Die Triumphe Alexander’s
In absolutem Exemplar

in imperialem bordeauxroten Leder
Le Brun, Charles (1619 Paris 1690). Die Triumphe (oder Die Schlachten oder Die Historien) Alexander’s des Großen. Folge der von 15 (nicht 16!) Platten gedruckten, zusammengesetzten und auf Falze gehefteten 5 (3 gefalt.) Blatt (69,6-72 x 90,4-159,3 cm) in Radierung mit Kupferstich von Girard Audran (4) + Gerard Edelinck. Paris 1672/78 (Audran) + ca. 1671. Imperial-Folio (78 x 54,5 cm). Exemplarspezifische 2 Bll. Text + Inhalt in Schwarz-Prägung, 1 w. Bl.
Bordeauxroter Rindleder Designer-Einband über Holzdeckel
mit 4 von Fileten eingefaßten Zierbünden, überlaufenden Deckel-Fileten und
jeweils 4 großen Bourbonen-Lilien in den Zwickeln ,
2teil. Künstler- + Titelprägung auf dem Vorder- und
großem ligierten R(oi)S(oleil)-Monogramm
als zugleich auch Markenzeichen der hiesigen Red Series als Mittelstück auf dem Rückdeckel, schwarzen Rückenschildchen, braunen Innen-Spiegeln + Vorsatz, davon die Spiegel + vorderer Vorsatz mit von Bourbonen-Lilie begleiteten Text-Passagen bzw. Titel , red series bzw. niemeyer fine arts auf Innendeckel-Unterkante sowie JayAitchDesign auf Rückdeckel-Unterkante, alles 23,5karätig goldgeprägt in Englisch.
Dokumentierend die Stationen

Die Überquerung des Granikos
Mai 334 v. Chr.
1672 – 4 Blatt auf 3 Platten im Bildsinn – 71,5-71,7 x 138,9 cm
(Ränder: Oben + unten 2,5-3,5 cm, Seiten 6 cm)
(1662/65 – 4,70 x 12,09 m – G. SS. 208-213)
Die erste Großschlacht des Alexanderzuges

Alexander , der Familie des geflohenen Perserkönigs Dareios seine Aufwartung machend
Frühjahr 333 v. Chr.
Ca. 1671 – Druck von 2 Platten im Gegensinn – 69,6 x 90,4 cm
(Ränder: Oben + unten 3,7-4 cm, links 7 cm, rechts 3,5 cm)
(1661/62 – 2,98 x 4,53 m – G. SS. 196-201)
Am Morgen nach der Schlacht 333 bei Issos

Die Entscheidungs-Schlacht von Arbela / Gaugamela
1. Oktober 331 v. Chr.
1674 – Druck von 4 Platten im Bildsinn – 71,3-72 x 159,2 cm
(Ränder: Oben + unten 2,3-2,5 cm, links 9 cm, rechts 11 cm)
(Ca. 1666/68 – 4,70 x 12,65 m – G. SS. 214-219)
Die erste der beiden entscheidenden Schlachten zur Eroberung Asiens ,
hier den persischen , 5 Jahre später am Hydaspes – siehe unten – den indischen Feldzug betreffend .

Nach kampfloser Übergabe der prächtigen , der gewaltigen Stadt
Alexander’s triumphaler Einzug in Babylon
Herbst 331 v. Chr.
1675 – Druck von 2 Platten im Gegensinn – 71,2 x 92,7 cm
(Ränder: Oben + unten 2,3-3,5 cm, links 5 cm, rechts 3 cm)
(1662/65 – 4,50 x 7,07 m – G. SS. 202-207)

Am Hydaspes – Alexander und Poros
Mai 326 v. Chr.
1678 – Druck von 4 Platten im Bildsinn – 71-71,3 x 159,3 cm
(Ränder: Oben + unten 2,2-4 cm, Seiten 10-11 cm)
Ca. 1666/68 – 4,70 x 12,64 m – G. SS. 220-225)
Die letzte vorwärtsgerichtete Großschlacht
und nach Donald Posner, Charles LeBrun’s Triumphs of Alexander,
in The Art Bulletin XLI [1959], no. 3, 237 ff.
„ die vermutlich erste Darstellung des Poros-Themas in der Kunstgeschichte “
wie denn seinerseits Ridinger mit seiner nicht im Stich veröffentlichten 1723er zeichnerischen Momentaufnahme vom Herbst 326 am Hyphasis in Indien vermutlich
die kunstgeschichtlich erste Darstellung
der welthistorischen Umkehrentscheidung
geliefert hat. Hier denn nun
Alexander zu dem geschlagenen tapferen greisen Poros :
Wie wünschest Du behandelt zu werden ?
„ Wie ein König .“
Das Schlußblatt dieses seinesgleichen suchenden graphischen Zyklusses ,
seitens der Literatur über die Zeiten gefeiert als
„ MONUMENTE DER GESCHICHTE DER DRUCKGRAPHIK “
+
„ Man kann sich kaum schönere Kupferstiche vorstellen … “
(AKL 1992 bzw. Thieme-Becker 1907)
„ Immer nur nach dem Nützlichen zu fragen ,
ziemt sich gar nicht
für großzügige und freie Menschen “
(Aristoteles , Lehrer Alexander’s)
Und so wird denn 50 Jahre nach der Grande Nation jenseits des Rheins der junge Johann Elias Ridinger, in nahezu gleichem Alter stehend wie Alexander zur Zeit seines Zenites, den Faden des Le Brun-Zyklusses aufgreifen, die in diesem unbehandelt gebliebenen großen Stationen von Halicarnassos (334 v. Chr.) + der 1. Tigris-Querung 331 bei Bedzabde auf dem Zug zum obigen Treffen gegen Dareios bei Gaugamela/Arbela nachtragen. Um sodann, unveröffentlicht geblieben im Kupfer, in bravouröser, Kunstgeschichte schreibender 1723er Zeichnung den Schlußakkord zu meistern: den Umkehrentschluß Alexander’s im Herbst 326 am indischen Hyphasis als einem Wendepunkt der Geschichte. Und damit praktischem Ende des Alexander-Zuges.
Angebots-Nr. 15.272 / Preis auf Anfrage
zur ausführlichen Detail-Beschreibung

„ Danke für den wunderbaren (Ridinger-)Scan … der meine Argumentation zur Verwechslung in der Staffierung der Porzellane dokumentarisch bestens belegt. Darf ich um Ihre Zustimmung bitten, ihn in meiner Arbeit zeigen zu dürfen? “
(Herr J. R., 7. Juni 2004)



