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Johann Elias Ridinger, Spuhr einer Fisch=Otter

„ Schöner Wasserfall … also Mondschein “

Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Spuhr einer Fisch=Otter / Rechter Vorder Lauf / Lincker hinder Lauf. In wüster Felslandschaft ein „Schöner Wasserfall, vor demselben lauert eine Fischotter auf Raub, also Mondschein“ (Th.). Im Wasser Spiegelbild ihres Kopfes. Unterhalb des Bildes die von a-e erläuterten originalgroßen Spuren. Radierung und Kupferstich. (1740.) Bezeichnet: 16. / Joh. El. Ridinger inv. del. sc. et exc. Aug. Vind., ansonsten wie vor + unten. 37,6 × 29,7 cm (14¾ × 11¾ in).

ABBILDUNG DER JAGTBAREN THIERE 16. – Thienemann + Schwarz 178; Ridinger-Katalog Darmstadt (1999), III.27 mit Abbildung; Sälzle, Faks.-Ausgabe sämtlicher Handzeichnungen der Folge, 1980, SS. 50 ff. (datiert 1739). – Die benummerten Spuren wie folgt erschlossen:

Johann Elias Ridinger, Spuhr einer Fischotter
a. Klauen deren sind an dem hinder und Vorder Lauf 5. / b. die Hæutlein so dazwische(n) Stehen. / c. die Ballen an dem Vorder Lauf. / d. die Ballen an dem hinder Lauf. / e. in weicher Erde siehet man an dem hinder Lauf auch die Hare.

„ Während auf der Radierung die Landschaft unverändert erscheint, hat Ridinger den Fischotter, nicht zum Vorteil, in eine andere Stellung gebracht …

Daß es sich Ridinger bei der Komposition seiner Blätter nicht leicht gemacht hat, verdeutlicht am besten (eine) nicht gestochene Variante im Vergleich zum (anstehenden) Bild … die als eine Vorzeichnung dazu gewertet werden muß. Auch hier sehen wir die gleiche Felslandschaft, links jedoch etwas in den Hintergrund gerückt, wodurch der Himmel sichtbar wird; zwischen Wasserfall und Fischotter eine Felspartie, hinter der zypressenartiger Baumwuchs herausragt, statt des linken Felsens hier Schilfgras. Unsigniert … Ein Vergleich (dieser Variante) mit (der schlußendlichen Vorzeichnung) verdeutlicht Ridingers Arbeitsweise und sein Bestreben zu stärker akzentuierter Komposition “

(Sälzle).

Einzigartig schöner Abdruck mit WANGEN-Wasserzeichen als einer der von Ridinger bevorzugten festen Bütten-Qualitäten. – Oben + unten 3,3-4,7 cm breitrandig, links mit 1,3 + rechts mit 0,7 cm Rand, jeweils zusätzlich zum breiten weißen Plattenrand. – Ober- + Unterrand schwach stockstippig, letzterer auch etwas altersfleckig vom Umblättern und ersterer mittig Außenkante etwas rissig-leimspurig von früherer Bindung.

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– – – Dasselbe in sehr schönem tonigen, ganz einheitlich harmonischem Abdruck – doch vielleicht von erst Ende 18./Anfang 19. Jahrhundert – auf festem Linien-Papier. – Der dreiseits unbeschnittene Halbbogen von 54 × 36,8 cm (21¼ × 14½ in) oben + unten 7,5-9 cm, an den Seiten mit 3-3,6 cm breitrandig, jeweils zusätzlich zum breiten weißen Plattenrand. – Siehe auch die ausführliche Beschreibung.

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– – – Dasselbe als Tiefdruck-Postkarte von O. Felsing, (Bln.-)Charlottenburg. Ca. 1900/20. 14,1 × 9,3 cm (5½ × 3⅝ in). – Nicht gelaufene „KÜNSTLERKARTE“.

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siehe auch
Hermann Menzlers variierende Tondruck-Lithographie
dieses Sujets


„ heute kam ich wieder nach Hause und fand die Bilder vor. Sie sind wohlbehalten angekommen und in einem guten Zustand … Vielen Dank für Ihre Mühe “

(Frau E. K., 24. Juni 2002)

 

Die  Auslese  des  Tages