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Holbein + Frau

Bartolozzi’s  Farbstich-Pendants

der  originären  Folio-Ausgabe

in  Vorzugs-Abdrucken  auf  China

vor  der  Schrift

Holbein d. J., Hans  (Augsburg 1497/98 – London 1543).

Selbstbildnis

Hans Holbein II, SelbstbildnisHans Holbein II, Frau Holbein

und  das  seiner  Frau

Brustbild nach rechts bzw. Halbporträt nach links. 2 Blatt. Farb-Punktierstiche von Francesco Bartolozzi (Florenz 1727 – Lissabon 1815) nach den – so Thieme-Becker – Kopien von Hans Bock d. Ä. (Zabern/Saverne, Elsaß, ca. 1550 – Basel ca. 1623). Bezeichnet: From the Original Picture by Hans Holbein. / Engraved by F. Bartolozzi R.A. Historical Engraver to his Majesty. / Published as the Act directs June 25. 1798. by I. Chamberlaine Brompton(,) Midd(lese)x. 55,5-55,7 x 43,2 cm.

Thieme-Becker (Holbein) XVII (1924), 355/II; AKL (Bartolozzi) VII (1993), 299.

HERRLICHE  CHINA-ABZÜGE  DER  ORIGINAL–AUSGABE

vor  der  Bezeichnung

Portrait  of  Hans  Holbein  bzw.  Portrait  of  Holbein’s  Wife

At  Kensington  Palace

im breiten weißen Unterrandfeld zwischen Bildeinfassung und Verleger-Signaturzeile. – Aufgewalzt auf festem Whatman-Velin mit Wz. 1794 (Heawood 3460) für das Blatt der Frau bzw. angeschnittenem J Whatman (Heawood 3457 ff., dabei 3457er Nachweis recte 1784) für ihn selbst. Letzteres im Unterrand zwischen der dreilinigen Bildeinfassung und der Signatur-Zeile noch die ziemlich durchgängigen zarten Reste einer ebensolchen Einfassung mit vier Linien.

Das Selbstbildnis im übrigen in direktem Kontext zur Buntstiftzeichnung nach links in Basel, siehe Knackfuß, 1895, S. 49.

Eine gewisse Alterstonigkeit im Bilde ebensowenig bemerkbar wie jeweils bis zu 4 cm breiter horizontaler heller Braunstreifen rückseits des Whatman-Untersatzpapiers, dessen Ränder schmalstreifige Montagespuren früherer Rahmung aufweisen. Das Selbstbildnis dort zudem mit einigen zusätzlichen Braunflecken. Sonst bestens und mit einer Blattgröße von 67-67,5 x 51,7-52 cm ganz sichtbar größer als solche gebundener Exemplare, die sich hinsichtlich des etwas kleineren eigentlichen Zeichnungs-Corpus auf dessen Blattgröße von etwa 55 x 43 cm beschnitten sehen. Hiesige China-Drucke selbst denn auch an den Seiten 0,7-2 cm und oben + unten 2,5-3 cm breitrandig.

DIE  BERÜHMTEN  PENDANTS  IN  KENSINGTON  PALACE

aus den vom. Kustos der kgl. Zeichnungs- und Medaillen-Sammlung John Chamberlaine von 1792-1800 edierten 84blätterigen (AKL 87) Sammlung auf 83 Tafeln Imitation of original drawings by Hans Holbein in the collection of his Majesty … 84 large portraits … printed in colours by Bartolozzi (including the portraits of Holbein and his wife [zwei Gem. von H. B(ock)]), jener Folge von Persönlichkeiten am Hofe Heinrichs VIII., die

Caroline  von  Ansbach , Frau  Georgs II. ,

1727 in Kensington Palace entdeckte und daraufhin rahmen und in ihrer bevorzugten Residenz Richmond Lodge aufhängen ließ. Solchermaßen schrieb sie mit dieser Folge Kunstgeschichte.

In den 1740ern wieder nach Kensington verbracht, wurden sie unter Georg III. wieder entrahmt und in zwei Folios vereinigt. Nunmehr einsetzende Bemühungen um ihre Veröffentlichung namentlich seitens George Vertue’s, dann zwischen 1774 und 1791 durch Georg’s Ersten Bibliothekar Richard Dalton blieben unbefriedigend. So erwies sich die Qualität der von letzterem als wahllose Zusammenstellung auch aus dem Bestand des British Museum gestochenen 35 Blatt als einheitlich arm. Erst mit Chamberlaine’s Amtsantritt 1791 zeigten die Nägel auch Köpfe. Bis auf vier (oder 5?) wurden sämtliche Blätter von Bartolozzi gestochen, der gleichwohl schon 1764 von Dalton nach England geholt und 1768 zum Kgl. Historien-Stecher bestellt worden war. Auch wurde jedem der Zeichnungs-Blätter ein von Edmund Lodge verfaßter Text beigegeben. Eine Zweitauflage der großen Folio-Ausgabe erfolgte 1823, verkleinerte Quart-Ausgaben, tlw. noch als Folio bezeichnet, erschienen 1812 + 1828. Sie alle sind am Markt von größter Seltenheit und schon die Sammlung des zeitgenössischen Kunsthistorikers und Sammlers Leopoldo Conte Cicognara (Ferara 1767 – Venedig 1834) konnte per Pos. 2011 des Katalogs („In 1821 he published what might be today his most consulted book … a snapshot of the available literature on art and art history“) seiner 1824 vom Vatikan angekauften berühmten Bibliothek nur eine spätere Ausgabe verzeichnen.

