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Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der schlaffende Löw. In malerisch seltener Positur mit hochgehaltenen Vorderpfoten auf bewachsenem Felsplateau auf dem Rücken nach vorn liegend bei weit geöffnetem, herrlichen Einblick bis hin zu den zusätzlichen Atemlöchern im Gaumen gewährendem Rachen. Radierung + Kupferstich. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sculps. et exc. Aug. Vind., ansonsten latein.-dt. wie vor und unten. 26,8 x 25,2 cm. Thienemann + Schwarz 521. – Das bildlich ungewohnte, sehr reizvolle fünfte Blatt der oben bogenförmig gerundeten 6 bzw. 8blätt. Löwen-Suite, adäquat in Druck + Breitrandigkeit: 6-9,5 cm oben und unten, seitlich 3 cm bei patinahaft leichter Alterstönung.
Leo dormiens. / Cervicem inflexam posuit, jacuitque per antrum / Immensum, saniem eructans. Virgil IV. Aeneid. – Der schlaffende Löw. / Er steht vom Lager auf, und legt im Feld sich nider / Ein leiser Schlaf stärckt ihm zum Anfall seine Glider.
(Sign. S. B. F., June 26, 2004) |