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Des Grafen Brühl’s Reiherbeize

Falens (Valens), Carel van (Antwerpen 1683 – Paris 1733). Prise du Héron. Höfische Gesellschaft vor größerer Ortschaft einer differenzierten Berg-/Tal-/Gewässerlandschaft in Anritt + Aufgang auf die Falkenjagd. Schon verfolgt ein vorderes Paar den bevorstehenden Stoß ihres Falken, indes ein zweiter Reiher abstreicht. Vorn links Badende, zur Rechten eine musizierende Gesellschaft und mittig zurückgesetzt Hirtenscenerie. Kupferstich von Jacques Philippe Lebas (1707 Paris 1783). Bezeichnet: C. Van Falens pinx. / PRISE DU HÉRON. / JC: Ph. Le Bas Sculp. … a Paris chez lauteur graveur du Roy au bas de la rue de la Harpe 1745, ansonsten wie unten. Blattgröße 46,5 x 62,9 cm.

Carel van Falens, Prise du Héron

Wurzbach I (1906), Falens/Lebas 4; Thieme-Becker, Falens, XI (1915), 227 (Dresden: Aufbruch zur Reiherbeize) + Lebas, XXII (1928), 498; Schwerdt III (1928), 95 (1741er Erstzustand; beautiful engraving; 47 x 63,5 cm).

Reiches großes Blatt in dem Erstzustand nur vier Jahre später nachfolgenden Zweitzustand mit den zwischenzeitlichen Besitzwechsel des Gemäldes dokumentierendem neuen Untertext beidseits mittigen Wappens

„ Tableau qui est dans la Galerie de S. E. Mgr. le Comte de Brühl Chevalier de l’Ordre de l’Aigle Blanc Ministre d’Etat et du Cabinet de Sa Majesté le Roy de Pologne Electeur de Saxe. “

Per 1741er Erstzustand befand sich das Gemälde noch im Nachlaß des Künstlers (Tiré du Cabinet de Madame Van Falens à Paris …) und der Untertext des Kupfers verweist neben gleichfalls mittigem Wappen A Monsier Mead Medecin de Sa Majesté Britannique und dazu des weiteren lat.-frz. Vierzeiler.

Falens war seit 1728 Mitglied der Pariser Akademie, wozu er bei Aufnahme „zwei Gemälde mit Jagdszenen (lieferte), die jetzt im Louvre sind. F. war ein sehr geschickter Nachahmer des N. Berchem und besonders Ph. Wouvermans , dem oft Bilder F.s zugeschrieben werden.“ Lebas indessen war „weniger bedeutend als Künstler denn als Lehrer der besten französ. Stecher der 2. Hälfte des 18. Jahrh. … 1743 wurde er … in die Akad. aufgenommen. 1744 Graveur du Cabinet du Roi. L. pflegte seine Platten von Gehilfenhand mit der Radiernadel bearbeiten zu lassen und vollendete sie selber mit dem Stichel … Er stach eine Reihe von Kompositionen eigener Erfindung … Seine Hauptblätter aber sind s. Reproduktionsstiche nach Watteau … vor allem aber nach Teniers … und Wouwerman, sowie die mit Cochin zusammen gearbeitete berühmte Folge nach Joseph Vernet: Les Ports de France …“ (jeweils Th.-B. a. a. O.).

Dreiseits eingefaßt von 1 cm breiter rahmenartiger mehrteiliger Einfassung, auf deren äußerer Abschlußlinie das Blatt geschnitten ist, unten entsprechend auf unterer Wappenkante. In der linksseitigen Einfassung ein 1 x 0,3 kleiner Ausriß noch außerhalb der eigentlichen Rahmung. Die geglättete Mittelfalte bildseits nicht wahrnehmbar, ganz schwach aber eine leichte Knickspur längs des linken Bildrandes und ein schwacher Braunfleck im weißen Textfeld linksaußen, wie denn erhaltensmäßig gesamthaft nicht ganz makellos, wohl aber – auf dem sprichwörtlich festen französischen Papier mit typographischem + figürlichem Wz. –

der  Druck  selbst  in  seinem  vom  Hell-Dunkel  bestimmten  Kontrastreichtum .

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