Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Anno. 1720. haben Ihro Hochfürst: Durchl: Heinrich Fridrich Herzog zu Würtemberg Disen Hirsch beÿ Wen(n)enthat Luiterbacher Huth Reichenberger Forsts (= Leutenbach bei Winnenthal/Winnenden) in der Brunst geschossen. Auf einer Lichtung bei dem mächtigen Stamm einer teilweise gebrochenen Eiche ruhender Zwölfender „mit scheinbar vier Stangen“ (Th.). Radierung mit Kupferstich. Ca. 1735. Bezeichnet: 2. / Joh. El. Ridinger del. sculps. et excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 37,7 x 29,7 cm.

Thienemann + Schwarz 244. – Blatt 2 der „Vorstellung der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“. – Das Geweih figuriert auch unter den 118 Kupfern in Mellin’s 1779er Versuch einer Anweisung zur Anlegung, Verbesserung und Nutzung der Wildbahnen so wohl im Freyen als in Thiergärten (Seite 142). – Mit umlaufend 4-10 mm Rändchen um den breiten weißen Plattenrand und in diesem wie dem Textfeld ganz minimal knitterspurig. Oben links im weißen (Platten)Rand angeschnittene Paraphe (?) in Bister.
Die Deutschordenskommende Winnenthal kam durch Kauf 1665 an Württemberg und wurde 1677 Stammsitz der durch Erbfolge zurück in die Hauptlinie bereits 1733 wieder erloschenen Nebenlinie Württemberg-Winnenthal. – Heinrich Friedrich von Württemberg-Winnenthal (Stuttgart 1687 – Winnenthal 1734) nahm auf niederländischer Seite am Spanischen Erbfolgekrieg und – nunmehr in kaiserlichen Diensten unter Prinz Eugen – am Türkenkrieg 1714/16-18 einschließlich der Schlachten von Peterwardein, Temeswar und Belgrad teil und wurde 1723 zum General der gesamten kaiserlichen Kavallerie ernannt.
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(Herr N. B., 3. Januar 2003)

