„ … und es müssen ihre Bälge ,
uns für scharfer Kälte schützen “
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767). Der Luchse, sind zweyerley Stein= und Kälber=Luchsen. Sie haben zwey bis 3. Iunge, und sollen lang leben. Vor großartig ausgeleuchteter Felsszenerie erklimmt einer einen Vorsprung, auf dem bereits drei andere nebst zwei Jungen liegen. Vorne im Mittelfeld in einer Höhlung ein weiterer mit gleichfalls zwei Sprößlingen. Radierung + Kupferstich. (1736.) Bezeichnet: Cum Priv. Sac. Cæs. Majest. / I. El. Ridinger invent. delin. sculps. et excud. Aug. V., sonst wie oben. 34.7 x 42 cm.

Thienemann + Schwarz 217. – Blatt 22 der Folge der Betrachtung der wilden Thiere mit den Brockes-Versen. – Figürl. Wz. – Mit dreiseits ca. 1 cm, unten etwas knapperem Papierrand um den breiten Plattenrand.
„ Welche schrecken=reyche Höhle, voller Spalten, voller Klüffte / welche Last gewölbter Felsen, voller tieff= und duncklen Grüffte! / welch ein würdigs Nest der Thiere, deren heissen Durst nach Blut, / Grim, Gefrässigkeit und Bosheit, Hurtigkeit und List u: Wuth, / ihre gantze Stellung weist. Kann man doch fast ohne Grauen, / kaum die sichere Copie, weil auch sie fast lebet, schauen … Nicht umsonst; sie dienen uns. Man kan sie zum Iagen, nützen, / und es müssen ihre Bälge, uns für scharfer Kälte schützen. “
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(Mr. L. A. F., June 22, 2004)

