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Schönes Beispiel kompositorischer„Auftürmung“ im Goldenen JahrhundertRomeyn, Willem (Haarlem ca. 1624 – ca. 1694). Viehstück. Stier, zwei Kühe und drei Schafe in der Ruhe an kleinem Gewässer in hügeliger Landschaft. Radierung mit Aquatinta von Johann Heinrich Tischbein II (Haina 1742 – Kassel 1808). Bezeichnet: WRomeyn pinx: / H. Tischbein fec. 1788., ansonsten wie unten. 19,2 x 25,2 cm.
Wurzbach, Romeyn, 8; Nagler, Tischbein, 25. – Blatt 7 der 1827er Tischbein-Suite Nagler 45 als einer punktweise aufmontierten Zusammenstellung durchweg alter/früherer Abdrucke. – Auf Plattenkante geschnitten. – Aus Slg. des legendären DR. STROUSBERG , Berlin. – Mit Untertext: „ Das Original befindet sich in der Sammlung des Herrn Geheimen Regierungs Rath von Schmerfeld zu Cassell .“ Schönes Blatt des Berchem- und Dujardin-Schülers, im Gegensatz zu denen, so Bernt, „seine schwerfälligen Herdentiere nachlässiger gezeichnet“ sind. Solche Schwerfälligkeit indes hier nicht zu konstatieren, wohl der teils geradezu schöne Blick der Tiere. Und im übrigen „Eine stehende Kuh (hier Stier) ist typisch … In der Albertina … mit 13 schönen Blättern sehr gut vertreten“. Darüberhinaus zur Rechten mit der Gruppe der Kuh und den sich dieser anschließenden drei Schafe beispielhaft für die kompositorische „Hochstaffelung“ der Zeit (Hella Robels im Snyders-Werkverzeichnis, 1989, SS. 60 f., an Hand der Öle 12 + 15), wie im 20. Jhdt. etwa von Franz Marc wiederbelebt.
Siehe auch Johann Heinrich Tischbeins
(Mrs. G. H., June 19, 2006) |