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Johann Meyer, Reitergefechte

„ … reiche  Composition  in  kleinen  Friesen “

Meyer, Johann (1655 Zürich 1712). Reitergefechte. Folge der 6 teils mit der kalten Nadel gearbeiteten Radierungen in Friesform nach Heinrich Werdmüller (gest. Villingen? 1677, Offizier und Zeichnerdilettant) in Zürich (?) auf 3 Blatt. Bezeichnet auf Blatt 1: David Funck exc. / Joh. Meÿer f. 1678 / 1(-6). 5,2-5,5 x 18,2-18,3 cm. Farbig marmor. Heftung d. Zt.

Hollstein 39-44 I (vor der Numerierung?; von III); Nagler 6, I (von II); Slg. Franz v. Sternberg-Manderscheid, II. Abt., 2068 („reiche Composition in kleinen Friesen … Erste Drücke“ mit Funck-Adresse + Numerierung; 1838). – „Im ersten Drucke (wie hier) mit der Adresse von David Funk (Kunsthändler in Nürnberg), im zweiten mit jener von Schmidhamer, und mit doppelten (Einfassungs-)Linien“ (Nagler).

Hollstein, dem offenbar nur das überdies unvollständige, in den Ecken beschnittene und von Hand ergänzte Exemplar des British Museum vorlag, nennt eine Numerierung generell erst für die Schmidhamer-Zustände II + III als zudem rechts unterhalb („underneath“) im Gegensatz zu hier seitlich rechts unten – Sujets 3 + 5 gegenüber Hollstein zudem vertauscht – , erwähnt andererseits aber nicht die auch für das Sternberg-Manderscheidsche Zweitexemplar (Nr. 2069) genannte doppelte Einfassungslinie des Schmidhamer-Zustands. Namentlich für hiesige 5 + 6, aber auch 4 ließe sich ggf. indes auch eine handschriftliche Numerierung nicht mit letzter Sicherheit ausschließen.

„ J. Meyer radirte nach ihm sechs Reiterschlachten in van der Meulen’s Geschmack, qu. fol. Man muß diese Blätter von einer kleineren (nämlich der hier vorliegenden) Folge mit Reiterschlachten unterscheiden, schmal gr. qu. 8.“

(Nagler, Werdmüller, XXI, S. 289, zu Recht nicht ausschließend, daß die von ihm genannten drei miteinander identisch sind).

Blatt 1 mit Kronen-Wz. unter Kreuz + Weltkugel mit Rautenband oder doppeltem „w“ innerhalb eines Kreises (als vergleichsweise ähnlich heranziehbar Heawood 436 als für Amsterdam 1685 nachweisbar, doch ohne die dortigen seitlichen Löwen). – Blatt 1 gleichförmig leicht gebräunt, Blatt 2 noch etwas weniger. Einige Altersfleckchen. – Die Jahreszahl der Signatur der Eingangsradierung nur bedingt lesbar.

Noch  recht  früher  schweizer  Beitrag  zur  hippologischen  Graphik

in apartem alten Marmorumschlag.

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Johann Meyer, Reitergefechte


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(Herr U. W., 22. + 24. März 2010)