|
Widerrufsrecht Impressum 45 Jahre Kunsthandlung + Seltenheitsantiquariat Kataloge
Autographen
KartographieBibliophilie Alte Meister Zeichnungen Grafik XX. Jahrhundert Recht Orts- + Landeskunde Miscellania: Bücher + Grafik William Hogarth Das AHA!-Erlebnis Juli 2008 Tiere, Jagen, Umwelt Fischen + Angeln Pferde + Reiten Joseph Georg Wintter Die Familie Rugendas Künstlerindex Homepage e-mail
Datenschutz Geschäftsbedingungen |
Erstmals 1910 von Schwarz beschriebenDie hl. Familie samt Johannesknabenund hier in unbeschriebener VarianteRidinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Heilige Familie. Dominante Dreierbeziehung von Maria mit dem schlafenden Kinde auf dem Arm, dessen Rechte auf das Ecce Agnus Dei als Banderole um den Kreuzstab des ihm das rechte Füßchen küssenden Johannesknaben als seinem späteren Täufer weist, der der ein Buch in beiden Händen haltende Joseph gedankenvoll zuschaut. In der Schrifttafel darunter gleichfalls leergebliebene Muschelkartusche. Schabkunstblatt. Bezeichnet: Ioh. El. Ridinger excud. A.V. Blattgröße 53 x 40,8 cm. Provenienz Gräflich Faber-Castell deren Ridinger-Versteigerung 1958 mit deren Lot-Nr. 166 auf dem Untersatzkarton Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen (1922-2004) Vgl. Schwarz 1484 nebst Taf. II, XXXIX; Gräflich Faber-Castell (1958) 166 ohne Erkennen als Variante zu Schwarz. Nicht bei Thienemann (1856) , Stillfried (1876) , Weigel, Kunstlager-Catalog I-XXVIII (1838/57) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger; 1900) , Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940).
In reichem Hell-Dunkel sich präsentierender offensichtlicher Zweitzustand von Schwarz 1484 – „Aehnlich, doch nicht identisch mit Th. 1280“ – bei weniger Detailnuancierung. Hier dreiseits auf Plattenkante geschnitten, muß offenbleiben, ob der den Höhenunterschied ausmachenden bildlosen Füllfläche oberhalb Marias + Josephs eine Verkürzung der Platte oder individueller Papierbeschnitt zu Grunde liegt. – Typographisches Wz. Über belegte Rarität und zudem unbeschriebenen Zustandsdruck hinaus von vorprogrammierter Seltenheit als die sich technisch bedingt extrem schnell abnutzende Schabplatte nach Urteil des Praktikers Sandrart (1675) nur 50-60 gute Abdrucke ermöglicht. Entsprechend denn auch schon 1856 Thienemann, Seiten VIII + 270 :
Nicht einmal dort denn anstehendes als nicht nur, generationsübergreifend, Thienemann + Stillfried unbekannt geblieben, vielmehr in dem hier nun erstmals dokumentierten Zweitzustand auch noch weitere Jahrzehnte später Schwarz.
(Mr. L. A. F., March 11 and 1 resp., 2001) |