Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Ein starker Zwanzigender, der im Zorn mit den Läuffen in den Boden scharrt und mit dem Geweih einen Ameisenhaufen durchwühlt. Mit Tonplatte gedruckte Lithographie von Hermann Menzler im Druck v. A. Renaud bei L. J. Heymann in Berlin. (1863-65.) Bezeichnet: Gez.v.J.E.Ridinger,lith.v.H.Menzler, ansonsten wie oben. 26,6 x 29,7 cm.

Joh. El. Ridinger’s Jagd-Album III/5. – Vgl. Thienemann 205. – Aus der als 3. Abteilung geführten „Sammlung seltener Hirsch-Geweih-Abnormitaeten und Hirschbilder“. – Die gesamte, nahezu literaturunbekannte, seltene Suite 80 Blatt zuzüglich eines neuerdings aufgetauchten illustrierten Titels weit größeren Bildformates (47,5 x 36 cm) umfassend, doch praktisch nur peu à peu complettierbar. In der Bildwirkung der von Ridinger als Ganzes nicht mehr angewandten Aquatintamanier entsprechend. – Auf festem breitrandigen Papier. Namentlich in den äußeren Partien des breiten weißen Randes ganz schwach stockfleckig.
Nach Blatt 10 der „Betrachtung der wilden Thiere“, indes das Denkmal auf der rechten Bildseite nur noch zur Hälfte wiedergebend und so das Geschehen deutlicher in die Bildmitte rückend:
„ Das der Hirsch vor Zorn den Rossameisenhaufen aufscharre, darin irrt Ridinger, das thut er mit Wohlbehagen, weil ihm der stärkende Ameisenduft angenehm ist “
(Thienemann). – Ohne die Brockes’schen Verse. – Gerade hinsichtlich der ganz eigenständigen, durch die lithographische Technik bedingten Bildwirkung eine
erwerbenswerte Sammlungsbereicherung .
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Der hiesige Weihnachts-/Neujahrsgruß 2005 endete mit „In diesem Sinne recht schöne Weihnachtstage voll Harmonie und sammlungszugewandter Muße … “ , letzterer Wunsch in einer Grußerwiederung aufgegriffen wurde mit den Worten
„ das Gutwort des Jahres – sammlungszugewandte Muße – wunderbar, hab einigen LBA/Goethefreunden dieses Gutwort genannt. Sie haben in einer verwahrlosten Zeit ein ‚linguistisches Gespür’! “
(Herr R. K., 5. Januar 2006)

