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lüder h. niemeyer

- seit 1959 -

 

Begleitete  Prinz  Eugen  in  Italien

Huchtenburgh, Jan van (Haarlem 1647 – Amsterdam 1733). Eine Kavallerie-Attacke / Der Kampf der beiden Reiter. Dominiert vom auslaufenden Zweiergefecht vorn, dessen Knäuel sich ein lediges Pferd beigesellt hat. Radierung nach Adam Frans van der Meulen (Brüssel 1632 – Paris 1690). Bezeichnet: AF. V. Meulen, jn, et ex, cum priuilegio Regis. / V. HB. f. Blattgröße 15,4 x 19,3 cm.

Jan van Huchtenburgh, Kavallerie-Attacke

Nagler, Monogramm., V, 1210 unter Nennung des Blattes; Katalog Davidsohn II, 830.

Der brillante , wenngleich etwas zeitspurige Abdruck der Sammlung J. H. Anderhub, teils mit fein(st)em bis gar 5 mm breitem Rändchen, teils auf Plattenkante oder, so tlw. oben, bis zur Bildeinfassung geschnitten. Figurierte, wie auch weitere Graphik, nicht auf der 1963er Bücher-Versteigerung der „Bibliotheca Hippologica I. H. Anderhub“. Dieser übrigens schon als sammelnde Folgegeneration. So findet sich auf dem Orig.-Umschlag zur 1. Lfg. seines Bürde (Abbildungen vorzüglicher Pferde …, 1820 ff.) neben seinem 1937er Exlibris der Doppelstempel J. B. Anderhub’s.

Huchtenburghs besondere Vertrautheit mit den Arbeiten van der Meulen’s basiert zum einen auf dessen zeitweiser Ausbildung bei diesem, entsprach vor allem aber auch seinem eigenen Stil „im Geschmacke der Schule Audran’s“. Und was Nagler für letzteren festhält – „malte gleichsam mit der Nadel und dem Grabstichel“ – macht denn auch den graphischen Reiz anstehenden Blattes aus, auf dessen vorzügliche Pferdezeichnung – besonders typisch auch für Huchtenburgh’s malerisches Œuvre – eigens aufmerksam gemacht sei.

Im Spanischen Erbfolgekrieg begleitete er den großen Prinz Eugen auf dem italienischen Kriegsschauplatz, später trat er in die Dienste des Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen, des Vaters Friedrich’s des Großen.
Angebots-Nr. 28.612 / EUR  298. / export price EUR  283. (c. US$ 401.) + Versand

 


 

„ vielen herzlichen Dank für die Faxübermittlung Ihres Schriftverkehrs mit … Hochinteressant und das Thema (des jagdlichen) ‚Wurstwagen‘ wunderbar anschaulich darstellend! Nochmals vielen Dank! “

(Museum S. B., 23. Februar 2004)