„ … es scheint , als habe … Ridinger eine zweite Folge der
‚ Fürstlichen Personen zu Pferde ‘
beabsichtigt “
Ridinger, Martin Elias (1730 Augsburg 1780). Ludovjcus VIII. D. G. Landgravius Hassiæ-D(armstadiæ). Princeps Hersfeldiæ, Comes in … Nidda, Schaumburgo, Isenburgo et Budinga etc. Sacræ Cæsareæ ac Regiæ Hungaricæ et Bohemicæ Apostol. Majestatis Suppremus Campo Mareschallus … . Auf seinem sprichwörtlichen Apfelschimmel mit auf den rechten Oberschenkel gesetztem Marschallstab, ruhigen Schritts einer Truppenaufstellung in hügeliger Landschaft zur Linken entgegenreitend. Radierung + Kupferstich nach Georg Adam Eger (Murrhardt 1727 – 1808). Bezeichnet: G. A. Eger Serenissimi Landgr. Pictor, pinxit. / Mart. El. Ridinger sculps. Aug. Vind., ansonsten wie vor mit dem reichen, von Löwen-Schildhaltern gehaltenem Wappenschild in der Mitte. 37 x 26,3 cm.

Thienemann-Stillfried (1876) + Schwarz (1910) 1378; Reich auf Biehla 280 ( „Schönes Blatt … Höchst selten“, 1894 ! ); Siebert, Kranichstein (1969), Abb. S. 62; Ridinger-Katalog Darmstadt (1999) VI.25 nebst Abb.; Siebert-Weitz, Ridinger – Bilder zur Jagd in Hessen-Darmstadt (1999), SS. 52 f. nebst Abbildung.
Nicht in den umfassenden Ridinger-Beständen
bei Weigel, Kunstlager-Catalog I-XXVIII (1838/56), Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885), Coppenrath (1889/90), Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger; 1900) + Schwerdt (1928/35) sowie der opulenten Ridinger-Sammlung Gräflich Faber-Castell (1958) und den hippologischen Samlungen Anderhub (1963) + Sarasin (1999). Wie denn auch hierselbst über die Jahrzehnte hinweg nun erstmals vorliegend.
Das vielerorts – so denn überhaupt bekannt – schmerzende
Reiterbildnis-Desiderat
auf schwerem Bütten mit umlaufend meist 8 mm breitem Rand, hier aus der reichen Ridinger-Sammlung von Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen (1922-2004), von dessen Hand vermutlich im weißen Rand unten rechts die Bleistiftanmerkung „Th.St, 1378. Sehr selten“ stammt. – Eine leichte Stockigkeit innerhalb des Bildes kaum wahrnehmbar und nur übersehbar im obigen breiten weißen Plattenrand sowie stippenartig im linken weißen Platten- + Papierrand.
„ Ein Blatt, welches nach Grösse und Form der (etwas kleinformatigeren) Serie fürstl. Personen zu Pferde sich anreiht “
(Graf Stillfried). Und damit dem jüngst hier durchgelaufenen Reiter-Porträt Fürst Karls zu Löwenstein-Wertheim, noch von Thienemann selbst per 835 eingeführt mit den Worten
„ Hiermit (Th. 834) wäre nun diese Folge (der ‚Fürstlichen Personen zu Pferde‘) beendigt. Nun besitze ich aber eine ähnliche, doch grössere Kupfertafel (von Joh. Elias R. nach Joh. Christian Fiedler) … Carolus … Wir geben ihm die Nummer 835 … Auch unter den Zeichnungen befinden sich einige in grösserem Format als obige sechzehn, wornach es scheint, als habe … Ridinger eine zweite Folge beabsichtigt. “
„ Das Reiterbildnis Ludwigs VIII. (1691 Darmstadt 1768, regierend seit 1738/39, verheiratet mit Charlotte Gräfin von Hanau-Lichtenberg) gliedert sich einer … Folge fürstlicher Personen zu Pferde an. Während die übrigen 16 Darstellungen (der Stammfolge) von Johann Elias Ridinger sowohl gezeichnet wie auch gestochen worden sind, liegt dem Reiterbildnis des Jagdlandgrafen ein Gemälde Georg Adam Egers zugrunde (wie besagter anderer Löwenstein-Wertheim’schen Ergänzung ein solches von Fiedler). Möglicherweise entstand unser von Martin Elias Ridinger gestochenes Blatt zur gleichen Zeit wie die nach Entwürfen Egers gestochenen (vier) Tafeln der ‚Wundersamsten Hirsche‘ (Th. 318 f. + 339 f.), also um die Mitte der 1760er Jahre “ (1763/64 + 67/68)
(Stefan Morét in Katalog Darmstadt).
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Siehe auch
Johann Christian Fiedlers großformatiges Ganz-Portrait
in Schabkunst von Johann Jacob Haid
“ Thank you very much for your prompt and very cooperative handling of this order. I very much look forward to seeing the map ”
(Mr. D. R.-H., January 26, 2005)


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