Die Abdrucke der lieferungsweise erschienenen Original-Ausgabe auf offensichtlich unterschiedlichen Papieren. So belegt für das 1969er Pracht-Exemplar bei Venator (XXXIV/659; Blattgröße 54,5 x 42 cm, 5 Blatt vom Bartolozzi-Schüler C. Metz) aus vermutlich Vorbesitz Prinz Friedrich von Preussen/Burg Rheinstein oder Gräfin Lanckoronska mit einigen auf getöntem Papier und anderen auf verstärktem festen weißen Velin. Als Ganzes im übrigen qualifiziert als

„ eines  der  schönsten  Porträtwerke  im  Farbstich “.

Wesentliche Details des Vorstehenden mit Dank dem Ausstellungskatalog George III & Queen Charlotte: Patronage, Collecting and Court Taste, London, 2004, entnommen, dessen Imitatio-Explr. mit nur 72 Tafeln im übrigen unkomplett.

BARTOLOZZI’S  TECHNIK  DES  FARBIGEN  EIN-PLATTEN- PUNKTIERSTICHS , bei der

„ jede(r)  Abdruck  auch  neue  Einfärbung  der  Platte  erforderte

ist im 18. Jhdt. vornehmlich in England in Aufnahme gekommen … (und hat er mit derselben) sehr wirkungsvolle und hochgeschätzte farbige Kupferstiche geschaffen, die allerdings in der Regel noch mit dem Pinsel (nachbehandelt) werden mußten. Wesentlich verschieden von (solchem) Einplattendruck ist der eigentliche Farbstich, der sich mehrerer Platten … bedient“ (Löffler-Kirchner I, 524) und auf Le Blond’s Amsterdamer Arbeiten um 1710 zurückgeht, auf denen dann wiederum Ridinger’s einziges in Farben gedrucktes Schabkunstblatt, einer Hirschhatz von etwa 1725 (Schwerdt III, Tafel 214; schriften der ridinger handlung niemeyer XX, S. 5; jeweils farbig) als nach Wend „vermutlich das früheste deutsche Schabkunstblatt in Farben“, basiert.

„Bartolozzi stand aber auch im Linienstich hinter keinem zurück und hat eine Reihe der vorzüglichsten Werke besonders nach italienischen Gemälden in dieser Technik geschaffen. Gérard Audrans Meisterwerke erklärte er für seine Vorbilder“ (Thieme-Becker). Und Alessandro Tosi spricht im AKL von „seiner virtuosen Beherrschung der Stich- und Radierkunst, oft in einer breiten Skala von Tonwerten“.

HANS  BOCK  DER  ÄLTERE  schließlich als nach Thieme-Becker Vorlagengeber hiesiger getreuer Holbein’scher Porträt-Pendants „war über Basel hinaus ein hochgeschätzter Künstler … ein Meister des Kompilierens oder gar wörtl. Zitierens. Immer blieb er aber auch mit der hochgeschätzten Kunst von Hans Holbein d. J. verbunden … Es handelt sich (generell bei ihm) entweder um mehr oder weniger getreue Kopien direkt nach berühmten Originalen oder um Zitate aus Werken … die (ihm) als Reproduktionsgraphik zugänglich waren. Bek(annt) sind einige Kopien nach H. Holbein“ (AKL).

Solchermaßen  denn  unter  den  verschiedensten  Aspekten  ein  rundum  schönes  Objekt .

Angebots-Nr. 28.903 / EUR  1998. / export price EUR  1898. (c. US$ 2295.) + Versand


“ Subject: Thanks!

Thanks for your kind reply. I wanted to comment that your thoughts on freedom (the quote that you had on the end of your message to me) are exactly the same as my beliefs.

I write, however, because I was surprised to get it from Europe … Although an American, almost all my early family were Huguenots … In fact, my relative, Jan C. is noted as the earliest C. to have arrived in N. America (in 1636, I think) … ”

(Mrs. C. F., November 14, 2003)