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„ Im  Mittelpunkt  (steht)

die  auf  äußerste  Genauigkeit  bedachte  Darstellung

der  einzelnen  Reitlektionen … “

( Dietrich  Fröba )

Eisenberg, Baron von. Le Dificile. In gestrecktem Sprung nach links. Kupferstich von Bernard Picart (Paris 1673 – Amsterdam 1733/34). (1727.) Bezeichnet: XLVIII., ansonsten wie vor. 22,2 x 30,3 cm.

Baron von Eisenberg, Le Dificile

Tafel 48 aus Eisenbergs erstmals 1727 erschienener Description du Manége Moderne. – Auf feinem Linienpapier mit oben + unten 1,3-1,6, an den Seiten 2,1 bzw. 3,1 cm breitem weißen Rand. – Rückseits einzelne schwache, bildseits kaum wahrnehmbare Stockflecken. Lediglich ganz rechts außen am Bildrand drei kleinere und im weißen Rand ein etwas größerer Fleck bemerkbar. Unbeschadet dessen dynamisches Sujet von schöner Frische.

Eisenberg , abgesehen von seiner Tätigkeit als Stallmeister 1728 in London, später in den Niederlanden, in Wien und 1753 schließlich in Pisa in seinen Lebensumständen unbekannt, wurde indes unsterblich durch seine 1727 erstmals erschienene, über die Jahrhunderte hinweg stark nachgefragte und daher immer wieder aufgelegte umfassende Reitschule, in deren „Mittelpunkt … das Bild (steht),

die  auf  äußerste  Genauigkeit  bedachte  Darstellung

der  einzelnen  Reitlektionen …

Der Text beschränkt sich auf knappe Erläuterungen“ (Dietrich Fröba im 93er Ausstellungskatalog Pferd und Reiter in fünf Jahrhunderten – Schätze aus der Bibliothek des Deutschen Pferdemuseums zu einer französischen Ausgabe von 1733, Nr. 11).

Bestechend  in  ihrer  völligen  Konzentration

auf  das  dem  Praktiker  allein  Wesentliche , nämlich  die  Lektion .

In ihrer staffagearmen Kargheit sind die Darstellungen künstlerisch indes nicht ohne Vorbild, erinnernd an noch gar nicht so lange zurückliegende Arbeiten etwa Potters, Berchems oder Romeyns, die gerade deshalb als modern empfunden werden und begeistern. Weit gefaßt, können Eisenbergs Blätter somit durchaus als in der Nachwirkung der holländischen Kunst des 17. Jahrhunderts stehend gesehen werden.

Picart , der „bedeutendste und zugleich produktivste Kupferstecher im französisch-flandrischen Raum Anfang 18. Jh.“ (Fröba, a. a. O. S. 28), lebte seit etwa 1710 in Amsterdam, wo er sich 1719 auch verheiratete. Er könnte zudem ein Enkel jenes Pariser Blumenmalers und Händlers Jean Michel Picart gewesen sein, dessen Gerson, Ausbreitung und Nachwirkung der holländischen Malerei des 17. Jhdts., SS. 57 + 59, als einer Anlaufadresse für die auf den dortigen Markt drängenden Niederländer gedenkt, und mit dem namentlich Willem Kalf gut bekannt war.

Hiesiger Bernard Picart indes „gründete (in Amsterdam) seinen Ruhm, sowohl durch die Werke, welche er lieferte, als durch eine blühende Schule, in welcher er viele Künstler heranbildete“ (Nagler).

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