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Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Hl. Joseph mit dem Jesuskind mit der Weltkugel. Kniestück mit elliptischem Heiligenschein aufblickend nach links mit dem Lilienstab in der Rechten und das auf weichem Polster gebettete Kind mit der Linken haltend. Letzteres selbst mit je einem Strahlenbündel an den Seiten und auf dem Kopfe, neben sich die Weltkugel, der seine Rechte das Kreuz aufdrückt, im übrigen aber gleichfalls nach links aus dem Bild blickend. Darunter einfach ornamentierte Kartusche in breitem Textrand mit lediglich der Signatur. Schabkunstblatt. Bezeichnet: Joh. Elias Ridinger. excud. A. V. 56,7 x 42,1 cm.

Provenienz

Gräflich Faber-Castell

deren Ridinger-Versteigerung 1958
mit deren Lot-Nr. 113
auf dem Untersatzkarton

Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen

(1922-2004)

Vgl. Thienemann + Schwarz 1282 + Schwarz 1503 („Aehnliche Darstellung wie Th. 1282 und wohl von der überarbeiteten Platte. Veränderte Arbeiten …“) nebst Abb.; Schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX, 2010 (ohn Zustandsangabe; 1885); Gräflich Faber-Castell (1958) 113 als Th. 1282 ohne Erkennen als Variante zu vorgenannten.

Generell nicht  bei Weigel, Kunstlager-Catalog I-XXVIII (1838/57) , Slg. Coppenrath (1889 f.) , Reich auf Biehla (1894) , Gg. Hamminger (1895) , Helbing XXXIV (Arbeiten von J. E. und M. E. Ridinger; 1900) , Rosenthal, Ridinger-Liste 126 (1940).

Hier  erstmals  beschriebene  Variante

Johann Elias Ridinger, Hl. Joseph mit dem Jesuskind mit der Weltkugel

und hinsichtlich der gegenüber Schwarz 1503 (55,6 x 42,3 cm) nochmals und entscheidend versachlichten Kartusche dritter, so nicht vierter Zustand von Th. 1282, dessen gleichwohl nicht absolut zuverlässige Signaturangabe „J. E. Ridinger exc. A. V.“ von der von Schwarz für 1282 (55,5 x 41,2 cm) zuverlässig vermerkten, nämlich „I. El. Ridinger exc. Aug. Vind.“, abweicht. Josephs hiesiger Augenaufschlag gegenüber Schwarz 1503 sympathisch zurückhaltender, das Haar im Stirnbereich kaum lockig.

Typograph. Wz. – Mit bis zu 4 mm (unten) Rändchen rundum, das links auf 13 cm ausgefranst ist. – Gesamthaft altersspurig mit partiellen leichteren Bereibungen, in Kartusche und Textrand auffallender.

Im übrigen, zumal als literaturunbeschriebener Zustand, von vorprogrammierter Seltenheit als die sich technisch bedingt extrem schnell abnutzende Schabplatte nach Urteil des Praktikers Sandrart (1675) nur 50-60 gute Abdrucke ermöglicht.

Entsprechend denn auch schon 1856 Thienemann, Seiten VIII + 270 :

„ Die  Schwarzkunstblätter  sind  im  Handel  fast  gar  nicht  mehr

… zu bekommen … sämmtliche von und nach Joh. El. Ridinger gefertigte (sind) so selten, dass sie fast nur in einigen öffentlichen, grossartigen Kupferstichcabineten zu finden sind. Ich habe die meisten der beschriebenen nur in dem berühmten Dresdner Cabinet angetroffen … . “

Angebots-Nr. 14.963 / EUR  198. (c. US$ 266.) + Versand


„ … wieder eine große Freude, Post von Ihnen zu erhalten und in eine Lektüre eintauchen zu können, die sich so wohltuend von dem journalistischen Einheitsbrei der täglichen Presse unterscheidet “

(Herr T. L., 9. Januar 2011)

 

Die  Auslese  des  Tages