind hingegen zerstört. Daneben reiche Tätigkeit als Kupferstecher.

Angebots-Nr. 28.902 / EUR  98. (c. US$ 118.) + Versand


„ Ganz herzlichen Dank für Ihre netten Wünsche und die sehr interessante Lektüre (Wild + Hund 23/2008), über die ich mich sehr gefreut habe. Mein Glückwunsch zu diesem schönen Artikel über Ihr Ridinger Wirken und die damit verbundene und verdiente Anerkennung. An meiner ‚Ridinger – Sammlung‘ erfreue ich mich stets aufs Neue. Schon deshalb war die Anschaffung des Pompadour Bandes (1998) ein guter Kauf … Mit besten Grüßen, Ihr … “

(Herr O. v. L., 5. Januar 2009)