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Cham (= Amédée Charles Henry de Noé, 1819 Paris 1879). Six heures et demie. — Les chevaux de Madame la Marquise sont sur la table. Diener, in den Salon seiner Herrin tretend und zu Tisch bittend: Pferdefleisch aus dem eigenen Marstall. Kreidelithographie. (1870-71.) Bezeichnet: CHAM / 104, ansonsten typographisch wie vor. 21,9 x 17,5 cm.
Geschaffen für den Charivari während des dt.-frz. Krieges von 1870-71 und hier vorliegend in zeitgenössischem Abdruck ohne Rückseitentext. – Kleiner schwacher Stockfleck im weißen Feld neben der Tischlampe. Cham , einer aristokratischen Familie entstammend – der Vater war Pair von Frankreich – , offenbarte schon als Kind sein zeichnerisches Talent. Seit 1838 Schüler zunächst im Atelier von Nicolas-Toussaint Charlet, dann von Paul Delaroche, veröffentlicht bereits 1839 der von Charles Philipon herausgegebene Charivari erste humoristische Bildgeschichten unter dem aus der biblischen Geschichte abgeleiteten Pseudonym Cham (Sohn des Noé/Noah) und wird
(Luce Abélès, Allgemeines Künstler-Lexikon XVIII, 1998, S. 109).
(Mr. L. A. F., June 22, 2004) |