Das Exemplar Gräflich Faber-Castell
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). S. Bernardus. Der hl. Bernhardus in Halbfigur nach links, in der erhobenen Rechten ein mit den Marterinstrumenten bestücktes Kreuz haltend, gegen dessen Fußende die Linke zudem einen Totenschädel hält. Links auf einer Steinplatte zwei Folianten, darauf schmucklose Tiara und eine weitere Geißelrute. Schabkunstblatt. Bezeichnet: I. El. Ridinger excud. A. V., ansonsten wie vor. 52 x 42,4 cm.

Provenienz
Gräflich Faber-Castell
deren Ridinger-Versteigerung 1958
mit deren Lot-Nr. 174
auf dem Untersatzkarton
Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen
(1922-2004)
Schwarz 1539 nebst Abb. II, Tafel L; Faber-Castell 174; Wend, Ergänzungen zu den Œuvreverzeichnissen der Druckgrafik I/1 (1975), 215.
Nicht bei Thienemann (1856) , Stillfried (1876) , Weigel, Kunstlager-Catalog, Abt. I-XXVIII (1838/57) , Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Reich auf Biehla (1894) , Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger, 1900) , Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940).
Kontrastreicher tiefschwarzer Druck mit umlaufend feinem Rändchen, in der rechten oberen Bildecke mit rotem Kreidestift genummert „71.“. Leicht zeitspurig, doch von schönem Gesamteindruck. Und selten, wie belegt, und seitens Thienemanns schon 1856 generell resümiert:
„ Die Schwarzkunstblätter sind im Handel fast gar nicht mehr
… zu bekommen … sämmtliche von und nach Joh. El. Ridinger gefertigte (sind) so selten, dass sie fast nur in einigen öffentlichen, grossartigen Kupferstichcabineten zu finden sind. Ich habe die meisten der beschriebenen nur in dem berühmten Dresdner Cabinet angetroffen … “ (selbst dort fehlend denn aber hiesiges)
(Seiten VIII + 270).
An welcher Situation auch etwaige Neuauflagen wenig zu ändern vermochten, da die sich technisch bedingt extrem schnell abnutzende Schabplatte nach Urteil des Praktikers Sandrart (1675) nur 50-60 gute Abdrucke ermöglicht.
Hier denn das Exemplar Gräflich Faber-Castell .
Angebots-Nr. 14.864 / EUR 570. / export price EUR 542. (c. US$ 724.) + Versand
“ Thank you for your kind help with the Hogarth and for always pleasant correspondence ”
(Mrs. M. K., April 15, 2004)

