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„ … es scheint , als habe … Ridinger eine zweite Folge der‚ Fürstlichen Personen zu Pferde ‘beabsichtigt “Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Carolus des Heil. Römischen Reichs regierender Fürst zu Löwenstein Wertheim … etc. … und Ihro Churfürstl. Durchl. zu Pfaltz General Major der Infanterie, auch Ritter des Brandenburgl. Rothen Adler Ordens. Auf steigendem Apfelschimmel nach links mit Commandostab in der ausgestreckten Rechten vor allgemeinem kleinen Schlachtgetümmel und tiefgestaffelter Landschaft mit Dorf + Stadtsilhouette. Radierung und Kupferstich nach Johann Christian Fiedler (Pirna 1697 – Darmstadt 1765). Bezeichnet: JCFiedler pinx. / J. El. Ridinger sculps. A. V. 1751., ansonsten in von militärischen Emblemen umgebenem muschelartigen Schilde wie vor. 38,9 x 27 cm. Thienemann (1856) + Schwarz (1910; Tafel I/XXVI) 835; Slg. Franz Josef Graf von Enzenberg 2622 („Selten“dquo;, 1879); Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger), 1458 („Sehr selten“, 1900). Nicht unter den umfassenden Ridinger-Beständen bei Weigel, Kunstlager-Catalog I-XXVIII (1838/56), Coppenrath (1889/90) + Schwerdt (1928/35) sowie der opulenten Ridinger-Sammlung Gräflich Faber-Castell (1958) und den hippologischen Samlungen Anderhub (1963) + Sarasin (1999). Wie denn auch hierselbst über die Jahrzehnte hinweg nun erstmals vorliegend. Das vielerorts – so denn überhaupt bekannt – schmerzende Reiterbildnis-Desiderat auf schwerem Bütten mit 1,2-1,7 cm Rand an den Seiten + 2-2,5 cm unten + oben, hier aus der reichen Ridinger-Sammlung von Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen (1922-2004). – Im weißen Rand rechts oben in Tinte „Th 835“.
(Thienemann). Eine mit 37 x 26,3 nur geringfügig kleinere Ludwigs VIII. von Hessen-Darmstadt denn auch 1876 seitens Graf Stillfrieds unter Nr. 1378 nachgetragen. Fiedler, seit 1717 als Miniaturmaler hervorgetreten und seitens des Braunschweiger Hofes mit mehrjährigem Paris-Aufenthalt nebst Zusage anschließender Anstellung als Hofmaler in Wolfenbüttel gefördert, blieb auf der Rückreise 1724 in Darmstadt hängen, wo er 1726 zum Hofmaler und 1754 zum Ober-, Kabinetts-und Hofmaler avancierte und sich namentlich zum Bildnismaler entwickelte.
(Thieme-Becker XI [1915], 538 f.).
(Mr. D. D., July 23, 2004) |