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„ Eine grosse Menge schöner Pferde “Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Die Par Force Pferde werden auf den Rendevous aufgeführet. Endloser Zug von meist in Dreiergruppen von den Reitknechten aus dem Wald auf die Lichtung geführter gesattelter Pferde. Von rechts kommen zwei Jagdwagen hinzu. Radierung und Kupferstich. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie oben. 31,2 x 47,9 cm.
Die Par Force Jagd des Hirschen III Thienemann + Schwarz 51; Weigel, Kunstlager-Kat., 4a + 16545 („alte jetzt nur selten vorkommende Abdrücke“, 1847!); Stubbe, Johann Elias Ridinger, 1966, SS. 15 f. – Nicht in der schles. R.-Slg. bei Boerner XXXIX (1885 !).
(Thienemann). Ausführlicher 8zeiliger Untertext in Deutsch. – Leuchtender Abdruck auf an den Seiten 4,7-5, oben und unten 3-4,8 cm breitrandigem festen Linienpapier. – Im linken Seitenrand die zwei verlagsseitigen Durchstiche. Im Oberrand ein bis an die Plattenkante heranreichender Einriß wie auch einige weitere kleinere säurefrei hinterlegt. Als Ganzes ist diese „späte stattliche Serie der Parforcejagd“ für Stubbe, bis 1969 Hauptkustos des Kupferstichkabinetts der Hamburger Kunsthalle, ein Absolutum an Harmonie und reifer Meisterschaft , wie er an Hand deren Blätter 8 + 12 (Th. 56 + 60) in Gegenüberstellung zu den entsprechenden der frühen „Fürsten-Jagdlust“ darlegt. Entsprechend auch Rolf Biedermann:
(Ridinger-Katalog Augsburg 1967, S. 3 der Einleitung). – Sie gehört zu den gesuchtesten Werken unseres Meisters , zumal da sie nach abgeschaffter Parforcejagd sogar einen historischen Werth erhalten hat “ (Thienemann) – und zeigt in vier Teilen den vollständigen Verlauf einer klassischen Parforce-Jagd , deren Erfinder lt. Döbel der Heilige Hubertus „seyn soll“ – siehe hierzu generell und im Detail Gisela Siebert, Kranichstein, 64 f. – und deren jeweilige Stationen der ausführliche Untertext erläutert.
(Siebert, a. a. O., 56). So herrscht denn auch über den Rang der Folge in der alten wie in der gegenwärtigen Literatur Einmütigkeit. Von Naglers 1843er Wertung „ Eines der schönsten Werke Riedinger’s “ über Thienemann’s und der W. Schmidts in der ADB (XXVIII, 507) von 1889 bis hin zur Feststellung des Grafen Solms-Laubach von 1961 angesichts des von ihm abgebildeten Stiches des „Anjagts Hirsch“ : „ … eines der großen Blätter seiner Hirschhatzfolge … die zu seinen besten Arbeiten gehört “. Von den Vorzeichnungen datieren drei aus 1746 (Th. S. 274, Mappe I, b zu Th. 49 und einer nicht gestochenen + Schwerdt III, 216, unten 1 zu Th. Th. 60), sowie eine aus 1750 (Schwerdt, wie vor, 2 zu Th. Th. 56), letztere beiden als Varianten.
Gegenwärtig hier verfügbare Die Vorsuche mit den Leit=Hunden der Par Force Jagd! (Th. 49) Der Anjagts Hirsch wird mit dem Lancier Hunde gesprenget! (Th. 56)
(Mr. J. R. L., June 11, 2004) |