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lüder h. niemeyer

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Weirotter – Schmutzer, Jakob Matthias (Schmuzer, 1733 Wien 1811). Franz Edmvnd Weirotter Maler Der k. k. Zeichnung und Kupferstecherakademie in Wien, Professor und Rath gestorben den 11. May 1771. Brustportrait in Medaillon auf einem Stein mit vorstehender Inschrift und umgeben von Waldstaffage. Radierung. Bezeichnet: J. Schmuzer fecit, ansonsten wie vor. 24,7 x 19,1 cm.

Heller-Andresen 19. – Die Waldstaffage nach Le Blanc 47 von Weirotter (Innsbruck 1730 – Wien 1771) selbst radiert. – Auf festem, oben und besonders unten breitrandigem Bütten. – Größerer Braunfleck im rechten Platten- und – hier nur wenig bemerkbar – Bildrand. Schwache Braunfleckchen unten links unterhalb des Inschriftsteins, dort im Blattwerk auch Rostfleck. Vereinzelte, meist nur schwache Braunflecken im weißen Papierrand. – Schöner Druck.

Jakob Matthias Schmutzer, Franz Edmund Weirotter

Schmutzer , nach dem Studium der Baukunst zunächst in Preßburg als Bauzeichner und Maler tätig, ging 1762 zu weiterer Ausbildung nach Paris zu Johann Georg Wille (Obermühle im Biebertal am Fuße des Diemsberges bei Gießen 1715 – Paris 1808), dem „heimliche(n) Vertreter deutscher Kultur in Frankreich“ (Decultot und andere, Wille-Briefwechsel, 1999, S. 1). 1766 nach Wien zurückgekehrt, wurde er Direktor der neugegründeten Kupferstecher-Akademie und im Folgejahr Hofkupferstecher. Noch 1766 empfahl er Maria Theresia die Berufung des noch jungen Weirotter, seinem Mitschüler bei Wille, an die Akademie, damit dieser dort das Landschaftsfach übernehmen könne. Laut Schmutzers Bericht an die Kaiserin verdiente der Mittdreißiger

„ mit  seinen  geätzten  Landschaften ,

welche  in  England , Holland  und  Deutschland  gerne  gekauft  würden ,

jährlich  4-5000 fl. “.

Der Berufungsvorschlag wurde vom Staatsrat umgehend angenommen, da Weirotter sonst „bereits einen Ruf nach Sachsen in Händen habe“. Bei seinem allzu frühen Tode jedoch fand „sein gesamter künstlerischer Nachlaß in Wien keine Abnehmer; er ging nach Paris “

(ADB XLI [1896], 520 f.).
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