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Thienemann („sehr selten“, 1856) + Baron Gutmann (1910) besaßen sie .Helbing in seiner Mammutofferte (1900) nur ihrer drei ,qualifiziert als „Sehr + Aeusserst selten , wie auch anderwärts .Ridinger’s Folge der FontainenRidinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Fontainen. Folge von 4 Blatt in Kupferstich + Radierung. Bezeichnet: Ioh. Elias Ridinger excud. Aug. Vind., ansonsten wie nachfolgend. 35,3 x 28,7 (1) bzw. Blattgröße 35,2-35,4 x 28,2-28,3 cm (3). Provenienz Gräflich Faber-Castell deren Ridinger-Versteigerung 1958 mit deren Lot-Nr. 61 auf den Untersatzkartons Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen (1922-2004) Th. + Schwarz 878-881; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 1953 („Einige etwas beschädigt und fleckig. Aeusserst seltene Blätter“, 1885); Slg. Reich auf Biehla („Aeusserst seltene Blätter , sehr schöne Abdrücke mit viel Rand“, 1894); Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger; 1900), 1482-1484 als Th. 878 („mit Rand. Letzterer nicht tadelfrei. Sehr selten.“) , Th. 879 („ohne Rand. Sehr selten.“) + Th. 881 („mit vollem Rand, letzterer nicht tadelfrei. Aeusserst selten.“). Nicht bei Weigel, Kunstlager-Catalog I-XXVIII (1838/57) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940) .
(Thienemann, Denn spätestens die Folge der Fontainen hat nach hiesiger Entdeckung der von Ridinger offensichtlich verworfenen autonomen Arbeit der domartig aufschießenden „Hippokrene“ – hier in 16 Exemplaren aufgelegt gelegentlich des 300. Geburtstages – als der Roß- oder Musen-Quelle am Parnaß auf der Rückseite der originalen Druck-Platte zum Abendblatt der „Vier Jahreszeiten der Hirsche“ als eigenhändig gesichert zu gelten. Denn obgleich gänzlich unbezeichnet geblieben, ist die Authentizität der „Hippokrene“ unübersehbar. Ausgehend von ihrer Nähe zu dem Ridinger so vielfältig inspirierenden Watteau und über die Selbstidentifikation in der Muse der Malerei direkt hinführend zum Eigen-Exlibris. Fontaine de Persèe et d’Andromede .
Springbrunnen des Persei und der Andromeda.
Dreiseits mit 3-4, unten 13 mm breitem Rändchen um den vollen Plattenrand. In diesem vier hinterlegte Kleineinrisse. Kleine leichte Gelbspur zwischen Andromedas rechtem Arm und linkem Bein. Fontaine d’Hercule victorieux.
Springbrunnen des triumphirenden Herculis.
Innerhalb der Plattenkante geschnitten, doch dreiseits mit fein(st)em Rändchen um die Bildeinfassung, unten mit 1 cm unterhalb der zweiten Textzeile. – Rückseits links mit drei punktuellen Spuren früherer Montage auf blauem Papier, zwei kleinen dünnen Papierstellen, von denen eine hinterlegt ist sowie gleichfalls beigelegtem Kleineinriß. Fontain d’Atlas et d’Hercule.
Springbrunnen des Atlas und Herculis.
Innerhalb der Plattenkante geschnitten, doch dreiseits mit meist nur feinstem Rändchen um die Bildeinfassung, hier und da auch bis unmittelbar an diese heranreichend, unten mit 3-10 mm unterhalb der zweiten Textzeile. – Rückseits links mit zwei punktuellen Spuren früherer Montage auf blauem Papier und bildseits eine winzige Papierabschabung an der Bildeinfassung. Fontaine de la Victoire d’Apollon sur le Serpent Python.
Brunnen von dem Sig des Apollo über die Pythonische Schlange.
Innerhalb der Plattenkante geschnitten, doch dreiseits mit fein(st)em Rändchen um die Bildeinfassung, unten mit 6-10 mm unterhalb der zweiten Textzeile. – Rückseits links mit drei punktuellen Spuren früherer Montage auf blauem Papier. Die bildlich wie inhaltlich schöne Folge in herrlichen Drucken auf leicht getöntem feinen (3) bzw. normalschwerem Bütten bei gleichwohl einheitlicher Strukturierung nach 50jähriger Marktferne im Exemplar Gräflich Faber-Castell . Und nicht zuletzt ein weiteres Thema , das Ridinger als in großer künstlerischer Tradition stehend zeigt . Mit deren drei berühmten Beispielen aus 1593 bis 1602 in Augsburg selbst, darunter der auf eine Vorzeichnung Hans von Aachen’s zurückgehende Herkules-Brunnen des großen Adriaen de Vries. Angebots-Nr. 14.873 / EUR 2000. / Export price EUR 1900. (c. US$ 3067.) + Versand
(Frau E. K., 24. Juni 2002) |